Termintafel wissenschaftlicher Veranstaltungen

28.06.1995
Kirchliche Hochschule Bethel
10. - 15. Juli 1995
"Outburst of Occult Authoritarianism".
13. - 15. Juli 1995
DIALOG AKADEMI DANMARK.
7. Sept. 1995, 19.30 Uhr
"TENDENZEN DER SZENE: WACO - SONNENTEMPLER - AUM SHINRI-KYO - SCIENTOLOGY"
22. September 1995
Spezialseminar: "SCIENTOLOGY".
Montag, 9. Oktober 1995, 20.00 Uhr,
Vortrag: "Religiöser Supermarkt" - Sekten, Jugendreligionen, Okkultismus, New Age
13. 10. - 19. 10. 1995
"RELIGION, DEMOKRATIE, JUGEND".
8. und 9. Dezember 1995 in Aarhus/Dänemark
Dezember-Seminar des Dialog Center International-Network.
7. Dezember 1995 in Aarhus/Dänemark
Konferenz des ABCD (A Buddhist-Christian Dialog)
7. Dezember 1995 in Aarhus/Dänemark
Konferenz der Community of St. Paul and St. Peter "Die Arbeit des DCI und der DCI-Partner in den früher kommunistischen Ländern, vor allem in Rußland"

28.06.1995

Kirchliche Hochschule Bethel
Dies academicus zum Thema "Andere religiöse Gemeinschaften als Herausforderung an die Evangelische Kirche."

DIALOG ACADEMY INTERNATIONAL

SEMINAR: "Outburst of Occult Authoritarianism"
Tagung vom 10. - 15. Juli 1995 in Dänemark
über das Wiedererwachen autoritärer und okkulter Bewegungen und
ihre Herausforderung für die christlichen Kirchen und die klassischen
Religionen

Informationen und Anmeldung bei:
Dialog Center International, Katrinebjergvej 46, DK 8200 Aarhus N. Fon:
+ 4586 10 5411; Fax: + 4586 1054 16 .

Referenten:Jon Atack, Christian Szurko (Großbritannien); Johannes
Aagaard, Anders Laugesea (Dänemark); Moti Lal Pandit (Indien);
Alexander Dvorkin, Abt Johannes, (Rußland); Ernest Valea
(Rumänien) Thomas Krüger, Rüdiger Hauth, Thomas Gandow
(Deutschland); Tomas Novotny (Tschechien): u.a.m. Evangelische Akademie in
Berlin-Brandenburg in Verbindung mit BERLINER DIALOG

- Informationen und Standpunkte zur religiösen Begegnung - und
Provinzialpfarramt für Sekten- und Weltanschauungsfragen Berlin-Brandenburg
laden ein zu einem Osteuropa-Seminar über Beratung im Bereich
Jugendreligionen

BERLINER OKTOBER-SEMINAR 1995

unter Schirmherrschaft des Bischofs von Berlin-Brandenburg, Prof. Dr.
Huber
"RELIGION, DEMOKRATIE, JUGEND" - Jugendberatung im Bereich Jugendreligionen und Jugendokkultismus - Freitag, 13.10. 1995 bis Donnerstag, 19.10.1995 Referenten und bisher geplante Themen: Prof. Dr. Aagaard, Aarhus: Guruismus; Interreligiöser Dialog Prof. Dr. Dvorkin, Moskau: Totalitäre Kulte in Russland Pfr. Gandow, Berlin: Munismus; ISKCON und Demokratie Pfr. Dr. Hauth, Witten: Christliche Sekten; Mormonen Dr. Hemminger, Stuttgart: Beratungsprobleme; Psychogruppen Prof. Dr. Dr. Kuenzlen, München: Vagabundierende Religiosität Senator a.D. Krüger MdB, (angefr.): Totalitäre Kulte als politische Herausforderung Prof. Lambeck, Berlin: Physik und New Age; Parawissenschaften Pfr. E. Neubert, Berlin: Religion in der postkommunistischen Gesellschaft Pfr. Pahnke, Berlin: Jugendprobleme, jugendlicher Rechtsradikalismus Pfr. Dr. Ruppert, Stuttgart: New Age; Theosophie; Okkultismus Pfr. Trenkel, Kassel: Kirchliche Beratungsarbeit in Deutschland Prof. Zinser, Berlin, (angefr.): Jugendokkultismus in Ost und West Zum geplanten Programm: Das Oktoberseminar arbeitet mit Vorlesungen und workshopartigen Seminaren und Arbeitsgruppen. * In den Vorlesungen werden die grundsätzlichen Informationen und Fragen behandelt. * Die Arbeitsgruppen ermöglichen den kollegialen Austausch. * Seminare bieten die Möglichkeit, mit erfahrenen Fachleuten Probleme der praktischen Beratungsarbeit zu erörtern. * Bei Interesse auch Exkursionen in die neureligiöse Szene Berlins Außerdem geplant: + Gespräch mit dem Bischof von Berlin-Brandenburg, Prof. Dr. Huber + Gespräche mit Beteiligten der DDR-Bürgerrechtsbewegung + Besuch beim Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen + Besuch der nationalen Gedenkstätte ehem. KZ Oranienburg + Besuch im Bundestag, im Brandenburgischen Landtag und im Berliner Abgeordnetenhaus + Gespräche mit deutschen Jugendpolitikern und anderen Parlamentariern + Stadtrundfahrt u.a.m. Tagungsleitung: Pfr. Gandow und Pfr. Pahnke Teilnehmerkreis: Berater/innen aus Osteuropa und Deutschland; Pfarrer und kirchliche Mitarbeiter, Pädagogen, Katecheten, kirchliche Beauftragte für Sekten- und Weltanschauungsfragen, besonders interessierte Personen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Berücksichtigung der Anmeldungen in der Reihenfolge des Eingangs. Dringender Hinweis für Interessenten und Teilnehmer aus Osteuropa: Bitte melden Sie sich schnell an; bitte teilen Sie uns auch mit, ob Sie Ihre Anreise selbst finanzieren können oder ob Sie ein Stipendium benötigen. Wir brauchen Ihre baldige Anmeldung, um uns um Zuschüsse kümmern zu können. Anmeldebestätigung: Sobald wir eine Anmeldung organisiert und akzeptiert haben, geben wir auf dem schnellstmöglichen Wege eine Anmeldebestätigung. - - - - - - - - - - - - - - - - - - - ANMELDUNGSBOGEN FšR BERLINER OKTOBER-SEMINAR 1995 Detailliertes Programm und Ausschreibung mit Teilnahmebedingungen etc. auf Anfrage bei: Provinzialpfarramt für Sekten- und Weltanschaungsfragen und DCI/Berlin Fax: +49 30 815 47 96 e-mail: gandow@contrib.de Heimat 27 D-14165 Berlin - In Druckschrift ausfüllen; Zutreffendes ankreuzen ! Ich will an dem Seminar "RELIGION, DEMOKRATIE, JUGEND" - Jugendberatung im Bereich Jugendreligionen und Jugendokkultismus - Freitag, 13.10. 1995 bis Donnerstag, 19.10.1995 in Berlin teilnehmen. °° Registrieren Sie mich auf der Anmeldungsliste und schicken Sie mir die Unterlagen für die verbindliche Anmeldung. °° Ich möchte erst weiteres über Programm, Kosten und Teilnahmemöglichkeiten erfahren. °° Ich möchte teilnehmen, brauche aber ein Stipendium für die Anreise. °° Ich kann in diesem Jahr nicht teilnehmen, möchte aber zu zum nächsten Seminar wieder eingeladen werden. Name: Anschrift: Gemeinde/Institution (ggF. Stempel): Datum, Unterschrift:
INTERNATIONALE DIALOG AKADEMIE Das DCI unterstützt verschiedenen Seminaren und Fortbildungsveranstaltungen in den Bereichen Neue Religiöse Bewegungen / Jugendreligionen / Dialog. 1995 lädt das DCI Interessierte zu besonderen, internationalen Fortbildungsveranstaltungen im Rahmen der INTERNATIONALEN DIALOG-AKADEMIE ein. Neben den an anderer Stelle genannten Seminaren vom 10. - 15. Juli 1995 in Aarhus und vom 13. - 19. 10. in Berlin finden weitere Veranstaltungen statt, über die das DCI gern informiert.

DIALOG AKADEMI DANMARK

 
(in Dänisch bzw. nordischen Sprachen mit englischer šbersetzung); 13. -
15. Juli 1995 in der Unge Hjems Efterskole Skaade bei Aarhus, Dänemark
-------------------------------------

Dezember-Seminar des Dialog Center International-Networks

Workshop und Austausch; 8. und 9. Dezember 1995 in Aarhus/Dänemark
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Konferenz des ABCD

(A Buddhist-Christian Dialog)
7. Dezember 1995 in Aarhus/Dänemark
-------------------------------------------

Konferenz der Community of St. Paul and St. Peter

"Die Arbeit des DCI und der DCI-Partner in den früher kommunistischen
Ländern, vor allem in Rußland"; 7. Dezember 1995 in
Aarhus/Dänemark
--------------------------------------------- VOM DCI EMPFOHLENE, WEITERE VERANSTALTUNGEN

19. Juni 1995

Vortrag: Transzendentale Meditation, Maharishi Ayurved, Naturgesetzpartei
Referent: Pfr. Gandow, Berlin 
Montag, 19. Juni 1995, 19.30 Uhr, Gemeindehaus
am Herforder Münster, Herford, Münsterkirchplatz - Eine Veranstaltung des
"Arbeitskreis Sekten e.V." im Diakonischen Werk

27. Juni 1995

Vortrag: "Religiöser Supermarkt: Was sind eigentlich Sekten?"
Referent: Pfr. Eduard Trenkel
Dienstag, 27. Juni 1995, 19.30 Uhr, Kreuzkirche Kassel

9. Oktober 1995

Vortrag: "Religiöser Supermarkt" - Sekten, Jugendreligionen, Okkultismus,
New Age
Referent: Pfr. Eduard Trenkel
Montag, 9. Oktober 1995, 20.00 Uhr,
St. Bonifatius, Kassel

7. Sept. 1995

Vortrag: "TENDENZEN DER SZENE: WACO - SONNENTEMPLER - AUM SHINRI-KYO -
SCIENTOLOGY"
Donnerstag, 7. Sept. 1995, 19.30 Uhr; Referent: Pfr. Thomas Gandow
Auskunft bei P. Klaus Funke OP, AK Neue Jugendreligionen Berlin (AK-NJR),
Oldenburger Str. 46 - 10551 Berlin, Tel. 030/ 395 70 97

22. September 1995

Spezialseminar: "SCIENTOLOGY"
Freitag, 22. September 1995; Referenten: Liane von Billerbeck und Michael
Haupt; Auskunft und Anmeldung bei P. Klaus Funke OP, AK Neue
Jugendreligionen Berlin (AK-NJR), Oldenburger Str. 46 - 10551 Berlin, Tel.
030/ 395 70 97 UPDATE

UPDATE

Aus aktuellem Anlaß werden in diesem UPDATE nur wenige Themen berührt - die Redaktion hofft, dadurch einige Anfragen pauschal zu erledigen. Weitere Themen siehe Vorankündigung für das nächste reguläre UPDATE.

Inhalt:

  1. Charismatiker angegriffen?
  2. OFFENER BRIEF AN "CHARISMATISCHE" LEITER
  3. SOFORTIGE ERLEUCHTUNG incl. MWST
  4. Staatlicher Bericht darf wieder verbreitet werden
  5. Gericht bestätigt Berechtigung und Notwendigkeit staatlicher Berichte
  6. Unterschiedliche Antworten auf Offenen Brief
  7. Gericht bezog sich bei Beschluß über "Gemeinde auf dem Weg" ausdruecklich auf EZW-Stellungnahme.
  8. BERLINER DIALOG Nr. 2 - 1995 erscheint im September
  9. UPDATE

    Charismatiker angegriffen? - Reaktionen auf einen Stern-Arikel

    Ein Artikel im Stern 19/95 berichtete im Zusammenhang mit OTS und Aum-Shinri-Kyo über verschiedene religiöse Extremgruppen in Deutschland und der Schweiz. Dabei wurden auch innerkirchliche und ausserkirchliche (u.a. sektiererische) charismatische Gruppen erwähnt. Statt auf die die charismatischen Bewegungen betreffenden Punkte (und Vorwürfe) sachlich, differenzierend und ggF. entgegnend einzugehen, hat man sich zu einem personalisierten Gegenangriff entschlossen: Da Pfarrer Gandow in diesem Artikel erwähnt und zitiert wurde, meinten nun manche "Charismatiker", er habe den Stern-Artikel als raffiniert eingefädelte Attacke auf die charismatischen Bewegungen zu verantworten. In Briefen u.a. an seine Kirchenleitung wird deshalb wieder einmal Maßregelung gefordert.

    OFFENER BRIEF AN "CHARISMATISCHE" LEITER

    In einem "Offenen Brief" an drei Führer der "Charismatischen Bewegung" in Deutschland schrieb Pfr. Th. Gandow: "idea (Informationsdienst der Evangelischen Allianz) hat richtig geschrieben, daß sich die Illustrierte Stern bei ihrem 'Sekten'-Artikel 'auch' (und das heißt: unter anderem) auf mich bezogen hat. Die Charismatische Bewegung (bzw. einen Teil der Charismatischen Bewegung) betreffend, habe ich mich lediglich zum sogenannten Torontosegen geäußert - nicht anders als viele Stimmen hierzu in idea. Alle weitere 'Mitwirkung' oder gar 'Urheberschaft' an dem Sternartikel entspringt Ihrer Phantasie - oder dem schlechten Gewissen? Oder meinen Sie im Ernst, der Stern ließe sich von mir einspannen oder ich hätte angesichts vieler drängender seelsorgerlicher Anforderungen Zeit und Neigung für einen 'persönlichen Feldzug'?"

    Selbstklärung erforderlich. Weiter schreibt Gandow in seinem Offenen Brief": "Zu idea, wohlweislich nicht im Stern, habe ich nach den ersten Reaktionen ergänzt: Innerhalb der charismatischen Bewegung sei eine Klärung und organisatorische Scheidung nötig, wo es zu sektiererischen Auswüchsen komme. Die anstehende, (doch wohl selbstverständliche) Selbst-Klärung (die auch von vielen Christen, die sich zur Charismatischen Bewegung rechnen, gefordert wird) soll anscheinend mit der 'Haltet den Dieb-Methode' verhindert werden. Besser wäre es, sich von kriminellen und/oder unbiblischen Lehren und Praktiken an den Rändern der Charismatischen Bewegung zu distanzieren. Nötig bleibt diese Klärung. Denn es ist leider richtig, daß es in einem extremen Teil der Charismatischen Bewegung zu sektiererischen Tendenzen und außerbiblischen Lehren und Praktiken gekommen ist:

    • In der sogenannten 'Immanuel-Gemeinde Nürnberg' gipfelten diese Lehren und Praktiken in buchstäblichen 'Genital- und Anal-Salbungen' zur Vertreibung eines angeblichen Voodoo-Dämons. Laut Gerichtsurteil und Prozessverlauf hat es sich keineswegs um 'Ganzkörpersalbungen' gehandelt. Diese Aktivitäten sind kriminell und unbiblisch. Wo bleibt die inhaltliche Klärung und organisatorische Scheidung?
    • Andere Lehren und Praktiken (von der 'Jesusmarsch' genannten, den Teilnehmern gegenüber nicht aufgedeckten und erklärten 'geistlichen Kampfführung' bis zum sog. 'Torontosegen') haben zu besorgten Reaktionen der ™ffentlichkeit geführt. Hierzu sollten Sie sich kritisch befragen lassen (von Paulus z.B.: 1. Kor. 14, 23), ob ihr eigenes Verhalten nicht selbst anstössig ist und dadurch Auslöser kritischer Berichte.
    • Jetzt gehen einige Vertreter (des extremen Flügels?) der Charismatischen Bewegung dazu über, ganz offen einen wohlmeinenden Beobachter der Szene und in Kirchen, Freikirchen und freien Gemeinden geschätzten Seelsorger, Berater und Referenten persönlich anzugreifen und in einer Art zu verdächtigen und zu verleumden, wie sie bisher nur aus den Kampagnen der Jugendreligionen und Psychogruppen bekannt war." Korrektur gefordert Gandow fordert im Weiteren Pfr. Friedrich Aschoff auf, seine Behauptung (laut idea-spektrum 19/95 S. 7 ff) "Gandow habe freie christliche Gemeinden gezielt ins Zwielicht rücken wollen, um sie kaltzustellen", zu beweisen oder umgehend zurückzunehmen und sich für diese Verleumdung zu entschuldigen."

      Ebenso forderte er den baptistischen Pastor H.Chr. Rust auf, seine Behauptung (laut idea-spektrum 19/95 S. 7 ff) von einem "persönlichen Feldzug" Gandows "gegen charismatische Christen" zurückzunehmen; auch den Berliner Pfarrer Axel Nehlsen forderte Gandow auf, seine Behauptungen (in einem Leserbrief an den Stern vom 15.5.95) über angeblich "einseitige Informationen" seines "Kollegen" Gandow, denen die Stern-Reporter möglicherweise "aufgesessen" seien und daß Gandow sich "immer mehr zum 'Inquisitor' über nicht seiner Linie entsprechende inner- und außerkirchliche christliche Gruppierungen zu entwickeln scheint", zurückzunehmen, da, wie Nehlsen selbst wissen könne, der ganze Stern-Artikel und die in dem Artikel Gandow zugeschriebenen Žußerungen nichts hergeben an Beleg oder Anhaltspunkt für solche Behauptungen. Gandow äußert Verständnis für die innerliche Bewegung und Erregung der charismatischen Führer in dieser Frage, und schreibt dann, er meine aber "gerade deshalb, daß Sie sich korrigieren sollten und für Ihre falschen Behauptungen und bösen Unterstellungen entschuldigen sollten". Sonst müsse er dies und den ganzen Vorgang als bewußte persönliche Diffamierung verstehen, die doch sicherlich nicht beabsichtigt gewesen sei?

      "SOFORTIGE ERLEUCHTUNG incl. MWST":

      EST täuschend echt auf der Bühne Wiederaufführung bei der Jubiläumstagung der Münchener Elterninitiative am 24. Juni 1995 um 19.00 Uhr Der Autor des Stückes, Andrew Carr, schreibt aus eigner Betroffenheit und Erfahrung. Die Rolle des Autoren übernimmt im Stück Malcolm, der als Journalist versucht, sich ein Bild von dem Psychokurs zu machen, und der anfänglich auch noch versucht, den Psychoguru - gemeint ist wohl Jack Rosenberg alias Werner Erhardt - zu entlarven. Der ist jedoch stärker mit seiner Methode "Gefühl statt Verstand". "Wenn Kitty aus ihrer Kindheit berichtet, wird nachvollziehbar, worauf die Gehirnwäsche abzielt. Den Teilnehmern wird eingehämmert, daß es ihnen schlecht geht, daß sie Defekte haben, die sie allein nicht lösen können.

      Durch die Dauerterrorisierung des zentralen Nervensystems wird die Abhängigkeit von einer Identitätsfigur erreicht, der Wille des einzelnen gebrochen. Nur in der Gruppe, die eine Meinung und einen Führer hat, kann das Individuum weiter existieren. Historische Paralellen gibt es genug. ...Die Tricks, mit denen Max arbeitet, werden durchschaubar, obgleich die Zuschauerreaktionen zeigen, daß mancher von der vorherrschenden Stimmung beeinflußt ist. Das Erschrecken nach dem unüberlegten Klatschen mag dann heilsam sein. Andrew Carrs freimütiges Eingeständnis, daß es ihm auch so gegangen ist, wird in der plötzlichen Umkehr von Malcolm verdeutlicht...." schreibt Arndt Prenzel in der Hamburger Rundschau (31.10.85) zu einer Inszenierung des Stückes im Hamburger Schauspielhaus. Auf die Münchener Aufführung darf man also mit Recht gespannt sein.

      Staatlicher Bericht darf wieder verbreitet werden.

      Mit Schreiben vom 31.03.1995 teilte die Senatsverwaltung für Jugend und Familie in Berlin mit: "Betr.: Informationsschrift 'Informationen zu neuen religiösen und weltanschaulichen Bewegungen und sogenannten Psychogruppen' Nach Veröffentlichung der o.g. Broschüre im Oktober 1994 hatten drei Gruppierungen, der "VPM", das "Universelle Leben/Heimholungswerk" und die "Gemeinde auf dem Weg", vor dem Verwaltungsgericht Berlin geklagt. Im Verfahren VPM./. Land Berlin hatte die Gruppe nach umfangreichen Ausführungen ihren Eilantrag noch vor einem Beschluß des Verwaltungsgerichts zurückgezogen, gleichzeitig jedoch Klage im Hauptverfahren erhoben.

      Seitdem kann dieser Text wieder veröffentlicht werden. Im Verfahren Universelles Leben ./.Land Berlin entschied das Verwaltungsgericht zugunsten des Landes Berlin. (Az. VG 27 A 258.94 - Anm. Redaktion Berliner Dialog). Das Oberverwaltungsgericht bestätigte den Beschluß am 06.02.95 (Az. OVG 5 S 64.94 - Anm. d. Red.). Auch dieser Text kann seitdem wieder veröffentlicht werden. Ende Dezember stellte auch die "Gemeinde auf dem Weg" Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Anordnung. Auch dieses Verfahren ist jetzt zugunsten des Landes Berlin entschieden worden. (Az. VG 27 A 320.94 - Anm. der Redaktion). Deshalb freuen wir uns, Ihnen nun die Informationsbroschüre zusenden zu können." Soweit diese Mitteilung der Senatsdienststelle. Die Informationsbroschüre kann deshalb jetzt wieder versandt werden.

      Empfehlung: Bericht sofort anfordern Wir empfehlen unseren Lesern, und insbesondere öffentlichen Stellen und Einrichtungen, ihren Bedarf jetzt zu decken und die Broschüre unverzüglich bei der Senatsverwaltung für Jugend und Familie anzufordern. Eine Neuauflage soll vorbereitet werden. Es empfiehlt sich deshalb insbesondere für Bibliotheken, Schulen, Pfarrämter, Lehrer, Journalisten, Jugendgruppen und ähnliche Interessenten sich wegen der Bestellung eines Exemplars der neuen Auflage sehr bald direkt an die zuständige Senatsverwaltung zu wenden. Bestellanschrift: Senatsverwaltung für Jugend und Familie, GeschZ II F 15, Am Karlsbad 8-10, 10785 Berlin, Telefon 030/ 26540.

      Gericht bestätigt Berechtigung und Notwendigkeit staatlicher Berichte.

      Das Verwaltungsgericht Berlin hat in verschiedenen Entscheidungen die Berechtigung und Notwendigkeit eines solchen Berichtes bestätigt. Es stellte darüberhinaus fest, daß es ein öffentliches Interesse an Informationen über die behandelten Gruppen gebe. Unerheblich sei, ob die betr. Gruppen "gefährlich" seien; schon der begründete Verdacht einer Gefahr genüge. Vielmehr komme es darauf an, ob die Betroffenen "Abhängigkeit und psychische Veränderungen" erfahren hätten, meinte das Gericht in seiner Entscheidung zum Antrag der Religionsgemeinschaft "Gemeinde auf dem Weg" (VG 27 A 320/94).

      Unterschiedliche Antworten auf Offenen Brief.

      Inzwischen haben die drei "charismatischen Leiter" auf den Offenen Brief (siehe S. 6) unterschiedlich reagiert: Dr. Rust, Hannover, schrieb, er habe Gandow gar nicht, - wie idea demnach fälschlich schrieb - , persönlich gemeint, sondern lediglich allgemein den Wunsch geäußert, "die" Sektenbeauftragten der Landeskirchen mögen "mit einer der EZW Stuttgart vergleichbaren Umsicht vorgehen und nicht etwa in einer Art 'persönlichen Feldzug' gegen die charismatische Bewegung angehen." Von idea lag zu diesem indirekten Vorwurf der Verfälschung der Aussage von Dr. Rust durch idea noch keine Stellungnahme vor. Der Berliner charismatische Pfarrer Nehlsen schreibt sogar: "im Bezug auf den Stern-Artikel nehme ich diese Vermutung hiermit zurück und bitte Sie für den dadurch entstandenen Eindruck, Sie diffamieren zu wollen, um Entschuldigung". Demgegenüber legte der "1. Vorsitzende" der "Geistlichen Gemeinde-Erneuerung in der evangelischen Kirche Deutschlands", der bayerische Pfarrer Friedrich Aschoff, noch nach und steigerte seinen bisher als "Verdacht" und "Vermutung" deklarierten Angriff auf Pfarrer Gandow durch zusätzliche falsche Tatsachenbehauptungen: "Meine schriftliche Formulierung an idea lautet wörtlich 'Ja der Verdacht keimt auf, daß ... Pfarrer Gandow erfolgreiche freie Gemeinden ins Zwielicht rücken will, um sie so kaltzustellen'. Dieser Verdacht gründet sich auf Ihren Beitrag zum Handbuch des Berliner Senats und die dort vorgenommene Bewertung des 'Gemeinde auf dem Weg' und auf ihre Methoden, 'Beweismaterial' gegen diese Gemeinde zu sammeln." -

      Pfr. Gandow erklärte dazu, es entspreche leider seiner Erfahrung, daß manche "charismatischen Leiter" ihre sogenannten "Eindrücke", Wünsche ebenso wie Befürchtungen, für Wirklichkeit hielten. Bedenklich werde es aber, wenn solche geistlichen Irrtümer zu handfesten Verstößen gegen das 8. Gebot gerieten. Gandow dazu: "Ich habe den kritisierten Stern-Artikel nicht geschrieben. Und ich habe auch keinen 'Beitrag zum Handbuch des Berliner Senats' verfaßt - was im übrigen sicherlich auch nicht ehrenrührig wäre. Die Behauptung, ich würde mit irgendwelchen 'Methoden Beweismaterial gegen' die in dem Bericht des Berliner Senats behandelte Religionsgemeinschaft 'Gemeinde auf dem Weg' um den Arzt Dr. Margies sammeln, ist Phantasie und frei erfunden. Ich bitte den Vorstand der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung und alle, die es gut mit ihm meinen, mäßigend auf Herrn Pfr. Aschoff einzuwirken."

      Gericht bezog sich bei Beschluß über "Gemeinde auf dem Weg" ausdrücklich auf EZW-Stellungnahme.

      In dem Beschluß zur Religionsgemeinschaft "Gemeinde auf dem Weg" des ehemaligen Arztes Dr. Margies heißt es zu dem Anlaß der Aufnahme dieser Gruppe in den Bericht des Senats: "Anlaß zur Aufnahme der Gemeinde auf dem Weg in die Informationsbroschüre war der vom Antragsgegner (Senat - d.Red.) durch eidesstattliche Versicherung glaubhaft gemachte Umstand, daß bezüglich des Antragstellers (Gemeinde auf dem Weg - d. Red.) 'nach Scientology die höchste Frequenz von Anfragen und Beratungsbedarf' besteht. Bestätigt wird dies durch den Brief des Leiters der Berliner Außenstelle der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen vom 9. Januar 1995, der u.a. ausführt: '...Diese Gemeinde erzeugt einen erheblichen Informations- und Beratungsbedarf; wir erhalten hier mit großer Regelmäßigkeit Anfragen von Menschen, die mit dieser Gemeinde in Berührung gekommen sind. ...' Vor diesem Hintergrund besteht ein erhebliches öffentliches Interesse an Informationen über den Antragsteller..." (VG 27 A 320.94)

      BERLINER DIALOG Nr. 2 - 1995 erscheint im September

      Vorgesehene Beiträge: "Religiöse Wiedergeburt" und die Ausbreitung von Sekten und Kulten in Rußland - Prof. Wladimir Fjodorow - St. Petersburg
      1. Dialog und Apologetik: Reinkarnation / Boston Bewegung / Sekten und Kirche Die Oranienburger Pagode und der Nipponzan-Myohoji-Orden
      2. Duma-Hearing: Statements von Prof. Dvorkin und Pfr. Gandow bei der Anhörung zum Religionsgesetz
      3. Gedenktag: Zum 60. Geburtstag von F.W. Haack
      4. New Age und Physik (I) - Prof. Lambeck, Berlin
      5. Russische Armee: Militärseelsorge durch Munbewegung und Scientology?
      6. Scientology keine Kirche - Prof. Abel, Flensburg, zum Urteil des Bundesarbeitsgerichts Kassel
      7. Shoko Asaharas Aum-Shinri-Sekte: Extrem oder Exempel - Mit Diskussionsbeiträgen von Prof. Dvorkin, Moskau, Prof. Aagaard, Aarhus u.a. Swedenborg und New Age - Dr. Ruppert, Stuttgart
      8. Update: Friedensuniversität * Torontosegen * Sekten-Salbung gegen Voodoo-Dämonen * Ev. Zentralstelle für Weltanschauungsfragen warnt vor Bonnke-Aktion * 20 Jahre Münchener Elterninitiative. Rezensionen uvam.

      Zusammenfassungen wichtiger Artikel aus Heft 2/95

      1. Weltverbesserungsoptimismus
      2. ...umso schlimmer für die Wirklichkeit
      3. Kranke Religion

      Weltverbesserungsoptimismus endet als Endzeitterrorismus von Thomas Gandow

      Entführung mißliebiger Personen, Verfolgung und Gefangennahme ausgetretener Mitglieder, Errichtung chemischer Kombinate zur Veränderung der Welt durch Wundermittel und Wunderwaffen: Was bisher zum Stil und Handwerkszeug totalitärer Regimes gehörte, wird nun auch bei bestimmten religiösen Gruppen und Sekten sichtbar. Und mehr noch: Hatte man sich bisher damit beruhigt, gewaltsame Entwicklungen in Sekten und Gruppen richteten sich ausschließlich nach innen, gegen die Mitglieder von Sekten und Gruppen, müssen wir jetzt feststellen, daß auch Unbeteiligte geschädigt werden, ja daß sie zum Angriffsziel werden.

      Die japanische Aum-Shinri-Sekte (Kyo= Sekte, religiöse Gruppe) sieht sich als einziger ernsthafter Gegner einer Verschwörung von USA, Freimaurern, jüdischen Organisationen und Geheimdienst, die sich aufgemacht hätten, japanische Lebensart, ja sogar das Denkvermögen der Japaner durch Hamburger, Chips und Comics zu unterminieren. Mit allen Mittel wollte man sich dieser Verschwörung, die selbst den Tenno, den japanischen Kaiser zur Marionette gemacht habe, entgegenstellen. Man bereitete sich nicht nur mit Gedankenexperimenten vor. Ein Jahr lang sprach der Guru immer wieder von Sarin und Giftgasanschlägen. Als eine Bürgerinitiative sich über die aus der Chemiefabrik ausströmenden giftigen Dämpfe beschwerte, behauptete man, man sei selbst schon vergeblich von den bösen Mächten angegriffen worden. Man habe aber eine Maschine entwickelt, Giftgas zu neutralisieren, empfahl sich als Rettungshelfer.

      Und ist der wahnhaft geglaubte Feind mit seinen Gefahren nicht sichtbar, müsse man ihn durch terroristische Aktionen zwingen, die Maske fallen zu lassen. Vielleicht auch das Haus anzünden um löschen und "neutralisieren" zu können? Denn es ging und geht in solchen Gruppen anscheinend nicht darum, das Ende herbeizuführen, sondern es zu verhindern. Sich als Retter anzubieten. Den Fortschritt zu sichern. Sich unverletzlich zu machen, die Feinde zu vernichten, wurden alle Vorbereitungen getroffen: Vom Kampfsport bis zur "Unterwassermeditation". Hirnstrommeditationen, Dauerberieselung durch Videovorträge des Gurus unter Abschluß von der ™ffentlichkeit, aber auch Verteilaktionen und demonstrative Auftritte eines in Rußland angeworbenen klassischen Orchesters sollten zur Entwicklung höherer Fähigkeiten beitragen. Auch eine "höhere Moral" sollte entwickelt werden. Daß zu solch höheren Zwecken alle Mittel recht sind, ist kein japanisches Phänomen.

      ... und in Europa? Es wäre naiv, anzunehmen, solche Gruppen wären nicht auch bei uns in Europa und in Deutschland aktiv. So betreiben Anhänger der Rajneeshbewegung mitten unter uns auch heute erfolgreich Therapiezentren und Diskotheken in Deutschland. Es ist die selbe Bewegung, deren damalige Führung es fertigbrachte, in Oregon, in Amerika, wo sie - nach eigener Einschätzung - ein "KZ nach der Art Hitlers" für die eigenen Anhänger betrieb - die Trinkwasserversorgung einer benachbarten Gemeinde mit Salmonellen anzugreifen.

      Im Verfolgungswahn sah man sich von Feinden umstellt, rüstete auf - und griff an. Mitten in Deutschland, bei Würzburg, sitzt die spiritistische Wittek-Sekte des "Universellen Lebens" und sieht sich in den Kampf gestellt mit einem ganzen "Dämonenstaat", der die eigentliche Macht in Deutschland habe. Angeführt sei der Dämonenstaat durch eine zionistische Verschwörung im Bunde mit den Kirchen. Massives verleumderisches Vorgehen gegen Kritiker und Landnahme-Methoden, besonders auch Einschüchterungen von Anwohnern sind dieser Gruppierung vorgeworfen worden.Daß selbst die sogenannte "experimentelle Gesellschaftsgestaltung" problematisch für die Umwelt werden kann, wird an dem im brandenburgischen Belzig residierenden ZEGG-Psychokult des Dieter Duhm sichtbar, wo die These vertreten wird, AIDS ließe sich mit "freier Liebe" heilen. Verständlich, wenn nicht nur Anwohner, sondern auch Verantwortliche für Jugendarbeit und die Kirchen vor der Organisation warnen. Und schließlich die bekannteste der Psychogruppen, Scientology, eine Organisation, die es sich zur Ethik gemacht hat "1. Gegenabsichten" und ist das erreicht "2. Fremdabsichten" zu entfernen. Ihre zur Standard-Ethik gehörende Powerformel der 3. Dynamik oder "Macht-Formel für die Dritte Dynamik" bedeutet die rücksichtslose Durchsetzung. In dem Buch "Einführung in die Ethik der Scientology" heißt es hierzu u.a.: "7. Und als letztes und wichtigstes - denn wir stehen nicht alle auf der Bühne, und unsere Namen erscheinen nicht alle in Leuchtbuchstaben -, schieben Sie immer Macht in die Richtung eines jeden, von dessen Macht Sie abhängen, sei es in Form von mehr Geld für die Machtperson oder größeren Erleichterungen oder einer flammenden Verteidigung der Machtperson gegenüber einem Kritiker.

      Es kann sogar darin bestehen, daß einer seiner Feinde in der Dunkelheit dumpf aufs Straßenpflaster klatscht oder das ganze feindliche Lager als Geburtstagsüberraschung in riesigen Flammen aufgeht. - Wenn Sie so arbeiten und die Machtperson, in deren Nähe Sie sich befinden oder von der Sie abhängen, zumindest eine Ahnung davon hat, wie sei es anstellen soll, eine Machtperson zu sein, und wenn Sie andere dazu bringen, genauso zu arbeiten, dann dehnt sich der Machtfaktor aus und expandiert weiter und immer weiter, und auch Sie erwerben eine Machtsphäre, die größer ist als jene, die sie hätten, wenn Sie alleine arbeiten würden...."

      ...umso schlimmer für die Wirklichkeit

      Die Bereitschaft, beim Widerspruch zwischen Ideologie und Wirklichkeit nicht die Ideologie, das Zerrbild der Wirklichkeit, das man sich gemacht hat, zu korrigieren, sondern die Welt notfalls mit Gewalt dem Wahn anzupassen, hat vornehme Paten. Man begnügt sich nicht mit dem Meditieren und Interpretieren: "Es kömmt darauf an, sie zu verändern".- Wo der Mensch und seine Lebensverhältnisse nur als bloße Vorstufe erst noch kommender höherer Entwicklungen eingestuft wird, wird auch die Schöpfung Gottes abgewertet. Aus Verzweifelung über ihren, doch zumeist auf Grund menschlichen Fehlhandelns ausweglos erscheinenden, Zustand wird leicht Verachtung der Schöpfung und der Mitmenschen.

      "Klärung", "Befreiung" Rettung um jeden Preis, und wenn es auf Kosten der Opfer geht, kann so gerechtfertigt werden. Ebenso aber auch die Flucht aus der Verantwortung der Lebensgestaltung durch kollektiven Mord oder Selbstmord auf Befehl eines Führers hin, der verspricht, die Gruppe würde sich durch Reinkarnation anderswo hinbegeben wo man sich, neu verkörpert, wieder an das Werk der Menschheitsverbesserung machen könne. Es gibt keinen Zweifel, daß Gewalt und Mord- und Selbstmord-Tragödien im Umkreis von Gruppen wie dem theosophisch-rosenkreuzerischen Sonnentemplerorden und der japanisch-buddhistischen Aum-Shinri-Sekte das Ergebnis religiös-ideologischer Entwicklungen sind, die wir als krankhafte Entwicklung bezeichnen müssen.

      Kranke Religion

      Der dänische Religions- und Missionswissenschaftler Prof. Aagaard stellte dazu kürzlich fest: "Das Konzept religiöser Krankheit ist unter Religionswissenschaftlern umstritten. Aber Krankheit ist ein universelles Phänomen: Bäume können krank werden, Fische werden krank, Menschen werden krank". In solchen Gruppen begegnen uns Aagaard zufolge "Tragödien, die durch spirituelle Krankheit erschaffen wurden. Sie führen zu religiösem Wahnsinn und enden tödlich. Zu behaupten, es würde so etwas wie religiöse Krankheit nicht geben, wäre selbst verrückt. Menschen können tatsächlich durch Religion krank werden. Aber wenn so etwas passiert, dann dadurch, daß in Religionen Krankheit enthalten sein kann."

      BERLINER DIALOG Nr. 2 informiert ausführlich über Hintergründe und Verbindungen der AUM-Shinri-Sekte.