Die Menschenerziehung

die Erziehungs-, Unterrichts- und Lehrkunst,

angestrebt

in der allgemeinen deutschen Erziehungsanstalt

zu Keilhau;

dargestellt
von
dem Stifter, BegrЧnder und Vorsteher derselben,

Friedrich Wilhelm August FrШbel.


Erster Band
Bis zum begonnenen Knabenalter.
Keilhau 1826
Verlag der allgemeinen deutschen Erziehungsanstalt.
Leipzig in Commission bey A. Wienbrack

Ihm

Seite 1 In Allem ruht, wirkt und herrscht ein ewiges Gesetz; es sprach und spricht sich im ─u▀ern, in der Natur, wie im Innern, in dem Geiste, und in dem beydes Einenden, in dem Leben immer gleich klar und gleich bestimmt dem aus, den entweder von dem GemЧthe und Glauben aus die Nothwendigkeit erfЧllt, durchdringt und belebt, da▀ es gar nicht anders seyn kann, oder dem, dessen klares ruhiges Geistesauge in dem ─u▀ern und durch das ─u▀ere das Innere schaut, und aus dem Wesen des Innern das ─u▀ere mit Nothwendigkeit und Sicherheit hervorgehen sieht. Diesem allwaltenden Gesetze liegt nothwendig eine allwirkende, sich selbst klare, lebendige, sich selbst wissende, darum ewig seiende Einheit zugrunde; dieses wird auf gleiche Weise wieder so wie sie, die Einheit selbst, entweder durch Glauben oder durch Schauen gleich le-

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bendig, gleich er und umfassend erkannt, so da▀ sie auch von einem still achtsamen menschlichen GemЧthe, von einem besonnenen klaren menschlichen Geiste von jeher sicher erkannt ward und immer davon erkannt werden wird. Diese Einheit ist Gott.

Alles ist hervorgegangen aus dem GШttlichen, aus Gott, und durch das GШttliche, durch Gott einzig bedingt; in Gott ist der einzige Grund aller Dinge.

In Allem ruht, wirkt, herrscht GШttliches, Gott.

Alles ruht, lebt, besteht in dem GШttlichen, in Gott und durch dasselbe, durch Gott

Alle Dinge sind nur dadurch, da▀ GШttliches in ihnen wirkt.

Das in jedem Dinge wirkende GШttliche ist das Wesen jedes Dinges.

Die Bestimmung und der Beruf aller Dinge ist: ihr Wesen, so ihr GШttliches und so das GШtt-

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liche an sich entwickelnd darzustellen, Gott am ─u▀erlichen und durch VergСngliches kundzuthun, zu offenbaren Die besondere Bestimmung, der besondere Beruf des Menschen als vernehmend und vernЧnftig ist: sein Wesen, seyn GШttliches, so Gott, und seine Bestimmung, seinen Beruf selbst sich zum vШlligen Bewu▀tseyn, zur lebendigen Erkenntni▀, zur klaren Einsicht zu bringen, und es mit Selbstbestimmung und Freyheit im eigenen Leben auszuЧben, wirksam seyn zu lassen, kundzuthun.

Das Anregen, die Behandlung des Menschen als eines sich bewu▀t werdenden, denkenden, vernehmenden Wesens zur reinen unverletzten Darstellung des inneren Gesetzes, des GШttlichen mit Bewu▀tseyn und Selbstbestimmung, und die VorfЧhrung von Weg und Mittel dazu ist Erziehung des Menschen.

Das Erkennen, Bewu▀tgewordenseyn jenes ewigen Gesetzes, die Einsicht in seinen Grund, in seyn Wesen, in die Gesammtheit, den Zusammenhang und die Lebendigkeit seiner Wirkungen, das

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Wissen vom Leben und des Lebens in seiner Gesammtheit ist Wissenschaft, ist Lebenswissenschaft; und von dem bewu▀ten, denkenden, vernehmenden Wesen bezogen auf die Darstellung und AusЧbung durch und an sich, ist sie Erziehungswissenschaft.

Die aus der Erkenntni▀ jenes Gesetzes, aus der Einsicht in dieselbe hervorgehende Vorschrift fЧr denkende, vernehmende Wesen zum Bewu▀twerden ihres Berufes und zur Erreichung ihrer Bestimmung ist Erziehungslehre.

Die freithСtige Anwendung dieser Erkenntni▀ und Einsicht, dieses Wissens fЧr unmittelbare Entwickelung und Ausbildung vernЧnftiger Wesen zur Erreichung ihrer Bestimmung ist Erziehungskunst.

Der Zweck der Erziehung ist Darstellung eines berufstreuen, reinen, unverletzten und darum heiligen Lebens.

Die Erkenntni▀ und Anwendung, das Bewu▀tseyn und die Darstellung geeint, im Leben fЧr berufstreues, reines, heiliges Leben einigend, ist die Lebensweisheit, ist die Weisheit an sich.

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Weise zu seyn ist das hШchste Streben des Menschen, ist die hШchste That der Selbstbestimmung des Menschen.

Sich selbst und Andere erziehen, mit Bewu▀tseyn, Freyheit und Selbstbestimmung erziehen, ist Doppelthat der Weisheit; sie begann mit dem ersten Erscheinen der Einzelmenschen auf der Erde, und war da mit dem ersten Erscheinen des vollendeten Selbstbewu▀tseyns des Einzelwesens und fСngt jetzt an, sich als nothwendige allgemein menschliche Forderung auszusprechen und als solche GehШr und Anwendung zu finden. Diese That ist das Betreten des Weges, welcher einzig zum Leben fЧhrt, welcher zur ErfЧllung der inneren und dadurch auch zur ErfЧllung der Сu▀eren Forderung des Menschenswesens sicher leitet, welcher durch ein berufstreues, reines, heiliges Leben zum seligen Leben fЧhrt.

Das GШttliche also in dem Menschen, seyn Wesen, soll und mu▀ durch die Erziehung in demselben entwickelt, dargestellt, zum Bewu▀tseyn, und

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er, der Mensch, so zum freien bewu▀ten Nachleben nach diesem, zur freien Darstellung dieses in ihm wirkenden GШttlichen erhoben werden.

Das GШttliche, Geistige, Ewige, welches in der den Menschen umgebenden Natur ist, das Wesen der Natur ausmacht und sich bleibend in ihr ausspricht, soll und mu▀ die Erziehung? der Unterricht dem Menschen zur Anschauung bringen und ihn erkennend machen, sowie sie in lebendiger Wechselwirkung und geeint mit Lehre das Gleichgesetzige zwischen und unter beyden, der Natur und dem Menschen, aussprechen und darstellen soll und mu▀.

Das Hervorgegangen-, das Bedingtseyn des Menschen und der Natur aus Gott, das Ruhen des Menschen und der Natur in Gott soll die Erziehung in ihrer Gesammtheit durch Erziehung, Unterricht, Lehre in dem Menschen zum Bewu▀tseyn erheben und im Leben wirksam machen.

Die Erziehung soll und mu▀ den Menschen zur Klarheit Чber sich und in sich, zum Frieden mit der Natur und zur Einigung mit Gott leiten und fЧh-

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ren; darum soll sie den Menschen zur Erkenntni▀ seiner selbst und des Menschen, zur Erkenntni▀ Gottes und der Natur und zu dem dadurch bedingten reinen und heiligen Leben erheben.

In allen diesen Forderungen aber grЧndet sich die Erziehung auf das Innere und Innerste, ruht darauf.

Alles Innere wird von dem Innern an dem ─u▀ern und durch das ─u▀ere erkannt. Das Wesen, der Geist, das GШttliche der Dinge und des Menschen wird erkannt an seinen, an ihren ─u▀erungen. ob diesem nach nun gleich die ─u▀erungen des Menschen und der Dinge dasjenige sind, an welches sich alle Erziehung, aller Unterricht, alle Lehre, alles Leben als Erzeugni▀ der Freyheit anknЧpft, und von dem ─u▀ern ausgehend auf das Innere wirkt und schlie▀t, so kann und darf dennoch die Erziehung nicht von dem ─u▀ern auf das Innere geradezu schlie▀en, sondern das Wesen der Dinge fordert, da▀ immer in irgendeiner Beziehung umgekehrt von dem ─u▀ern auf das Innere, und von dem Innern auf das ─u▀ere geschlossen

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werde. So darf von der Mannigfaltigkeit und Vielheit in der Natur nicht auf eine Vielheit der letzten Bedingung derselben, nicht auf eine Vielheit der GШtter, und von der Einheit Gottes darf nicht auf eine Abgeschlossenheit der Natur, sondern es mu▀ in beyden FСllen umgekehrt von der Mannigfaltigkeit in der Natur auf die Einheit ihres letzten Grundes, Gottes, und von der Einheit Gottes auf die in Ewigkeit fortgehende Mannigfaltigkeit der Naturentwicklungen geschlossen werden.

Das Nichtanwenden der eben ausgesprochenen Wahrheit, sondern vielmehr das stete SЧndigen dagegen, das Geradeschlie▀en von gewissen Сu▀ern Erscheinungen im Kinder und Knabenleben auf das Innere derselben, ist der wesentlichste Grund der streitenden, widerstrebenden Erscheinungen, der so hСufigen Mi▀griffe im Leben und in der Erziehung; hierin hat unendlich viel Mi▀kennung der Kinder, Knaben und JЧnglinge, hierin hat so viel mi▀ratene Kindererziehung, so viel Mi▀verstСndnis zwischen Eltern und Kind entweder von der einen oder der andern Seite her, so viel unnШthi-

Seite 9 ges Klagen, sowie ungebЧhrliches Erheben und tШrichtes Erwarten von den Kindern seinen gewissen Grund. Darum ist diese Wahrheit in ihrer Anwendung fЧr Eltern, Erzieher und Lehrer so hochwichtig, da▀ sie sich sСmtlich bemЧhen sollten, sich mit dieser ihrer Anwendung bis in das Kleinste hin vertraut zu machen; die▀ wЧrde eine Klarheit, Sicherheit, Ruhe in die Eltern und Kinder, ZШglings und Erzieher, SchЧler und LehrerverhСltnisse bringen, welche jetzt vergebens angestrebt werden; indem das Сu▀erlich gut scheinende Kind oft in sich nicht gut ist, d. h. nicht durch Selbstbestimmung oder aus Liebe, Achtung und Anerkennung das Gute will; sowie das Сu▀erlich rauhe, trotzige, eigenwillige, also nicht gut erscheinende Kind und Knabe oft in sich das regste, eifrigste, krСftigste Streben nach Darstellung des Guten mit Selbstbestimmung hat; der Сu▀erlich zerstreute Knabe in sich einen stehenden, festen Gedanken hat, der ihn alles ─u▀ere nicht beachten lС▀t.

De▀halb sollen Erziehung, Unterricht und Lehre ursprЧnglich und in ihren ersten GrundzЧgen noth-

Seite 10 wendig leidend, nachgehend (nur behЧtend, schЧtzend), nicht vorschreibend, bestimmend, eingreifend sein.

Sie, die Erziehung, mu▀ die▀ aber auch nothwendig an sich sein: denn das Wirken des GШttlichen ist in seiner UngestШrtheit nothwendig gut, mu▀ gut, kann gar nicht anders als gut sein. Diese Nothwendigkeit mu▀ voraussetzen, da▀ der noch junge, gleichsam erst werdende Mensch, wenn auch noch unbewu▀t, gleich einem Naturprodukt, doch bestimmt und sicher das Beste an sich und fЧr sich will, und zwar noch Чberdies in einer ihm ganz angemessenen Form, welche darzustellen er auch alle Anlagen, KrСfte und Mittel in sich fЧhlt. So eilt die junge Ente nach dem Teiche und auf und in das Wasser, wСhrend das junge HЧhnchen in der Erde scharrt und die junge Schwalbe im Fluge ihr Futter fСngt und fast nie die Erde berЧhrt. Was nun auch immer gegen jene vorhin ausgesprochene Wahrheit des umgekehrten Schlie▀ens, und diese des beachtenden Nachgehens und deren Anwendung auf und in der Erziehung gesagt, so sehr

Seite 11 sie auch noch bekСmpft werden mag, so wird sie sich einst doch in ihrer Klarheit und Wahrheit bey dem Geschlechte rechtfertigen, das, ihr ganz vertrauend, sie anwendet.

Pflanzen und Thieren, jungen Pflanzen und jungen Thieren geben wir Raum und Zeit, wissend, da▀ sie sich dann den in ihnen, in jedem Einzelnen wirkenden Gesetzen gemС▀ schШn entfalten und gut wachsen; jungen Thieren und jungen Pflanzen lС▀t man Ruhe und sucht gewaltsam eingreifende Einwirkungen auf sie zu vermeiden, wissend, da▀ das Gegenteil ihre reine Entfaltung und gesunde Entwickelung stШre; aber der junge Mensch ist dem Menschen ein WachsstЧck, ein Tonklumpen, aus dem er kneten kann, was er will. -
Menschen, die ihr Garten und Feld, Wiese und Hain durchwandelt, warum Шffnet ihr euern Sinn nicht, das zu hШren, was die Natur in stummer Sprache euch lehrt: sehet an die Pflanze, die ihr Unkraut nennt und die, in Druck und Zwang heraufgewachsen, kaum innere GesetzmС▀igkeit ahnen lС▀t, sehet sie im freien Raume, auf Feld und im

Seite 12 Beet, und schaut, welch eine GesetzmС▀igkeit, welch ein reines inneres, in allen Theilen und ─u▀erungen Чbereinstimmendes Leben sie zeigt, eine gestaltete Sonne, ein strahlender Stern der Erde entkeimt: so kШnnten, Eltern! eure Kinder, denen ihr frЧhe Form und Beruf wider ihre Natur aufdringt, und die darum in Siechheit und UnnatЧrlichkeit um euch wandeln, auch schШn sich entfaltende und allseitig sich entwickelnde Wesen werden.

Alle thСtige, vorschreibende und bestimmende, eingreifende Lehre, Erziehung und Unterricht mu▀ der Wirkung des GШttlichen nach, und die Menschen in ihrer Unverletztheit und ursprЧnglichen Gesundheit betrachtet, nothwendig vernichtend, hemmend und zerstШrend wirken. So soll - um weiter uns von der Natur lehren zu lassen, wohl das GewСchs, der Weinstock beschnitten werden; aber das Beschneiden als solches bringt bey dem Weinstocke noch keinen Wein; vielmehr kann der Weinstock durch das Beschneiden, geschehe es auch in noch so guter Absicht, ganz vernichtet, wenigstens seine Frucht und Tragbarkeit zerstШrt werden,

Seite 13 wenn der GСrtner dabey nicht ganz leidend, beachtend, der Natur des GewСchses nachgeht. Bei NaturgegenstСnden und deren Behandlung gehen wir sehr hСufig recht, wo wir bey Menschen den ganz falschen Weg betreten, und doch wirken in beyden KrСfte, welche aus einer Quelle geflossen und nach gleichem Gesetze thСtig sind; darum ist das Beachten und Betrachten der Natur auch von dieser Seite fЧr den Menschen so wichtig.
Die Natur zeigt uns nun zwar jenen unverletzten, ursprЧnglichen Zustand besonders bey den Menschen selten; aber um so mehr mu▀ er besonders bey dem einzelnen Menschen so lange vorausgesetzt werden, bis das Gegenteil sich gewi▀ ausgesprochen hat, weil sonst der unverletzte, ursprЧngliche Zustand da, wo er sich noch gesund finden sollte, auch noch leicht vernichtet werden kШnnte; geht aber die Gewi▀heit der Verletzung des UrsprЧnglichen aus der Gesammtheit des zu erziehenden Menschen hervor, wird diese Verletztheit aus dem Innern und aus dem Сu▀ern Ganzen gewi▀; so tritt geradezubestimmende, fordernde Erziehungsweise in ihrer ganzen Strenge ein.

Seite 14 Weiter ist aber das verletzte Hervortreten des Innern auch nicht immer, ja oft schwierig mit Gewi▀heit nachzuweisen, wenigstens der Punkt, die Quelle, in welcher das hervorgetretene Verletzte seinen Grund und Anfang und die Richtung hat, die es genommen; auch liegt der letzte, dem Wesen nach untrЧgliche PrЧfstein darЧber eigentlich nur in dem Menschen selbst. Darum mu▀ auch von dieser Seite Erziehung, Lehre und aller Unterricht bey weitem mehr leidend, nachgehend, als bestimmend, vorschreibend sein; weil durch die reine Hervortretung des letzteren schlechterdings die reine Fortentwicklung, die sichere stetige Fortschreitung des Menschengeschlechtes, das ist, die Darstellung des GШttlichen im Menschen und durch das Leben des Menschen mit Freyheit und Selbstbestimmung, was ja nur das Ziel und Streben aller Erziehung und alles Lebens, sowie die einzige Bestimmung des Menschen ist, verlorengehen wЧrde.

Darum beginnt eigentlich die rein bestimmende, fordernde und vorschreibende Erziehungsweise des Menschen erst bey dem beginnenden Klarwer-

Seite 15 den Чber sich, bey dem beginnenden Geeintleben zwischen Gott und Mensch, nach begonnenem EinverstСndnis und Gemeinleben zwischen Vater und Sohn, JЧnger und Meister, weil dann die Wahrheit aus dem Wesen des Ganzen und der Natur des Einzelnen abgeleitet und erkannt werden kann.

Ehe also die StШrung und Verletzung des ursprЧnglichen, gesunden Zustandes des ZШglings im einzelnen auf Quelle und Richtung nachgewiesen und bestimmt erkannt ist, bleibt nichts zu thun Чbrig, als ihn in VerhСltnisse und Umgebungen zu bringen, die ihn von allen Seiten beachten, wo ihm von den verschiedenen Seiten her seyn Betragen durch dasselbe selbst wie aus einem Spiegel entgegentritt und er dasselbe leicht und schnell in seinen Wirkungen und Folgen erkenne, wo so seyn wahrer Zustand von ihm selbst und andern leicht erkannt werden kann und wo die AusbrЧche, das Hervortreten der innern LebensgestШrtheit am wenigsten schaden.

Die vorschreibende, eingreifende Erziehung hat Чberhaupt nur ein Zweifaches fЧr sich: entwe-

Seite 16 der den klaren, lebendigen Gedanken, die wahre, in sich selbst begrЧndete Idee oder das schon frЧher dagewesene und anerkannte Musterhafte. Da aber, wo der in sich selbst gegrЧndete lebendige Gedanke gebietet und das in sich selbst Wahre vorschreibt, da herrscht gleichsam das Ewige selbst, und darum eben soll es wieder leidend, nachgehend auftreten; denn der lebendige Gedanke, das Ewige, GШttliche selbst als solches fordert und bedingt freye SelbstthСtigkeit und Selbstbestimmung des zur Freyheit, GottСhnlichkeit geschaffenen Wesens, Mensch.

Aber auch das frЧher dagewesene und anerkannt vollkommenste Musterhafte, das anerkannt vollendetste Musterleben will nur einzig seinem Wesen, seinem Streben, nie aber seiner Form nach Muster sein; es ist das grШ▀te Mi▀verstehen alles geistig, menschlich Musterhaften, wenn es der Form nach als Muster genommen wird; daher die so hСufige Erfahrung, da▀ die zum Vorbild gewordene Erscheinung des Musterhaften hemmend, ja zurЧckziehend, statt erhebend auf und fЧr das Men-

Seite 17 schengeschlecht, die Menschheit, wirkt und gewirkt hat. Jesus selbst bekСmpft de▀halb durchweg in seinem Leben und in seiner Lehre die Festhaltung des Сu▀erlich Musterhaften; nur das geistig strebend, lebendig Musterhafte soll vorbildlich festgehalten, die Art der Erscheinung, die Form desselben aber freigegeben werden. Das hШchste vollendetste Musterleben, welches wir als Christen in Jesu sehen und welches die Menschheit nur kennt, ist dasjenige, welches den ursprЧnglichen und uranfСnglichen Grund seines Seins, seines Erscheinens und Lebens klar und lebendig in sich erkannte, welches selbstthСtig und selbstСndig durch ewige Bedingung, nach dem ewigen Gesetze, aus dem ewig Lebenden, ewig Schaffenden hervorging: und dies hШchste ewige Musterleben selbst fordert, da▀ jeder Mensch wieder ein solches Nachbild seines ewigen Vorbildes, da▀ er selbst wieder ein solches Muster fЧr sich und fЧr andere werde, da▀ er, jeder Mensch nach ewigem Gesetze, mit Freyheit, Selbstbestimmung und Selbstwahl aus sich hervortrete; und die▀ ist die Aufgabe und das Ziel aller Erziehung, Lehre, Unterrichts und soll und mu▀ es

Seite 18 einzig sein. Also auch selbst das ewig Musterhafte ist nachgehend, leidend in der Forderung der Form.

Dennoch aber soll dem Wesen nach, und wir sehen es in der Erfahrung, der lebendige Gedanke, das ewig geistig Musterhafte in seiner Erscheinung bestimmend und fordernd auftreten, und es tritt als solches auf; aber wir sehen es, es tritt wohl fordernd und streng auf, unerbittlich und einschrСnkungslos steht es da, aber immer nur da, wo die Forderung aus dem Wesen des Ganzen und der Natur des Einzelnen mit Nothwendigkeit sich selbst ausspricht, und in dem, zu welchem gesprochen wird, als solche erkannt werden kann, wo das Musterhafte als Organ der Nothwendigkeit und darum immer bedingend spricht. Das Musterhafte tritt nur da fordernd auf, wo es den andern in den Grund der Forderung vom Geiste aus eingehend, sie einsehend, oder sie vom GemЧthe aus glaubend voraussetzt; also entweder in ungetrЧbt kindlichem oder in klarem, wenigstens beginnend mСnnlichem VerhСltnisse. Wohl steht in diesen FСllen das Musterhafte entweder durchs Beyspiel

Seite 19 oder durchs Wort fordernd da, aber immer nur in Beziehung auf Geist und Leben, nie fordernd in Beziehung auf Form.

In der guten Erziehung, in dem Сchten Unterrichte, in der wahren Lehre mu▀ und soll also die Nothwendigkeit die Freyheit, und das Gesetz die Selbstbestimmung hervorrufen, der Zwang von au▀en den freien Willen im Innern, der Ha▀ von au▀en die Liebe im Innern. Da, wo der Ha▀ den Ha▀ gebiert, das Gesetz den Betrug und das Verbrechen, der Zwang die Sklaverey, die Nothwendigkeit die Knechtschaft; da, wo der Druck vernichtet, erniedrigt und die Last zerbricht und gemein macht; da, wo die Strenge und HСrte die Widerspenstigkeit und Falschheit gebiert: da ist jede Erziehung, jede Wirkung der Erziehung, der Lehre und des Unterrichts vernichtet. Um die▀ zu vermeiden und jenes zu erreichen, mu▀ alles vorschreibend Erscheinende nachgehend wirken. Die▀ geschieht, wenn alle Erziehung, alle Lehre, aller Unterricht bey all seinem nothwendig bestimmenden Auftreten bis in alle Einzelheiten und Verzwei-

Seite 20 gungen hin den unwidersprechlichen unwiderstehlichen Ausdruck hat, da▀ sie, da▀ der Fordernde selbst einem ewig waltenden Gesetze, einer unumgehbaren ewigen Nothwendigkeit streng und unausweichbar unterworfen und so alle WillkЧr verbannt sey.

Alle wahre Erziehung und Lehre, aller wahre Unterricht, der Сchte Erzieher und Lehrer mu▀ in jedem Augenblicke, mu▀ in allen seinen Forderungen und Bestimmungen also zugleich doppelendig, doppelseitig sein: gebend und nehmend, vereinend und zerteilend, vorschreibend und nachgehend, handelnd und duldend, bestimmend und freigebend, fest und beweglich, und ebenso mu▀ der SchЧler, ZШgling gesetzt werden; aber zwischen beyde, Erzieher und ZШgling, Forderung und Folge, mu▀ unsichtbar ein Drittes: - das aus den Bedingungen nothwendig hervorgehende und willkЧrlos sich aussprechende Beste, Rechte walten, ein Drittes, das Dritte, welchem Erzieher und ZШgling gleich und ganz ebenmС▀ig unterworfen ist. - Das stille Anerkennen, das klare Wissen

Seite 21 und das ruhige heitere Hingeben an das Walten dieses Dritten ist es ganz besonders, was sich in dem Erzieher und Lehrer schwankenlos und rein aussprechen, oft aber auch wohl durch. ihn sich fest und ernst aussprechen soll. Das Kind, der ZШgling, hat dafЧr einen so richtigen Takt, ein so richtiges GefЧhl zur Erkennung desselben, ob das, was der Erzieher, der Lehrer, der Vater ausspricht und fordert, sich persШnlich und willkЧhrlich aus ihm oder allgemein und als Nothwendigkeit durch ihn sich ausspricht, da▀ wohl Kind, ZШgling und SchЧler selten darin irrt.

Dieses Hingegebenseyn, dieses Sichhingeben, dieses sichere Waltenlassen eines wandellosen Dritten, dem ZШgling und Erzieher gleich unterworfen ist, mu▀ sich daher bis ins Kleinste in jeder Forderung des Erziehers und Lehrers aussprechen. Darum ist die nothwendige allgemeine Formel des Unterrichts: tue die▀, und sieh, was in dieser bestimmten Beziehung aus deinem Handeln folgt, #nd zu welcher Erkenntni▀ es dich fЧhrt; und so die Vorschrift

Seite 22 fЧr das Leben an sich, fЧr jeden: - Stelle dein geistiges Wesen, also das in dir Lebende, dein Leben, rein am ─u▀ern und durch ─u▀eres im Handeln dar, und siehe, was dein Wesen fordert und wie es beschaffen ist. Jesus selbst fordert einzig in und mit dieser Vorschrift zur Erkenntni▀ der GШttlichkeit seiner Sendung, seines Wesens und Lebens, zur Erkenntni▀ der Wahrheit seiner Lehre auf, und es ist die▀ darum die Vorschrift zur und fЧr Erkenntni▀ alles Lebens, des Grundes und Wesens alles Lebens und aller Wahrheit.

Darin lШst und erklСrt sich die folgende Forderung, und ist dadurch zugleich die Art ihrer LШsung und ErfЧllung gegeben. Der Erzieher, die Lehre mu▀ das Einzelne und Besondere allgemein, das Allgemeine besonders und einzeln machen und beydes im Daseyn nachweisen; er mu▀ ─u▀erliches innerlich und Innerliches Сu▀erlich machen und fЧr beydes die nothwendige Einheit zeigen; er mu▀ Endliches unendlich, Unendliches endlich betrachten und beydes in Ausgleichung, ins Leben setzen;

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er mu▀ GШttliches im Menschlichen wahrnehmen und anschauen, und das Wesen des Menschen in Gott nachweisen, und beydes ineinander im Leben darzustellen anstreben.

Die▀ ist es, was aus dem Wesen des Menschen um so klarer und bestimmter hervorgeht, sich um so unleugbarer ausspricht, je mehr der Mensch sich in sich selbst, in dem heraufwachsenden Menschen und in der Geschichte der Menschheitsentwicklung beachtet.

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Da nun sonach die Darstellung des Unendlichen im Endlichen, des Ewigen im Zeitlichen, des Himmlischen im Irdischen, des GШttlichen im Menschen und durch den Menschen, im Leben des Menschen durch Pflege seines ursprЧnglichen gШttlichen Wesens von jeder Seite her als der einzige Zweck, das einzige Ziel aller Erziehung und Lehre, alles Unterrichts unwiderlegbar entgegentritt und sich ausspricht; darum mu▀ von diesem, dem einzig wahren Standpunkte aus der Mensch gleich von seiner Erscheinung auf der Erde, ja wie

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bey und von der Maria, gleich von seiner VerkЧndigung an betrachtet, so schon in seiner Unsichtbarkeit, noch im Mutterscho▀e beachtet und gepflegt werden.

Jeder Mensch soll seinem ewigen unsterblichen Wesen, seiner Seele; seinem Geiste nach als das erscheinende und erschienene GШttliche in menschlicher Gestalt erkannt und gepflegt werden, als ein Unterpfand der Liebe, der NСhe, der Gnade Gottes, als eine Gottesgabe, wie auch die ersten Christen ihre Kinder wirklich erkannten, was die Namen bezeugen, welche sie ihnen gaben.

Jeder Mensch schon als Kind soll als ein nothwendiges wesentliches Glied der Menschheit erkannt, anerkannt und gepflegt werden, und so sollen die Eltern sich als Pfleger Gott, dem Kinde und der Menschheit verantwortlich fЧhlen und erkennen.

Nicht weniger auch sollen Eltern das Kind in nothwendiger VerknЧpfung, in klarem VerhСltnis und in lebendiger Beziehung auf Gegenwart, Ver-

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gangenheit und Zukunft der Menschheitsentwicklung betrachten und beachten, und so die Ausbildung, die Erziehung des Kindes mit der gegenwСrtigen, vergangenen und zukЧnftigen Forderung der Entwickelung der Menschheit und des Menschengeschlechtes in Verbindung, Uebereinstimmung und Einklang setzen; so wie der Mensch mit gШttlichen, irdischen und menschlichen Anlagen, angehШrig Gott, der Natur und den Menschen und so zugleich eine Einheit, eine Einzelheit und eine Mannigfaltigkeit in sich fassend und so zugleich Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft in sich tragend, betrachtet, beachtet und behandelt werden soll.

So soll der Mensch, die Menschheit im Menschen, als Сu▀ere Erscheinung, nicht als ein schon vollendet Erschienenes, vollendet Gewordenes, schon als ein Festes, Stehendes, sondern als ein stetig und noch immer fortgehend Werdendes, sich Entwickelndes, ewig Lebendiges, immer noch von einer Stufe der Entwickelung und Ausbildung zur andern nach dem in der Unendlichkeit und Ewigkeit ruhenden Ziele fortschreitend betrachtet werden.

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Jene Betrachtung der Entwickelung und Ausbildung der Menschheit als einer stehenden, abgeschlossenen, und nun gleichsam sich immer nur von neuem und nur in grШ▀erer Allgemeinheit wiederholenden ist eine Чber alles Aussprechen nachteilige Ansicht; denn das Kind sowie jedes folgende Geschlecht wird dadurch schlechterdings nur ein nachahmendes, ein Сu▀erlich todtes Abbild, gleichsam ein Abgu▀ des frЧheren, aber nicht ein fЧr die Zukunft und alle Zukunft und zukЧnftigen Geschlechter fЧr seine Entwickelungsstufe, auf der es in der Gesammtheit der Menschheitsentwicklung stand, wieder lebendiges Vorbild. Wohl soll jedes folgende Menschengeschlecht und jeder folgende einzelne Mensch die ganze gesammte frЧhere Entwickelung und Ausbildung des Menschengeschlechtes in sich durchlaufen, und er durchlСuft sie, sonst verstСnde er die Vorwelt und Mitwelt nicht; aber nicht auf dem thaten Wege der Nachahmung, der Nach und Abbildung, sondern auf dem lebendigen Wege der selbst und freithСtigen Entwickelung und Ausbildung. Jeder Mensch soll sie sich selbst und andern zum Vorbilde wieder

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frey aus sich darstellen; denn in jedem Menschen, als Gliede der Menschheit und Kinde Gottes, liegt und ist die ganze Menschheit, aber in jedem auf eine ganz eigene, eigenthЧmliche, persШnliche, in sich einzige Weise dargestellt und ausgeprСgt und soll in jedem einzelnen Menschen auf diese ganz eigenthЧmliche, einzige Weise dargestellt werden, damit das Wesen der Menschheit und Gottes in seiner Unendlichkeit, Ewigkeit, und als alle Mannigfaltigkeit in sich fassend, geahnet, immer mehr erkannt und immer lebendiger und bestimmter geahnet werde. --

Nur bey dieser einzig erschШpfenden und genЧgenden, alles um und erfassenden Erkenntni▀ vom Menschen und Einsicht in den Menschen und das Wesen des Menschen, aus welcher alles andere, was noch weiter zur Pflege und Erziehung des Menschen zu wissen nШthig ist, bey ernstlichem Suchen nothwendig, wie von selbst, hervorflie▀t: nur bey dieser Ansicht des Menschen von der VerkЧndigung seiner Erscheinung an kann wahre, Сchte Menschenerziehung, Menschenpflege gedeihen, blЧhen, Frucht bringen, reifen.

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Hieraus geht alles einfach, bestimmt und sicher hervor, was Gatten, Eltern vor und nach der VerkЧndigung zu thun haben: rein und klar zu seyn in Wort und That, erfЧllt und durchdrungen von dem Werte und der WЧrde des Menschen, sich zu betrachten als die Bewahrer, BehЧter und Pfleger einer Gottesgabe, sich zu belehren von dem Berufe und der Bestimmung des Menschen, von dem Wege, auf welchem, und von den Mitteln, durch welche er Beruf und Bestimmung erreicht. Wie nun die Bestimmung des Kindes als solchen darin besteht, das Wesen der Eltern, des Vaters und der Mutter, VСterliches und MЧtterliches, Geistiges und GemЧthliches welches nur der Anlage und der StСrke nach ihnen beyden selbst noch unbekannt und ungeahnet in ihnen liegen kann in Uebereinstimmung und Einklang zu entwickeln und auszubilden, so besteht die Bestimmung des Menschen als Kind Gottes und der Natur darin: das Wesen Gottes und der Natur, NatЧrliches und GШttliches, Irdisches und Himmlisches, Endliches und Unendliches in Uebereinstimmung und Einklang

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darzustellen. Wie die Bestimmung eines Kindes als Familienglied darin besteht, das Wesen der Familie, die geistigen Anlagen und KrСfte derselben in ihrer Uebereinstimmung, Allseitigkeit und Klarheit zu entwickeln und darzustellen, so besteht die Bestimmung und der Beruf des Menschen als Glied der Menschheit darin: das Wesen, die KrСfte und Anlagen der gesammten Menschheit zu entwickeln, auszubilden und darzustellen.

Die Kinder und Glieder einer Familie als solcher entwickeln aber, stellen das Wesen der Eltern und der Familie welches wohl von ihnen und ihr noch unerkannt und bisher noch gar nicht, auch nicht einmal in der Ahnung hervorgetreten, in ihr ruhen kann am klarsten und vollendetsten dar, wenn jedes der Kinder, der Glieder, sich selbst am vollkommensten, klarsten und allseitigsten und doch am eigenthЧmlichsten und persШnlichsten entwickelt und darstellt; und so stellen auch die Menschen als Kinder Gottes und Glieder der Menschheit das Gesammtwesen Gottes und der Menschheit -- welches, wenn auch noch keineswegs allgemein er-

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kannt und anerkannt in ihr ruht -- am reinsten und vollendetsten dar, wenn jeder einzelne Mensch, jedes einzelne Kind sich am eigenthЧmlichsten und persШnlichsten ausbildet und darstellt. Die▀ geschieht, wenn der Mensch sich auf die Weise nach dem Gesetze entwickelt und ausbildet, nach welchem sich alle Dinge entwickeln und ausbilden, entwickelt und ausgebildet haben, und welches Чberall herrscht und gebietet, wo Sein und Daseyn, SchШpfer und GeschШpf, Gott und Natur sich findet: -- wenn jeder Mensch sich, seyn Wesen, darstellt in Einheit in sich, an und durch sich selbst; in Einzelnheit an irgendeinem Einzelnen, von ihm Ausgegangenen au▀er sich vorzugsweise und ganz besonders in Klarheit und Vollendetheit; und in Mannigfaltigkeit, in aller Mannigfaltigkeit in und an allem und durch alles, was von ihm ausgeht und durch ihn geschieht; nur einzig in dieser dreifachen, aber in sich und unter sich einen und einigen Darstellung ist die Darlegung, Heraustretung, und so Offenbarmachung, Offenbarung des Innern jedes Wesens vollendet. Wo eine Seite dieser dreyfachen Darstellung in der Wirklichkeit

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oder auch nur in der Erkenntni▀, Einsicht und Anerkenntnis mangelt, da ist unvollkommene, unvollendete, hemmende Einsicht; nur einzig auf diese Weise thut sich jedes Ding in seiner Einheit, seinem Wesen nach und allseitig kund und offenbar; nur die Anerkenntnis und Anwendung dieser dreyeinigen Darstellung jedes Dinges, wenn es seyn Wesen vollendet kund und offenbar machen soll, fЧhrt einzig zur richtigen Erkenntni▀ jedes Dinges, zur wahren Einsicht in seyn Wesen.

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Darum soll und mu▀ das Kind, der junge Mensch, gleich von seinem Erscheinen auf der Erde, gleich von seiner Geburt an, seinem Wesen nach aufgefa▀t, richtig behandelt und in den freien, allseitigen Gebrauch seiner Kraft gesetzt werden. Nicht soll der Gebrauch einiger KrСfte und Glieder auf Unkosten der andern befШrdert und diese in ihrer Entfaltung gehemmt, das Kind soll weder theilweise gekettet, gefesselt, gewickelt, noch spСter gegСngelt werden. Den Schwerpunkt, den

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Beziehungspunkt aller seiner KrСfte und Glieder in sich zu finden, in demselben zu ruhen, darin ruhend sich zu bewegen, frei zu bewegen und thСtig zu sein, mit eigenen HСnden zu greifen und festzuhalten, auf eigenen FЧ▀en zu stehen und zu gehen, mit eigenen Augen zu finden und anzuschauen, alle seine Glieder gleichmС▀ig, gleichkrСftig zu gebrauchen, das soll der junge Mensch, das Kind, frЧh lernen. FrЧh soll das Kind die hШchste und schwierigste aller KЧnste: bey aller Abschweifung, StШrung und Hemmung doch den Mittelund Beziehungspunkt seiner Lebensbahn festzuhalten lernen und frЧhe sie in Anwendung und AusЧbung bringen.

Die erste ─u▀erung des Kindes ist die der Kraft. Eindringen der Kraft, des KrСftigen ruft Gegenkraft hervor: daher das erste Schreyen des Kindes; daher das Treten des Kindes gegen das, was sich seinen FЧ▀en entgegenstemmt; daher das Festhalten dessen, was seyn HСndchen berЧhrt. Bald nach diesem und gemeinschaftlich mit demselben entwickelt sich in dem Kinde das GemeingefЧhl,

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daher seyn LСcheln, seyn Wohlbefinden, seine Freudigkeit, seine Beweglichkeit in behaglicher WСrme, in klarem Lichte und in reiner frischer Luft: es ist die▀ das Beginnen des Selbstbewu▀twerdens des Kindes, des Menschen, in seinen Сu▀ersten Endpunkten. Und so sind also die ersten ─u▀erungen des Kindes, des menschlichen Lebens: Ruhe und Unruhe, Lust und Schmerz, LСcheln und Weinen. Ruhe, Lust und LСcheln bezeichnen alles, was im GefЧhl des Kindes der reinen, ungetrЧbten Entwickelung seines Wesens, des Menschenwesens, dem Kindesleben, dem Menschenleben, als Kind angemessen ist; an sie, an ihre Pflege und Reinhaltung mu▀ sich das erste Erziehende, mu▀ sich die Lebensentwicklung, LebenserhШhung und Lebensdarstellung knЧpfen. Unruhe, Schmerz und Weinen bezeichnen in ihrem ersten Erscheinen alles das, was der Entwickelung des Menschen als Kind entgegen ist; auch an sie mu▀ auf nachgehende, aber entgegengesetzte, auf entfernende Weise die Erziehung ihr Wirken anknЧpfen; es mu▀ gestrebt und sich bemЧht werden, den Grund, die GrЧnde da-

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von aufzufinden und sie zu entfernen. In den allerersten, aber fast auch nur in den allerersten Erscheinungen des Weinens, der Unruhe, des Schreiens ist dem Kinde aller Eigensinn und Eigenwille gewi▀ fremd; aber er keimt so frЧhe, sobald als nur dem kleinen Wesen, welches kaum als Menschenpflanze erschienen, - es ist noch nicht nachzuweisen, auf welche Weise und in welchem Grade, - ein FЧhlen kommt, da▀ es mit WillkЧr oder aus Unachtsamkeit oder TrСgheit dem Чberlassen bleibe, was ihm Unruhe und Schmerz macht und bringt. Ist nun dem Kinde dieses unglЧckselige GefЧhl gleichsam eingeimpft, so ist auch der Eigensinn, der erste und hС▀lichste aller Fehler, erzeugt, ja schon geboren der Fehler, der das Kind und die Umgebung zu vernichten droht, und welcher ohne BeschСdigung einer andern bessern Anlage im Menschen kaum zu verbannen ist, und er wird bald die Mutter der Verstellung, der LЧge, des Trotzes, der Halsstarrigkeit und aller spСtern so traurigen als hС▀lichen Fehler.

Aber auch auf dem Betreten des andern rechten Weges kann in Art und Form gefehlt werden.

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Der Mensch soll seinem Wesen und seiner Bestimmung nach von der Ertragung kleiner unbedeutender Leiden zur Ertragung schwerer, Vernichtung drohender Leiden und Lasten heraufgebildet werden. Haben also Eltern und Umgebung in sich die feste und sichere Ueberzeugung, da▀ dem weinenden, unruhigen Kinde das gereicht worden, was ihm jetzt BedЧrfnis seyn kann, da▀ alles entfernt worden, was seinem Zustande jetzt nachteilig ist und seyn kann: so kШnnen nicht allein, ja so sollen Eltern und Umgebung das weinende, unruhige, ja schreiende Kind ruhig und still sich selbst Чberlassen, ruhig ihm Zeit geben, sich selbst zu finden. Denn hat das kleine Wesen einmal oder gar wiederholt bey Scheinleiden und leicht zu tragender Unbehaglichkeit, Unbequemlichkeit fremde Theilnahme und fremde Hilfe erzwungen, so haben Eltern und Umgebung viel, fast alles verloren, was kaum durch Gewalt wieder errungen werden kann; denn die kleinen Wesen haben einen so feinen Sinn, so richtigen Takt fЧr die SchwСchen der Umgebung, da▀ die in ihnen ursprЧnglich lebende und wirkende Kraft eher auf die leichtere

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Weise heraustritt, so wie die SchwСche anderer es ihnen darbietet, sie zu beherrschen, als da▀ sie in sich selbst und im eigenen Dulden, Tragen und Thun sie darstellen und ausbilden.

Auf dieser Stufe hei▀t der werdende, erschienene Mensch SСugling und ist es auch im vollen Sinne des Wortes; denn Einsaugen ist nur noch des Kindes fast einzige ThСtigkeit (saugt es nicht den Zustand der ihn umgebenden Menschen ein?), und jene genannten ─u▀erungen: Weinen, LСcheln bleiben noch ganz innerhalb seiner selbst und sind noch eine unmittelbare, ungetrennte Wirkung jener ThСtigkeit. Der Mensch auf dieser Stufe nimmt nur die Mannigfaltigkeit vonau▀en auf und in sich ein, er, der Mensch, s--augt: sein ganzes Wesen ist hier nur aneignendes Auge. Darum ist schon diese erste Stufe der Menschenentwicklung fЧr den Menschen, fЧr dessen Gegenwart und Zukunft so Ueber alle Beschreibung wichtig Es ist hochwichtig fЧr des Menschen gegenwСrtiges und kЧnftiges Leben, da▀ der Mensch auf dieser Stufe nichts Krankes, Niederes, Gemeines,

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nichts Zweideutiges, ja Schlechtes einsauge; rein soll darum der Blick, der Gesichtsausdruck der Umgebenden, fest und sicher, Vertrauen erweckend und Vertrauen nСhrend, rein und klar soll jede Umgebung selbst sein; reine Luft, klares Licht, reiner Raum, so dЧrftig er auch sonst immer nur seyn mШge. Denn leider Ueberwindet der Mensch oft kaum durch seyn Leben das in seiner Kindheit Eingesaugte, die EindrЧcke seiner Jugend, eben weil seyn ganzes Wesen wie ein gro▀es Auge dafЧr geШffnet, ihnen hin und preisgegeben war. oft die hСrtesten KСmpfe des Mannes und Menschen mit sich selbst, und selbst seine spСteren widrigsten und drЧckendsten Schicksale haben in dieser Stufe der Entwickelung ihren Grund, darum ist die SСuglingspflege so wichtig. MЧtter, welche einige ihrer Kinder selbst sСugten, andere nicht, und beyde in ihren spСteren LebensСu▀erungen beachteten, kШnnen hierЧber mit Bestimmtheit entscheiden. So wissen MЧtter auch, da▀ das erste LСcheln des Kindes einen so bestimmten Zeit und Entwickelungsabschnitt in dem Leben des Kindes macht, da▀ es der Ausdruck wenigstens des ersten

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leiblichen (physischen) Sich Selbstfindens, wenn nicht noch bey weitem mehr ist; denn nicht nur in einem leiblichen Selbstoder vielmehr EigengefЧhle, sondern auch in einem leiblichen und noch hШheren GemeingefЧhle zuerst unter Mutter und Kind, dann unter Vater und Geschwistern, spСter zwischen Geschwistern und Menschen und Kind hat jenes erste KindeslСcheln seinen Grund.

Dieses erste GefЧhl des Gemeinsamen, der Gemeinsamkeit, welches zuerst das Kind mit Mutter, Vater und Geschwistern einigt, welchem die hШhere geistige Einigung zugrunde liegt, an welche sich dann spСter die unbezweifelbare Wahrnehmung anknЧpft, da▀ Vater, Mutter, Geschwister, Menschen sich mit einem HШhern: -- Menschheit, Gott in Gemeinsamkeit und Einigung fЧhlen und erkennen: die▀ GemeingefЧhl ist der Сu▀erste Keim, die Сu▀erste Spitze aller Сchten ReligiositСt, alles Сchten Strebens nach ungehemmter Einigung mit dem Ewigen, mit Gott. ─chte und wahre, lebendige, sich in den Gefahren und im Kampfe, im Drucke und in der Noth, in Lust und Freude be-

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wСhrende Religion mu▀ dem Menschen als SСugling kommen; denn das im Endlichen, im Menschen, daseiend erschienene GШttliche ist sich seines Hervorgegangenseyns aus dem GШttlichen, aus Gott, dunkel ahnend frЧhe bewu▀t, und diese dunkele Ahnung, dieses weniger noch als nebelgraue Bewu▀tseyn, mu▀ frЧh in dem Menschen gepflegt, gestСrkt, genСhrt, spСter zum Bewu▀tseyn erhoben, gelСutert werden.

Nicht nur fЧr den still und ungesehen Beobachtenden rЧhrend, sondern fЧr das Kind ewig Heil und Segen bringend istes daher, wenn die Mutter das schlummernde Kind mit einem innigen seelenvollen Blick zu seinem und ihrem gemeinsamen himmlischen Vater um vСterlichen Schutz und liebendes Walten auf seyn sanftes, sicheres Lager legt.

Es ist nicht nur rЧhrend und hoch erfreuend, es ist fЧr das ganze jetzige und kЧnftige Leben des Kindes hochwichtig und segensreich, wenn die Mutter das ruhig, freudig und lСchelnd erwachte Kind mit freudig und still dankendem Blick zu sei-

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nem und ihrem Vater fЧr die geschenkte Ruhe und StСrkung, mit diesen dankbewegten Lippen das ihr gleichsam von neuem geschenkte Kind von seinem Lager nimmt, nein! fЧr die ganze Zeit des nun folgenden Zusammenlebens zwischen Kind und Mutter hat die▀ den erfreulichsten Einflu▀; darum erlaubt auch die Сchte Mutter nur ungern einem zweyten, das eingeschlummerte Kind auf seyn Lager zu bringen, das erwachte Kind von demselben zu nehmen.

Das Kind, von der Mutter so gepflegt, ist menschlich, irdisch und himmlisch wohl gebettet, Gebet bettet -- ; durch Gott ruht der Mensch in Gott, dem letzten Beziehungspunkte, wie dem ersten Anfangspunkte alles Erschienenen.

Will Vater und Mutter, wollen Eltern ihren Kindern diesen nie schwankenden Halt, diesen nie schwindenden Beziehungspunkt als hШchste Mitgabe fЧrs Leben geben und verschaffen; so mЧssen Eltern und Kind immer innig, innerlich und Сu▀erlich geeint erscheinen, wenn sie in stiller Kammer oder in freyer Natur sich mit ihrem Gotte und

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Vater im Gebet in Einigung fЧhlen und erkennen. Es sage ja Niemand denn er raubt schlechterdings den Kindern dadurch ihr HШchstes -- : die Kinder werden es nicht verstehen; sie verstehen es und werden es verstehen, wenn sie nur nicht schon verwildert, wenn sie nur sich selbst und ihren Eltern nicht schon zu sehr entfremdet sind; sie verstehen es, nicht durch und im Begriffe, aber durch und in ihrem Innern. ReligiositСt, inniges Leben in Gott und mit Gott in allen ZustСnden und Lagen des Lebens und des menschlichen GemЧthes, welches nicht von Kindheit auf so mit dem Menschen herauf wСchst, wird sich spСter nur hШchst schwer zum vollen, krСftigen Leben erheben; so wie ein so gekeimter und gepflegter religiШser Sinn unter allen StЧrmen und Gefahren des Lebens den Sieg davontragen wird. Die▀ die FrЧchte des frЧheren und des frЧhesten religiШsen elterlichen Beyspieles, und wenn es auch selbst das Kind nicht zu beachten, nicht in sich aufzunehmen scheint. Und so in jedem Falle des lebendigen elterlichen Beyspiels.

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Aber nicht allein in Beziehung auf die Ausbildung des GШttlichen und ReligiШsen im Menschen an sich, sondern fЧr die Gesammtausbildung des Menschen ist es hШchst wichtig, wenn seine Entwickelung von einem Punkte aus stetig fortschreite und als stetig fortschreitend erkannt und immer beachtet werde. Und wesentlich nachteilig, hemmend, ja vernichtend wirkt und ist es darum, wenn innerhalb der stetig fortlaufenden Reihe der menschlichen Entwickelungsjahre so scharfe Grenzen und trennende Entgegensetzungen gemacht werden, da▀ das bleibend Fortlaufende, lebendig VerknЧpfende, des Lebens Mark dadurch ganz der Beachtung entzogen wird. Wesentlich nachteilig ist es darum, wenn die Stufen der menschlichen Entwickelung: SСugling -- Kind -- Knabe, MСdchen -- JЧngling, Jungfrau -- Mann, Frau -- Greis, Matrone -- als wirklich getrennt und nicht, wie es das Leben zeigt, lЧckenlos in sich, ineinander Чbergehend, stetig fortlaufend, vielmehr das Kind, der Knabe als etwas ganz anderes als der JЧngling oder der Mann, und als etwas so Geschiedenes betrachtet werden, da▀ das Ge-

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meinsame Mensch nur kaum schwach fЧr den Begriff, den Verstand und das Wort durchschimmert, aber fast gar nicht beachtet im Leben und fЧr das Leben hervortritt. Und doch ist es so in der Wirklichkeit, denn beachtet man die gewШhnliche Rede und das Leben, wie es sich zeigt und ist, wie steht schon da das Kind und der Knabe so ganz getrennt, besonders sprechen die spСtern Stufen von den frЧheren wie von etwas ganz Fremdem, von ihnen vШllig Verschiedenem: der Knabe sieht in sich nicht mehr das Kind und in dem Finde nicht den Knaben; der JЧngling sieht in sich nicht mehr den Knaben und das Kind und in diesen beyden nicht den JЧngling; vornehm wegweisend sieht er Чber sie hinweg. Doch das SchСdlichste von allem ist, da▀ besonders der Mann in sich nicht mehr den SСugling, das Kind, den Knaben und JЧngling, Чberhaupt nicht mehr die frЧheren Entwickelungsstufen schaut und in diesen sich nicht selbst findet und sieht, sondern vielmehr vom Kinde und Knaben und JЧnglinge wie von Wesen ganz anderer Art mit ganz anderen Naturen und Anlagen redet.

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Die▀ trennend scheidende GegenЧberstellen, die▀ so scharfe Grenzemachen, welches seinen Grund in Mangel an frЧhe begonnener und stetig fortlaufender Aufmerksamkeit auf die Entwickelung und Selbstbeachtung des eigenen Lebens hat, bringt unsСgliches Unheil, Hemmung und StШrung der Entwickelung und Fortbildung des Menschengeschlechtes, welche nur angedeutet, aber nicht ausgefЧhrt werden kann. Es lС▀t sich nur sagen, da▀ einzig seltene innere Kraft dazu gehШrt, die von au▀en von den Einwirkenden gesetzten Grenzen zu vernichten, welches jedoch dann immer nur durch einen gewaltsamen Sprung, durch eine gewaltsame, andere Entwickelungen vernichtende, wenigstens stШrende und hemmende That geschehen kann. Alle LebensСu▀erungen eines Menschen, bey dem die▀ auf irgendeiner Stufe stattgefunden, behalten darum auch fЧr das ganze Leben etwas Gewaltsames. Wie ganz anders wЧrde es nach jeder Seite hin sein, wenn die Eltern das Kind in Beziehung auf alle menschlichen Alters und Entwickelungsstufen, ohne einige dabey zu Чberspringen und gar nicht zu berЧcksichtigen, anschauten und beachteten; wenn

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sie besonders beachteten, da▀ die krСftige und vollstСndige Entwickelung und Ausbildung jeder folgenden Stufe auf der krСftigen, vollstСndigen und eigenthЧmlichen Entwickelung aller und jeder einzelnen vorhergehenden Lebensstufe beruhe. Die▀ ist es ganz besonders, was Eltern so leicht Чbersehen, so oft unbeachtet lassen: so glauben und setzen sie den Menschen als Knaben, wenn er das Knabenalter erreicht habe, so setzen sie den Menschen als JЧngling oder Mann, wenn er das JЧnglings- oder Mannesalter erreicht habe; aber ebensowenig, als der Knabe dadurch Knabe und der JЧngling dadurch JЧngling wird, da▀ er das Knaben- und JЧnglingsalter erreicht, sondern dadurch, da▀ der dort die Kindheit und weiter das Knabenalter den Forderungen seines Geistes, GemЧthes und KШrpers getreu durchlebt hat; ebensowenig wird der Mann durch das Mannesalter Mann, sondern nur dadurch, da▀ die Forderungen seiner Kindheits-, Knaben- und JЧnglingsstufe treu von ihm erfЧllt worden sind. Eltern und VСter, in andern Beziehungen sonst sehr einsichtige und tЧchtige VСter und Eltern, fordern nicht allein,

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da▀ das Kind sich schon als Knabe und JЧngling, sondern besonders, da▀ der Knabe wenigstens als Mann sich zeige, da▀ er gleich Mann in allen seinen Erscheinungen sey und so die Knaben und JЧnglingsstufen Чberspringe. Etwas ganz anderes ist es, in dem Kinde und Knaben den einstigen JЧngling und Mann in seinem Keime, in seinen Anlagen, Umrissen sehen und achten, und etwas ganz anderes, ihn schon als Mann sehen und behandeln, von dem Kinde und Knaben fordern, schon als JЧngling und Mann sich zu zeigen, zu empfinden und zu denken, zu handeln und sich zu betragen. Eltern und VСter, welche dieses fordern, Чbersehen und haben vergessen, da▀ eben sie fast immer nur dadurch und in dem Maa▀e tЧchtige Eltern und VСter und gewi▀ nur tЧchtige Menschen wurden, als sie die Stufen ihrer Natur nach in irgendeiner Beziehung durchlebten, welche ihr Kind nach ihrer Forderung Чberspringen soll.

Diese Ansicht und NichtwЧrdigung frЧherer, besonders der frЧhesten Entwickelungsstufen in Be-

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ziehung auf spСtere ist es, welche dem kЧnftigen Lehrer und Erzieher des Knaben kaum zu hebende Schwierigkeiten in den Weg legt, indem einmal der so gesetzte Knabe nun auch meint, jeden Unterricht der frЧheren Entwickelungsstufe rein Чberspringen zu kШnnen, und es dann so auf ihn hШchst nachteilig, besonders schwСchend wirkt, wenn ihm frЧh ein Ziel, ein fremdes au▀er ihm zum Nachahmen und Bestreben gegeben wird, so z. B. Ausbilden fЧr ein gewisses Amt, einen gewissen Wirkungskreis. Das Kind, der Knabe, der Mensch Чberhaupt soll kein anderes Streben haben, als auf jeder Stufe ganz das zu sein, was diese Stufe fordert; dann wird jede folgende Stufe wie ein neuer Schu▀ aus einer gesunden Knospe hervorschie▀en, und er wird auch auf jeder folgenden Stufe bey gleichem Streben bis zur Vollendung wieder das werden, was diese Stufe fordert; denn nur die genЧgende Entwickelung des Menschen in und auf jeder vorhergehenden frЧheren bewirkt, erzeugt eine genЧgende vollendete Entwickelung jeder folgenden spСtern Stufe.

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Dieses ist besonders in Beziehung auf die Entwickelung und Ausbildung der MenschenthСtigkeit zur Hervorbringung Сu▀erer Erzeugni▀se, fЧr WerkthСtigkeit, fЧr Arbeitsamkeit hoch zu beachten wichtig.

Der Mensch hat jetzt wohl durchgehends einen ganz falschen Сu▀ern, darum unhaltbaren todten, nicht Leben weckenden und Leben nСhrenden, noch weniger einen Lebenskeim in sich tragenden und darum lastenden, erdrЧckenden, erniedrigenden, hemmenden und todten Begriff von Arbeit und Arbeitsamkeit, von ThСtigkeit fЧr Сu▀ere Erzeugni▀se, von WerkthСtigkeit.

Gott schafft und wirkt ununterbrochen stetig fort; jeder Gedanke Gottes ist ein Werk, eine That, ein Erzeugni▀, und jeder Gedanke Gottes wirkt mit schaffender Kraft erzeugend und darstellend, Werk und That schaffend bis in Ewigkeit fort; wer es nicht schon siedet, schaue Jesum in seinem Leben und Wirken, schaue das Сchte Leben und Wirken des Menschen, schaue -- wenn er wahrhaft lebt -- seyn eigenes Leben und Wirken selbst an.

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Der Geist Gottes schwebte Чber und auf dem Ungeformten, Ungestalteten und bewegte es, und Steine und GewСchse, Thiere und Menschen bekamen Form, Gestalt, Daseyn und Leben. Gott schuf den Menschen, ein Abbild seiner selbst, zum Bilde Gottes schuf er ihn: darum soll der Mensch schaffen und wirken gleich Gott; seyn Geist, der Menschen Geist, soll auf und Чber dem Ungeformten, Ungestalteten schweben und es bewegen, da▀ Gestalt und Form, da▀ Wesen und Lebeninsichtragendes hervorgehe. Die▀ ist der hohe Sinn, die tiefe Bedeutung, der gro▀e Zweck der Arbeit und Arbeitsamkeit, des Wirkens und Schaffens, wie wir es ja ganz wahr und bezeichnend nennen. Durch Flei▀ und Arbeitsamkeit, durch Wirken und Thun, welches der lichte Gedanke oder auch nur die leiseste Ahnung, ja nur das unmittelbare lebendige GefЧhl begleitet, da▀ wir dadurch Innerliches Сu▀erlich darstellen, Geistigem KШrper, Gedachtem Gestalt, Unsichtbarem Sichtbarkeit, Ewigem, im Geiste Lebendem Сu▀erliches, endliches und vergСngliches Daseyn geben: dadurch werden wir wahrhaft Gott Сhnlich, und durch Gott-

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Сhnlichkeit steigen wir immer mehr und mehr zur Сchten Gotterkenntnis, zur Einsicht in das Wesen Gottes empor, und so kommt Gott innerlich und Сu▀erlich uns immer nСher. Darum sagt Jesus auch in dieser Beziehung so ewig wahr: "Den Armen ist das Himmelreich", wenn sie es nur einsСhen und erkennten, durch Flei▀, Arbeitsamkeit, Wirken und Schaffen Чbten. Auch den Kindern ist das Himmelreich; denn sie geben sich kindlich vertrauend, wenn nur nicht die Ueberklugheit und der Aberwitz der Erwachsenen sie stШrte, willig dem in ihnen wirkenden Gestaltungs- und ThСtigkeitstriebe hin.

Erniedrigend, nur zu dulden, nicht zu verbreiten und fortzupflanzen, ist der Gedanke, der Wahn: als arbeite, wirke, schaffe der Mensch nur darum, seinen KШrper, seine HЧlle zu erhalten, sich Brot, Haus und Kleider zu erwerben; nein! -- der Mensch schafft ursprЧnglich und eigentlich nur darum, damit das in ihm liegende Geistige, GШttliche sich au▀er ihm gestalte, und er so sein eigenes, geistiges, gШttliches Wesen und

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das Wesen Gottes erkenne. Das ihm dadurch kommende Brot, Haus, Kleider ist Ueberschu▀, ist unbedeutende Zugabe. Darum sagt Jesus: Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes, d. i. nach Darstellung des GШttlichen in euerm Leben und durch euer Leben, so wird euch alles andere, was das endliche Leben sonst noch bedarf, dadurch von selbst zufallen. Darum sagt Jesus: Das ist meine Speise, da▀ ich den Willen Gottes tue; schaffe, wirke, was mir und wie es mir Gott aufgetragen hat. Darum werden die Lilien auf dem Felde von Gott gekleidet, die nach menschlicher Ansicht nicht arbeiten, prСchtiger als Salomo in aller seiner Herrlichkeit. Denn die Lilie, treibt sie nicht BlСtter und Blumen, verkЧndigt sie nicht in allem ihrem Erscheinen Gott und stellt Gott dar, das Wesen Gottes? -- Die VШgel unter dem Himmel, sie sСen wohl nach menschlicher Ansicht nicht, sie arbeiten nach menschlicher Meinung nicht; aber stellen sie nicht durch jede ihrer ─u▀erungen, wenn sie singen, wenn sie Nester bauen, durch alle ihre hundert und tausend verschiedenen Handlungen den Geist, das Leben dar, das Gott in sie

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legte? Darum nСhrt und erhСlt sie Gott. So soll der Mensch von den Lilien auf dem Felde, so soll er von den VШgeln unter dem Himmel lernen, immer das von Gott in ihn gelegte Wesen Сu▀erlich an That und Werk, Gestalt und Stoff auf die Weise, wie sie Ort und Zeit, Stellung und Beruf fordert, kundzuthun, sei es nun in diesem Augenblick so klein und unscheinbar, oder so gro▀ und wichtig, als es wolle; und dann soll er wegen seines Unterhaltes sicher sein; Gott wird ihm hundert Wege zeigen, er wird beym Gebrauch seiner Geisteskraft in sich und au▀er sich jederzeit ganz gewi▀ ein Mittel, einen Weg finden, und mehr bedarf es ja gar nicht, wo er seine irdischen BedЧrfnisse befriedigen kann. Und schwСnde Сu▀erlich alles, so bleibt ihm nicht nur unverkЧrzt, sondern steigert sich in ihm sogar noch die entwickelte Gotteskraft, durch Ertragung den Mangel schwindend zu machen. Weil nun aber alle geistigen Wirkungen als Erscheinungen im Endlichen eine Zeitfolge, ein Nachundnach, eine Aufeinanderfolge bedingen, so ist schlechterdings nothwendig und unerlС▀lich, da▀, wenn der Mensch zu irgend einer

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Zeit seines Lebens,seysie nun so nahe oder ferne, so frЧhe oder spСt sie wolle, verabsСumt hat, seine Kraft als eine Gotteskraft au▀er sich zu gestalten, und zu einem Werk zu erheben, oder mindestens fЧr Werk und That zu entfalten, ihn zu einer Zeit Mangel treffen wird, da▀ ihn in dem Maa▀e Mangel treffen wird, als er verabsСumte, seine Kraft zu entwickeln, zum Werk zu erheben; wenigstens wird ihm zu irgendeiner Zeit nicht das werden, was ihm hСtte werden kШnnen, wenn er seinem Berufe, dem Gebrauche seiner KrСfte als Gotteskraft immer treu nachgekommen wСre; denn es mu▀ den irdischen und Welt-Gesetzen gemС▀, unter denen wir leben, eine Zeit kommen, in der das Erzeugni▀ jener verabsСumten ThСtigkeit hСtte erscheinen sollen; war nun die ThСtigkeit und Wirksamkeit verabsСumet, wie kann da Erzeugni▀ kommen? -- Bey diesem zu irgendeiner Zeit nun eintretenden Mangel bleibt dem Menschen nichts Чbrig, als die zweyte Seite seiner Geisteskraft, die der Entsagung und Ertragung, wirksam seyn zu lassen, und so den Mangel selbst schwindend zu machen, und auf das eifrigste thСtig zu

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sein, durch Wirksamkeit fЧr die Zukunft jeden solchen Mangel zu vermeiden.

Darum ist denn ein doppelter Grund, eine zweyfache, unerlС▀liche Forderung, eine innere und eine Сu▀ere, und da die erstere die letztere in sich fa▀t, eine hochwichtige, ewige, da▀ der erschienene, da▀ der sprossende und wachsende Mensch frЧh zur ThСtigkeit fЧr Сu▀eres Werk, fЧr Erzeugni▀ entwickelt werde, und die▀ fordert auch die Natur des Menschen an und fЧr sich. Die Sinnen und GliederthСtigkeit des SСuglings ist der erste Keim, die erste KШrperthСtigkeit, die Knospe, der erste Bildungstrieb; Spiel, Bauen, Gestalten die ersten zarten JugendblЧten, und die▀ ist der Zeitpunkt, wo der Mensch befruchtet werden mu▀ fЧr kЧnftige Arbeitsamkeit, Flei▀ und WerkthСtigkeit. Kein Kind und spСter kein Knabe und JЧngling, wes Standes und wes Lage er seyn mag, sollte sein, der sich nicht tСglich wenigstens ein oder zwey Stunden einer ernsten ThСtigkeit zur Hervorbringung bestimmter, Сu▀erer Werke widmete. Die Kinder, der Mensch lernt und treibt

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jetzt des Ungestalteten und Gestaltlosen zu viel und vielerlei, und der Arbeit zu wenig, obgleich das Lernen durch und bey der Arbeit, durch und aus dem Leben das Чber alles eindringlichere und fa▀lichere, das Sich in sich, und dem, der es besitzt, lebendig fortentwickelndere ist. Kinder und Eltern halten die ThСtigkeit des eigentlichen Arbeitens so sehr zum Nachteil ihrer selbst und so unwichtig fЧr ihre kЧnftigen Lagen, da▀ Erziehungs und Lehranstalten es sich zur festesten Aufgabe machen mЧssen, diese zu steuern. Die jetzige hСusliche wie die Schulerziehung fЧhrt die Kinder zur KШrpertrСgheit und Werkfaulheit; unsСgliche Menschenkraft bleibt dabey unentwickelt; unsСgliche Menschenkraft geht verloren! HШchst heilsam wСre in der letzteren gleich den bestehenden Unterrichtsstunden die EinfЧhrung echter Arbeitsstunden, und dahin mu▀ es auch noch kommen, denn der Mensch hat durch den bisherigen unbedeutenden und nur nach Сu▀ern RЧcksichten bestimmten Gebrauch seiner Menschenkraft, das innere und Сu▀ere Maa▀ derselben und dafЧr, und so die Erkenntni▀, die

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WЧrdigung und WertschСtzung und die treue Beachtung derselben selbst verloren.

Wie frЧhe Bildung fЧr Religion so hochwichtig, gleich so wichtig ist frЧhe Bildung fЧr Сchte WerkthСtigkeit, Arbeitsamkeit. FrЧhe Arbeit, der innern Bedeutung derselben angemessen geleitet, befestigt und erhШht die Religion. Religion ohne WerkthСtigkeit, ohne Arbeit lСuft Gefahr, leere TrСumerei, nichtige SchwСrmerei, gehaltloses Phantom zu werden, so wie Arbeit, WerkthСtigkeit ohne Religion den Menschen zum Lasttier, zur Maschine macht, Arbeit und Religion sind ein Gleichzeitiges, wie Gott, der Ewige von Ewigkeit schuf. WЧrde die▀ erkannt, wЧrden die Menschen von der Wahrheit dieses durchdrungen sein, wЧrden sie derselben gemС▀ im Leben handeln und wirken: bis zu welcher Stufe wЧrde sich das Menschengeschlecht bald erheben! --

Doch nicht nur in sich ruhend als Religion und ReligiositСt, nicht nur herauswirkend als Arbeit und WerkthСtigkeit, sondern auch auf sich zurЧckziehend und auf sich ruhend soll die Menschen-

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kraft sich entwickeln, ausbilden, wirken, und im letzteren Fall als Enthaltsamkeit, MС▀igkeit, Sparsamkeit. Was ist hier fЧr den sich nicht ganz entfremdeten Menschen mehr nШthig als anzudeuten? -- Wo die eigentlich ungeteilte innige Drey in Сchter ursprЧnglicher Einigung, wo Religion, Arbeitsamkeit und MС▀igung in Eintracht wirken: da ist der irdische Himmel, da ist Friede, Freude, Heil, Gnade und Seegen! --

So der Mensch im Kinde als Ganzes betrachtet, so das Leben der Menschheit und des Menschen in der Kindheit als Einheit geschauet, so die ganze kЧnftige Wirksamkeit des Menschen im Kinde als Keim gesehen. Und so mu▀ es sein; er, der Mensch, mu▀, um ihn und in ihm die Menschheit ganz zu entwickeln, schon in dem Kinde in der Gesammtheit der irdischen Beziehungen ganz und in Einheit angeschauet werden. Da aber alle Einheit in der Erscheinung Einzelheiten fordert und alle Allseitigkeit in der Erscheinung eine Aufeinanderfolge, ein Nacheinander bedingt und nothwendig macht: so entwickeln sich auch Welt und Leben dem Kinde

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und in dem Kinde nur als Einzelheiten und in Aufeinanderfolge; so sollen auch die KrСfte, Anlagen und Richtungen, die Glieder- und SinnenthСtigkeiten des Menschen in der nothwendigen Reihenfolge entwickelt werden, in der sie selbst an und in dem Kinde hervortreten.

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Seite 59 Dem erschienenen Menschen, dem Kinde, tritt die Au▀enwelt, wenn auch in sich immer schon aus denselben GegenstСnden und in derselben Gegliedertheit bestehend, aus ihrem Nichts zuerst in neblichter gestaltloser Dunkelheit, in chaotischer Verworrenheit, selbst Kind und Au▀enwelt ineinander verschwimmend entgegen, und es stellen sich dann die GegenstСnde demselben aus diesem Nichts, diesem Nebel, besonders durch das von seiten der Eltern, der Mutter frЧh dazwischentretende, Kind und Au▀enwelt zuerst trennende, dann beyde wieder einende -- Wort, erst einzeln und selten, endlich mannigfaltig und Шfter in ihrer in sich geschlossenen festen Geschiedenheit hervor, und so tritt der Mensch, das Kind zuletzt sich selbst als ein bestimmter geschiedener, von allen andern ganz verschiedener Gegenstand entgegen. So wiederholt sich in dem GemЧthe und Geiste, in der geistigen Entwickelungsgeschichte, in der Geschichte des Bewu▀twerdens des Menschen, in jedem Kinde, in der Erfahrung jedes Kindes, von seinem Erscheinen auf der Erde an die Entwickelungs und SchШpfungsgeschichte aller Dinge, wie solche uns die heiligen BЧcher erzСhlen, bis dahin, wo der Mensch zuletzt selbst im Gottesgarten, in der offen vor dem Kinde liegenden schШnen Natur erscheint, sich darin findet; so wie sich spСter in jedem Kinde dem Wesen nach dieselbe Seite 60 That wiederholt, mit welcher die sittliche, menschliche Freiwerdung, die VernЧnftigkeit beginnt, so wie damit die sittliche und menschliche Freiwerdung, die VernЧnftigkeit des ganzen Menschengeschlechtes begann und nothwendig zur Freyheit geschaffen beginnen mu▀te. Dieses alles, die ganze Entwickelungsgeschichte des Menschengeschlechtes, bis auf diesen jetzigen Punkt, auf welchem sie steht, oder bis auf jeden bestimmten Punkt in sich zu erkennen, anzuschauen und einzusehen, bleibt jedem, besonders jedem auf seine Entwickelung achtsamen GemЧthe und Menschen Чberlassen. Darum aber, da▀ er es kШnne, wird jeder Mensch aufgefordert, und soll jeder Mensch seyn und das Fremd, das Anderleben frЧh und immer als ein stetiges, nach gШttlichen Gesetzen sich entwickelndes Ganzes erkennen und beachten. Nur auf solche Weise versteht der Mensch die Geschichte, die Geschichte der Menschheitsentwicklung, so wie sich selbst, die Geschichte und Erscheinungen, Thatsachen seiner eigenen Entwickelung, die Geschichte seines eigenen Herzens, GemЧthes, Geistes; nur so versteht er andere; nur so verstehen Eltern, versteht der Vater, die Mutter ihr Kind. -- Innerliches Сu▀erlich, ─u▀erliches innerlich zu machen, fЧr beydes die Einheit zu finden: die▀ ist die allgemeine Сu▀ere Form, in welcher sich die Bestimmung des Menschen ausspricht; darum tritt auch jeder Сu▀ere Gegenstand dem Menschen mit der Anforderung entgegen, erkannt und in seinem Wesen, seiner VerknЧpfung anerkannt zu werden; Seite 61 dazu besitzt der Mensch die Sinne, d. i. die Werkzeuge, durch welche er jene Forderung erfЧllt, welches auch erschШpfend und genЧgend das Wort S--inn, d.i. selbstthСtige Innerlich-machung bezeichnet. Jedes Ding und Wesen, alles aber wird nur erkannt, wenn es mit dem Entgegengesetzten seiner Art verknЧpft, und mit demselben die Einigung, Uebereinstimmung, Gleichung gefunden wird, und die Erkenntni▀ geschieht um so vollkommener, als die VerknЧpfung mit dem Entgegengesetzten und die Auffindung des Einigenden geschieht. Die GegenstСnde der Au▀enwelt treten dem Menschen vorwaltend in und mit einem mehr festen, oder mehr flЧchtigen, oder mehr luftigen Zustande entgegen. Diesem ganz entsprechend, findet sich der Mensch mit Sinnen fЧr das mehr Feste, fЧr das mehr FlЧchtige und fЧr das mehr Luftige begabt. Jeder Gegenstand aber tritt wieder vorwaltend mehr in und mit Ruhe, oder vorwaltend mehr in und mit Bewegung entgegen. DemgemС▀ ist jeder dieser Sinne wieder an zwey ganz verschiedene Organe verteilt, wovon das eine vorwaltend mehr zur Erkenntni▀ der GegenstСnde in und mit Ruhe, das andere Organ dagegen mehr zur Erkenntni▀ der GegenstСnde in und mit Bewegung wirkt; so da▀ also der Sinn fЧr das Luftige an die Organe des HШrens und Sehens, der Sinn fЧr das FlЧssige an die Organe des Schmeckens Seite 62 und Riechens, der Sinn fЧr das Feste an die Organe des FЧhlens und Tastens verteilt ist. Dem Gesetze der Erkennung der Dinge durch das Entgegengesetzte gemС▀ entwickelt sich auch in dem Kinde zuerst der GehШrsinn, das GehШr, und erst von und durch dieses geleitet, bedingt, gereizt, spСter der Gesichtssinn, das Gesicht; durch welche Entwickelung dieser beyden Sinne in dem Kinde den Eltern und den Umgebungen erst mШglich gemacht wird, die GegenstСnde mit dem Entgegengesetzten derselben, dem Worte, und dann dem Zeigen, auf das innigste, gleichsam zu Eins, zu einem mit und ineinander Bestehenden zu verknЧpfen, und so das Kind zum Anschauen und spСter zur Erkenntni▀ derselben zu fЧhren. Mit der fortschreitenden Sinnenentwicklung entwickelt sich an dem Kinde gleichzeitig und gleichmС▀ig der Gebrauch des KШrpers, der Glieder, und zwar wieder in einer in der Natur derselben und in den Eigenschaften der GegenstСnde der KШrperwelt bedingten Folge. Die GegenstСnde der Au▀enwelt sind selbst mehr nahe, ruhend, und fordern daher durch sich zur Ruhe auf; oder sie sind mehr sich bewegend, sich entfernend, und fordern dadurch zum Aneignen, Ergreifen, Festhalten auf; oder sie sind an feste, entfernte Stellen, RСume geknЧpft und fordern dadurch den, welcher sie sich nСher bringen will, und eigentlich schon durch ihr Entferntseyn selbst, wie jene durch Seite 63 ihre Bewegung an sich auf, sich zu ihnen und sie zu sich zu bewegen. So entwickelt sich der Gebrauch der Glieder zum Sitzen und Liegen, zum Umfassen und Ergreifen, der Glieder zum Gehen und Springen. Stehen ist eine, und zwar die vollkommenste Gesammtheit alles Glieder und KШrpergebrauchs: es ist das Finden des kШrperlichen Schwerpunktes. Das kШrperliche Stehen ist fЧr diese Stufe ebenso bedeutend als das LСcheln, das leibliche (physische) Sichselbstfinden, fЧr die frЧhere Stufe war, und das sittliche und religiШse Stehen fЧr die letzte Stufe der Menschheitsentwicklung ist. Auf dieser Stufe der Entwickelung ist es dem erschienenen, werdenden Menschen nur noch um den Gebrauch seines KШrpers, seiner Sinne, seiner Glieder rein um des Gebrauches und der Anwendung, Uebung, nicht aber um deswillen zu thun, was aus und durch diesen KШrper, Sinnen und Gliedergebrauch hervorgeht; dieses ist ihm ganz gleichgЧltig, oder bezeichneter, davon ahnet es noch gar nichts; daher das auf dieser Stufe beginnende Spiel des Kindes mit seinen Gliedern: seinen HСndchen, Fingern, seinen Lippen, seiner Zunge, seinen FЧ▀chen, aber auch seinen Augen und Mienen. Diesem Mienen und Gliederspiele in den Gesichts und KШrperbewegungen liegt nun zwar anfangs, wie eben gesagt, keine Darstellung des Innern am ─u▀ern zum Grun- Seite 64 de, und es tritt diese erst eigentlich auf der folgenden Entwickelungsstufe ein; doch sind diese Spiele das erste zur Beachtung und Bewahrung als KindesСu▀erungen Gegebene, damit das Kind sich nicht KШrper und besonders Gesichtsbewegungen angewШhne ohne allen inneren Grund, so z. B. Augen und Mundverdrehungen, und sich so frЧhe eine Spaltung, Trennung zwischen GebСrden und GefЧhlen, zwischen KШrper und Geist, zwischen ─u▀erm und Innerm einschleiche, die entweder zur Heuchelei oder dahin fЧhrt, da▀ der KШrper Bewegungen, Manieren annimmt, die spСter sich gar nicht mehr der Willenskraft unterwerfen, sich nie mehr ablegen lassen und den Menschen durchs ganze Leben wie eine Maske begleiten. Kinder dЧrfen daher von frЧh an nie zu lang ohne Gegenstand zur ThСtigkeit au▀er ihnen auf Betten und in Wiegen sich selbst Чberlassen bleiben, auch Чberdies zur Vermeidung kШrperlicher Verweichlichung; denn sie erzeugt und bedingt nothwendig geistige Verweichlichung und SchwСche. Um die▀ letztere zu vermeiden, soll das Lager der Kinder gleich von frЧhe, von dem ersten Augenblick an, weniger weich sein; es bestehe darum aus Kissen von Heu, Seegras, feinem Stroh, Spreu oder hШchstens Ro▀haaren, aber nicht aus Federn; soseyauch die Bedeckung des Kindes wСhrend des Schlafes nur leicht, der Einwirkung der reinen Luft ausgesetzt. Seite 65 Zur Vermeidung des ersteren, des vor dem Einschlafen und besonders nach dem Erwachen sich geistig unthСtig auf dem Lager SelbstЧberlassenseins ist es sehr zweckmС▀ig, in der natЧrlichen Gesichtslinie des Kindes einen schwankenden KСfig mit einem muntern Vogel aufzuhСngen; die▀ fesselt die Sinnen und GeistesthСtigkeit des Kindes und gibt ihm mehrseitige Nahrung. Mit der entwickelten Sinnen, KШrper und GliederthСtigkeit, wo das Kind nun anfСngt, Innerliches selbstthСtig Сu▀erlich darzustellen, hШrt die SСuglingsstufe der Menschenentwicklung auf, und es beginnt die Stufe des Kindes. Bis zu dieser Stufe ist das Innere des Menschen noch eine ungegliederte, mannigfaltigkeitslose Einheit. Mit der eintretenden Sprache beginnt ─u▀erung und Darstellung des Innern des Menschen, beginnt Gliederung, nach Mittel und Zweck verknЧpfte Mannigfaltigkeit im Innern des Menschen; es gliedert, es bricht sich das Innere des Menschen und strebt, sich Сu▀erlich kund zu thun, zu verkЧndigen: er, der Mensch, strebt mit eigener selbstthСtiger Kraft seyn Inneres Сu▀erlich am Festen und durch Festes au▀er sich darzustellen und zu gestalten, und diese selbstthСtige, selbstСndige Entwickelung des Menschen, diese selbstthСtige Darstellung des Innern durch eigene Kraft am Festen liegt auch ganz in dem diese Stufe der menschlichen Fortbildung bezeichnenden Worte, Kind, K--in--d ausgedrЧckt. Seite 66 Mit der Stufe der Kindheit nun, mit dieser Stufe der am ─u▀erlichen und durch ─u▀erliches Sichtbarmachung des Innern und des Suchens und Strebens nach Einigung beyder, nach der beydes verknЧpfenden Einheit, beginnt die eigentliche Erziehung des Menschen durch zwar verminderte kШrperliche, aber erhШhte Geistespflege und Geisteshut. Aber der Mensch, die Erziehung des Menschen, ist auf dieser Stufe noch ganz der Mutter, dem Vater, der Familie, denen anheimgestellt, mit welchen er durch die Natur und von Natur ein ungestЧcktes, ungetrenntes Ganzes ausmacht; denn das Darstellungsmittel, die Sprache, nur als HШrbares betrachtet, das Sprechen ist auf dieser Stufe noch ein von dem Menschen ganz Ungetrenntes; ja er kennt und erkennt sie noch gar nicht als etwas Eigenes; sie ist eins mit ihm, wie seyn Arm, seyn Auge, seine Zunge, ohne da▀ er selbst noch etwas von ihr wei▀. Zwar lС▀t sich unter den verschiedenen Bildungs- und Entwickelungsstufen des Menschen, au▀er der nothwendigen Ordnung ihrer Erscheinung, nach welcher das FrЧhere und FrЧheste immer das Wichtigere und Wichtigste ist, in Hinsicht auf ihre grШ▀ere oder geringere Wichtigkeit keine Rangordnung festsetzen und bestimmen; jede ist an ihrer Stelle und zu ihrer Zeit gleich wichtig; doch ist diese Stufe, weil sie die Entwickelung des ersten VerknЧpfenden und Einenden mit der Umgebung und der umgebenden Au▀enwelt, das Erste zur Deutung und zum VerstСndnis derselben, zur Erfassung Seite 67 ihres Innern enthСlt, so hoch wichtig. Sie ist wichtig, diese Stufe; denn es ist fЧr den sich entfaltenden Menschen wichtig, ob ihm die Au▀enwelt als ein Edles oder ein Unedles; als ein Niederes, Totes, als eine Sache nur zum Nutzen, Verzehren, Vernichten, zum Genie▀en von andern, oder als Selbstzweck, als ein Hohes und Lebendiges, als ein Geistiges, Beseeltes und GШttliches erscheine; ob als ein Klares oder TrЧbes, als ein Veredelndes, Erhebendes, oder als ein Erniedrigendes, DrЧckendes; ob er sie, die Sache, in ihren wahren oder in schiefen, verdrehten VerhСltnissen sehe und erkenne. Darum soll das Kind auf dieser Stufe, wie alles recht und richtig anschauen, so auch recht und richtig, bestimmt und rein bezeichnen, sowohl die Sachen und GegenstСnde selbst, als auch ihrem Wesen und ihren Eigenschaften nach. Es soll richtig bezeichnen die VerhСltnisse der GegenstСnde sowohl zum Raume und zur Zeit, als auch unter und zu sich, jedes mit seinem richtigen Namen, Worte, und jedes Wort in sich klar und rein nach seinen Bestandteilen: Ton, Laut und Schlu▀. Da diese Entwickelungsstufe des Menschen aber fordert da▀ er als Kind alles klar, richtig und rein bezeichne, darum ist es so wesentlich nШthig, da▀ auch ihm alles Umgebende richtig, klar und rein vorgefЧhrt werde da▀ er alles richtig, klar und rein anschaue und erkenne; beydes ist unzertrennlich und bedingt sich gegenseitig. Doch fСllt auf dieser Stufe noch, wie die Sprache noch eins ist mit dem sprechenden Menschen, auch die Sprache und Sprachbezeichnung dem sprechenden Kinde, Seite 68 mit dem zu bezeichnenden Gegenstand in Eins zusammen, d. h. es kann Wort und Sache, so wie KШrper und Geist Leib und Seele noch nicht trennen; sie sind ihm noch eines und ebendasselbe. Die▀ zeigt besonders das Spiel und Spielen der Kinder in dieser Zeit und Epoche; gern, und wenn es kann, viel spricht das Kind beym Spiel. Spiel und Sprechen ist das Element, in welchem das Kind jetzt lebt; darum erteilt auch das Kind auf dieser Stufe der Menschenentwicklung jedem Dinge Lebens-, Empfindungs-, SprachfСhigkeit mit, und von jedem Dinge glaubt das Kind, da▀ es hШre; eben weil das Kind beginnt seyn Inneres Сu▀erlich darzustellen, so setzt es gleiche ThСtigkeit auch in alles Чbrige ihn Umgebende,seyes ein Stein oder ein HШlzchen, sey es ein GewСchs, eine Blume oder ein Thier. Und so entwickelt sich dem Kind auf dieser Stufe wie seyn Leben an sich und in sich wie seyn Leben mit den Eltern und der Familie wie das Leben mit einem ihm und diesen Gemeinsamen, HШhern, Unsichtbaren so ganz besonders auch sein Leben in und mit der Natur, als einem, gleiches Leben mit ihm, wie es die▀ in sich fЧhlt, in sich Tragenden; und als ein Hauptbeziehungspunkt des gesammten Kindeslebens mu▀ besonders das Leben in und mit der Natur und den klaren, stillen GegenstСnden der Natur von den Eltern und Familiengliedern in dieser Zeit gepflegt werden; und die▀ geschieht ganz besonders durch das Spiel, Seite 69 durch die Pflege des Kindesspieles, welches anfСnglich nur Naturleben ist. Spielen, Spiel ist die hШchste Stufe der Kindesentwicklung, der Menschenentwicklung dieser Zeit; denn es ist freithСtige Darstellung des Innern, die Darstellung des Innern aus Nothwendigkeit und BedЧrfnis des Innern selbst, was auch das Wort Spiel selbst sagt. Spiel ist das reinste geistigste Erzeugni▀ des Menschen auf dieser Stufe, und ist zugleich das Vorbild und Nachbild des gesammten Menschenlebens, des Innern geheimen Naturlebens im Menschen und in allen Dingen; es gebiert darum Freude, Freyheit, Zufriedenheit, Ruhe in sich und au▀er sich, Frieden mit der Welt. Die Quellen alles Guten ruhen in ihm, gehen von ihm hervor; ein Kind, welches tЧchtig, selbstthСtig still, ausdauernd, ausdauernd bis zur kШrperlichen ErmЧdung spielt, wird gewi▀ auch ein tЧchtiger, stiller, ausdauernder, Fremd und Eigenwohl mit Aufopferung befШrdernder Mensch. Ist nicht die schШnste Erscheinung des Kinderlebens dieser Zeit das spielende Kind? -- das in seinem Spiel ganz aufgehende Kind? -- das in seinem vШlligen Aufgegangenseyn im Spiele eingeschlafene Kind? -- Das Spiel dieser Zeit ist, wie schon oben angedeutet, nicht Spielerey; es hat hohen Ernst und tiefe Bedeutung; pflege, nСhre es, Mutter, schЧtze, behЧte es, Vater! -- dem ruhigen, durchdringenden Blicke des Сchten Menschen- Seite 70 kenners liegt in dem freythСtig gewСhlten Spiele des Kindes dieses Zeitraums das kЧnftige innere Leben desselben offenbar vor Augen. Die Spiele dieses Alters sind die HerzblСtter des ganzen kЧnftigen Lebens; denn der ganze Mensch entwickelt sich und zeigt sich in denselben in seinen feinsten Anlagen, in seinem innern Sinn. Das ganze kЧnftige Leben des Menschen bis dahin, wo er seinen letzten Fu▀ wieder aus demselben setzt, hat in diesem Lebenszeitraum seine Quelle, und ob dieses kЧnftige Leben klar oder getrЧbt, sanft oder brausend, wallend oder wogend, werkthСtig oder werkfaul, thatenreich oder thatenarm, dumpf hinbrЧtend oder klar schaffend, dumpf anstaunend oder klar anschauend, bildend oder zerstШrend, Eintracht oder Zwietracht, Krieg oder Frieden bringend sei; sein kЧnftiges VerhСltnis zu Vater und Mutter, Familie und Geschwistern, zu der bЧrgerlichen Gesellschaft und den Menschen, zu Natur und Gott hСngt den eigenthЧmlichen und natЧrlichen Anlagen des Kindes gemС▀ besonders von der Lebensweise desselben in diesem Alter ab; denn des Kindes Leben in sich und mit sich, in und mit den Seinen, in und mit der Natur und Gott ruht hier noch ganz in einer Einheit: so wei▀ kaum das Kind in diesem Alter, ob ihm die Blumen lieber sind, oder seine eigene Freude Чber dieselben, oder die Freude, die es seiner Mutter, seinen Eltern macht, wenn es sie ihnen bringt, zeigt, oder die dunkle Ahnung des lieben Gebers. Wer mag diese Freuden, an welchen dieses Alter so reich ist, zergliedern? -- Ist, wird das Kind in diesem Alter verletzt, Seite 71 sind, werden in demselben die HerzblСtter seines kЧnftigen Lebensbaumes verletzt -- dann, nur mit der grШ▀ten MЧhe und hШchsten Anstrengung wird das Kind zum Mannesleben erstarken, schwer, hШchst schwer nur sich auf dem Entwickelungs- und Ausbildungswege dahin vor VerkrЧppelung, mindestens vor Einseitigkeit sichern. Ganz vorzЧglich wichtig sind in diesen Jahren der Kindheit und des Kindesalters die Nahrungsmittel und Speisen desselben, nicht nur fЧr das jetzige Alter und Leben des Kindes: denn das Kind kann durch seine Nahrungsmittel, durch seine Speisen lebensfaul und lebensthСtig, lebensmatt und lebensfrisch, lebenstrСge und lebensflink, lebensschwach und lebenskrСftig werden sondern fЧr das ganze kЧnftige Leben; denn EindrЧcke, Neigungen, Begierden, Sinnen, ja eigentliche Lebensrichtungen, Richtungen der LebensthСtigkeiten, die das Kind auf diese Weise, die das Kind durch seine NСhrungsart empfangen hat, lassen sich schwierig, selbst von dem kЧnftig selbstСndigen Menschen ablegen; sie sind eins mit seinem ganzen leiblichen, und so auch verwachsen mit seinem geistigen, wenigstens mit seinem Empfindungs und GefЧhlsleben. Darum sei die erste Kost des Kindes nach der Muttermilch einfach und mС▀ig, nicht kЧnstlicher und nicht verfeinerter, als eben kaum nШthig, besonders nicht reizend und aufregend durch vorherrschende GewЧrzigkeit, nicht fett, um die ThСtigkeit der innern Organe nicht zu hemmen. Seite 72 Als allgemeine Wahrheit, aus der jede einzelne Vorschrift hervorgeht, sollen Eltern und Kinderpfleger sich immer sagen, da▀ der Mensch in der Zukunft um so glЧcklicher und krСftiger, eigentlich wahrhaft schШpferischer nach jeder Seite hin sein und werden wird, als einfach und mС▀ig, der unverwШhnten Menschennatur angemessener die Lebensmittel und KШrperbedЧrfnisse waren, unter, in und mit welchen der Mensch als Kind heraufwuchs. Wer sieht nicht oft in dem durch GewЧrzigkeit oder UnmС▀igkeit Чberreizten Kinde GelЧste von sehr niederer Art, von welchen es gar nicht mehr losgemacht werden kann, GelЧste, die, wenn sie auch zurЧckgetreten scheinen, doch nur schlummern, zur Zeit der Gelegenheit mit noch grШ▀erer Gewalt zurЧckkehren und dem Menschen alle seine WЧrde zu nehmen, ihn seiner Pflicht zu entrei▀en drohen. MШchten doch Eltern bedenken, nicht allein wieviel kЧnftiges, einzeln persШnliches, sondern sogar, wieviel hСusliches und FamilienglЧck, ja BЧrgerwohl dadurch verbreitet werde, wie ganz anders wЧrden sie dann doch wohl handeln! Aber hier ist es die thШrichte Mutter, dort der kindische Vater, und Gift Чber Gift sehen wir den Kindern in allen Formen und Arten reichen, grobes und feines, dort durch die erdrЧckende Masse, die immer nur gibt, nie den KШrper und Kinde verarbeiten lС▀t, ja selbst nur, um die Langeweile zu vertreiben, welche das unbeschСftigte Kind plagt, hier durch Чberfeinerten Stoff, der das leibliche, physische Leben ohne geistige und Сchte Lebensbedingung aufregt und dadurch verzehrend und Seite 73 schwСchend auf den KШrper wirkt. Dort wird KШrperfaulheit und KШrpertrСgheit als Ruhe betrachtet, die dem Kinde wohl zu vergШnnen sei; hier wird die vom geistigen, Сchten Lebenseinflusse unabhСngige KШrperbeweglichkeit des Kindes, -- als Folge des Ueberreizes wirklicher Giftzuckungen -- fЧr Сchte Lebenssteigerung, fЧr wahre Lebensentwickelung geachtet. Einfacher, bey weitem einfacher ist das Wohl und GlЧck und Heil des Menschengeschlechtes befШrdert und begrЧndet als wir glauben; wir haben alle die Mittel leicht und nahe, aber wir sehen sie nicht, wir sehen sie wohl, aber wir beachten sie nicht; sie sind uns in ihrer Einfachheit, NatЧrlichkeit, leichten Anwendbarkeit und NСhe zu gering, wir verachten sie; wir suchen von fern her Hilfe, da uns nur durch uns selbst, da wir uns nur allein helfen kШnnen. Darum reicht auch spСter unser halbes, ja unser ganzes bedeutendes VermШgen nicht hin, unsern Kindern das zu verschaffen, was wir bey grШ▀erer Einsicht und bey klarerem Blick als ihr Bestes erkennen mЧssen, was ihnen nun doch gar nicht oder wenigstens nicht in Reinheit und FЧlle kommt, und was ihnen gleichsam von selbst gekommen wСre, nicht wenn wir in der Kindheit unserer Kinder auch nur eineKleinigkeit mehr auf sie gewandt, nein! nein! was ihnen gerade dann gekommen wСre, wenn wir Bedeutendes weniger fЧr ihre KШrperpflege ausgegeben hСtten. Seite 74 KШnnte doch nur jedem jungen, neuen Ehepaare eine von den traurigen Erfahrungen und Erscheinungen mitgeteilt, in ihrem kleinen einfachen und unbedeutend erscheinenden Grunde und in ihren unberechenbaren, alles Gute der spСtem Erziehung rein zu vernichten strebenden Folgen in ihrer Lebendigkeit mitgeteilt werden, welche der Erzieher Hunderte zu machen genШthigt ist, und deren Kenntnis ihm wenig dazu beytragen kann, diese Erscheinungen bey denen im kЧnftigen Leben unschСdlich zu machen, an welchen er sie bemerkte; denn wer kennt nicht die Allgewalt der JugendeindrЧcke! -- Und einfach ist es, hier das Fehlerhafte zu vermeiden, einfach ist es, das Rechte hier zu finden: -- die Speise sey immer nur Nahrungsmittel, nie etwas mehr, nie weniger, nie sey die Speise Zweck an sich, sondern nur einzig Zweck zur FШrderung der KШrper und GeistesthСtigkeit; noch weniger, bey weitem weniger noch werden die Eigenschaften der Speisen: Geschmack und Feinheit derselben, je Zweck an sich, sondern nur Mittel, bedingt durch den Zweck, ein tЧchtiges, reines, gesundes Nahrungsmittel zu sein; sonst wirken in beyden FСllen die Speisen Gesundheit zerstШrend. Die Nahrung des Kindes sei darum die einfachste, welche das VerhСltnis, in dem das Kind lebt, nur reichen und geben kann, und sie werde ihm in einem Maa▀e gereicht, welche mit seiner KШrper und GeistesthСtigkeit in gleichem VerhСltnisse steht. -- Seite 75 Damit aber auch der Mensch, das Kind in dieser Zeit geistig und kШrperlich frei und ungehindert sich bewegen und spielen, sich entwickeln und ausbilden kШnne, de▀halb sey auch seine Kleidung weder schnЧrend noch pressend noch fesselnd; denn solche Kleidung wird auch den Geist des Menschen schnЧren, pressen, fesseln. Die Kleidung in diesem wie in dem folgenden Alter sei weder zerschneidend noch zerstЧckelnd fЧr den KШrper; denn dieselbe Wirkung, die sie auf den KШrper hat, wird sie auf den Geist, die Seele des Kindes, des Menschen haben. Die Kleidung, die Form, Farbe, Gestalt der Kleidung erscheine nie als Zweck an sich, sonst wird sie frЧh das Kind aus sich herausziehen, eitel und Сu▀erlich und zur Puppe statt zum Kinde, zur Marionette statt zum Menschen machen. Keineswegs gleichgЧltig ist daher die Kleidung, weder fЧr das Kind noch fЧr den spСteren Menschen, wie es nicht ganz gleichgЧltig selbst fЧr den Christen ist, sagen zu kШnnen: ungestЧckt und ungenСht, nur ein stetig fortgehendes Ganze wie das Kleid Jesu war auch dessen Leben und Wirken, ist seine Lehre. Also die Weckung und Entwickelung, die Anregung der GesammtkrСfte, der Gesammtanlagen, und die BefСhigung aller Glieder und Organe des Menschen, den Forderungen seiner Anlagen und KrСfte genЧgen zu kШnnen und GenЧge zu leisten, ist der Gegenstand und Zweck der Kindespflege von Mutter und Vater im elterlichen hСuslichen, Seite 76 und Familienkreise. ohne alle Lehre, ohne alle Aufforderung, ohne alles Lernen thut die▀ die natЧrliche Mutter von und aus sich selbst; allein das ist nicht genug, sondern es ist nШthig, da▀ sie es als bewu▀tes Wesen, und auf ein bewu▀twerdendes Wesen wirkend, mit Bewu▀tsein und zur stetigen Entwickelung des Menschen fЧhren sollend, in und mit einem gewissen innern lebendigen, sich bewu▀ten Zusammenhang thue. MШge darum die VorfЧhrung ihres Wirkens ihr dasselbe seinem Wesen, seiner Bedeutung und seinem Zusammenhange nach zum Bewu▀tsein bringen. Wohl kШnnte die▀ die einfachste, aber beachtende Mutter noch wahrer, vollkommener und tiefer; doch durch Unvollkommenheit steigt der Mensch zur Vollkommenheit empor; so mШge das VorgefЧhrte treue und stille, sinnige und vernЧnftige Elternliebe wecken und uns den Entwickelungsgang in unserer Kindheit in ungestЧckter VorfЧhrung seiner ─u▀erungen zur Einsicht und zum Bewu▀tseyn bringen. "Gieb her das ─rmchen! -- Wo ist, wo steckt dein HСndchen?" -- so sucht die bildende Mutter dem Kinde die Mannigfaltigkeit seines KШrpers und die Verschiedenartigkeit seiner Glieder vorzufЧhren, ahnend zu machen. -- "Bei▀ dein Fingerchen." Die▀ ist besonders eine vom tiefen NaturgefЧhle richtig geleitete Handlung der sinnig und kindlich scherzenden Mutter, um das Kind zur Anschauung und Kenntnis eines gesonderten und doch mit ihm geeinten Gegenstandes, das Kind zum kЧnftigen Nachdenken hier schon in seinen Сu▀ersten Endspitzen, in seinen frЧhesten Erschei- Seite 77 nungen zu fЧhren. Nicht minder wichtig ist die lieblich spielende, scherzende Weise der Mutter, das Kind zur Kenntnis der von ihm selbst nicht gesehen und nicht angeschaut werdenden Glieder: Nase, Ohren, Zunge, ZСhne, zu leiten. Die Mutter zieht leise an Nase oder Ohr, als wollte sie es vom Kopfe, vom Gesichte trennen und spricht, ihm die halbverborgene Fingerspitze zeigend: "Da hab' ich das Ohr, das NСschen," -- und das Kind greift schnell nach Ohr und Nase und freut lСchelnd innig sich, da▀ es beyde noch an ihren Stellen fЧhlt. Diese Handlung der Mutter ist im Beginne die Anleitung und Erregung des Kindes, einst alles sich zur Kenntnis zu bringen, auch was von ihm Сu▀erlich nicht gesehen, nicht angeschaut werden kann. Alles die▀ hat den Zweck, das Kind als Knaben einst zum Bewu▀tseyn seiner selbst, zum Nachdenken, zum Nachdenken Чber sich selbst zu bringen; wie ein zehnjСhriger, zur Erziehung Чbergebener Knabe wohl auf gleiche Weise vom Natursinn geleitet im unbemerkt geglaubten SelbstgesprСche zu sich sagte: "Mein Arm bin ich nicht; -- mein Ohr auch nicht! -- Alle meine Glieder und Sinneswerkzeuge kann ich von mir trennen, und ich bleibe immer ich selbst; wer bin ich denn nun eigentlich -- wer, was ist denn nun eigentlich das, was ich Ich nenne?" -- In gleichem Geiste fСhrt die Mutterliebe zu handeln, mit dem Kleinen zu reden fort, wenn sie spricht: -- "Zeige mir dein ZЧngelchen." "Zeige mir dein ZСhnchen." "Bei▀' zu mit deinem ZСhnchen;" -- um es so zugleich zu dem Gebrauch desselben zu fЧhren. Seite 78 -- "Steck's FЧ▀chen 'rein" in den Strumpf, in den Schuh. -- "Drin steckt's FЧ▀chen" -- in dem Strumpfe, in dem Schuhe. So fЧhrt Muttersinn und Mutterliebe nach und nach dem Kinde seine kleine Au▀enwelt vom Ungetrennten zum Getrennten, vom Nahen zum Fernen fortschreitend vor; und so wie sie in diesem und durch dieses dem Kleinen GegenstСnde an sich und in ihren rСumlichen VerhСltnissen zur Anschauung zu bringen suchte, so bringt sie ihnen auch bald ihre Eigenschaften, und zwar natЧrlich zuerst in ihrem Wirken und dann erst in ihrem ruhenden Zustande, zur Kunde: -- "'S Licht brennt" -- indem die Mutter den Finger des Kindes leise zum Lichte fЧhrt, da▀ es sein Feuer fЧhlt, ohne sich noch wirklich zu brennen, um es fЧr die ungekannte Gefahr zu behЧten. Oder: -- "'S Messer sticht" -- indem die sorgsame Mutter die Spitze des Messers leise auf des Kindes Finger drЧckt. -- "'S SЧppchen brennt." -- SpСter sagt erst die Mutter, gleichsam die Dauer, da▀ Bestehende der wirkenden Eigenschaft oder den Grund derselben in dem Kinde voraussetzend: "Das SЧppchen ist hei▀, es brennt." "Das Messer ist spitz, ist scharf, es sticht, es schneidet, la▀ es liegen." Von der Erkennung der Wirkung fЧhrt die Mutter zu dem ruhenden, bleibenden Grunde, der ruhenden, bleibenden Eigenschaft scharf, spitz, und spСter von der Kenntnis der ruhenden Eigenschaft zur Einsicht in die Wirkung stechen; schneiden, an sich, ohne die Wirkung selbst an sich zu erfahren. Weiter bringt die Mutter dem Kinde Seite 79 die eigene Handlung desselben, demselben selbst erst zum FЧhlen, und dann spСter die Handlung an sich zum Anschauen. So sagt die in allem ihren Thun, und durch die stete VerknЧpfung des Wortes mit demselben lieblich lehrende Mutter zu dem Kinde, wenn es Speise genie▀en soll: "оffne dein MСulchen." -- Beim Waschen: -- "Schlie▀e deine ─uglein." oder die Mutter lehrt das Kind den Zweck seiner Handlung erkennen; in diesem Sinne sagt die Mutter, indem sie das Kind auf sein Bettchen legt: -- "Schlafe, Schlafe." -- Oder indem sie ihm den LШffel mit Speise zum Munde fЧhrt: "I▀, Kindchen." -- Und um es auf die Wirkung der Speisen auf die Geschmacksnerven, auf das VerhСltnis der Speisen zum KШrper aufmerksam zu machen: -- "Das schmeckt gut." -- Um es auf den Geruch der Blumen aufmerksam zu machen, macht die Mutter das GerСusch des Niesens und spricht nachher : "Das riecht gut." -- "Kind, riech einmal"; oder wendet im Gegenteil Nase und Gesicht mit dem Ausdruck des Unangenehmen von der Blume weg, welche sie vom Kinde entfernt. So strebt die einfachste Mutter, die mit ihrem Lieblinge sich fast schСmig, um die▀ Heiligtum nicht von ungeweihten Augen gemein machen zu lassen, in Unbemerktheit zurЧckzieht, auf die natЧrlichste Weise denselben in die VollthСtigkeit aller seiner Sinne und Glieder zu setzen. Leider verlieren wir durch unsere Ueberklugheit diesen natЧrlichen und gШttlichen Anfangspunkt aller menschlichen Entwickelung aus den Augen; ratlos stehen wir, so den Anfangs- und Endpunkt und so die Seite 80 rechte Richtung verloren habend da; Gott und Natur verloren habend, suchen wir bey Menschenklugheit und Menschenwitz Rat; wir bauen KartenhСuser; aber das Handeln der Naturmutter findet darin kein PlСtzchen, gШttliches Wirken keinen Raum, die leiseste ─u▀erung des von Lebenslust und Lebensdrang getriebenen Kindes wirft es Чber den Haufen; soll es stehen, mu▀ das Kind, wenn nicht kШrperlich, doch geistig gefesselt werden. Wo sind wir durch ein Wort hingekommen? -- In die Kinderstube der Wortklugen, der sogenannt Gebildeten, die kaum glauben, da▀ etwas schon in dem Kinde liege, was, wenn es gedeihen solle, nothwendig frЧhe entwickelt werden mЧsse, die noch weniger wissen, da▀ alles, was das Kind einst sein und werden soll, wenn auch in noch so leiser Anlage, in ihm liege, und ihm nothwendig, wenn es ihm kommen soll, nur dadurch komme, da▀ es aus ihm entwickelt werde. Darum, wie todtist hier alles, wie kalt, hШchstens wie schreiend und lСrmend! -- Aber ist denn die Mutter nicht hier?! -- O , es ist ja nicht der Mutter Stube, es ist ja nur die Kinderstube. Auf! la▀t uns wieder dahin gehen, wo nicht allein Mutter und Kinderstube, sondern wo sogar Mutter und Kind noch eins ist, wo die Mutter nur ungern ihr Kind von sich und Fremden Чbergibt; la▀t uns sehen und hШren, wie dort die Mutter dem Kinde GegenstСnde in ihrer Bewegung vorfЧhrt: -- "Horch! S' VШgelchen pfeift." -- "Der Hund macht hau! hau!" -- Und nun gleich von der ─u▀erung zum Namen, von der Entwickelung des Ge-- Seite 81 hШrsinnes zur Entwickelung des Gesichtssinnes: "Wo ist das PiepvШgelchen?" -- "Wo ist der Hauhau?" -- Noch geht die Mutter sogar so weit, von der verknЧpften Anschauung des Gegenstandes und der Eigenschaft zur Einzelnschauung der Eigenschaft selbst zu fЧhren: -- "S' VШgelchen fliegt" -- sagt die Mutter zuerst bey dem wirklichen Vogel, welcher fliegt. "Schau's VШgelchen" -- sagt spСter auch die Mutter dem Kinde bey dem schwankenden, unstСten Lichtpunkte, welchen der Wiederschein einer bewegten Wasser oder SpiegelflСche hervorbringt. Um nun das Kind dahin zu fЧhren, da▀ die▀ eine unkШrperliche Erscheinung ist, die mit dem Vogel nur das Bewegliche gemein hat, sagt die Mutter: --"Fang's VШgelchen" -- indem die Mutter das Kind auffordert, den Lichtpunkt mit seinen HСnden zu bedecken; oder, um das Kind zur Anschauung der Bewegung selbst und allein zu fЧhren, sagt die Mutter: "Pimpaum" beym pendelartigen Schwunge irgend etwas Linearen oder -- "hin, her". Auf Сhnliche Weise sucht die Mutter das Kind auf den Wechsel der Dinge aufmerksam zu machen, Zu. B. auf das Licht zeigend: -- "Da ist's Lichtchen", -- es wegnehmend: -- "Weg ist's Lichtchen." -- Oder: -- "Der Vater kommt." -- "Fort ist der Vater." Oder auf die Selbstbewegbarkeit der Dinge: "Komm, KСtzchen komm zum Kinde." -- "Fort lСuft's KСtzchen." -- So regt sie die KШrper und GliederthСtigkeit des Kindes an: -- "Halt's Seite 82 BlЧmchen." -- "Greif's KСtzchen". oder indem die Mutter die Kugel langsam rollt: "Hol' die Kugel." -- Das so wichtige GesammtgefЧhl zwischen Kind und Vater und Geschwistern sucht die alles umfassende Mutterliebe zu wecken und zu deuten, indem sie sagt: "Streich den lieben Vater"; oder, indem sie streichelnd die eigene Hand des Kindes Чber die Wange des Vaters fЧhrt: "Ey, Ey! lieber Vater", oder "Streich das Schwesterchen" und wieder sagend: "Ey, Ey! lieb' Schwester" usw. Au▀er dem GemeingefЧhle an sich, dem Ei, aus dem so Herrliches sich entwickelt, sucht die Liebe der Mutter, der alles umfassende Muttersinn, auch das Leben in dem Kinde, dem Kinde selbst zum GefЧhle zu bringen durch Bewegung, und zwar, was so vorzЧglich wichtig' ist, durch gesetzmС▀ige, taktische, rhythmische Bewegung zum Bewu▀tseyn zu bringen, durch das sogenannte TСnzern der Kinder auf Arm und Hand, d. i. durch rhythmische, taktische Bewegung nach rhythmischen, taktischen TШnen. So geht die Сchte natЧrliche Mutter dem leise in dem Kinde sich allseitig regenden Leben allseitig leise nach, stСrkt es und weckt so immer mehr das noch in der Tiefe schlummernde allseitigere Leben und entwickelt es. Die andern setzen in dem Kinde Leere, wollen ihm Leben einimpfen, machen es so leer, als sie glauben da▀ es sei, und geben ihm den Tod; und so geht auch jenes so einfach und natЧrlich zur Entwickelung des Rhythmi-- Seite 83 schen, gesetzmС▀ig Gebundenen aller menschlichen LebensСu▀erungen FЧhrende als Mittel zur Ausbildung in Sprache und Ton so ganz wieder verloren, weil es von wenigen in seiner Bedeutung erkannt, von noch wenigem festgehalten und dem Leben und Menschenwesen gemС▀ weiter entwickelt, die weitere Menschenentwicklung und Ausbildung daran angeknЧpft wird. Und dennoch wЧrde die reine frЧhe Entwickelung der rhythmisch gesetzmС▀igen Bewegung in dem nСchsten und spСtem Gesammtleben des Kindes und Menschen hШchst heilsam sein; wir nehmen uns als Erziehern sehr viel, und noch mehr dem Kinde als ZШgling und Mensch dadurch, da▀ die rhythmische, taktische, die Entwickelung gesetzmС▀iger Bewegung in frЧher Bildung so bald zurЧcktritt; er wЧrde leichter das gesetzmС▀ige, angemessene Maa▀ seines Lebens erfassen; es wЧrde viel WillkЧr, Ungereimtheit und Roheit aus Leben, Handlung und Bewegung verschwinden; es wЧrde mehr Haltung und Maa▀, mehr Einklang in dasselbe kommen; so wie sich auch spСter ein eindringsicherer Sinn in Natur und Kunst, in Ton- und Dichterwerken entwickeln wЧrde. Auch das Nachsingen noch kleiner, ruhiger, besonders einschlafender Kinder ist von der achtsam sinnigen Mutter nicht unbemerkt geblieben, und sollte von den Kinderpflegern als der erste Keim kЧnftiger melodischer und Gesangsent- Seite 84 wicklung noch mehr beachtet und entwickelt werden, so wЧrde sich gewi▀ auch bald hier eine solche SelbstthСtigkeit der Kinder wie beym Sprechen zeigen, wo Kindern bey so entwickelter und spСter eintretender SprachfСhigkeit die Worte zur Bezeichnung neuer Begriffe, eigenthЧmlicher VerknЧpfungen und VerhСltnisse noch nicht bemerkter Eigenschaften gleichsam wie von selbst entgegentreten. So ruft ein ganz kleines, rein kindlich und mЧtterlich; gefЧhrtes MСdchen nach langem, sinnigem BefЧhlen und Besehen der mit starkem, weichem Filz Чberzogenen BlСtter einer Pflanze seiner Mutter freudig zu: "Ach, wie wollig!" -- Die Mutter war sich nicht bewu▀t, das Kind auf eine gleiche Eigenschaft je aufmerksam gemacht zu haben. So sah dieses Kind die zwey glСnzendsten Planeten, eben da sie an einer klaren sternenhellen Nacht in gro▀er NСhe am Himmel beysammen standen. "Vater und Muttersterne!" rief das Kind freudig in die ruhige Stille der Nacht hinein, ohne da▀ die Mutter sich im mindesten sagen konnte, wie diese VerknЧpfung mit und Anwendung auf die Sterne in dem Kinde geweckt worden sey. Zum Stehen, Laufen soll den Menschen keine KrЧcke und kein GСngel fЧhren; er soll stehen, wenn er die Kraft hat, sich selbstthСtig und selbstСndig im Gleichgewichte zu erhalten, und soll gehen, wenn er sich selbstthСtig fortbewegend, selbstСndig im Gleichgewichte erhalten kann. Er soll nicht eher stehen, bis er sitzen, aufrecht sitzen und sich an einem Seite 85 ihm nahe stehenden, erhabenen Gegenstande in die HШhe ziehen und so endlich frei sich im Gleichgewichte erhalten kann; er soll nicht eher gehen, als bis er kriechen und sich freithСtig erheben, selbst im Gleichgewichte erhalten und sich darin erhaltend fortschreiten kann: Zuerst wird ihn dazu, sich selbstthСtig, entfernt von der Mutter emporgehoben habend, die RЧckkehr zum Schoo▀e der Mutter auffordern; bald aber fЧhlt das Kind die Kraft in den eigenen FЧ▀en, freut sich innig derselben und wiederholt nun sich zur Lust, nur um zu gehen, wie vorher das Stehen, die neu erlernte Kunst; und wieder nur kurze Zeit, und es Чbt die Kunst, ohne es zu wissen, zu fЧhlen, und nun reizt es das bunte, runde, glatte Steinchen, das bunte, farbige, flimmernde Papierchen, das glatte, ebenmС▀ige, drey, viereckige Brettchen, HШlzchen; die rechtwinkligen, auf und Чbereinander zu bauenden KlШtzchen; das durch seine Form, seine Farbe, seinen Glanz, seine Zusammensetzung sich auszeichnende Blatt, und es sucht sich solches durch den neuerlernten Gliedergebrauch anzueignen, Gleichartiges zueinander zu bringen und Ungleichartiges zu trennen. Seht dort das sich kaum noch aufrecht halten und so nur mit gro▀er Sorglichkeit fortschreiten kШnnende Kind, es sieht ein Reischen, einen Strohhalm, mЧhevoll wird es herbeygeholt, gleichsam wie vom Vogel mit jungem Leben im FrЧhling zum Neste getragen; -- seht dort das Kind unter der Traufe das Daches sich mЧhevoll bЧcken und langsam fortbewegen. Die Gewalt des vom Dache gefallenen Regens hat kleine, glatte, Seite 86 bunte Steinchen aus der Erde, dem Sande gewaschen, und wie Steine, wie Material zu einem kЧnftigen Baue sammelt sie sich der alles beachtende Blick des Kindes; und hat es Unrecht? -- Ist es nicht wirklich so? -- TrСgt das Kind nicht Materialien zu seinem kЧnftigen Lebensbaue, LebensgebСude zusammen? -- Gleichartiges will da zusammengeordnet, Ungleichartiges geschieden sein, nicht das Rohe, nur das Entrohte soll der Mensch zusammenfЧgen. Soll das GebСude tЧchtig werden, so mu▀ jedes Material nicht nur seinem Namen, sondern auch seinen Eigenschaften, seinem Gebrauche nach vollstСndig gekannt sein, und da▀ die▀ das Kind will, zeigt uns des Kindes kindliches, still emsiges Treiben; wir nennen es kindisch, weil wir es nicht verstehen, weil wir keine Augen haben zum Sehen, keine Ohren zum HШren, und noch weniger GefЧhl, um mit dem Kinde zu fЧhlen; todtsind wir darum, ist uns das Leben des Kindes tot; nicht kШnnen wir es uns deuten, wie kШnnen wir es dem Kinde deuten; und doch ist die▀ die Sehnsucht, die das Kind zu uns treibt; wie kШnnen wir den GegenstСnden des Kindeslebens Sprache geben, da sie uns stumm sind, und doch ist die▀ das innigste Verlangen, mit dem das Kind im festgeschlossenen HСndchen uns seinen Fund bringt und in unsern Scho▀ legt; es soll gleichsam so erwСrmt ihm Kunde von sich selbst geben. Lieb ist dem Kinde alles, was in seinen noch so kleinen Gesichtskreis tritt, was seine noch so enge Welt erweitert, das Kleinste ist ihm eine neue Entdeckung; aber todt soll es nicht in die kleine Welt Seite 87 kommen, todt soll es nicht in derselben bleiben; sonst verdunkelt es den kleinen Gesichtskreis, erdrЧckt die junge Welt. Darum mШchte das Kind selbst wissen, warum es ihm lieb ist; alle seine Eigenschaften, das Innerste Wesen desselben mШchte es kennen, um einst sich selbst in seiner Neigung zu verstehen. Drum wendet und kehrt das Kind den Gegenstand nach allen Seiten; darum zerzupft und zerschlСgt es ihn; darum steckt es ihn in den Mund und zerbei▀t ihn, sucht ihn wenigstens zu zerbei▀en. Wir schelten und zanken das Kind als hС▀lich und unklug, und ist es nicht klЧger als wir Scheltenden? -- Das Kind will des Dinges Inneres erkennen, ein Trieb, den das Kind sich nicht selbst gegeben hat; der Trieb, der, recht erkannt und recht geleitet, Gott in allen seinen Werken zu erkennen sucht, drСngt es dazu. Wem Gott dazu Verstand, Vernunft und Sprache schon gab, die Сlteren Umgebenden thun es nicht, kШnnen es nicht thun, wo kann und soll es nun anders Befriedigung seines Dranges suchen, als bey dem Dinge selbst. Freilich bleibt aber auch das zerstЧckte Ding noch stumm; aber zeigt es nicht in seiner Zerteilung zunСchst entweder gleichartige oder ungleichartige Theile, dort der zerschlagene Stein, hier die zerzupfte Blume, und ist die▀ nicht schon eine Erweiterung der Kenntnisse? -- Vermehren wir Erwachsene unsere Kenntnisse auf eine andere Weise? -- Ist das Innere der Pflanze nicht markig, hohl oder holzig? Ist der Durchschnitt derselben nicht rund oder kantig, und hier drei, vier oder mehrkantig? -- Zeigt sich die TrennungsflСche Seite 88 nicht eben oder uneben, glatt oder rauh, dicht oder lШcherig, splittrig oder muschelig oder zackig oder faserig? -- Sind die TheilungsstЧckchen nicht scharf oder stumpfkantig? Zerspringt es nicht leicht oder gibt es nicht lieber den SchlСgen nach, als da▀ es zerspringt? -- Alles die▀ thut das Kind, um aus der Mannigfaltigkeit der Сu▀ern Erscheinungen des Dinges sich das innere Wesen desselben kundzuthun und dessen VerhСltnis zu sich, um zu erkennen zunСchst den Grund seiner Liebe, seiner Neigung, seiner Anziehung zu demselben. Und thun wir GrШ▀ern, wir Erwachsenen, wir Forschenden etwas anderes? -- Aber erst, wenn es der Lehrer auf dem Katheder tut, wenn der Lehrer vom Katheder herab unsere SШhne dazu auffordert, dann hat es fЧr uns Wert und Bedeutung; aber in dem Kindesthun Чberschauen wir es. Darum bleibt auch nun des klarsten Lehrers klares Wort so hСufig bey unsern SШhnen ohne Wirkung, weil sie jetzt vor dem Lehrerstuhle lernen sollen, was sie ihre Kindesjahre schon durch uns, durch unser erklСrendes, belebendes Wort hСtten lehren sollen, sie fast durch sich selbst lehren wollten. Und wenig, wenig bedarf es von der Umgebung dem KinСde zu geben, was die Kindesjahre fordern, nur zu bezeichnen,. zu benennen, demjenigen Worte zu geben braucht es, was das Kind tut, treibt, schauet und findet. Reich ist das Leben des zum Knaben heranreifenden Kindes, aber wir sehen es nicht; lebendig ist dessen Leben, aber wir empfinden es nicht; der Forderung der Menschenbestimmung, des Menschenberufes ange- Seite 89 messen, aber wir ahnen es nicht. Wir behЧten, pflegen, entwickeln nicht nur den innern Keim seines Lebens nicht, sondern wir lassen es entweder unter der Last seines eigenen Strebens erdrЧcken, verdumpfen, oder es macht sich selbst auf irgendeiner schwachen Seite in UnnatЧrlichkeit Luft, und nun sehen wir dieselbe Erscheinung, die wir an der Pflanze Neid und Wasserscho▀ nennen: Mi▀leitung der KrСfte, SСfte; Neigungen und Triebe in dem Kinde, der Menschenpflanze wie in dem GewСchs. Nun mШchten wir wohl KrСfte und SСfte, Neigungen und Triebe in dem zum Knaben heranwachsenden Kinde anders leiten; aber schon ist es zu spСt; denn wir haben die sinnvolle Bedeutung des zum Knaben Чbergehenden Kindeslebens nicht nur nicht er, sondern verkannt, nicht nur nicht. gepflegt, sondern verrЧckt und erdrЧckt. Seht, dort hat ein Kind an einem eben gefundenen Steinchen, welches es, um von dessen Wirkungen auf seine Eigenschaften zu schlie▀en, auf einem ihm nah gelegenen Brettchen rieb, die Eigenschaft des AbfСrbens entdeckt; es ist ein Kalk oder ein Lehm, ein RШtel oder ein KreidestЧckchen. Schaut, wie es sich der neu entdeckten Eigenschaft freut, und wie es mit geschСftigem Arm und rascher Hand sie Чbt; schon ist die Au▀enflСche des Brettes fast ganz verСndert. Erst freute den Knaben die noch ungekannte Eigenschaft, dann die verСnderte FlСche, einmal rot, einmal wei▀, einmal schwarz, einmal braun; aber bald machen Seite 90 ihm die verschlungenen, geraden, krummen und andern Formen an sich Freude; durch diese linearen Erscheinungen wird das Kind auf die lineare Eigenschaft der umgebenden GegenstСnde aufmerksam; jetzt wird der Kopf zu einem Runde und die rundlich in sich zurЧcklaufende Linie zum Kopfe, die damit verknЧpfte, lСnglich runde, in sich zurЧcklaufende Linie zum Dumpfe; Arme und Beine erscheinen als gerade oder geknickte Linien, und solche Linien werden ihm Arme und Beine; die Finger schaut es als in einem Punkte zusammenlaufende Linien, und so verbundene Linien werden ihm, dem schaffenden Kinde, HСnde und Finger; Augen erscheinen ihm als Punkte, und Punkte werden ihm zu Augen; und eine neue Welt geht ihm in sich und au▀er sich auf; denn was der Mensch darzustellen strebt, fСngt er an zu verstehen. Eine mehrfach neue Welt geht dem Kinde, dem nun bald zum Knaben herangewachsenen Kinde durch die Auffassung und Darstellung des Linearen auf; nicht nur, da▀ es sich die Au▀enwelt verkleinert, verjЧngt, und so seinen Augen und seinen Sinnen leichter fa▀bar, nicht nur' da▀ es das, was es als Erinnerung oder neue VerknЧpfung in sich trСgt, au▀er sich darstellen kann, sondern die Kenntnis einer ganz neuen unsichtbaren Welt, die Welt der KrСfte, treibt bis hierher ihre feinen Faser und Zaserwurzeln. Die rollende und gerollte Kugel, der geworfene und fallende Stein, das gedСmmte und in kleine sich verzweigende GrСben geleitete Wasser hat das Kind gelehrt, da▀ Seite 91 die Wirkung der Kraft in ihrer Einzelerscheinung, da▀ die Richtung der Kraftwirkung immer linear ist. Die Darstellung von GegenstСnden durch Linien fЧhrt das Kind bald zur Auffassung und Darstellung der Richtung, in welcher die Kraft wirkt. "Da flie▀t ein Bach"; und die▀ sagend macht das Kind einen Strich, den Lauf des Baches bezeichnend. Das Kind hat Linien verknЧpft, die ihm einen Baum bezeichnen: "Da wСchst noch ein Ast, und noch ein Ast heraus"; und im Augenblick des Sprechens zieht es vom Baume weg die die ─ste bezeichnenden Linien. Sehr bezeichnend sagt das Kind: "Da kommt ein Vogel geflogen", und in der Richtung des gedachten Fluges zieht es zugleich seine gewundene Linie. Gebt dem Kinde Kreide oder Сhnliches, und bald wird vor ihm und euch eine neue SchШpfung stehen. Auch male der Vater selbst ihm durch wenige Striche einen Mann, ein Pferd; und dieser Linienmann, dieses Linienpferd macht dem Kinde mehr Freude, als das wirkliche Pferd, der wirkliche Mann ihm macht. Wie ihr MЧtter und Umgebungen das Kind hier zu fЧhren habt? -- Schaut, beachtet es nur, das Kind lehrt es euch selbst. Hier zeichnet sich das Kind einen Tisch ab, indem es dessen Grenzen und Kanten umfСhrt, soweit es solche erreichen kann; das Kind zeichnet so gleichsam den Gegenstand an dem Gegenstande selbst ab, die erste, und ihm, dem Kinde, die sicherste Stufe, wodurch das Kind selbst sich erst die Grenzen und Formen des Gegenstandes zum Bewu▀t- Seite 92 seyn bringt. Auf gleiche Weise zeichnet und bezeichnet das Kind so Stuhl und Bank und Fenster. Aber schon schreitet das Kind selbst weiter; hier zieht es die Querlinien auf viereckigen Brettern, auf Tischblatt, Bank und Stuhlsitzen, in dunkler Ahnung, da▀ so die Form und VerhСltnisse der FlСchen festgehalten werden kШnnen. Nun schon zeichnet es die Form verkleinert, verjЧngt. Seht, dort hat das Kind Tisch, Stuhl und Bank, alles auf ein Tischblatt, und mehr noch gezeichnet. Seht ihr nicht, wie es sich selbst dafЧr entwickelte, dazu ausbildete? -- GegenstСnde, die es bewegen, die sein Blick Чberschauen konnte, legte es auf Brett oder Bank oder Tisch und zeichnete dessen Form, mit der Hand an der Grenze des Gegenstandes hingleitend, auf die ebene FlСche. Bald werden so Scheren und Schachteln, bald aber auch BlСtter und Zweige, ja selbst die eigene Hand oder der Schatten von GegenstСnden nachgezeichnet. Viel wird durch dieses Thun in dem Kinde entwickelt, mehr als auszusprechen mШglich ist: klare Auffassung der Form, MШglichkeit der Darstellung derselben getrennt von dem Gegenstande, Festhaltung der Form an sich, BekrСftigung und BefСhigung des Armes, der Hand fЧr die freie Darstellung derselben. Die pflegende Mutter, der sorgsame Vater, die achtsame Familie, ohne je nur im mindesten selbst etwas gezeichnet zu haben, also noch weniger da▀ sich ein wirklicher Zeichner in der Familie findet, kann das zum Knaben heranwach- Seite 93 sende Kind so weit bringen, da▀ es ziemlich genau eine gerade Linie, eine Querlinie, ja selbst einen rechtwinkligen Gegenstand in senkrechter Lage, z. B. Spiegel, Fenster, mit einiger ─hnlichkeit zeichnen kann und wohl noch mehr. -- Aber nicht allein gut, sondern sogar nothwendig zur Entwickelung und StСrkung der Kraft und FСhigkeit des Kindes ist es, wenn MЧtter und VСter, ohne darin Сngstlich und kleinlich zu sein, die Handlung, das Thun des Kindes, immer ans Wort binden; z. B. "Ich zeichne einen Tisch, einen Spiegel; ich ziehe die Querlinie der Tafel des Brettchens." Die▀ Verfahren erhШht die innere und Сu▀ere Kraft, vermehrt die Kenntnis, erweckt die Urteilskraft und das vor so vieler Fehlerhaftigkeit behЧtende Nachdenken, was dem Menschen nicht frЧhe genug auf dem Naturwege kommen kann, ungemein; denn Wort und Zeichen sind sich, da eigentlich keines von beyden in Beziehung auf den darzustellenden Gegenstand erschШpfend und genЧgend ist, immer gegenseitig erklСrend und ergСnzend. Das Zeichen steht eigentlich zwischen Wort und Sache in der Mitte, hat Eigenschaften mit Wort und Sache gemein, und ist darin fЧr Kind und Knaben und fЧr den Menschen als Bilddungs und Entwickelungsmittel so sehr wichtig. Das Сchte Zeichen hat mit der Sache gemein, da▀ es diese in ihren Formen und Umrissen darzustellen strebt; mit dem Worte hat es gemein, da▀ es doch nie die Sache selbst, sondern nur ein Abbild derselben ist. Wort und Zeichen sind unter sich wieder rein entgegengesetzter Natur, denn das Zeichen ist ein Todtes, wie Seite 94 das Wort ein Lebendiges ist; das Zeichen ist ein Sichtbares, wie das Wort ein HШrbares ist. Wort und Zeichen gehШren darum unzertrennlich zusammen, wie Licht und Schatten, Tag und Nacht, Geist und KШrper; darum liegt die ZeichenfСhigkeit so unmittelbar in dem Menschen, dem Kinde, wie die SprachfСhigkeit, und fordert so unbedingt wie diese ihre Entwickelung und Ausbildung, was auch schon in der Erfahrung die Zeichenlust, ja der Zeichendrang des Kindes laut ausspricht. Das Zeichnen, das Darstellen des Gegenstandes durch und an einem Zeichen und die dadurch bedingte und geforderte scharfe Anschauung fЧhrt das Kind sehr bald und schnell zur Erkenntni▀ einer immer wiederkehrenden VerknЧpfung einer gleichen Menge gleichartiger GegenstСnde, z. B. zwey Augen und zwey Arme, fЧnf Finger und fЧnf Zehen, sechs Beine des KСfers und der Fliege: und so fЧhrt das Zeichen fЧr den Gegenstand zur Erkenntni▀ und Beachtung der Zahl; das mehrmalige Wiederkehren eines und desselben Gegenstandes bedingt die Zahl; die bestimmte, verschiedene Menge in irgendeiner Beziehung gleichartiger GegenstСnde ist die Anzahl, Zahl dieser GegenstСnde. Und so erweitert sich wieder durch die Bemerkung und Erkenntni▀, durch die Entwickelung und Ausbildung der ZСhlfСhigkeit in dem Kinde dessen Erkenntni▀kreis, die Welt seines Lebens; und ein wesentliches BedЧrfnis seines Innern, eine gewisse Sehnsucht seines Geistes wird durch die Entwickelung desselben befrie- Seite 95 digt; denn mit einer gewissen Sehnung, mit einer dunkeln Ahnung, da▀ ihm noch irgendein Erkenntni▀mittel mangle, betrachtete bisher das Kind seine grШ▀eren oder kleineren Mengen, Haufen gleichartiger oder ungleichartiger GegenstСnde; das MengenverhСltnis dieser verschiedenen Haufen war ihm noch nicht zu erkennen und aufzufassen, nicht zu bestimmen mШglich; aber nun wei▀ es, es hat zwey gro▀e und drey kleine Steinchen, vier wei▀e und fЧnf gelbe Blumen usw. Die Kenntnis der MengenverhСltnisse erhШht das Leben des Kindes au▀erordentlich. Der Geist des Kindes fordert es aber, da▀ hier die Mutter und die sonstigen Umgebungen die ZСhlungsfСhigkeit gleich anfangs und frЧhe auf die in dem Wesen der Zahl liegende Weise und nach den in dem menschlichen Geiste bedingten Denkgesetzen, je nachdem sich in dem Leben die Aufforderung dazu zeigt, in dem Kinde entwickeln. Beachtet man das Kind ruhig und still, so findet man leicht, wie das Kind von selbst den in den Gesetzen des menschlichen Denkens liegenden Weg, von dem Sichtbarsten zu den Unsichtbaren und Gedachteren emporsteigend, wenn auch sich selbst unbewu▀t, doch sicher geht. Denn das Kind fЧgt zuerst gleichartige GegenstСnde zu gleichartigen und bekommt so z. B. ─pfel, NЧsse, Birnen, Bohnen. Die Mutter oder die liebend leitende Umgebung fЧge nun nur noch das erklСrende Wort hinzu, d. h. knЧpfe das Sichtbare an das Seite 96 HШrbare und bringe es so der Einsicht und Erkenntni▀, der innern Anschauung des Kindes nСher, nСmlich: ─pfel - Birnen - NЧsse - Bohnen usw. Wer hСtte nun nicht gesehen, zum Шrtern zu sehen Gelegenheit gehabt, wie das Kind die GegenstСnde jeder Art einzeln in einer Reihe aneinanderlegt und ordnet; die Mutter fЧge aber hier wieder das erklСrende, belebende Wort hinzu, z. B. Apfel - Apfel - Apfel - Apfel usw. lauter ─pfel,
Birn - Birn - Birn - Birn usw. lauter Birnen,
Nu▀ - Nu▀ - Nu▀ - Nu▀ usw. lauter NЧsse,
Bohne - Bohne - Bohne - Bohne usw. lauter Bohnen,
oder was sonst immer, Stein oder BlСtter, das Kind aneinander ordne; immer sind von jeder Art der verschiedenartigen GegenstСnde oder Dinge mehrere da. Damit aber die▀ dem Kinde besonders zur Einsicht komme, spreche es die Mutter mit demselben gemeinsam, wie soeben angedeutet wurde. Weiter spreche die Mutter, indem sie einen Gegenstand zu dem andern von dem Kinde fЧgen lС▀t, dieses HinzufЧgen mit dem Kinde gemeinsam bestimmt und klar aus, z. B. Ein Apfel - noch ein Apfel - wieder ein Apfel - noch ein Apfel - viele ─pfel.
Seite 97 Eine Birn - noch eine Birn - noch eine Birn - wieder eine Birn - viele Birnen.
Eine Nu▀ - noch eine Nu▀ - wieder eine Nu▀ - noch eine Nu▀ - mehrere NЧsse.
Eine Bohne - noch eine Bohne - noch eine Bohne - wieder eine Bohne - mehrere Bohnen;
so auch Finger usw. Die Menge jeder Art von GegenstСnden vermehrt sich immer durch das gleichmС▀ige HinzufЧgen von einem Gegenstand derselben Art. Anstatt des unbestimmt hinzugefЧgten Wortes : noch eins, wieder eins, spreche die Mutter das die Vermehrung bestimmt bezeichnende Zahlwort aus, und zwar mit dem Kinde gemeinsam die GegenstСnde immer wirklich zСhlend, z.B. Ein Apfel - zwei ─pfel - drey ─pfel usw. Eine Birn - zwey Birnen - drey Birnen - vier Birnen usw.
Eine Nu▀ - zwey NЧsse - drey NЧsse - vier NЧsse usw.
Eine Bohne - zwey Bohnen - drey Bohnen usw. Weiter lege die Mutter von jeder Art der GegenstСnde mehrere in natЧrlich steigender Menge oder Zahl und bezeichne durchs Wort, was sie tut, z. B. . Apfel - .. ─pfel - ... ─pfel - .... ─pfel usw.
. Birn - ..Birnen - ...Birnen - ....Birnen - .....Birnen.
Seite 98 . Nu▀ - .. NЧsse - ... NЧsse - .... NЧsse usw.
. Bohne - .. Bohnen - ... Bohnen - .... Bohnen usw. SpСter spreche Mutter und Kind gemeinsam, zuletzt lasse die Mutter das Kind so wie die Handlung, so auch das Bezeichnen durchs Wort, das ZСhlen allein thun. Wie hier bey jeder Zahl noch die Art der GegenstСnde bezeichnet und ausgesprochen wurde, so werde laufend nur immer die Zahl allein und erst am Ende die Art der GegenstСnde genannt und bezeichnet, z. B. . (ein) .. (zwey) ... (drei) .... (vier) ─pfel,
. (ein) .. (zwei) ... (drei) .... (vier) usw. Birnen,
. (ein) .. (zwei) ... (drei) .... (vier) ..... (fЧnf) NЧsse,
. (ein) .. (zwei) ... (drei) .... (vier) ..... (fЧnf) usw. Bohnen.
Hier werden die Mengen der GegenstСnde vorwaltend in Beziehung auf ihre bestimmte Anzahl, Zahl, mit zurЧcktretender Beachtung der Art derselben betrachtet. Zuletzt hebt die Mutter nur die bestimmten Zahlmengen in ihrer Reihenfolge allein in der Bezeichnung hervor und lС▀t die Art der GegenstСnde ganz unberЧcksichtigt, als : . (eins) .. (zwei) ... (drei) .... (vier) ..... (fЧnf) usw. Seite 99 Die▀ ist die reine Betrachtung und Anschauung der Zahlen, der Mengen an sich, in ihrer natЧrlichen Folge, die Anschauung der reinen Zahl. Eine solche Kenntnis der Zahlenreihe wenigstens bis zehn in Klarheit und Sicherheit soll in dem Kinde in dem Kindesalter entwickelt werden; aber keineswegs sollen dem Kinde die ZahlwШrter als leere, todte KlСnge vorgesprochen und von demselben mechanisch, also auch tot und leer, nachgesprochen werden; wo es dem Kinde sonst ganz gleichgЧltig sein kШnnte, zu sagen: zwey, vier, sieben oder acht, eins, fЧnf, zwey, wenn der menschliche Geist nicht am Ende selbst, durch eigene Kraft, jede Unnatur abwЧrfe. Das Kind soll nie lange ohne Anschauung wirklich gezСhlten und gezСhlt werdenden GegenstСnden die ZahlwШrter, ihm sonst leer und bedeutungslos, aussprechen. An und bey der DurchfЧhrung der Entwickelung der Zahlenbegriffe ist zugleich ein Beyspiel gegeben, wie das Kind und nach welchen Gesetzen es von der Anschauung der einzelnsten Sache zum immer allgemeineren und allgemeinsten Begriffe hinaufsteigt, freilich fЧr die Beobachtung oft in und mit einem Schlage. Mit welch einem Reichthume, mit welch einer FЧlle und Frische des innern und Сu▀eren Lebens finden wir nun das richtig geleitete, Сcht gepflegte, wahrhaft behЧtete Kind Seite 100 in der letzten Zeit seiner Kinderjahre, beym Austritt aus dem Kindes- und Eintritt in das Knabenalter? -- Wo ist ein Gegenstand des spСteren Mannesdenkens und Empfindens, Wissens und KШnnens, welcher seine Сu▀ersten Saugwurzeln nicht bis in die Kindesjahre treibe, wo ein Gegenstand des kЧnftigen Unterrichtes und der kЧnftigen Lehre, welcher nicht schon in der Kindheit keime? -- Die Sprache und Natur liegt offen vor dem Kinde; die Eigenschaften der Zahl, der Form, der GrШ▀e, die Kenntnis des Raumes, das Wesen der KrСfte, die Wirkungen der Stoffe fangen an, sich ihm zu erschlie▀en; Farbe, Rhythmus, Ton und Gestalt treten schon in ihren Сu▀ersten Keimen und in ihrer eigenthЧmlichen BeachtungswЧrdigkeit auf; die Natur und die Kunstwelt fСngt schon an, sich mit Bestimmtheit in ihm zu scheiden, so wie er mit Sicherheit der Au▀enwelt als einem Entgegengesetzten gegenЧbersteht; und schon entwickelt sich in ihm das GefЧhl einer eigenen Innenwelt; und dennoch haben wir eine ganze Seite des Kinderlebens, des kaum reifenden, noch nicht ins Knabenalter eintretenden Kindes noch gar nicht berЧhrt, noch gar nicht beachtet; es ist die des Begleitens von Vater und Mutter, Bruder oder Schwester bey den hСuslichen GeschСften, bey den GeschСften ihres Berufes. Ich schaue ins Freie, und das kaum zweyjСhrige Kind eines Lohnarbeiters fЧhrt dessen Pferd, der Vater hat dem Kinde den ZЧgel in die Hand gelegt, es schreitet ruhig und sicher vor dem Pferde her und schaut sich festen Blickes um, Seite 101 ob auch das Pferd folge. Zwar hСlt der Vater den zСhmenden Zaum in der Hand, doch trСgt das Kind in sich die feste Ueberzeugung, da▀ es das Pferd fЧhre und da▀ das Pferd ihm folgen mЧsse. Denn seht, der Vater bleibt stehen, um einem Bekannten etwas zu sagen, natЧrlich steht das Pferd auch; aber das Kind, das Stehen des Pferdes als WillkЧr ansehend, legt sich mit seiner ganzen Kraft in den ZЧgel, um das Pferd zum Fortgehen zu bewegen. Meines Nachbars kaum dreyjСhriger Sohn hЧtet an dem Rande und Zaune meines Gartens die kleinen GСnse seiner Mutter; klein ist der Raum, auf welchem er die kleinen, muntern Thiere ihre Nahrung suchen und finden lassen soll; sie entschlЧpfen dem kleinen, vielleicht eben auf eine andere Weise Nahrung fЧr seinen Geist suchenden und findenden Hirten. Die GСnschen kommen in den Fuhrweg, wo der viele Verkehr ihnen schaden kШnnte; die Mutter sieht es und ruft dem Kinde zu: "Sohn, gib Achtung!" -- Mi▀mutig erwidert der kleine Knabe der Mutter, welcher wohl durch die Freyheit, welche seine GСnschen in immer erneuten Versuchen gesucht hatten, schon manchmal in seinen eigenen BeschСftigungen gestШrt sein mu▀te: - "Mutter! Ihr glaubt wohl, es ist nicht schwer, die GСnschen zu hЧten?" - Wer mag die jetzigen und kЧnftigen Entwickelungen nachweisen, die aus diesem Theilen des elterlichen GeschСftes fЧr das Kind hervorgehen, und noch mehr hervorgehen Seite 102 kШnnten, wenn Eltern und Umgebungen sie beachteten und spСter zum Unterrichte und zur Lehre ihrer Kinder weiter benutzten! -- Seht hier das heranreifende Kind des GСrtners; dieser jСtet, das Kind will ihm helfen, und er lehrt es Glei▀e von Petersilie unterscheiden; da wird der verschiedene Glanz der BlattflСchen und der Geruch beachtet. Dort begleitet der Sohn des FШrsters ihn auf den frЧher in Gemeinsamkeit besСeten Schlag, grЧn sieht alles aus; das Kind glaubt lauter FichtenpflСnzchen zu sehen; aber der Vater sagt, da▀ das eine Art Wolfsmilch sei, und lehrt es die verschiedenen Eigenschaften kennen. Dort zielt und schie▀t der Vater, er trifft, und er zeigt dem achtsamen Kinde, da▀ drey Punkte in einer Richtung immer in einer und ebenderselben Linie liegen; er zeigt ihm, da▀, um eine Linie, das Rohr des Gewehres, nach einem bestimmten Punkte zu richten, nothwendig drey Punkte in dieser Richtung liegen mЧssen, und da▀, wenn die▀ ist, auch alle Чbrigen Punkte in derselben Linie und Richtung liegen. Dort steht das Kind und sieht seinen Vater das glЧhende Eisen schlagen, und der Vater lehrt es, da▀ die Gluth die Dehnbarkeit des Eisens vermehre, aber auch, indem er sich vergebens bemЧht, die nun glЧhende Eisenstange durch die оffnung zu stecken, durch die es vorhin leicht ging, da▀ die Hitze das Eisen ausdehne. Hier zeigt der nach dem Gewichte verkaufende bey der Waage stehende Vater seinem ihn beachtenden Kinde, da▀ die eine Seite 103 Wagschale immer sinke, indem er entweder auf sie mehr lege, oder von der andern mehr hinwegnehme, und da▀ die Waage immer in ihrer waagerechten Richtung bleibe, wenn auch auf jeder noch so viel, wenn nur auf beyden Schalen gleich viel, oder wenn auf jeder noch so wenig, nur auf beyden gleich wenig liege. Die▀ aber nicht durch fЧr das Kind noch begriffslose Worte, sondern dadurch, da▀ er dem Kinde selbst von den Waagschalen und auf dieselben legen lС▀t. Hier zeigt der Vater, der Weber, seinem ihn beachtenden Kinde, wie das Niedertreten der SchСmel ein Erheben der Faden hervorbringe und lС▀t die▀ das Kind selbst beobachten. Dort zeigt der Vater, der Zeugdrucker, wie gewisse FlЧssigkeiten die Farben verСndern und gewisse Farben immer auf dieselben Weisen verwandeln, seinem beachtenden Kinde. Er sagt ihm, da▀ diese FlЧssigkeit SСure usw. hei▀e; er zeigt ihm, wie die Zeichnung auf der Form umgekehrt oder links stehen mЧsse, wenn die Zeichnung auf dem Zeuge rechts erscheinen solle. Hier lehrt der Kaufmann seinen Sohn, da▀ der Kaffee die geschСlte Frucht, der Kern einer Pflanze sei, und benutzt die nСchste Gelegenheit, sie ihm zu zeigen. Er zeigt ihm beym nСchsten Gang ins Freye, wo und wie der KЧmmel, der Mohn, die Hirse, der Hanf usw. wachse, die als lСngliche, runde, graue, gelbe, wei▀liche KШrner einen Handelsgegenstand ausmachen. Seite 104 Der Bergmann, der Schmied, der Kaufmann, der Eisen und MetallhСndler lehrt seinen Sohn Gewichtigkeit, Gewicht von Schwere unterscheiden. Ein Pfund Blei und ein Pfund Kreide haben gleich viel Gewicht, sind gleichgewichtig, aber das Blei ist schwerer als Kreide, Eisen usw. Hier zeigt der Seiler seinem Kinde, wie das Drehen an der Haspel in bedeutender Entfernung die einzelnen Flachs oder Hanffaden zu einem Ganzen zusammenwinde. Der Fischer, die Reusen in der Richtung des flie▀enden Wassers legend, lehrt seinen ihn begleitenden Sohn, da▀ die Fische ihre Nahrung suchend flu▀aufwСrts schwimmen. Dem Sohne des Tischlers, Zimmermanns, des BШttchers, des Wagners usw. wird durch wieder und immer wiederkehrendes Schauen und Selbstmachen, begleitet von dem lehrenden und belebenden Worte des Vaters, die Wirkung des Hobels, Bohrers, Mei▀els klar; der Vater sagt ihm dabey, da▀ das Material dazu teils der Baum, teils der Berg, der Stein liefere; da▀ das Schmelzwerk erst das Eisen lСutete, und der Schmied es erst zu und in dieser Form bearbeite, und da▀ dieser Schmied wegen des verschiedenen Zeugs, was er verfertigte, der Zeugschmied hei▀e. Der Tischler usw. lehrt augenscheinlich seinen wi▀- und lernbegierigen Sohn, da▀ nicht jedes Holz zu seinem Handwerkszeuge tauge, nicht Fichten- und Tannen-, wohl aber Buchen- oder Ahorn- oder Birkenholz, kein Nadel-, wohl aber Laub- oder Obstbaumholz. Und den nСchsten Spaziergang ins Freie benutzt der Vater nicht nur dazu, seinen Sohn Laub- und Nadelholz kennen Seite 105 und voneinander unterscheiden zu lehren, sondern auch dazu, da▀ derselbe Buche und Eiche, Kiefer und Erle, jedes leicht bey seinem Namen nenne. Der Holz und Rindenschaler belehrt sein ihn Чberall in GeschСftigkeit umgebendes Kind Чber den Gebrauch und die Anwendung der Eichen und Erlenrinde und zeigt ihm selbige beym nСchsten Male, wenn er in der Stadt bey dem Gerber sich ein StЧck Sohlenleder kauft. So fЧhrt das natЧrliche, an Geist und KШrper gesunde Kind den treuen Vater und der sorgsame Vater das immer geistige und KШrperthСtigkeit suchende Kind vom Lande in die Stadt, von der Natur zur Kunst, und umgekehrt vom Gewerbe zum Land und Gartenbau; und wenn auch der AnknЧpfungs,, der Ausgangspunkt, die Veranlassung verschieden ist, so ist doch jedem mШglich, den Erkenntni▀kreis des andern aus dem seinigen kennenzulernen, an den seinigen anzuknЧpfen. Jedes GeschСft und jedes Gewerbe, jeder Beruf des Vaters reicht einen Anfangspunkt zur Aneignung aller menschlichen Erkenntni▀. Zu welch einer Summe von Kenntnissen kann nur das Kind des Bauern durch den Wagen und Pflug seines Vaters, der Sohn des MЧllers durch des Vaters MЧhle, der Sohn des Kaufmanns durch die rohen oder verarbeiteten Naturerzeugnisse, welche GegenstСnde des Handels des Vaters sind, gefЧhrt werden! -- Welch ein Reichthum von Kenntnissen lС▀t sich aus den verschiedenen GeschСften des Fabrikbetreibers entwickeln! Lauter Einsich- Seite 106 ten und Erkenntnisse, welche das spСtere Schul- und Unterrichtsleben den Kindern nur mit gro▀en Kosten und Schwierigkeiten, oft gar nicht zu geben imstande ist. Die▀ die Folgen des benutzten und unbenutzten, des beachteten und unbeachteten Kindes, des hСuslichen und Familienlebens. Das Kind, euer Kind, ihr VСter! ahnet die▀ auch so tief, so lebendig, so wahr; darum umgibt es auch euch, wo ihr auch bleibet, wohin ihr auch gehet, bey allem, was ihr nur treibet und tut. Weiset es nicht unfreundlich zurЧck, sto▀et es nicht von euch, seid nicht ungeduldig bey seinen Fragen und immer wiederkehrenden Fragen; mit jedem hart abweisenden, zurЧcksto▀enden Worte vernichtet ihr eine Knospe, einen Trieb an seinem Lebensbaume. Aber beantwortet ihm auch durchs Wort nicht viel mehr, als es ohne euer Wort sich nicht selbst beantworten kШnnte; denn es ist freylich leichter, die Antwort von einem andern zu hШren, vielleicht nur halb zu hШren und halb zu verstehen, als sie sich selbst zu suchen, sie durch sich selbst zu finden; aber die Antwort zum Viertel durch sich selbst gefunden, ist fЧr das Kind mehr und wichtiger, als sie halb zu hШren, sie halb zu verstehen; die▀ macht gedanken- und geistesfaul. Beantwortet darum die Fragen eurer Kinder nicht immer geradezu; aber, sobald sie Kraft und Erfahrung dazu haben, gebt ihnen die Bedingungen; die Antwort aus dem Kreise ihrer Einsicht sich selbst zu geben. Ruhen wir Eltern, besonders wir VСter -- denn uns ist in diesem Alter das Kind, das schon zum Knaben reifende Seite 107 Kind, der besonderen Pflege und FЧhrung hingegeben, ruhen wir auf der Anschauung dessen, was uns die ErfЧllung unserer Vaterpflichten, unserer KinderfЧhrung reicht; empfinden wir die Freuden, die sie uns gibt! -- Es ist nicht mШglich, da▀ uns von irgendeiner Seite her hШhere Freude, hШherer Genu▀ komme, als von der FЧhrung unserer Kinder, von dem Leben mit unseren Kindern, davon, da▀ wir unsern Kindern leben. Es ist unbegreiflich, wie wir irgendwo hШhere Freuden, hШhern Genu▀, vollkommene Befriedigung unserer edelsten WЧnsche suchen und erwarten kШnnen, als in der BeschСftigung mit unsern Kindern, mehr Erholung als im Kreise der Unsrigen, wo wir in mehr als zwiefacher Beziehung uns Freude schaffen kШnnten. SСhen wir doch alle den stillen Vater in seinen einfachen, bЧrgerlichen VerhСltnissen, in seiner glЧcklichen, lebensfrohen Familie, der darstellte, aus sich darstellte, was nur teilweise hier ausgesprochen wurde: die Wahrheit desselben wЧrde uns dann tief durchdringen, und nur in wenig Worte fu▀t er sich selbst die Richtschnur seines Handelns: "Die Kinder frЧhe zum Nachdenken zu fЧhren, das halte ich fЧr das Erste und Wichtigste der Kindererziehung." -- Die Kinder frЧhe zur Arbeit und ThСtigkeit anzuhalten, schien ihm so natЧrlich, als sich von sich selbst verstehend, da▀ es ihm auch nicht eines Wortes zu bedЧrfen schien. Und Чberdies, wird das zum Nachdenken gefЧhrte Kind nicht auch dadurch zugleich zur Arbeitsamkeit, ThСtigkeit, zu allen Seite 108 hСuslichen und bЧrgerlichen Tugenden gefЧhrt sein? -- Jene Worte sind ein Kern, aus welchem ein ganzer, schattender, immergrЧner Lebensbaum voll duftender BlЧthen und gesunder reifer FrЧchte sich entfaltet. HШren und beachten wir es, die wir unsere Kinder gedanken und arbeitslos und darum todtum uns wandeln lassen. Aber -- es ist hart, doch ist es wahr, la▀t uns nur bey unserm Umgange und Leben mit unsern Kindern einen prЧfenden, forschenden Blick auf und in uns werfen; es soll keineswegs im mindesten mehr gesagt werden, als was wahr ist: wir sind that, was uns umgibt, ist fЧr uns tot; bey allem Wissen sind wir leer, sind fЧr unsere Kinder leer; fast alles was wir sprechen ist hohl und leer, ohne Inhalt und ohne Leben; nur in den seltenen, wenigen FСllen, da, wo unserer Rede Natur- und Lebensanschauung zugrunde liegt, erfreuen wir uns ihres Lebens. Darum eilen wir! lassen wir uns, unsern Kindern, lassen wir durch sie unserer Sprache Gehalt und den uns umgebenden GegenstСnden Leben geben! Darum leben wir mit ihnen, lassen wir sie mit uns leben: so werden wir durch sie bekommen, was uns allen Noth thut. Unsere Worte, unsere Reden im geselligen Zusammenleben sind todt, sind HЧllen ohne Mark, Marionetten ohne Leben, Spielmarken ohne innern Wert; denn ihnen mangelt die Anschauung des innern Lebens, ihnen mangelt der Inhalt; es sind bШse Geister, weil sie keinen KШrper und Leib haben. -- Unsere Umgebungen, das, was Seite 109 wir anschauen, sehen, ist tot; sie sind Masse, sie erdrЧcken, statt zu erheben; denn ihnen fehlt das belebende Sinn und Bedeutung gebende Wort. Wir fЧhlen und empfinden den Sinn unserer Rede nicht; denn sie besteht aus auswendig gelernten Begriffen, denen keine Anschauung, keine Gestaltung zugrunde liegt; darum wirkt sie auch keine Anschauung, keine Gestaltung, kein Leben; denn sie ist nicht aus dem Leben hervorgegangen und geht nicht aus dem Leben hervor. Unsere Rede gleicht dem Buche, aus dem wir sie, sey es auch im dritten oder vierten Gliede, auswendig gelernt haben; wir sehen selbst nicht, was wir reden, kШnnen es nicht gestalten was wir reden; darum ist unsere Rede so leer und gehaltlos. Darum, nur darum ist unser inneres und Сu▀eres Leben so arm und wird wieder das Leben unserer Kinder so arm, weil unsere Rede nicht aus einem innerlich und Сu▀erlich schauend und schaffend reichen Leben geboren ist, weil unserer Rede und unserm Worte die Sachanschauung dessen fehlt, was sie bezeichnet. Darum hШren wir wohl den Schall, aber wir bekommen kein Bild; wir hШren das GerСusch, aber wir sehen keine Handlung. VСter, Eltern! was uns mangelt, auf, la▀t es uns unsern Kindern geben, verschaffen; was wir nicht mehr besitzen, die alles belebende, alles gestaltende Kraft des Kindeslebens, lassen wir sie von ihnen wieder in unser Leben Чbergehen! La▀t uns von unsern Kindern lernen; la▀t uns den leisen Mahnungen ihres Lebens, den stillen Forderungen ihres GemЧthes GehШr geben! La▀t uns unsern Kindern leben: so Seite 110 wird uns unserer Kinder Leben Friede und Freude bringen, so werden wir anfangen weise zu werden, weise zu sein!

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Auf der bisher betrachteten und der Anschauung und Beachtung vorgefЧhrten Stufe der Entwickelung des Menschen wurde die Au▀enwelt, wurden die GegenstСnde der Au▀enwelt auf das innigste mit dem Worte und durch das Wort wieder auf das innigste mit dem Menschen verknЧpft. Diese Stufe ist darum vorwaltend die Stufe der Entwickelung der SprachfСhigkeit des Menschen. De▀halb war bey allem Thun des Kindes die AnknЧpfung desselben an die Bezeichnung desselben durch das bestimmte, reine Wort so unerlС▀lich. Jeder Gegenstand, jede Sache, jedes Ding wurde gleichsam fЧr das Kind erst durch das Wort; vor dem Worte war es fЧr das Kind, wenn auch das Сu▀ere Auge es wahrzunehmen schien, noch gar nicht da; das Wort selbst schuf gleichsam die Sache erst fЧr das Kind; de▀halb erschien und war Wort und Sache, wie Mark und Stamm, wie Ast und Zweig so eins. Und ungeachtet dieser innigen VerknЧpfung der GegenstСnde mit dem Worte und durch dieses mit dem Menschen steht dennoch, -- welches von Eltern und Erziehern nicht klar genug eingesehen und bestimmt genug beachtet werden kann -- auf dieser Stufe der Menschenentwicklung jeder Gegenstand von dem andern so geschieden, jeder Gegenstand und jede Gesammtheit an sich wieder in ihren Theilen so ungegliedert da. Aber anders, Seite 111 ganz anders fordert es die Bestimmung des Menschen und der Dinge: der Mensch soll nicht allein jedes Ding als ein Ganzes, Ungeteiltes, sondern er soll es auch als ein sich fЧr Darstellung eines Gesammtzweckes in sich Gegliedertes betrachten; er soll es nicht nur als ein fЧr sich bestehendes Ganzes, als eine Einheit und Einzelheit, sondern er soll jedes wieder als Glied einer beziehungsweise grШ▀eren und hШheren Gesammtheit, fЧr Darstellung eines hШheren Gemeinzweckes erkennen und anschauen; von jedem Dinge sollen nicht nur seine Сu▀ern VerhСltnisse und VerknЧpfungen, sondern dessen innere Beziehungen, dessen innere Einigung mit dem von ihm Сu▀erlich Getrennten erkannt und eingesehen werden. Doch die Gesammtheit dessen, was den Menschen als ein ─u▀eres, als Au▀enwelt umgibt, kann als solche von dem Menschen in ihrer Einheit nicht erkannt werden, sondern wieder nur durch die Kenntnis des eigenthЧmlichen Wesens, der eigenen Natur jedes einzelnen Dinges, Sache, Gegenstandes in jedes SelbstСndigkeit und PersШnlichkeit. Der Mensch erkennt aber jedes Ding, das Innere jedes Dinges schwer, wenn es ihm innerlich und Сu▀erlich zu nahe gerЧckt ist, und fast in dem Maa▀e schwerer, als es ihm Сu▀erlich und innerlich zu nahe gerЧckt ist, als es ihm in beyden Beziehungen zu nahe steht. -- Das Mi▀verstehen zwischen Eltern und Kind innerhalb des hСuslichen und Familienkreises usw. sind hСufige und redende Beweise dafЧr. Darum erkennt Чberhaupt der Mensch sich selbst so Seite 112 schwer. Eine Сu▀ere Trennung bringt dagegen hСufig innere Einigung, inneres Finden und Erkennen hervor. So kennt ja leider der Mensch vieles Fremde: fremde Gegenden, fremde Zeiten, fremde Menschen besser, als seine Gegend, seine Zeit, besser als sich selbst. Will der Mensch sich wahrhaft erkennen, mu▀ er sich au▀er sich selbst darstellen, sich gleichsam sich selbst entgegensetzen. Soll nun der Mensch seiner Bestimmung gemС▀ das Wesen jedes Dinges der ihn umgebenden Au▀enwelt recht erkennen, ja durchdringen; soll er durch jedes Ding sich selbst recht erkennen, recht durchdringen: so mu▀ nach der Stufe der Kindheit fЧr ihn eine neue, der vorhergehenden, Mensch und Gegenstand einenden, ihrem Wesen nach entgegengesetzte: -- Mensch und Gegenstand wieder trennende, Mensch und Gegenstand Сu▀erlich einander gegenЧberstellende, aber innerlich einende und nahebringende Stufe der Menschenentwicklung eintreten; -- eine solche Stufe, die dem Menschen die GegenstСnde innerlich dadurch nahebringt, da▀ sie Gegenstand und Wort trennt, Gegenstand und Wort jedes als etwas von dem anderen Geschiedenes, Verschiedenes und doch Einigendes erkennt. Diese Stufe ist die, wo die Sprache an sich als etwas SelbstСndiges und fЧr sich und durch sich Bestehendes ein- und auftritt; es ist die nun folgende Stufe. Mit dem Trennen des Wortes von der Sache und der Sache von dem Worte, mit der Trennung der Sprache von dem Sprechenden und umgekehrt, ja mit der sogar spСter Seite 113 eintretenden ─u▀erlich-, KШrperlichmachung der Sprache durch Zeichen und Schrift und so mit der wirklichen VerkШrperung der Sprache und der Betrachtung der Sprache als etwas KШrperlichem, tritt der Mensch von der Stufe des Kindes heraus und zu der Stufe des Knaben empor. Das Wort Knabe drЧckt diese Stufe ebenso bestimmt aus, wie das Wort Kind die vorige; es ist die▀ die Stufe, wo der Mensch durch eigene Kraft das ─u▀erliche sich nahe bringt, sich aneignet. Die Mundarten zeigen die Mittelglieder von nahe durch genau, g'nau, g'naube usw. bis Knabe und knapp, Knappe. So wie die vorige Stufe der Menschenentwicklung, die Stufe der Kindheit, vorwaltend die des Lebens, des Lebens an sich, nur um zu leben, die Stufe war, Innerliches Сu▀erlich zu machen, so ist die jetzige, die Knabenstufe, vorwaltend die Stufe des ─u▀erlichen innerlich zu machen, die Stufe des Lernens. Von seiten der Eltern und Erziehenden war die SСuglingszeit vorwaltend die Zeit der Pflege; der darauffolgende Zeitraum, welcher den Menschen vorhaltend als Einheit und fЧr Einheit in Anspruch nimmt, die Zeit der Kindheit, ist diejenige der vorwaltenden Erziehung; die eben bezeichnete Stufe der Knabenzeit nimmt so den Menschen vorwaltend in einzelnen Beziehungen und fЧr einzelnes in Anspruch, um spСter ihre innere Einheit abzuleiten; es Seite 114 werden fЧr die Einzelheiten die innern Richtungen aufgesucht und nachgewiesen, in welchen sie unter sich stehen. Die Betrachtung und Behandlung des einzelnen an sich und in Beziehung auf die verschiedenen innern Richtungen zu sich und unter sich ist aber, wie auch das Wort sagt, das GeschСft und Wesen des Unterrichtes, und so ist die Knabenzeit die Zeit des vorwaltenden Unterrichtes. Das GeschСft der Entwickelung und Ausbildung des Menschen in dem Knabenalter geschieht als Unterricht nicht sowohl und nicht allein nach dem Wesen des Menschen selbst, als vorwaltend nach den in dem Wesen der Dinge liegenden bestimmten, festen und klaren Gesetzen, besonders nach denen, welchen Mensch und Gegenstand gleich unterworfen sind; oder bezeichnender, nicht sowohl nach der Art und Weise, wie sich das allgemeine, ewige Gesetz eigenthЧmlich in dem Menschen, als vielmehr, wie es sich eigenthЧmlich in jedem der GegenstСnde au▀er dem Menschen, wie es sich in Mensch und Gegenstand zugleich und gemeinsam ausspricht, geschieht also nach in dieser eigenthЧmlichen oder allgemeinen Form au▀erhalb dem Menschen liegenden festen, bestimmten Bedingungen. Diesem nach kann und mu▀ es aber nur mit Kenntnis, Einsicht, Umsicht, Ueberblick und Bewu▀tsein geschehen. Ein solches Verfahren hei▀t aber Schule im weitesten Sinne des Wortes. Schule ist also, wo der Mensch zu der Erkenntni▀ der GegenstСnde au▀er ihm und deren Wesen nach den in ihnen liegenden beson- Seite 115 deren und den allgemeinen Gesetzen gebracht wird und gelangt; wo der Mensch durch VorfЧhrung des ─u▀eren, Einzelnen, Besonderen zum Erkennen des Allgemeinen, des Innern, der Einheit gebracht wird und gelangt. Darum wird der Mensch als Knabe zugleich zum SchЧler. Mit der Stufe des Knaben beginnt fЧr den Menschen auch der Anfang der Schule, sey die▀ in oder au▀er dem Hause, vom Vater, von Familienmitgliedern oder von einem Lehrer an sich. Unter Schule wird also keineswegs hier weder die Schulstube noch das Schulhalten verstanden, sondern die Mitteilung von Kenntnissen mit Bewu▀tsein fЧr bewu▀ten Zweck und in sich bewu▀ten inneren Zusammenhang. Die Entwickelung und Ausbildung des Menschen zur Erreichung seiner Bestimmung, zur ErfЧllung seines Berufes ist aber, wie es allseitig entgegengetreten und dauernd entgegentritt, ein stetig, ununterbrochen fortgehendes, immer von einer Steigerungsstufe zur andern sich emporhebendes, unzerstЧcktes Ganzes: -- aus dem in dem SСugling geweckten GemeingefЧhl entwickelt sich in dem Kinde der Trieb, die Neigung; sie fЧhren zur GemЧths und Herzensbildung, und aus ihr geht in dem Knaben Geistes und WillensthСtigkeit hervor. Die Erhebung der WillensthСtigkeit zur Willensfestigkeit nun und so die Belebung und Bildung eines reinen, festen, krСftigen und ausdauernden Willens fЧr AusЧbung und Darstellung der reinen Menschheit zunСchst in sich und durch sich, ist das Hauptaugenmerk, der Hauptbezie- Seite 116 hungspunkt in der Leitung des Knaben, in dem Unterrichte und der Schule. Wille ist die mit Bewu▀tseyn immer von einem bestimmten Punkte aus, in einer bestimmten Richtung zu einem bestimmten bewu▀ten Ziele und Zwecke gehende, mit dem Gesammtwesen des Menschen in Uebereinstimmung stehende GeistesthСtigkeit desselben. Hiermit ist alles gesagt, alles bestimmt, was Eltern und Erzieher, Lehrer und Schule in diesen Jahren dem Menschen, dem Knaben, in dieser Beziehung sein und geben sollen: -- Der Punkt, aus dem alle GeistesthСtigkeit des Knaben hervorgeht, soll krСftig, gesund, die Quelle, aus der sie hervorflie▀t, rein, klar und ewig flie▀end sein; die Richtung einfach, bestimmt; das Ziel sicher, fest, bewu▀t, dem Wesen nach Leben in sich tragend, Leben entwickelnd, Leben nСhrend und sich immer in sich selbst verjЧngend, erhШhend, veredelnd, wЧrdig des Bestrebens, wЧrdig des Berufs und der Bestimmung, wЧrdig des Wesens des Menschen, und dasselbe entwickelnd und darstellend. Um also die natЧrliche WillensthСtigkeit des Knaben zur wahren, Сchten Willensfestigkeit zu erheben, mЧssen alle ThСtigkeiten des Knaben, aller Wille desselben von der Entwickelung, Ausbildung und Darstellung des Innern ausgehen und sich darauf zurЧckbeziehen. Beyspiel und Worte, Unterricht, spСter Lehre und Beyspiel sind der Weg, das Mittel dazu. Nicht Beyspiel allein, und nicht Worte allein! -- Nicht Beyspiel allein: denn Beyspiel ist ein Einzi- Seite 117 ges, Einzelnes, welches durch das Wort erst seine Allgemeinheit und Anwendbarkeit erhСlt; nicht Wort allein: denn Wort ist ein Allgemeines, Geistiges, oft Vieldeutiges, welches durch Beyspiel, durch Unterricht erst Anschaulichkeit, Bedeutung und Daseyn erhСlt. Aber Beyspiel und Wort, Unterricht und Beyspiel als ein Gesammtes und Einiges thut es doch allein auch nicht; sondern einzig treffend ein feines gutes Herz, und zu diesem wirkt die Erziehung der Kindheit. Darum ruht auch einzig die Knabenbildung auf ihr; darum geht WillensthСtigkeit aus Herzens und GemЧthsthСtigkeit, Willensfestigkeit aus Herzens und GemЧthsfestigkeit hervor, und wo das erstere mangelt, wird das zweite nur schwer zu erreichen, zu erringen sein! -- Die ─u▀erung eines feinen guten Herzens, eines sinnigen, frommen GemЧthes in dem Kinde ist aber, selbst eine Einheit in sich tragend, das innig sehnende Streben, auch fЧr die Сu▀erlich getrennten Dinge und Sachen, von welchen es sich in so gro▀er Menge umgeben sieht, eine innere, nothwendige Einheit, auch fЧr sie, wie es solches in sich fЧhlt, ein geistig Einendes, ein allbelebendes, geistiges Band und Gesetz zu finden; ein Band und Gesetz, wodurch sie wenigstens Bedeutung des Lebens, Bedeutung fЧrs Leben bekommen. Diese Sehnsucht wird nun zwar dem Menschen fЧr die Stufe der Kindheit durch den vollendeten Besitz des lebendigen Spieles, in welchem er sich dort befindet, erfЧllt, indem er durch dasselbe als Kind in den Mittelpunkt aller Dinge gesetzt Seite 118 wird, alle Dinge nur in Beziehung zu sich, zu seinem Leben gesetzt werden; doch gibt vor allem das Familienleben nur die volle Befriedigung derselben, gibt nur einzig dieses die fЧr jede Bildungsstufe, ja fЧr das Gesammtleben des Menschen Чber alle Vergleichung wichtige Entwickelung und Ausbildung eines guten Herzens und eines sinnig frommen GemЧths in ihrer Сchten Lebendigkeit und vollen KrСftigkeit. Da nun jener einende Sinn die Grundbedingung aller Сcht menschlichen Entwickelung und Ausbildung fЧr Vollendung ist und jeder trennende Sinn die rein menschliche Entwickelung zerstШrt, so bezieht schon in dem Kindesalter der Mensch alles auf das Familienleben, sieht alle Dinge nur durch dasselbe, in dem Spiegel und der Form des Familienlebens, wie uns die▀ ja das Kindesalter klar zeigt. Dem Kinde wird dadurch das eigene Familienleben selbst ein ─u▀eres, Anderes, und es wird ihm ein Musterleben, - die▀ sollten Eltern immer bedenken; das Kind mШchte es in seiner Reine, seinem Einklang, seiner Wirksamkeit, wie es ihm au▀er ihm erscheint, so auch aus sich darstellen. In der Familie sieht es aber die Eltern, die Glieder, und sieht die Erwachsenen im Leben und in den VerhСltnissen, die seine Familie berЧhrt, schaffen, wirken, thun, arbeiten; und so mШchte nun auch das Kind auf dieser Stufe, was es sieht, selbst darstellen; es mШchte und versucht alles darzustellen, was es seine Eltern, was es Erwachsene thun, schaffen, darstellen und arbeiten sieht, und wovon es so die MШglichkeit Seite 119 und Art der Darstellung durch Menschenkraft und durch Menschenglieder erkennt. Was frЧher in dem Kinde nur Thun um der ThСtigkeit willen war, das ist in dem Knaben jetzt ThСtigkeit um des Werkes, des Erzeugnisses willen: des Kindes ThСtigkeitstrieb hat sich in dem Knaben zum Bildungs,, Gestaltungstriebe entwickelt, und hierin lШst sich das ganze Сu▀ere Leben, die Сu▀ere Erscheinung des Knabenlebens dieser Zeit auf. Wie teilt zuerst der Knabe und das MСdchen dieses Alters so innig gern die Arbeiten des Vaters und der Mutter, nicht die spielenden und leichten, nein, nein, die anstrengenden, Kraft und MЧhe erfordernden mШchte es mit den Eltern teilen. Hier seid achtsam; hier seid sorgsam und sinnig, ihr Eltern! ihr kШnnt hier mit einem Male den ThСtigkeits und Bildungstrieb eurer Kinder wenigstens fЧr lange vernichten, wenn ihr die Hilfe eurer Kinder als kindisch, als unnЧtz, wenig fruchtend, ja vielleicht gar als hindernd und hemmend zurЧckweiset. La▀t euch durch den Drang der GeschСfte ja nicht verleiten; hЧtet euch ja, zu sagen: "Geh' hinweg! du hinderst mich nur!" oder: "Ich mu▀ eilen, la▀ es mich geschwind allein machen!" Der Knabe, das MСdchen werden so in ihrer innern ThСtigkeit gestШrt, sie sehen sich aus dem Ganzen, mit welchem sie sich so innig eins fЧhlten, herausgesetzt, ihre innere ganze Kraft ist aufgeregt, sie sehen sich allein, wissen mit der erregten Kraft nichts anzufangen, ja sie selbst wird ihnen lСstig, drЧckend, sie werden verdrossen, trС- Seite 120 ge. Kaum dreymal darf jene ZurЧckweisung von den Eltern geschehen, und das Kind wird sich nicht wieder zu einer Hilfe, zur Theilung einer Arbeit melden; es steht nun verdrossen, langweilend umher, auch wenn es die Eltern jetzt Arbeiten verrichten sieht, an welchen es wohl Anteil nehmen kШnnte; und wer hat nicht spСter Чber solche frЧher so behandelten Kinder von seiten der Eltern die Klage gehШrt: "Wie der Knabe, das MСdchen klein war und noch nichts helfen konnte, da war es bey allem geschСftig; jetzt, wo es Kenntnisse und KrСfte hat, jetzt mag es nichts thun." Seht, Eltern! der erste ThСtigkeits,, der erste Bildungstrieb kommt aus dem Menschen, dem Wesen des in ihm noch unbewu▀t, unerkannt wirkenden Geistigen gemС▀, ohne all sein Zuthun, ja wohl gegen seinen Willen, wie das auch wohl der Mensch im spСteren Alter noch in sich wahrnehmen kann; tritt nun dem Menschen, besonders dem jЧngeren, gegen diese innere Aufforderung zur ThСtigkeit, besonders zum Bilden, Schaffen, Darstellen, was immer mit kШrperlicher Anstrengung verknЧpft ist, ein Сu▀eres Hindernis, namentlich ein solches entgegen, wie der Wille der Eltern, welches nicht beseitigt werden darf, so ist sogleich die Kraft in sich geschwСcht und tritt bey mehrmaliger Wiederholung dieser SchwСchung ganz in den Hintergrund und in UnthСtigkeit zurЧck. Das gestШrte Kind, Knabe, MСdchen fragt, wСgt nun nicht ab, ob und warum seine Hilfe einmal statthaft und das andere Mal unstatthaft war, es wСhlt das seinem Physischen, Leiblichen, KШrperlichen, das seiner Natur Bequemere; es un- Seite 120 terlС▀t die ThСtigkeit um so leichter und lieber, als es durch den Willen der Eltern dazu verpflichtet zu sein scheint. Das Kind, der Knabe wird trСge, d. i. sein Leib wird ein nicht mehr vom Geiste und Leben Durchdrungenes; er wird ihm ein KШrper, eine Last, die er nun tragen mu▀, da frЧher das GefЧhl der Kraft gar nicht zulie▀, seinen KШrper als solchen, sondern nur als krСftigen TrСger der ihn durchdringenden Kraft zu fЧhlen. Darum, ihr Eltern, wollt ihr spСter und zur gelegenen Zeit von euern Kindern Hilfe, so nСhrt frЧhe in ihnen den ThСtigkeits- und besonders in der jetzigen Knabenzeit den Bildungstrieb, auch wenn es euch einige Ueberwindung, einige Aufopferung kosten sollte; viel, viel, ja hundertfСltig, wie eine gute Frucht in gutem Boden, wird es euch spСter vergolten werden. StСrkt, entwickelt, befestigt sie; gebt euerm Kinde das HШchste, was es jetzt bedarf; vergШnnt ihm, seine Kraft an ein elterliches, ihm darum besonders liebes Werk anzuknЧpfen, damit es nicht allein ein Bewu▀tsein seiner Kraft, sondern besonders ein Maa▀ derselben bekomme. War die frЧhere ThСtigkeit nur Nachahmung des hСuslichen Lebens, so ist das jetzige Thun Theilen des hСuslichen GeschСftes, Heben, Ziehen, Tragen, Graben, Spalten; an allem will sich der Knabe seine Kraft Чben, wСgen und messen, da▀ sein KШrper erstarke, seine Kraft wachse und er ein Maa▀ derselben erhalte. Ueberall, nach dem Felde und in den Garten, nach der WerkstСtte und in die BЧcherey, zu Seite 122 den GeschСften des Waldes und der Wiese, bey der Pflege der Haustiere und zur Hervorbringung der kleineren HausgerСte, zum HolzsСgen, Holzspalten und Holzlegen, zu und bey allen den verschiedenen GeschСften des Vaters nach dessen verschiedenem Gewerbe begleitet der Sohn den Vater; Frage auf Frage drСngen sich aus der nach Erkenntni▀ strebenden Seele des Knaben hervor. Wie? -- Warum? -- Wodurch? -- Wann? -- We▀halb? -- Wovon? -- Wozu? Und jede nur einigerma▀en genЧgende Antwort erШffnet dem Knaben eine neue Welt; die Sprache erscheint ihm Чberall als Vermittlerin und dadurch in ihrer SelbstСndigkeit. Der an sich gesunde, in seiner Kindheit einfach und natЧrlich gefЧhrte Knabe dieses Alters schon vermeidet, umgeht nirgends ein Hindernis, nirgends eine Schwierigkeit, nein! er sucht sie auf, er Чberwindet sie. "La▀ liegen!" ruft der krСftige Junge seinem Vater zu, welcher ihm ein StЧck Holz aus dem Wege, welchen er gehen soll, wСlzen will, "La▀ liegen, ich komm schon drЧber". Mit MЧhe zwar kommt der Junge das erste Mal hinЧber; aber er ist doch durch sich hinЧbergekommen, Kraft und Mut ist in ihm gewachsen; er geht zurЧck, Чbersteigt das Hindernis von neuem, und bald geht er leichten Fu▀es drЧber hinweg, als lСge nichts im Wege. Machte die ThСtigkeit dem Kinde Freude, so macht und schafft das Thun dem Knaben jetzt Lust; daher die Erscheinungen der kЧhnen, wagenden Kraft des Knabenalters: das Seite 123 Steigen in HШhlen und KlЧfte, das Klettern auf BСume und auf Berge, das Suchen in HШhen und Tiefen, das Schweifen in WСldern und Feldern. Leicht ist das Schwerste, gefahrlos das KЧhnste; denn die Aufforderung dazu kommt aus dem Innersten, geht aus dem GemЧthe, dem Willen hervor. Doch nicht das Wiegen und PrЧfen, Ueben und Messen der Kraft allein ist es, welche den Knaben schon dieses Alters in HШhe und Tiefe, in Weite und Breite treibt, sondern besonders die EigentЧmlichkeit und das BedЧrfnis seines sich jetzt entfaltenden, innersten Lebens, das Mannigfaltige zu Чberschauen, das Vereinzelte in einem Ganzen zu sehen, besonders das Entfernte sich nahe zu bringen, die Weite und Vielheit, das Ganze in sich aufzunehmen. Das Streben, seinen Blick, seinen Gesichtskreis von Stufe zu Stufe zu erweitern. Das Ersteigen eines neuen Baumes ist fЧr den Knaben zugleich die Entdeckung einer neuen Welt; alles zeigt der Blick von oben, doch ganz anders, als unsere gewШhnliche, zusammenschiebende und verschiedene Seitenansicht; wie liegt da alles so klar unter dem Knaben. KШnnten wir wieder die Seele und Herz erweiternden GefЧhle zurЧckrufen, die in uns selbst als Knaben lebten, als vor dem erweiterten Blick die beengenden Grenzen der Umgebung niedersanken, wir wЧrden dem Knaben nicht so kalt zurufen: "Steig herunter, du fСllst!" Nicht durch Gehen und Stehen allein lernt man gehen und stehen; nicht durch Gehen und Stehen, Sitzen und Kriechen hЧtet man sich vor Fallen, auch durch Um- und Ueberschauen, und wie ist doch auch das GewШhnlichste so Seite 124 ganz anders, wenn man es mit einem Blicke von oben beschaut! -- Sollen und wollen wir unserem Knaben diese Erhebung des Geistes und GemЧthes nicht frЧhe verschaffen; soll er in klarer HШhe nicht seinen Sinn klСren, durch den Blick in die Weite nicht Herz und GemЧth erweitern? -- "Aber der Knabe wird ein Wagehals; nie verlС▀t mich die Sorge um ihn." Der von Jugend auf ruhig, der stetigen Entwickelung seiner Kraft gemС▀ gefЧhrte Knabe wird immer nur um ein weniges seiner Kraft mehr zumuten, als er sie schon geprЧft hat, und so wird er wie von einem schЧtzenden Genius geleitet durch alle diese Gefahren hindurchgehen, wСhrend der andere, Kraft und Forderung nicht kennend, sich zu thun erdreistet, wozu ihm die wenn auch noch so geringe, geЧbte Kraft mangelt, und da schon in Gefahr kommt, wo auch der Sorglichste noch keine Gefahr ahnet. Immer sind aber auch diejenigen Knaben die unЧberlegt dreistesten, denen ohne stetig geЧbte Kraft mit einem Male ein Anflug von Kraft und zugleich die Gelegenheit zum Gebrauch derselben kommt; sie werden dann, besonders von andern beobachtet, leicht in Gefahr kommen. Nicht minder bedeutungsvoll und entwickelnd ist des Knaben Neigung zum Steigen in HШhlen und KlЧfte, Wandeln im schattigen Hain und im dunklen Wald; es ist das Streben, noch Ungefundenes zu suchen und zu finden, das Streben, noch nicht Gesehenes zu sehen und kennenzulernen, es ist das Streben, das sich in Dunkelheit und Schat- Seite 125 ten Findende ans Licht und sich nahe zu bringen, sich zu und anzueignen. Da bringt nun der Knabe von solchen Wanderungen unbekannte Steine und Pflanzen, in der Verborgenheit und im Dunkel wohnendes Getier: WЧrmer, KСfer, Spinnen, Eidechsen als reiche Ausbeute mit zurЧck, und: "Wie hei▀t, was ist das?" usw. sind die dem Knaben bey seiner RЧckkehr zu beantwortenden Fragen, und mit jedem Worte wird reicher ihm seine Welt, wird klarer die Au▀enwelt; nur darf freylich dem Knaben nicht schon auf halbem Wege zugerufen werden: "Fi! wirfs weg; das ist hС▀lich!" -- oder: "La▀ fallen; es bei▀t!" -- Hat das Kind gehorcht, so hat es auch einen wesentlichen Theil seiner Menschenkraft fallen lassen oder weggeworfen, und spСter magst du ihm zurufen, spСter mag Verstand und Vernunft ihm selbst sagen: "Sieh, das ist ein unschuldiges Thierchen!" -- der Blick wird sich wegwenden, und eine Summe von Erkenntni▀ wird zugleich verlorengehen, wСhrend dort der kaum sechsjСhrige Knabe dir von dem wunderbaren Bau eines KСfers und dem eigenthЧmlichen Gebrauch seiner Glieder Dinge erzСhlt, die bisher alle unbeachtet vor deinem Blicke vorЧbergingen. Wohl magst du ihn zur Vorsicht bey Anfassen unbekannter Thiere warnen, aber nicht mit ─ngstlichkeit. -- Doch keineswegs immer auf und in der HШhe, keineswegs in Tiefe und Dunkelheit ist unser, ist der Сcht krСftige Knabe dieses Alters; dasselbe Streben, welches ihn auf Ber- Seite 126 ge und in ThСler trieb: sich Umsicht, Uebersicht und Einsicht zu verschaffen, hСlt ihn auch dort auf der ebenen Erde fest. Seht! dort macht er sich unter der Hecke an dem Zaune des Gartens seines Vaters ein GСrtchen; dort stellt er sich in seinem Fuhrgeleise und an seinem Wassergraben den Lauf eines Flusses dar; dort bringt er sich die Wirkung des Falles oder des Druckes des Wassers an seinem kleinen Wasserrade zur nСheren, Чbersichtlicheren Anschauung und Einsicht; hier beachtet er die Eigenschaft des Schwimmens an einer kleinen HolzflСche oder an einem StЧcke zelliger Holzrinde auf seinem zu einem kleinen Teiche gedСmmten Wasser. Besonders ist das BeschСftigen mit dem klaren, lebendigen, leicht beweglichen Wasser, in welchem der gern Чber sich selbst klare Knabe das Bild seiner Seele wie in einem Spiegel schaut, sowie Чberhaupt das BeschСftigen mit bildsamen Stoffen, Sand, Lehm, dem Knaben dieses Alters ganz besonders lieb, man kШnnte sagen, ein Lebenselement; denn er sucht nun im frЧher gewonnenen GefЧhle der Kraft Чber den Stoff zu herrschen, denselben zu beherrschen; alles soll und mu▀ sich seinem Bildungs- und Gestaltungstriebe unterwerfen, dort in dem Erdhaufen ein Keller, eine HШhle, auf demselben ein Garten, eine Bank. Bretter, Zweige, Latten und Stangen mЧssen sich dort zu einer HЧtte, einem Hause zusammenfЧgen; der tiefgefallene Schnee mu▀ sich zu Mauern und WСllen, zu einer Festung zusammenballen und die rohen Steine auf einer AnhШhe zu einer Burg zusammenfЧgen, alles im Sinne, Geiste und Streben des Menschen in diesem seinem Knabenalter, Seite 127 im Sinne und Geiste der Einigung und Aneignung. Seht dort die beyden kaum siebenjСhrigen Knaben, wie sie, sich wechselseitig mit brЧderlichem Arm umschlungen, friedlich und traulich beratend den Hof hinabwandeln, sie wollen sich HandgerСte holen, um sich in einem dunkeln GebЧsche der AnhШhe hinter dem Wohnhause eine HЧtte mit Bank und Tisch zu bauen, einen Sitz, von wo aus ihr Auge das ganze Tal in einem Blick und als ein schШn gegliedertes Ganzes Чberschaut. So eint der einende, aber auch auf sich ruhende Sinn alles, was seinem Wesen, BedЧrfnis und inneren Stehen angemessen ihm nahe kommt, Steine und Menschen zu gemeinsamem Zweck fЧr gemeinsames Werk; und so bildet jeder sich bald seine ihm eigene Welt, denn das GefЧhl eigener Kraft bedingt und fordert auch bald den Besitz eigenen Raumes und eigenen, eigenthЧmlich angehШrigen Stoffes. Sey sein Reich, sein Gebiet, gleichsam sein Land nun ein Winkel des Hofes, des Hauses oder der Stube, sey es der Raum einer Schachtel, eines Kastens oder in einem Schranke, oder sey es eine HШhle, eine HЧtte, ein Garten; er, der Mensch, der Knabe dieses Alters, mu▀ auch einen Сu▀erlichen, am besten einen sich selbstgeschaffenen, selbstgewСhlten Beziehungs, Einigungspunkt seiner ThСtigkeit haben. Ist weit der auszufЧllende Raum, ist gro▀ das zu beherrschende Gebiet, ist vielgliedrig das darzustellende Ganze, so tritt brЧderliche Einigung Gleichsinniger ein, und begegnen Gleichsinnige sich in gleichem Streben und finden ihre Herzen sich, so wird entweder das angefangene Werk erwei- Seite 128 tert oder das einzeln begonnene neue ein gemeinsames. Wollet ihr Eltern, ihr KinderfЧhrer, ihr Erzieher, im kleinen, gleichsam wie in einem Bilde, was hier angedeutet, sehen; schaut mir her in diese Erziehungsstube und in diesen Kreis von mehr als acht sieben bis zehnjСhrigen Knaben. Auf dem gro▀en Tische der vielbenutzten Stube steht ein Kasten mit BauhШlzern, -- KlШtzer sind es in der Form und dem VerhСltnis der Mauerbacksteine, jede LСnge ungefСhr 1/6 der wirklichen GrШ▀e, dem schШnsten und vielgestaltigsten Material, welches der wachsenden Knabenkraft als Darstellungsmittel gereicht werden kann; Sand oder SСgespСne haben sich auch in der Stube eingefunden, und schШnes grЧnes Moos hat der jЧngste Spaziergang in dem schШnen Tannenwald in reichem Maa▀e zur Ausbeute gegeben. Es ist Freizeit, und jeder hat nun fЧr sich sein Werk begonnen: dort in jener Ecke steht ganz verborgen eine kleine Kapelle, Kreuz und Altar bezeichnen den Geist der Bestimmung; es ist die SchШpfung eines kleinen, stillen Knaben; -- dort auf jenem Stuhle haben zwey gemeinsam schon ein bedeutend grШ▀eres Werk unternommen; es ist ein mehrstШckiges GebСude und soll wohl ein Schlo▀ sein, welches vom Stuhle wie vom Berge ins Thal schaut; -- aber was hat jener dort ruhig unter dem Tische gebaut? ein grЧner HЧgel ist es, auf dem eine alte Burgruine thront; -- unter den HСnden der andern hat sich dort in der Ebene ein DШrfchen ausgebreitet. Jetzt hat jeder sein Werk beendigt; jeder besieht es jetzt und besieht das Werk des Andern und der Andern; jedem tritt Seite 129 der Gedanke und Wunsch entgegen, das Vereinzelte mШchte zu einem Ganzen sich einen, und kaum ist der Wunsch als ein allen gemeinsamer erkannt, so werden auch gemeinsam Wege vom DШrfchen zur Burg, von der Burg zum Schlo▀, vom Schlosse zur Kapelle angelegt, und Wiesen und BСche ziehen zwischen beyden sich hin. Oder: waret ihr ein anderes Mal da: einige hatten aus Lehm sich eine Gegend geschaffen; ein anderer hatte aus Pappe sich ein Haus mit Fenstern und TЧren gefertigt, und wieder ein anderer dort aus Nu▀schalen sich Schiffchen bereitet; ein jeder schaut nun sein Werk: gut istњs, doch steht es allein; er sieht auch das Werk seines Nachbarn, vereinigt wСr es doch schШner; und gleich steht das Haus wie ein Schlo▀ auf der AnhШhe der Gegend, und das Schiffchen schwimmt auf dem kleinen kЧnstlichen See; zu aller Freude bringt noch der JЧngste seinen SchСfer und SchСfchen weidend zwischen den Berg und den See; nun stehen sie alle und schauen mit Wohlgefallen und Lust das Werk ihrer eigenen Hand. Oder, dort unten am Quell, am Bache, welch reges GetЧmmel ; Сltere Knaben sind es. KanСle haben sie gebaut und Schleusen und BrЧcken und SeestСdte, Wehre und MЧhlen, ein jeder unbekЧmmert und nicht beachtend das Werk des andern; nun aber soll das Wasser seiner Natur nach benutzt werden und Schiffe auf demselben von der HШhe zur Tiefe gleiten; aber nach jedem Schritt ist eines andern Grenze, und jeder macht sein Recht als Herr und SchШpfer gleich geltend, und jeder fordert sein Recht, erkennt an die Forderung der andern, was Seite 130 kann vermittelnd hier sein? -- nur VertrСge, und gleich Staaten verbinden durch strenge VertrСge sie sich; wer mag die vielseitige Bedeutung, wer mag die vielseitigen FrЧchte dieser Knabenspiele nachweisen? Nur ein zweyfaches steht fest und wahr: Aus einem Sinne und einem Geiste, dem einen Knabensinne, dem einen Knabengeiste gingen sie hervor; und: die Knaben, die sie spielten, waren brave SchЧler, lern und begreifsam, einsichtig und darstellend, flei▀ig und strebsam, sind tЧchtige JЧnglinge an Kopf und Herz, rat und thatfertig, und die so spielten, sind tЧchtige MСnner und werden tЧchtige ein- und umsichtige MСnner werden. Wichtig, ganz besonders wichtig ist in diesem Alter das Bearbeiten eigner GСrten, das Bearbeiten derselben um des Erzeugni▀ses willen; denn der Mensch sieht da zuerst auf einem organischen: geistig gesetzmС▀igen, nothwendig bedingten Wege FrЧchte aus seinem Thun, seinem Handeln hervorgehen, FrЧchte, die vielseitig, obgleich den innern Gesetzen der Naturkraft unterworfen, doch auch von seiner ThСtigkeit, von den Gesinnungen seiner ThСtigkeit abhСngen. Besonders findet dadurch das Leben des Knaben mit der Natur, und dessen Fragen nach ihr, dessen Sehnsucht, die Natur zu erkennen, die ihn dahin treibt, GewСchse und Blumen lange und immer wieder von neuem lange zu beschauen, sinnend zu beachten, vielseitige und volle Befriedigung, und die Natur scheint auch diesem Triebe und dieser BeschСftigung ganz besonders hold zu seyn, sie ganz besonders durch einen Seite 131 glЧcklichen Erfolg zu segnen ; denn bey einem Blicke auf und in die Kinder und KnabengСrten tritt sogleich die Erscheinung entgegen, da▀ des Knaben GewСchse, welcher nur einigerma▀en sie hegt und pflegt, mit auffallender Gesundheit und Frische wachsen und blЧhen, ja da▀ die GewСchse und Blumen der Knaben, welche sie mit ganz besonderer Liebe warten und beachten, gleichsam mit ihnen leben, da▀ diese GewСchse und Blumen auch ganz besonders frisch und freudig blЧhen und stehen. Kann der Knabe kein selbst zu pflegendes GСrtchen haben, so sollten wenigstens ein paar GewСchse in KСsten oder BlumentШpfen sein Eigentum sein, nicht mit seltenen, schwer zu pflegenden, gefЧllten, nein, mit leicht fortkommenden, blЧten und blСtterreichen, gewШhnlichen gemeinen Pflanzen. Das Kind, der Knabe, welcher ein Сu▀eres Leben, wenn auch einer sehr untergeordneten Stufe, pflegte, behЧtete, wird auch leichter zur Pflege und Hut seines eigenen Lebens hinzufЧhren sein. Und durch die Pflege der Pflanzen wird auch des Knaben sonstige Sehnsucht nach der Beachtung lebendiger NaturgegenstСnde: KСfer, Schmetterlinge, VШgel befriedigt; denn diese kommen ja gern in die NСhe der Pflanzenwelt. -- Keineswegs aber sind alle Spiele, sind alle BeschСftigungen der Knaben dieses Alters nur reine Gegenstands-, nur reine Sachdarstellungen, nein, viele sind vielmehr Чberwiegend reine KraftЧbungen und KraftwСgungen an sich; viele haben bey weitem mehr nur das Ziel der reinen Kraft- Seite 132 darstellung. Doch hat auch das Spiel dieses Alters immer einen eigenen, dem innern Leben desselben ganz entsprechenden Charakter; so wie nСmlich in dem vorigen Zeitraume, dem des Kindesalters, nur ThСtigkeit an sich Zweck des Spieles war, so ist jetzt dessen Zweck immer ein bestimmtes, sich bewu▀tes Ziel, so ist er jetzt die Darstellung als solche, das Darzustellende selbst, welcher Charakter der freien Knabenspiele in dem fortschreitenden Alter sich immer mehr ausbildet; so selbst bey allen Spielen der KШrperbewegung, den Spielen des Laufens, Schlagens, Ringens: Ballspielen, Barlaufen, Kriegs und Jagdspielen usw. Das GefЧhl gewisser, sicherer Kraft, das GefЧhl der ErhШhung und Steigerung derselben, welches er als einzelner und in dem Gemeinsamen hat, ist es, welches den Knaben mit der alles durchdringenden, jubelnden Lust bey diesen Spielen erfЧllt; aber keineswegs ist es nur die physische, leibliche, kШrperliche Kraft, welche hier so hohe und stСrkende Nahrung erhСlt; nein! nein! auch die Geistes, die sittliche Kraft erscheint bey allen diesen Spielen in einer ErhШhung, Steigerung, Bestimmtheit, Sicherheit, da▀, wenn es darauf ankСme, abzuwСgen, nach welcher Seite hin sich der Ausschlag neige, ob auf die geistige oder leibliche Seite, schwerlich wohl dem KШrper oder dem Leibe das Uebergewicht zuzugestehen sey: -- Gerechtigkeit, MС▀igung, Selbstbeherrschung, Wahrheit, Treue, BrЧderlichkeit und doch auch strenge Unparteilichkeit, wem duften nicht alle diese schШnen Blumen des Herzens und GemЧthes und des festen Willens entgegen, wenn er einem Kreise solcher spielenden Seite 133 Knaben sich nСhert; die schШnfarbigen, wenn auch gleich vielleicht weniger duftenden Blumen: Mut, Ausdauer, Entschlossenheit, Besonnenheit, Gei▀elung und Ausscheidung des aus TrСgheit Bequemlichen gar nicht mit in den Strau▀ gewunden. Wem es um das Einatmen eines frischen, erfrischenden Lebensatems zu thun ist, der besuche die SpielplСtze solcher Knaben. Doch noch zarter duftende BlЧmchen blЧhen, und der mutige, freie Knabe schont ihrer, wie das mutige Ro▀ des Menschen, des Kindes, welches in der Bahn seines raschen Laufes liegt; diese zarten, dem Veilchen und dem FrЧhlingswei▀ Сhnlichen Blumen sind: Schonung, Duldsamkeit, Pflege, Ermutigung des nicht durch eigene Schuld SchwСcheren, des Zarteren, JЧngeren, Billigkeit gegen den mit dem Spiele noch Unbekannten. MШchten dies doch alle die bedenken, welche KnabenspielplСtzen nur eben duldend einen Raum in der Knabenerziehung einrСumen! -- Wohl ist manches Wort rauh und manche That keck; aber die Kraft, das GefЧhl der Kraft soll erst da sein, ehe die gebildete Kraft da sein, ehe die Kraft als eine gebildete erscheinen kann; und scharf, klar und durchdringend ist des Knaben Auge, Blick und Sinn zur Erkennung des Innern, und darum scharf und hestimmt, auch wohl hart und rauh ist das Urteil gegen den im Urteil und Kraft EbenbЧrtigen, sich wenigstens ebenbЧrtig Stellenden. Jeder Ort sollte fЧr seine Knabenwelt einen eigenen, gemeinsamen Spielplatz haben; herrlich wЧrden die FrЧchte Seite 134 sein, welche daraus fЧr die ganze Gemeinschaft hervorgehen; denn die Spiele dieser Entwickelungsstufe sind, wo es nur immer mШglich ist, gemeinsam, und so den Sinn und das GefЧhl fЧr das Gemeinsame, das Gesetz und die Forderungen des Gemeinsamen entwickelnd. Der Knabe sucht sich in seinen Genossen zu sehen, sich in denselben zu fЧhlen, sich an denselben zu messen, zu wСgen, sich durch dieselben zu erkennen und sich durch sie zu finden; so wirken und bilden diese Spiele unmittelbar fЧrs Leben, wecken und nСhren viele bЧrgerliche und sittliche Tugenden. Doch Jahreszeiten und UmstСnde erlauben dem von hСuslichen und SchulgeschСften freien Knaben nicht immer seine Kraft im Freien zu Чben und zu entwickeln, und unthСtig soll der Knabe schlechterdings nie sein; darum machen in diesem Alter auch alle Arten anderer Сu▀erer BeschСftigungen und. Darstellungen, die an Haus und Stube geknЧpft sind, besonders das, was man mechanische Arbeiten nennt: Papier und Papparbeiten, Formen usw. einen so wesentlichen Theil des Knabentums und der KnabenfЧhrung aus und sind diese fЧr denselben so wichtig. Doch es ist in dem Menschen noch ein Streben, eine Sehnsucht, noch eine Forderung des GemЧthes, welche durch alle Сu▀eren BeschСftigungen, durch alle Сu▀ere ThСtigkeit sich nicht befriedigt fЧhlt; alles, was Сu▀ere BeschСftigung und ThСtigkeit dem Menschen auf dieser Stufe geben, Seite 135 ist fЧr ihn, ist fЧr das, was er bey einer seinem Wesen angemessenen Erziehung sucht und bedarf, lange nicht genug; die Gegenwart mit aller ihrer FЧlle und ihrem Reichthum kann ihm nicht genЧgen. Dadurch, da▀ etwas in der Gegenwart ist, erkennt er, da▀ etwas in der Vergangenheit war. Auch dies, was vor ihm war, auch von ihm mШchte er wissen; er mШchte den verflossenen Grund, die verflossene Ursache von dem, was gegenwСrtig ist, kennen, ja da▀ ihm das aus der alten Zeit noch ZurЧckgebliebene von sich selbst, von dem Grunde seines Daseyns, von jener alten Zeit erzСhlen mШchte, das wЧnscht er. Wem ist wohl aus seinem besonders reiferen Knabenalter nicht die deutliche Sehnsucht erinnerlich, die sich in seinem GemЧthe beym Anblick alter GemСuer, alter TЧrme, Ruinen, ja nur alter GebСude, auch beym Anblick alter Gedenksteine und SСulen auf HШhen und an Wegen laut aussprach, da▀ andere von diesen GegenstСnden, ihrer Zeit und ihren Ursachen Kunde geben mШchten? Ja, wer hat in sich dann nicht eine dunkle, unbestimmte Ahnung: als kШnnten und wЧrden irgendeinmal diese GegenstСnde selbst von sich und ihrer Zeit Kunde geben, wahrgenommen? -- Doch wer anders kann ihm nach seiner Erfahrung und Einsicht davon Kunde geben, als die, welche schon vor ihm da waren, als die ─lteren? Da▀ diese es ihm sagen, da▀ diese es ihm erzСhlen mШchten, das wЧnscht er, und so entwickelt sich in dem Knaben dieses Alters das BedЧrfnis und der Drang nach der ErzСhlung, nach der Sage, nach dem ErzСhlen Чberhaupt, spСter nach dem Geschichtli- Seite 136 chen. Dieser Drang, besonders in seiner ersten Erscheinung, ist in diesem Alter ungemein gro▀, er ist so gro▀, da▀, wo er nicht aus der und durch die Umgebung befriedigt wird, ihn die Knabenwelt aus und durch sich selbst zu befriedigen sucht, und die▀ besonders in den Zeiten und den Tagen der Ruhe, namentlich auch dann, wenn die KШrper und OrdnungsgeschСfte des Tages beendigt sind. Wer hat nicht gesehen und ist nicht davon mit Achtung erfЧllt worden, wie ein Kreis von Knaben dieses Alters sich um den aus ihrer Mitte versammelt hat, welchen ein gutes GedСchtnis und eine lebendige Einbildungskraft zu ihrem ErzСhler bestimmt hat, wie da die Чbrigen mit gespannter Aufmerksamkeit zuhШren, wenn seine ErzСhlung ihren Lebenswunsch erfЧllt und ihnen Handlung, That, Urteil durch That besthСtigt, mit einem Worte: Beyspiel und Wort in Einigung mit ihrem Innern ihnen vorfЧhrt! -- Aber auch selbst die Gegenwart, in welcher der Knabe lebt, enthСlt noch vieles, was der Mensch dieser Entwickelungsstufe sich nicht deuten kann und sich doch so gern deuten mШchte; was ihm stumm erscheint und von dem er wЧnscht, da▀ es reden mШchte; was ihm todterscheint und von dem er doch so gern mШchte, da▀ es lebend und lebendig wСre. Von andern wЧnscht er diese Deutung zu vernehmen, von andern wЧnscht er, da▀ die stille Sprache der ihm stummen GegenstСnde sie ihm hШrbar machten, den stummen GegenstСnden Sprache gСben: den innern, leben- Seite 137 digen Zusammenhang aller Dinge, welchen sein Innerstes ahnet, den mШchte er durch Wort und Sprache sich klar ausgesprochen hШren. Doch auch diesen andern ist nicht immer und hСufig, ja fast gar nicht mШglich, des Knaben Wunsch zu erfЧllen, und so entwickelt sich in demselben das LebensbedЧrfnis und der Drang der Fabel und des MСrchens, welche beyde sprachlosen GegenstСnden Sprache und Vernunft beilegen, die erstere innerhalb der Grenze der menschlichen und das zweyte Чber die Grenze der menschlichen VerhСltnisse und der menschlichen, irdischen Erscheinungen hinaus. -- Auch die▀ hat gewi▀ jeder bemerkt, welcher nur das Leben der Knaben dieses Alters mit einiger tiefern und erfassenderen Aufmerksamkeit beachtet hat; sowie, wenn auch hier durch des Knaben Umgebung dieses BedЧrfnis des selben nicht befriedigt wird und werden kann, da▀ er dann ganz durch sich selbst auf die Erdichtung und Darstellung von MСrchen und Fabeln fСllt, und solche entweder nur in sich, oder auch fЧr seine Altersgenossen ausbildet und diese zu ihrer gro▀en Freude damit unterhСlt. Diese MСrchen und ErzСhlungen legen dann dem Beobachter sehr sprechend dar, was in dem tiefen GemЧthe des jungen ErzСhlers demselben ohne Zweifel selbst noch ganz unbewu▀t sich bewegt. Was er in sich selbst fЧhlt und was in ihm lebt und wozu sogar, um es sich nur selbst auszusprechen, ihm noch die Sprache mangelt, das wЧnscht er von anderen und durch andere ausgesprochen zu hШren. Seite 138 Was des Knaben GemЧthe ahnet, was ihm das Herz schwellend macht im GefЧhl der Freude und Lust, wie im FЧhlen der Kraft und des FrЧhlings, das mШchte sein Wort sagen; doch der Knabe fЧhlt sich fЧr sich selbst unmЧndig; er sucht nach Worten, und da er solche noch nicht in sich finden kann, so freut er sich innig, solche au▀er sich durch AussprЧche, besonders durch Lied und im Liede zu finden. Singt nicht der heitere, frohe Knabe auf dieser Stufe so gern? -- fЧhlt er nicht im Gesange sich selbst erst wahrhaft lebend? -- ist es nicht das GefЧhl der wachsenden Kraft, welches auf Wanderungen durchs Tal zum Berg, vom Berg zum Berg von seinen Lippen und aus gesunder Kehle das aufmunternde Lied laut erschallend macht? -- Der Drang, so gern Чber sich selbst klar zu sein, fesselt den Knaben; so sahen wir ihn an dem klaren, reinen, lebendigen, ruhigen oder bewegten Wasser; immer zieht es ihn in seinem Spiele wieder an dasselbe zurЧck, weil er darin sich selbst, das Bild seiner Seele schaut, und er in und durch dasselbe Чber das geistige Wesen derselben klar zu werden hofft. Was das Wasser im Bach und See, was die reine Luft und klare Ferne vom Gipfel des Berges fЧr die Seele des Knaben ist, das ist ihm das Spiel: -- ihm fЧr das Leben ein Spiegel der ihn kЧnftig erwartenden KСmpfe des Lebens; darum, um fЧr diese zu erstarken, sucht wohl sogar der Knabe und der spСtere JЧngling Hindernis, Schwierigkeit und Kampf im Spiele auf. -- Seite 139 Sehnsucht, von der Vorwelt und von der Natur Kunde zu bekommen, fesselt den Knaben von neuem und immer wiederkehrend an Blumen und altes GemСuer und verfallene GewШlbe; Drang nach Darstellung dessen, was GemЧth und Herz schwellend macht, treibt ihn zum Gesang, und so ist es gewi▀, da▀ sehr viele der Сu▀ern Erscheinungen, sehr vieles von dem Handeln und Thun der Knaben eine innere geistige Bedeutung hat, das innere, geistige Leben und Streben desselben bezeichnet, also sinnbildlich, symbolisch ist. Wie so heilsam wЧrde es fЧr Eltern und Kind, fЧr deren Gegenwart und Zukunft sein, wenn von den Eltern an dieses Sinnbildliche des Kindes und Knabenalters geglaubt, wenn in dieser Beziehung von Eltern das Leben ihrer Kinder beachtet wЧrde, welch ein neues lebendiges Band wЧrde die▀ zwischen Eltern und Kind schlingen ; welch ein neuer Lebensfaden wЧrde sich zwischen deren jetziges und kЧnftiges Leben hinziehen! -- So das reine Knabenleben dieses Alters. Blicken wir nun von dieser VorfЧhrung des innern und Сu▀ern reinen Knaben- und Kinderlebens, welches uns zum Segen der Menschen noch da, wo eine der Menschennatur und dem Menschenwesen angemessene Kinder- und KnabenfЧhrung und Erziehung herrscht, und in der Wirklichkeit da und dort wohl in grШ▀erer SchШnheit, FЧlle und Lebendigkeit als hier dargestellt, entgegentritt; blicken wir nun von diesem reinen Kinder- und Knabenleben auf und in das Kinder- und Seite 140 Knabenleben, wie es uns leider in der Wirklichkeit, in der Mehrzahl, wenn auch nur teilweise sich zeigt; blicken wir besonders in des Kindes und Knaben kindliches, brЧderliches, hСusliches, thСtiges und arbeitsames SchЧler und Genossenleben: so mЧssen wir unumwunden aussprechen, da▀ da vieles ganz anders entgegentritt, da▀ Eigensinn, Trotz, Bequemlichkeit, Geistesund KШrpertrСg und Faulheit, Sinnenund Gaumendienst, Eitelkeit und EigendЧnkel, Rechthaberei und Herrschsucht, UnbrЧderlich und Unkindlichkeit, Leerheit und OberflСchlichkeit, Arbeits, ja sogar Spielscheu, Ungehorsam und Gottesvergessenheit usw. begegnet. Schauen, suchen wir nun nach den Quellen dieser und der vielen andern fehlerhaften Kinder und Knabenerscheinungen im Leben, welche keineswegs verneint werden kШnnen, so tritt in seinen Сu▀ersten Endpunkten ein zweyfacher Grund entgegen: einmal vШllig unterlassene Entwickelung verschiedener Seiten des rcinen Menschenwesens, dann die frЧhe fehlerhafte Richtung, die frЧhen fehlerhaften, unnatЧrlichen Entwickelungsstufen und Verdrehungen der ursprЧnglich guten menschlichen KrСfte, Anlagen und Bestrebungen durch willkЧrliches, gesetzloses Eingreifen in den ursprЧnglichen, gesetzmС▀igen und nothwendigen Entwickelungsgang des Menschenwesens, des Menschen. Denn wohl ist das Wesen des Menschen an sich gut und wohl gibt es in dem Menschen an sich gute Eigenschaften und Bestrebungen, aber keineswegs ist der Mensch an und durch sich schlecht, ebensowenig, als es durch sich selbst schlechte, noch Seite 141 weniger bШse Eigenschaften des Menschen gibt, wenn man nicht das Endliche, KШrperliche, VergСngliche, Leibliche an sich und als solches, und in seinen Eigenschaften und Folgen -- was aber seinen unumgehbaren Grund und sein Daseyn in der Erscheinung des Ewigen im Zeitlichen und als Zeitliches, des Einigen im Einzelnen und als Einzelnes, in der Bestimmung des Menschen zum Bewu▀tsein, zur Vernunft und Freyheit hat, -- wenn man jenes und das, was nothwendig daraus folgt, da▀ der Mensch mu▀ fehlen kШnnen, um gut und tЧchtig, tugendhaft zu sein, da▀ er sich mu▀ zum Sklaven machen kШnnen, um wahrhaft frei zu sein, wenn man die▀ nicht an sich bШs, schlecht und fehlerhaft nennen will. Wer das GШttliche und Ewige mit Selbstbestimmung und Freyheit thun soll, der mu▀ das Irdische und Endliche thun kШnnen und dЧrfen. Da Gott sich in der Endlichkeit kundthun wollte, so konnte es nur durch und am Endlichen und VergСnglichen geschehen; wer darum das Zeitliche, Einzelne und so das Endliche, KШrperliche, Leibliche an sich schlecht nennt, der verachtet dadurch die SchШpfung, das Gewordene, die Natur an sich; ja er lСstert im eigentlichen Sinne Gott. Ebenso ist es schon Verrat an der Menschheit und am Menschen, wenn gesagt wird, er sey seinem Wesen nach, er sei an sich weder gut noch schlecht oder bШse; wieviel mehr ist es noch Verrat, wenn sogar auszusprechen gewagt wird, der Mensch sey an sich und seinem Wesen nach schlecht, bШs. Der Mensch vernichtet dadurch fЧr den Menschen Gott; denn er vernichtet Seite 142 dessen Werk und so Mittel und Weg, Gott wahrhaft zu erkennen und bringt so die LЧge, die einzige Quelle alles BШsen, in die Welt. Gibt es ein BШses, welches an sich bШse genannt werden kann, so ist es dies, weil es das erste BШse ist; aber die LЧge hat kein Bestehen in sich; sie ist schon vernichtet und wird, so wie sie dem Wesen nach schon vernichtet ist, auch als Erscheinung vernichtet werden; denn der Mensch ist weder mit noch zur LЧge erschaffen, sondern mit und zur Wahrheit; der Mensch schafft auch nicht die LЧge aus sich, aus seinem Wesen; sondern der Mensch kann die LЧge schaffen und schafft die LЧge, eben weil er von Gott zur Wahrheit geschaffen ist; der Mensch schafft dadurch die LЧge, da▀ er dies entweder sich fЧr sich selbst oder fЧr andere nicht anerkennen macht; der Mensch schafft dadurch die LЧge, da▀ er verhindert, da▀ der Mensch die▀ in sich selbst und durch sich selbst aus der reinen Quelle seines Wesens erkenne und andern anerkennen mache. Der Mensch als irdische Erscheinung, als Erdenwesen ist bestimmt, da▀ Geist und KШrper, Leib und Seele in einem gewissen Ebenma▀e, Gleichgewichte mit Bewu▀tsein und Vernunft ausgebildet werde; alle Fehlerhaftigkeit, ja die Erscheinung der Schlechtigkeit und Bosheit, die am Menschen ist und die durch den Menschen geschieht, die ihm gleichsam anklebt und wie ein Truggewand umgibt, die er sogleich von und durch sich selbst abwerfen wЧrde, wenn er nur zur reinen und klaren Erkenntni▀ seines Wesens kommen Seite 143 kШnnte, wenn er, zu ganzer oder teilweiser Erkenntni▀ und Einsicht gekommen, durch VerwШhnung und SchwСchung nur nicht so kraft und willenlos gemacht wСre, es durch sich selbst abzuwerfen, -- alle diese Fehlerhaftigkeiten und Schlechtheiten haben blo▀ in dem gestШrten VerhСltnisse dieser beyden Seiten des Menschen: seiner Natur, dem Gewordenen, und seinem Wesen, dem Seyenden in ihm, ihren Grund. Darum liegt aller Erscheinung der Fehlerhaftigkeit in dem Menschen eigentlich und ursprЧnglich eine zerdrЧckte oder verrЧckte gute Eigenschaft, ein gutes Streben, nur zurЧckgedrСngt, mi▀verstanden oder mi▀geleitet, verleitet, zugrunde, und darum besteht das einzige, aber auch nie trЧgende Mittel, alle Fehlerhaftigkeit, ja Bosheit und Schlechtigkeit zu vernichten und aufzuheben, darin, sich zu bemЧhen, die ursprЧnglich gute Quelle, Seite des menschlichen Wesens aufzusuchen und aufzufinden, in deren ZerdrЧckung, StШrung oder Mi▀leitung die Fehlerhaftigkeit ihren Grund hat, diese dann zu nСhren, zu pflegen, aufzurichten, recht zu leiten; so wird die Fehlerhaftigkeit endlich, wenn auch mit mЧhseligem Kampfe gegen die Gewohnheit, nicht gegen ursprЧnglich BШses im Menschen, schwinden, und dies um so schneller und sicherer, weil der Mensch selbst den Weg der Fehlerhaftigkeit verlС▀t; denn der Mensch will lieber das Rechte als das Schlechte. So ist, um eins auszuheben, keineswegs zu leugnen, da▀ jetzt Сu▀erst wenig eigentlich kindlicher, Сcht frommer Sinn, wenig gemeinsam schonender, wenig brЧderlich duldender, wenig Сcht religiШ- Seite 144 ser Sinn in der Kinder und Knabenwelt, dagegen viel Selbstsucht, Unfreundlichkeit, besonders Roheit usw. in derselben herrsche ; der Grund davon liegt ganz einfach und einzig in dem nicht allein von frЧhe an in dem Kinde und Knaben nicht geweckten und spСter in demselben nicht genСhrten, sondern im Gegenteil von frЧhe an zwischen Eltern und Kindern vernichteten und gestШrten GemeingefЧhle. Soll darum wieder Сchte BrЧderlichkeit, Сchte Kindlichkeit, vertrauender, Сcht liebend frommer Sinn, VertrСglichkeit, Schonung und Achtung des Genossen und Nebenmenschen herrschend werden, so kann es nur dadurch geschehen, da▀ jetzt noch an das in jedem Menschen ruhende GemeingefЧhl so viel oder so wenig sich davon noch vorfinde angeknЧpft und die▀ mit der grШ▀ten Sorgfalt gepflegt werde; dann werden wir auch gewi▀ bald wieder das besitzen, was wir jetzt mit so gro▀em Schmerz in Beziehung auf Familien, menschliches und religiШses Leben so sehr vermissen. Eine andere Quelle vieler Knabenfehler ist die Uebereilung, die Unachtsamkeit, der Leichtsinn, mit einem Worte die Gedankenlosigkeit, d. h. das Handeln nach einem alle Sinnen und KШrperthСtigkeit gefangennehmenden, an sich ganz unschСdlichen, unschuldigen, wohl sogar lobenswerten Triebe, wovon aber die Folgen der Befriedigung in diesem einzelnen Falle dem Knaben in seiner Lebenserfahrung noch nicht vorstanden und es ihm auch gar nicht in den Sinn kam, sich die Folgen der Handlung aus der Sache selbst zu erklСren. Seite 145 So puderte ein Knabe von nichts weniger als bШsem GemЧthe seines ihm sehr lieben Oheims PerЧcke in wahrer Lust Чber sein Werk mit Pulver von klar gemahlenem Gyps, ohne sich im mindesten etwas Fehlerhaftes, noch weniger das dabey zu denken, da▀ das scharfe Steinmehl nothwendig dem Haare derselben usw. nachteilig sein mЧsse. Ein anderer Knabe fand in einem gro▀en WassergefС▀ tiefe runde PorzellanschЧsseln; zufСllig bemerkte er, da▀ diese SchЧsseln, umgekehrt auf die glatte, ruhige WasserflСche fallend, einen knallenden Schall bey einer schnellenden Bewegung von sich gaben. Diese Erscheinung machte ihm Freude; er versuchte sie oft, sich bestimmt sagend, da▀ ja das GefС▀ in dem ausweichenden tiefen Wasser nicht zerbrechen kШnnte; oft glЧckte es, und um die Wirkung immer schШner zu machen, mu▀te die SchЧssel immer hШher herabfallen; doch einmal fiel die SchЧssel so ganz waagrecht auf die waagrechte WasserflСche und von einer solchen HШhe herab, da▀ die zwischen der WШlbung der SchЧssel und dem Wasser eingepre▀te Luft nach keiner Seite ausweichen konnte und doch so zusammengedrЧckt wurde, da▀ die Gewalt dieser gewaltsam eingepre▀ten Luft die vШllig schadlose SchЧssel durch einen senkrechten Sto▀ in zwey fast vШllig gleiche Theile teilte. Betroffen und betrЧbt stand nun der kleine sich selbst lehrende Physiker bey dem unerwarteten Erfolge seines ihn so hoch erfreuenden Spieles. -- Doch noch bey weitem mehr und kaum glaublich kurzsichtig ist der Knabe in dem Nachgehen seines Lebenstriebes. Ein anderer Knabe warf lange nach dem kleinen Seite 146 Fenster eines benachbarten GebСudes mit recht ernstem BemЧhen, es doch zu treffen; aber dabey weder ahnend, noch weniger sich sagend, da▀, wenn der Stein das Fenster seinem Streben und Wunsche nach treffe, das Fenster nothwendig entzweigehen mЧsse ; der Stein trifft ; es klingt, und der Knabe steht fest an der Stelle gewurzelt.-- So zielte ein anderer, keineswegs bШsartiger, im Gegenteil sehr gutmЧtiger Knabe, welcher selbst die Tauben sehr liebte und pflegte, mit vШlliger Lust und Streben sein Ziel zu treffen, nach des Nachbars schШner Taube auf dessen Hausforst, ohne dabey zu bedenken, da▀, wenn die Kugel trСfe, nothwendig die Taube fallen mЧ▀te, ohne weiter zu bedenken, da▀ die▀ wohl eine Mutter ihrer Pflege noch ganz bedЧrftiger Jungen sein kШnnte; er scho▀, die Kugel traf; die schШne Taube sank, ein sehr schШnes Taubenpaar war zerrissen, und nur noch beflaumte Junge hatten ihre sie nСhrende und erwСrmende Mutter verloren etc. -- Es ist gewi▀ eine sehr tiefe Wahrheit, deren Nichtanerkennung sich leider tСglich schwer rСcht, da▀ es am meisten der Mensch, der andere Mensch, oft selbst der erziehende Mensch selbst ist, welcher den Menschen, das Kind und den Knaben erst schlecht macht; die▀ geschieht dadurch, da▀ man alle dem, was von seiten des Kindes oder des Knaben entweder aus Unkunde, UnЧberlegtheit oder auch wohl als Folge eines sehr scharfen Blickes fЧr das Rechte oder Unrechte au▀er ihm und so aus einem seht tЧchtigen und lobenswerten RechtsgefЧhle geschieht, immer eine bШse, schlechte, wenigstens schiefe Ab- Seite 147 sicht zum Grunde legt. Leider gibt es auch noch solche UnglЧcksmenschen unter den Erziehern; sie sehen immer an den Kindern und Knaben kleine boshafte, tЧckische, lauernde Teufelchen, wo andere hШchstens einen zu weit getriebenen Scherz oder die Wirkung einer zu sehr freigelassenen Lebenslust erblicken. Solche UnglЧcksvШgel, besonders als Erzieher, machen den, wenn auch nicht ganz unschuldigen, doch schuldlosen Menschen und ein solches Kind erst schuldvoll, denn sie setzen Gesinnungen, Handlungen in ihn, die ihm noch fremd sind, sie machen ihn, wenn auch zunСchst nicht willens, doch thatschlecht, sie schlagen ihn geistig tot, nehmen ihm das Leben, damit er erkenne, er habe dieses Leben nicht durch und aus sich, kШnne es sich auch nicht selbst geben ; aber das Сchte Leben ist nun weg, er kann es sich auch nicht geben, was hilft nun die thatlose Erkenntni▀, was hilft der kraftlose Wunsch ohne Thatkraft? Das, was sie bШs und schlecht gemacht haben, dadurch, da▀ sie glauben, auch nicht einmal das Kind kШnne zum Besitz des Himmels gelangen; einen Himmel in seinem GemЧthe tragen, ohne vorher, lindestens gesagt, durch die Schuld hindurch zu gehen, das soll dann der liebe Gott wieder gutmachen, und das nennen sie: das Kind fromm machen. Die▀ Verfahren ist gleich dem des kleinen gutmЧtigen Jungen, welcher von seiner Fliege oder seinem KСfer, der von seinem vielen Behandeln matt, auch wohl fu▀los ist, in fester Ueberzeugung sagt: -- er oder sie ist zahm. -- So gibt es noch Kinder und Knaben, welche bey gro▀er Fehlerhaftigkeit in der Сu- Seite 148 ▀ern Erscheinung wegen Nichtanschauung, Nichtbeachtung, aber auch Nichtkenntnis der Сu▀ern LebensverhСltnisse, indem sie sich so ganz dem treibenden innern Leben hingeben, doch das allerinnigste, sehnlichste Streben haben, gut und tЧchtig zu werden. Solche Knaben werden aber auch leider zuletzt wohl gar wirklich in sich schlecht und eben erst dadurch, da▀ man sie in ihrem innersten Streben nicht nur zu hСufig nicht erkannte, sondern sie sogar verkannte; wЧrde ihnen diese Anerkenntnis aber noch zur rechten Zeit werden, so wЧrden sie gewi▀ oft noch die Чber allen Vergleich tЧchtigsten Menschen werden. Ja, Kinder und Knaben werden sehr hСufig von Erwachsenen, Eltern und Erziehern wegen Fehlern und Vergehungen bestraft, die sie frЧher vielleicht von ebendenselben erst bekommen haben ; besonders legt sehr hСufig die Strafe, namentlich die Wortstrafe erst Fehler in die Kinder, bringt ihnen sogar dadurch erst Fehler zur Kunde und Kenntnis, welche sie gar nicht besitzen. Der Mensch versЧndigt sich darum bey weitem mehr gegen den Menschen, gegen die Kinder, als gegen Gott; denn was vermag das schnШde Handeln des unnЧtzen Kindes gegen die WЧrde des in anerkannt bewСhrter Tugend dastehenden Vaters? aber was kann der unnЧtze Knabe nicht dem jЧngeren Kinde an Seele und Leib durch Wort und That schaden! -- So die▀ das VerhСltnis des Menschen zum Menschen und zu Gott. -- Es zieht sich ja auch, wie schon angedeutet, ein tiefer, ahnender, sehnender Sinn in des Knaben GemЧthe durch Seite 149 alles hindurch, was er in diesem Zeitraume tut, durch alles ein tiefer bedeutungsvoller Sinn; alles sein Thun hat einen gemeinsamen Charakter; denn er sucht ja die alle Dinge und Wesen einende Einheit, und so auch sich in und unter allen Dingen zu finden. Eine sich selbst nicht zu deutende Sehnsucht treibt ihn besonders zu den Dingen der Natur, zu den Dingen, Pflanzen und Blumen usw. in der Natur, die im Verborgenen stehen; denn ein sicheres GefЧhl sagt ihm: nicht offen und Сu▀erlich liegt da, was das Sehnen des GemЧthes befriedigt, aus der Verborgenheit und Dunkelheit soll und mu▀ es hervorgefШrdert werden. Das NСhren dieser Sehnsucht wird nicht allein frЧh versСumt, sondern sogar das Streben des Knaben, sie durch und aus sich zu nСhren, wird leider zu frЧhe gestШrt; denn der natЧrlich gefЧhrte Knabe dieses Alters sucht, so schwach und sich unbewu▀t, in sich selbst unerkannt auch immerhin die Andeutungen sein mШgen, eigentlich nur die alle Dinge einende Einheit, die nothwendige lebendige Einheit, den Grund aller Dinge, -- Gott --, nicht den von Menschenklugheit und Menschenwitz gemachten und geformten, sondern nur den, der immer dem Herzen und GemЧthe, dem lebendigen Geiste nahe ist, und darum auch nur im Geiste und in der Wahrheit erkannt, und zu dem auch nur so gebetet werden kann. Der Knabe in seiner Reife findet einzig auch nur darin Befriedigung, Ihn, den in unerklСrlichem Sehnen und Suchen Geahnten, gefunden zu haben, weil er nur dann auch sich selbst erst gefunden hat. -- Seite 150 So das freythСtige innere und Сu▀ere Leben des Menschen, des Knaben, in und auf seiner SchЧlerstufe, als SchЧler. Was ist nun Schule? Schule ist das Streben, das Wesen und innere Leben der Dinge und seiner selbst dem SchЧler erkennen und bewu▀t zu machen, die innern VerhСltnisse der Dinge zu und untereinander, zu dem Menschen, SchЧler, und zu dem lebendigen Grund und der sich selbst klaren Einheit aller Dinge, zu Gott, kennen zu lehren und bewu▀t zu machen. Der Zweck des Unterrichts ist: die Einheit aller Dinge und das Ruhen, Bestehen und Leben aller Dinge in Gott zur Einsicht zu bringen, um dieser Einsicht gemС▀ einst im Leben handeln und wirken zu kШnnen ; das Mittel und der Weg dazu ist der Unterricht, das Unterrichten selbst. Darum tritt durch Schule und Unterricht einmal dem SchЧler die Au▀enwelt und er sich selbst als auch mit zu ihr in einer Beziehung gehШrig als ein ihm Entgegengesetztes, Gesondertes, Fremdes und Anderes entgegen. Dann weist ferner die Schule die inneren Richtungen, VerhСltnisse und Beziehungen einzelner Dinge und Sachen zueinander nach und steigt so zu immer hШherer Allgemeinheit und Geistigkeit empor. De▀halb tritt der SchЧler und Knabe, wie er in die Schule tritt, aus der Сu▀ern Ansicht der Dinge heraus und in eine hШhere geistige ein. Dieses Heraustreten des Kindes aus der Сu▀ern und oberflСchlichen und das Eintreten desselben in die innere und darum zur Erkenntni▀, Ein- Seite 151 sicht und zum Bewu▀tseyn fЧhrende Ansicht der Dinge, dieses Heraustreten des Kindes aus der Hausordnung in die hШhere Weltordnung macht den Knaben zum SchЧler, die Schule zu dem, was sie ist, zur Schule. -- Die Schule als eine Anstalt zur Aneignung einer grШ▀ern oder geringern Menge von Mannigfaltigkeiten und darum ─u▀erlichkeiten macht die Schule keineswegs zur Schule, sondern einzig der geistige, lebendige Hauch und Odem, der alle Dinge belebt, in dem alle Dinge sich bewegen. MШchten die▀ alle die tief erwСgen, denen FЧhrung, Leitung, Einrichtung usw. der Schulen als Beruf obliegt. Darum setzt die Schule rein als solche ein sich selbst klares Bewu▀tsein voraus, welches gleichsam Чber und zwischen der Au▀enwelt und dem SchЧler schwebe, das Wesen beyder in sich eine, das Innere beyder in sich trage, zwischen beyden vermittelnd dastehe, beyden Sprache und gegenseitiges VerstСndnis gebe, und die▀ ist der Meister in dieser Kunst, der darum auch Meister hei▀t, weil er wenigstens fЧr das Mehreste, Meiste die Einheit der Dinge nachzuweisen imstande sein soll; er ist Schulmeister, weil er sich selbst und andern das innere, geistige Wesen der Dinge nachweisen und zur Einsicht bringen soll. Die▀ ahnet, hofft, glaubt und fordert auch jedes Kind, Schulkind, von seinem Schulmeister; diese Ahnung und Hoffnung und dieser Glaube ist das unsichtbare und vielwirkende Band zwischen ihnen beyden. Diese Ahnung und Hoffnung, dieser kindliche Glaube der Kinder ist es wohl auch, wodurch unsere alten Schulmeister auf ihre und Seite 152 in ihren Kindern viel mehr zur HervorfШrderung Сcht inneren Lebens wirkten, als viele der heutigen Schullehrer, welche die Kinder mit einer so gro▀en Menge von Dingen bekannt machen, ohne sie in ihrer nothwendigen innern, geistigen Einheit zu zeigen und in derselben zu verknЧpfen. Man erwidere nicht, da▀, wenn diese hШhere und hШchste Ansicht der Schule auch wahr sey und ein geistiges, inneres Bild derselben wohl Bestehen und Daseyn habe, so lie▀e sich dies wohl schwerlich in der Wirklichkeit nachweisen, wenigstens nicht dort, wo ein Schneider als Schulmeister auf seinem Tische wie auf einem Throne sitze und die Schulkinder unter ihm ihr a -- be, ab, und ihre Hauptsumma aller Lehre hersingen, und dort, wo ein alter Holzmacher in dunkler eingeru▀ter Stube im Winter die ErklСrung des kleinen Lutherischen Katechismus wie seine Keile zum Holzspalten zubeilt, hier und usw. wСre doch wohl von einem geistigen Odem und Wesen und Leben nicht die Rede! -- Aber ja! -- Hier ist eben recht davon die Rede, wie kШnnte sonst hier der Blinde dem Lahmen den Weg zeigen und der VerkrЧppelte dem Schwachen auf die Beine helfen? -- Einzig die Kindes- und Knabenahnung, der Kindes- und Knabenglaube, die Kindeseinfalt, welche hofft und glaubt, da▀ ihr Schulmeister, eben weil er nun Schul--Meister hei▀t und ist, darum auch das Сu▀erlich Getrennte innerlich geistig einen, das Tote beleben und dem Leben Bedeutung geben kШnne. Diese Ahnung, und Seite 153 sey sie so nebelgrau, ja so umnachtet, als sie nur wolle, diese ist es einzig, wodurch der Schulmeister das wirkt, was er wirkt; diese Ahnung und jener Glaube sind die allbelebende Luft, wodurch die Steine, die er seinen Kindern zum Essen reicht, ihnen zur Speise, wenn auch nicht fЧr Kopf, doch fЧrs Herz werden; diese Ahnung, Hoffnung und Sehnsucht ist es, dieser alles belebende Geist und Odem, der, wenn er auch innerhalb vier rauchiger WСnde weht, dem Schulknaben seine Schule so lieb macht. Der Geist, der Сchte Geist der Schule, kommt wie der Geist Jesu und Gottes nicht durch Сu▀erliche GebСrde, und so machen es auch luftige Schulstuben als solche nicht, wenn der Luftzug und Wind das hШhere geistige Leben, den hШheren Lebenshauch daraus verwehet hat. Klare, helle Schulzimmer sind ein hohes, kШstliches Geschenk und des tСglichen Dankes des Lehrers und der SchЧler wert; aber sie als solche machen es noch nicht; Luthers Worte: "Fasten und leiblich sich bereiten ist wohl eine feine Сu▀erliche Zucht; aber der ist recht wЧrdig und wohlgeschickt, der den Glauben und das Vertrauen hat" finden auch hier ihre Anwendung. Der Glaube und das Vertrauen, die Hoffnung und das Ahnen, mit welchen das Kind in die Schule tritt, die schaffen alles, die bewirken in den oben bezeichneten Schulen Riesenhaftes; denn das Kind tritt mit dem kindlichen Glauben, der stillen Hoffnung und der dunkeln Ahnung in die Schule: hier wird dich etwas gelehrt, was au▀er der Schule du nicht lernen kannst; hier bekШmmst du Nahrung fЧr deinen Geist und Seite 154 GemЧth, au▀er ihr nur Nahrung fЧr KШrper und Leib, hier so lebt es buchstСblich der Hoffnung und Ahnung nach in dem Kinde, hier Nahrung, Speise und Trank, die Hunger und Durst lШschen, dort Speise und Trank, nach deren Genu▀ du immer von neuem wieder hungerst und dЧrstest. Mit diesem Glauben hШrt es auch das gewШhnliche Wort, die gewШhnliche Rede in dem Munde des Mannes, der ihm, dem Kinde, dem Knaben, Schulmeister ist. Hat die Rede "und das Wort auch keinen hohen geistigen Sinn, so findet ihn doch des Kindes Glaube darin, und die hohe geistige Verdauungskraft des Kindes zieht Nahrung aus Holz und Stroh. Wenn nun schon der Schneider und Holzhauer oder Weber dann, wenn er lehrt, aufhШrt fЧr das Kind Schneider, Holzhauer und Weber zu sein, sondern ihm wird, was er hei▀t, Schulmeister: wieviel mehr da, wo der Schullehrer in Dorf oder Stadt, er hei▀e nun Organist, Kantor oder Rektor, wahrhaft Schulmeister ist oder war. Fragt aber auch da jedes Сchte Schulkind, es frage jeder sich selbst, der ein Сchtes Schulkind war in Dorf oder Stadt, mit welchem GefЧhle er sich da dem Schulhause nСherte und noch mehr, mit welchem er in die Schulstube eintrat, wie es ihm immer war, und wie er sich jeden Tag mehr oder minder bewu▀t war, als trСte er in eine hШhere geistige Welt. Wie wСre es sonst mШglich, da▀ die kaum zur Schule gefЧhrten Kinder wСhrend einer ganzen Woche einen Hauptspruch aus der sonntСglichen Predigt, z.B.: "Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes", jeden Tag Seite 155 lСnger als eine Viertelstunde ohne ErmЧden und im GefЧhle erhШhten Lebens vor und nachsprechen konnten? -- Und wie wСre es sonst wohl mШglich, da▀ so bilderreiche und fremdbilderige Lieder wie: "Es kostet viel ein Christ zu sein" und "Schwing dich auf, mein Herz und Geist" mit Lust und mit wahrhaft innerer Erhebung und lebendigem Ergreifen ins Leben nicht nur von jedem SchЧler wСhrend einer ganzen Woche teil- und abschnittweise tСglich gesungen, sogar angeeignet, oder wie man es Сu▀erlich nennt, auswendig gelernt werden konnten, und die▀ frЧhe, nicht in dem reifern, sondern in dem mittlern Knabenalter so auswendig gelernt werden konnten, da▀ JЧngling und Mann in den StЧrmen und im Drange des Lebens darauf wie auf einem Fels ruhen und an demselben wie an einem Baume sich erheben konnte? -- Man stelle hier nicht den etwaigen Muthwillen der Knaben in den Schulen als Widerspruch entgegen; eben durch die Wirkung der Schule, durch die erhШhte innere geistige Kraft und den erreichten Zweck der Schule, die NСhrung derselben, fЧhlt sich der Knabe freier und bewegt sich freyer; kopfhСngend, lebenstrСge soll der Сchte Schulknabe nicht seyn, sondern Geistes- und Lebens-frisch, Geist- und KШrper-krСftig. Darum denkt sich auch der eigentlich muthwillige Schulknabe, seinem gesunden Lebensmuthe froh nachgebend, wohl jemals kaum eine nachteilige Folge davon in Beziehung auf das Сu▀ere Leben. Es ist hШchst falsch, wenn wir glauben, die innenwirkende, belebende, vereinende (intensive) Kraft des Men- Seite 156 schen nСhme mit den Jahren und dessen Ausbildung zu. Die innenwirkende, belebende, einende Kraft nimmt ab, wСhrend die ausdehnende, herauswirkende, gestaltende, vermannigfachende (extensive) Kraft zunimmt. Das GefЧhl und Bewu▀tsein der letzteren, der ausdehnenden, gestaltenden Kraft in dem Menschen vernichtet leider so leicht und so hСufig die Er- und Anerkenntnis der frЧher dagewesenen innenwirkenden, belebenden, einenden Kraft; die▀ und die Verwechslung beyder im Wesen und in der Erscheinung fЧhrt uns im Leben die gro▀en Mi▀griffe im Schulwesen und in der KinderfЧhrung entgegen, denen wir so hСufig begegnen, und nimmt dem Leben eines jeden selbst seinen Сchten Grund und Boden. Wir trauen jetzt der innenwirkenden und einenden Kindes und frЧhen Knabenkraft zu wenig zu, muten ihr als einer geistig belebenden zu wenig an: darum leistet sie auch in dem spСtern Knabenalter so wenig; denn der Nichtgebrauch der innern Kraft macht selbst die innere Kraft schwinden. Oder wir spielen mit der an den Kindern hervorkommenden, an ihnen bemerkten Kraft; darum geht es uns mit ihnen auch wie mit einem Magnet, den man unthСtig, ohne ihm etwas zu tragen zu geben, hСngen oder wohl gar liegen lС▀t oder mit dessen magnetischen Wirkungen man ein regel und gesetzloses Spiel treibt: in beyden FСllen vermindert und verliert sich die Kraft, soll er sie nun spСter zeigen, so ist er kraft, bleibt er wirkungslos; so jene Kinder, will man ihnen spСter physisch und moralisch etwas zu tragen geben, so zeigen sie sich als SchwСchlinge. Seite 157 MШchten wir zur rechten Beurteilung und WЧrdigung der belebenden Kindes- und Knabenkraft nie vergessen, was einer unserer grШ▀ten Deutschen sagte: da▀ es ein grШ▀erer Schritt sey von einem SСuglinge bis zu einem sprechenden Kinde, als von einem Schulknaben zu einem Newton. Sind also die Schritte nach der Kindheit hinauf grШ▀er, so mu▀ auch die Kraft hШher sein; die▀ sollten wir erwСgen; die spСtere Ausdehnung, Mannigfaltigkeit, Einzeln und Gestaltetheit der Manneserkenntnis und Einsicht (ExtensivitСt derselben) verdunkelt und vernichtet den Blick auf und in die frЧhere Einheit, Einigung und Belebung (IntensivitСt) der Menschenkraft. Also der Geist ist es einzig, der die Schule zur Schule, die Stube zur Schulstube macht. Nicht die noch grШ▀ere Zergliederung und Vereinzelung schon des Einzelnen an sich, welches ja gar keine Grenze kennt und immer wieder einen neuen Grund der Zergliederung und Vereinzelung aufstellt, sondern die Einigung des Einzelnen und Geteilten durch Beachtung, Anschauung und Erkenntni▀ des Geistes, des einenden Geistes, der in allem Einzelnen und aller Mannigfaltigkeit lebt: die▀ ist es, was die Schule zur Schule macht. Verge▀t es nie: das Lehren und Mitteilen einer Mannigfaltigkeit und Vielheit als solcher macht nicht die Schule zur Schule, sondern nur das Hervortretenmachen des ewig lebendig Einen, das in allen Dingen ist. Weil die▀ aber jetzt so hСufig vergessen und hintangesetzt wird, so gibt es Seite 158 jetzt so viele Schullehrer und so wenig Schulmeister, so viele Lehranstalten, aber so hШchstwenig Schulanstalten. Mag man nun wohl auch nicht wissen, wenigstens sich nicht klar und bestimmt genug ausgesprochen haben und noch aussprechen, welcher Geist eigentlich in Сchten Schulanstalten wehte und auch wohl noch hie und da wehet, welcher Geist und welcher Odem Schulen eigentlich beleben soll; es mag ihn auch wohl der echte, treue Schulmeister in der Einfachheit seines Berufes seLbst nicht erkannt, sich ihn nicht genannt und ausgesprochen haben, denselben auch jetzt in der Treue seines Berufes, in dem Durchdrungensein von demselben selbst nicht erkennen, sich ihn selbst nicht nennen und aussprechen: darum aber schwand er auch so leicht und schnell und schwindet immer mehr. Wir sehen, auch hier besthСtigt sich uns leider, was zu unserm schmerzlichen Trauern uns so oft im Leben begegnet: auch das hШchste, kШstlichste Gut geht dem Menschen verloren, wenn er nicht wei▀ und nicht kennt, was er besitzt, wenn er sich dessen nicht bewu▀t wird, und es so mit Bewu▀tsein, Freyheit und Selbstbestimmung festhСlt und aus sich mit Bewu▀tsein, Freyheit und Selbstwahl darstellt. Die Kindesahnung und Hoffnung, der Kindesglaube und Kindessinn des Menschen zeigt wohl den Weg; aber das Bewu▀tsein, die Einsicht und Selbstbestimmung des Menschen soll ihn in Klarheit und Ausdauer festhalten; denn der Mensch ist zum Bewu▀tsein und zu einem Handeln mit Freyheit und Selbstwahl bestimmt. Seite 159 Weiter tritt bey lebendiger VorfЧhrung dessen, was Schule ist und sein soll, die Wahrheit entgegen, da▀ der Gegenstand, in welchem der Knabe, der Mensch, unterrichtet werden soll, zugleich auch der ist, uber welchen er unterrichtet werden soll; sonst bleibt der Unterricht und das Lernen ein gedankenloses Spiel und ohne Wirkung auf Kopf und Herz, Geist und GemЧth. Durch das Gesagte sind nun zugleich die Fragen beantwortet, wenigstens leicht und klar aus demselben und durch dasselbe zu beantworten: sollen Schulen, und warum sollen Schulen und Unterricht sein, was und wie sollen sie seyn? -- Wir sollen als geistig kШrperliche Wesen denkend, bewu▀t, vernЧnftig (vernehmend, d. i. mit Selbstwissen fЧhlend und empfindend) und so besonnen handelnde Menschen werden; wir sollen zuerst trachten nach Ausbildung unserer Kraft, unseres Geistes als eines von Gott empfangenen, nach Darstellung des GШttlichen im Leben, wissend, da▀ dann auch alles Irdische sein Recht und seine Befriedigung erhalte; wir sollen zunehmen an Weisheit und Verstand bey Gott und den Menschen, in menschlichen und gШttlichen Dingen; wir sollen wissen, da▀ wir sind und sein sollen, in dem, das unsers Vaters ist; wir sollen wissen, da▀ wir und alle Dinge der irdischen Erscheinung, dem irdischen Daseyn nach ein Tempel des lebendigen Gottes sind; wir sollen wissen, da▀ wir vollkommen sein sollen, wie unser Vater im Himmel, und diesem Wissen gemС▀ und getreu sollen wir Seite 160 handeln und wirken. Dahin soll uns die Schule fЧhren, darum sollen Schule und Unterricht seyn, darum sollen sie diesem Zwecke gemС▀ beschaffen seyn. Was soll nun die Schule lehren? -- worin soll der Mensch, der Knabe als SchЧler unterrichtet werden? -- Nur die Betrachtung dessen, was die Entwickelung des Menschen auf der Knabenstufe, als Knabe und SchЧler, ist und fordert, kann zur Beantwortung dieser Frage fЧhren; die Kenntnis dieser Forderung und dieses Seins geht aber nur aus des Menschen Erscheinen als Knabe hervor. Was ist nun nach diesem Erscheinen, nach dieser Art und Weise seines Erscheinens das, worin der Knabe unterrichtet werden soll? -- Das Leben und die Erscheinung des Menschen als beginnenden Knaben zeigt zuerst ein lebendiges Durchdrungensein von einem eigenen geistigen Selbst, und zeigt die dunkle Ahnung des Bedingt, des Hervorgegangen und des AbhСngigseins dieses geistigen Selbstes von, aus und durch ein hШheres und hШchstes Sein und Wesen, in welchem auch das Daseyn aller Dinge bedingt ist, aus dem alle Dinge hervorgegangen und von dem alle Dinge abhСngig sind; das Leben und die Erscheinung des Menschen als Knaben zeig ein lebendiges FЧhlen und Ahnen eines lebendigen, belebenden Odems und Wehens, in dem und durch das alle Dinge leben, von dem alle Dinge unsichtbar umgeben sind, wie Seite 161 der Fisch vom Wasser und der Mensch und alle GeschШpfe von der klaren, reinen Luft. Der Mensch als Knabe und beginnender SchЧler erscheint wahrnehmend sein geistiges Wesen, ahnend Gott und das geistige Wesen aller Dinge; er erscheint in und mit dem Streben, jene Wahrnehmung sich immer mehr aufzuklСren und die Ahnung zu besthСtigen. Der Mensch als Knabe tritt der in sich und durch sich ihm gegenЧberstehenden Au▀enwelt mit der Ahnung und Hoffnung und mit dem Glauben gegenЧber, da▀ auch in ihr und Чber ihr ein Сhnlicher Geist wie in ihm und Чber ihm lebe, da▀ auch sie ein Сhnlicher Geist wie ihn durchdringe, und es treibt ihn ein inniges, unwiderstehliches, mit jedem neuen FrЧhlinge und neuen Herbste, mit jedem neuen, frischen Morgen und stillen Abende, mit jedem friedlichen, festlichen Tage wiederkehrendes Sehnen, sich dieses allwaltenden Geistes bewu▀t zu werden, sich ihn gleichsam anzueignen. Die Au▀enwelt tritt dem Menschen auf der Knabenstufe mit dem zweyfachen Ausdruck entgegen; einmal bedingt und hervorgegangen durch Menschenforderung, Menschenkraft nach dem Willen und der Vorschrift des Menschen, oder aber bedingt und hervorgegangen nach der Forderung der in der Natur wirkenden Kraft. Zwischen dieser Au▀en, der Gestaltungs und KШrperwelt und der Innen, der GemЧths und Geisteswelt tritt, ursprЧnglich mit beyden als eins erscheinend und sich nach und nach von beyden als selbstСndig loswindend, beyde Welten aber eben dadurch verknЧpfend, die Sprache auf. Seite 162 So sind GemЧth und Au▀enwelt, hier zunСchst Natur, und das sie beyde vermittelnd VerknЧpfende, Sprache die Angelpunkte des Knabenlebens, so wie sie auch schon die Angelpunkte des gesammten Menschengeschlechtes auf der ersten Stufe seiner MЧndigwerdung, wie die heiligen BЧcher zeigen, waren. Durch sie soll die Schule und der Unterricht den Knaben zu der dreyfachen, in sich aber einigen Erkenntni▀ fЧhren: Zur Erkenntni▀ seiner selbst in allen Beziehungen und so zur Erkenntni▀ des Menschen Чberhaupt, seinem Wesen und seinen VerhСltnissen nach, zur Erkenntni▀ Gottes, der ewigen Bedingung, des ewigen Grundes und der ewigen Quelle seines Wesens und des Wesens aller Dinge und zur Erkenntni▀ der Natur und Au▀enwelt, als hervorgegangen aus dem ewig Geistigen und durch dasselbe bedingt. Der Unterricht und die Schule soll den Menschen zu einem mit jener dreifachen, in sich einigen Erkenntni▀ ganz in Ubereinstimmung stehenden Leben und Handeln fЧhren; die Schule und der Unterricht soll den Menschen als Knaben durch jene dreyfache in sich einige Erkenntni▀ von der Neigung zum Willen, von der WillensthСtigkeit zur Willensfestigkeit, und so stetig fortschreitend zur Erreichung seiner Bestimmung, seines Berufes, zur Erreichung seiner irdischen Vollendung fЧhren. -- Das Streben, die Ahnung von dem ursprЧnglich Einsgewesensein des wahrgenommenen eignen geistigen Selbstes, des Menschengeistes, mit Gott, zum klaren Bewu▀tsein zu erheben, und in der sich darauf grЧndenden Einigung mit Gott zu seyn, und in dieser Einigung mit Gott Seite 163 in jeder Lage und in jedem VerhСltnisse des Lebens ungetrЧbt und ungeschwСcht fortzuleben: das ist Religion. Religion ist nicht ein Stehendes sondern ein wenig fortgehendes Streben und eben dadurch ein ewig Bestehendes. Das Beleben, Befestigen, das AufklСren der Wahrnehmung eines geistigen Selbstes, der Seele, des Geistes und GemЧthes, als ruhend in, bedingt durch, und hervorgegangen aus Gott; das Erkennenmachen der Eigenschaften und des Wesens der Seele, des Geistes und GemЧthes, in und durch Gott bedingt; das Einsehenmachen des nothwendigen Wesens und Wirkens Gottes; das Einsehenmachen des VerhСltnisses Gottes zu den Menschen, wie es sich laut kund thut in dem eigenen GemЧthe und Leben eines jeden, im Leben an sich, und sich besonders im Leben und in der Entwickelungsgeschichte der Menschheit, wie sie uns die heiligen BЧcher aufbewahrt haben, kund getan und geoffenbart hat; und diese Erkenntni▀ angewandt aufs Leben an sich, und besonders auf das eigene und in dem eigenen Leben eines jeden, angewandt zur Fortentwicklung und Fortbildung der Menschheit, zur Darstellung des GШttlichen im Menschlichen und so angewandt zum Erkennen und ErfЧllen der Pflichten des Menschen, d. i. dessen, was der Mensch seinem Wesen nach zu pflegen habe; die Darlegung und Nachweisung der Mittel und Wege, dem Streben in wahrer Einigung mit Gott fortzuleben, oder, ist sie gestШrt, solche wiederherzustellen, GenЧge zu leisten: die▀ ist Re- Seite 164 ligionsunterricht. Darum setzt Religionsunterricht immer schon in einer gewissen Beziehung Religion voraus, so andeutend sie auch sein mШge. Der Religionsunterricht kann nur insoweit und in dem Maa▀e fruchtbar, ins Leben eingreifend und auf dasselbe wirkend sein, als er wahre wenn auch noch so formlose unbestimmte und unbewu▀te Religion im GemЧthe des Menschen schon vorfindet. Wenn es mШglich wСre, da▀ ein Mensch ohne Religion sein kШnnte, so wЧrde es auch unmШglich sein, ihm Religion beyzubringen. Die▀ sollten die leichtsinnigen Eltern bedenken, die ihr Kind bis zur SchЧlerstufe heraufwachsen lassen, ohne dem ReligiШsen seines GemЧthes die leiseste Nahrung zu geben! Die Erkenntni▀ und Einsicht in das Wesen der Religion, so einfach, so in dem Wesen des Menschen selbst liegend, und so eins mit dem Menschen sie auch ist, erscheint darum doch so sclten und schwierig rein, weil der Mensch als zugleich kШrperlich und im Raume lebend dem Einsgewesensein immer eine Theilung voraussetzt und unterlegt; aber Gott und Geistiges, sich in Ewigkeit aus sich entwickelnd, bleibt ewig das Eine Ungeteilte in sich, eben weil es geistig ist, und weil der Mensch dem Begriffe der Einigung sogleich in sich, so dunkel es auch immer sein mag, den Begriff der rСumlichen oder zeitigen Vereinigung unterlegt; allein ebensowenig, als ein Сchtes Einsgewesensein eine Theilung vorausgehend setzt, ja diese schlechterdings ausschlie▀t, ebensowenig fordert und bedingt Einigung rСumliche unnd zeitige Seite 165 VerknЧpfung, ja schlie▀t auch diese schlechterdings aus. Im Kreise der menschlichen Erfahrung und Anschauung finden sich die▀ darstellende und klarmachende Erfahrungen weit mehr, als dazu nШthig sind; denn die Idee, der lebendig gestaltete Gedanke, welchen der Mensch in irgendeinem Werke au▀er sich hinstellt, war ja unmittelbar eins mit seinem Wesen, ja trСgt die sprechende PersШnlichkeit und EigentЧmlichkeit dieses Menschen an sich; dieser Gedanke gehШrt in dieser eigenthЧmlichen Form nur diesem Menschen an und kШnnte, wЧrde er sich seiner in der ihm gegebenen Gestalt bewu▀t werden, zu der Gesammtheit des Denkens des ihn gedacht habenden Menschen zurЧckkehren; das ist: er wЧrde sich von seinem VerhСltnisse zu der Gesammtheit des Denkens dieses Menschen Rechenschaft geben; er wЧrde im BewuBtsein dieses seines VerhСltnisses sich weiter aus und fortbilden und sonach zu einer Ahnung des Gesammtdenkens dieses ihn gedacht habenden Menschen sich erheben kШnneh; ja er wЧrde sich sogar wenigstens zu einer dunkeln Ahnung des Grundgedankens des ihn gedacht habenden Menschen erheben kШnnen; denn jeder Mensch hat eigentlich nur einen einzigen, ihm ganz besonders und vorwaltend eigenthЧmlich angehШrigen, eigenen Gedanken, gleichsam einen Grundgedanken seines ganzen Wesens, den Grundton seines LebensstЧckes, den er nur durch tausend andere Gedanken, durch all sein Thun klarzumachen und darzustellen strebt; und dennoch ist der Mensch durch Darstellung jenes lebendigen gestalteten Gedankens und durch alle Seite 166 die in allen Gestalten und Formen au▀er sich dargestellten Gedanken in sich keineswegs in irgendeiner Beziehung weniger geworden; und obgleich dieser Gedanke nun auBer dem Menschen hingestellt erscheint, so wird ihn doch der Denkende gern und immer als den seinen erkennen und immer fЧr dessen Aus und Fortbildung wirken. Der Denkende und das Gedachte (wЧrde es sich seiner selbst bewu▀t) mЧssen beyde immer von der Wahrheit des frЧher Einsgewesenseins lebendig durchdrungen sein, und dennoch ist das Gedachte nicht das Denkende selbst, obgleich dem Wesen nach eins und einig; so das VerhСltnis des menschlichen Geistes zu Gott. -- Ein Vater hat einen oder viele SШhne; jeder ist ein selbstСndiges, sich bewu▀tes Wesen; aber wer kann widersprechen oder leugnen, da▀ nicht jeder Sohn das Wesen des Vaters in EigentЧmlichkeit ausspricht? Jeder Sohn trСgt das Wesen des Vaters ganz, aber in EigentЧmlichkeit, auf eine ihm eigenthЧmliche, in diesem Falle durch das Leben und Sein der Mutter abgeСnderte Weise in sich; dennoch ist durch dieses selbstСndige Daseyn des Sohnes keine Theilung in dem Vater geschehen; der vСterliche Geist, das vСterliche GemЧth, das vСterliche Leben ist dadurch, da▀ es den SШhnen Leben und Daseyn gab, nicht geteilt und nicht weniger geworden. Der Sohn und jeder der SШhne ist bis ins Kleinste und EigentЧmlichste hin der Vater, nur wieder in neuer EigentЧmlichkeit; ja SШhne eines und des. selben Vaters, gleicher Eltern, gleichen sich selbst in Gesinnung, Rede, Ton und Bewegung, so da▀ wohl einer in Seite 167 vielen Beziehungen ganz an die Stelle des andern (die neue kleine EigentЧmlichkeit ungerechnet) gesetzt werden kann; und dennoch ist keiner ein Theil des andern, jeder ist ganz, keiner ist ein besonderer Theil des Vaters ; wie sie ganz und ungeteilt sind, ist auch noch der Vater ganz und ungeteilt. -- WЧrden wir Menschliches menschlich klar anschauen, so wЧrden wir GШttliches ahnen, ja erkennen. Ebensowenig setzt auch Einigung ein rСumliches, zeitiges, materielles VerknЧpftsein voraus: kann der denkende, empfindende Mensch nicht mit seinen Freunden und Geliebten einig sein, ja mit ihnen in Einigung handeln, obgleich durch LСnder und Meere von ihnen getrennt? Kann der menschliche Geist sich nicht in Einigung fЧhlen, und fЧhlt er sich nicht in Einigung mit Menschen, von denen er nur hШrte, die er nie sah und sehen wird, und handelt er nicht mit denselben in Einigung? -- Kann der Mensch, der menschliche Geist sich nicht in Einigung fЧhlen mit Menschen, mit Menschengeistern, die Jahrtausende frЧher daseiend waren, oder Jahrtausende spСter als Einzelwesen auf der Erde, oder sonst im Raume daseiend sein werden, und mit diesen in Einigung wirken? -- Was dem Menschen im Gebiete seiner Wahrnehmungen leitend und leuchtend sein kШnnte, das verschmСht er; darum tappt er aber auch dann so ohne Leiter und Licht, wo er beyde zum Hinauf oder Hinabsteigen und zum Wandeln im Gebiete des reinen Geistigen, des Au▀erzeitlichen und Au▀errСumlichen, im Gebiete des GШttlichen so Seite 168 sehr bedarf. Es ist und bleibt ewig wahr: in den reinen und klaren menschlichen, besonders elterlichen und geistig menschlichen VerhСltnissen spiegelt sich GШttlichMenschliches ab, und durch jene reinen VerhСltnisse des Menschen zum Menschen erkennen wir diese VerhСltnisse Gottes zum Menschen und des Menschen zu Gott, gelangen wir zum Sehen und Anschauen derselben. Erkennt der Mensch mit Bewu▀tsein und Klarheit das Hervorgegangensein seines geistigen Selbstes aus Gott, das in Gott und aus Gott Geborensein, das ursprЧnglich Einsgewesensein desselben mit Gott und seine dadurch nothwendig bedingte, stete AbhСngigkeit, aber auch stetig und ununterbrochen fortgehende Gemeinschaft mit Gott; erkennt er in dieser ewig nothwendigen, bedingten AbhСngigkeit seines Selbstes von Gott, in der Klarheit dieser Erkenntni▀, in der Lebendigkeit und Stetigkeit eines Handelns darnach, also in einem mit dieser Erkenntni▀ und Ueberzeugung in vШlliger Einigung stehenden Leben sein Heil, seinen Frieden, seine Freude, seine Bestimmung, sein Leben, das Сchte und einzig wahre Leben an sich und den Grund seines Daseyns, so erkennt er in wahrer und wahrhaft menschlicher Sprache in Gott seinen Vater, erkennt er sich als Kind Gottes, handelt und lebt er dieser Erkenntni▀ gemС▀: so ist die▀ Christus-Religion, Religion Jesu. Darum ist ein rein irdisches, menschlich kindliches VerhСltnis, Denken und Handeln -- wie es von Jesu hei▀t: er war seinen Seite 169 Eltern unterthan; darum ist ein Сcht vСterliches und mЧtterliches, elterliches VerhСltnis, Denken und Handeln, welches in dem Kinde das noch unerkannte und unentwickelte GШttliche ehrt, achtet und anerkennt, wie es von Maria hei▀t: und sie bewegte, beachtete, bedachte alle diese Worte im Herzen , darum sind rein menschliche, elterliche und kindliche VerhСltnisse der SchlЧssel, die erste Bedingung zu jenem himmlisch gШttlichen, vСterlichen und kindlichen VerhСltnis und Leben, zur Darstellung eines Сchten ChristusLebens, Sinnes und Handelns in sich und durch sich. Darum ist die Durchdringung der rein geistig menschlichen, der wahrhaft vСterlichen, kindlichen, der Сcht elterlichen VerhСltnisse der einzige SchlЧssel zum Erkennen, Einsehen und Ahnen der gШttlich menschlichen VerhСltnisse, der VerhСltnisse Gottes zu den Menschen, der Menschen zu Gott. Nur ganz in dem Maa▀e, als wir die rein geistigen, innerlich menschlichen VerhСltnisse ganz durchdringen, ihnen ganz im Leben und bis ins Kleinste hin getreu leben, werden wir zum vollendeten Erkennen und Einsehen der gШttlichmenschlichen VerhСltnisse gelangen, werden so tief, lebendig und wahr sie ahnen, da▀ jede Sehnsucht unseres ganzen Wesens dadurch befriedigt wird, wenigstens seine volle Deutung erhСlt und aus einem ewig unerfЧllten Sehnen zu einem sich immer gleich belohnenden Streben wird. Wir kennen noch nicht, ja wir ahnen noch nicht einmal, was uns doch so nahe, was eins mit unserm Leben, mit uns selbst ist, leben nicht einmal der Worterkenntni▀ und Wortahnung, deren wir Seite 170 uns rЧhmen, getreu; dies beweist tСglich unser Verfahren gegen unsere Eltern, gegen unsere Kinder, unsere Menschenerziehung. Wir wollen Gottes Kinder sein und werden und sind noch nicht SШhne unserer VСter, unserer Eltern. Gott soll unser Vater sein, und wir sind lange noch nicht VСter unserer Kinder; wir wollen GШttliches einsehen, und das Menschliche, was uns dahin fЧhrt, lassen wir unbeachtet. Das Einsehen und Durchdrungenwerden und sein von dem gШttlichmenschlichen VerhСltnis ist der bis ins tausendste Glied fortgehende Segen, welcher auf rein elterlich kindlichen und kindlichelterlichen VerhСltnissen und einem solchen Leben rubt. Wir setzen der sich in Ewigkeit fortentwickelnden Menschheit Сu▀ere Grenzen, schlie▀en sie in Сu▀ere Grenzen ein, glauben schon diese Grenzen derselben auch in ihrer irdischen Entwickelung errungen zu haben; die Menschheit ist uns nun ein Todtes, Stehendes, statt da▀ sie nur ein in und durch Fortentwicklung und Ausbildung Bestehendes ist und nicht ein immer nur von neuem, wie sie nun einmal ist, Abzuformendes; wir kennen unser eigenes Wesen und das Wesen der Menschheit nicht und wollen doch Gott und Jesu erkennen; wir glauben unser eigenes Wesen und das Wesen der Menschheit schon ganz zu kennen; darum erkennen wir Gott und Jesum nicht. Wir trennen Gott und Mensch, Mensch und Jesum, und wollen doch zu Gott und Jesu kommen; wir erkennen und sehen nicht, da▀ jede Сu▀ere Trennung eine ursprЧngliche innere Einigung bedingt und voraussetzt; so klar und unzweideutig es uns auch das Seite 171 Wort, der Begriff Trennung sagt, so Чberschauen wir es doch. Das innige und einige VerhСltnis Jesu zu Gott lС▀t sich menschlich nicht umfassender und erschШpfender, wahrer und entsprechender bezeichnen, als durch das VerhСltnis vom Vater zum Sohne, als durch das hШchste und innigste VerhСltnis, welches der Mensch nur erkennen, einsehen und ahnen kann, welches aber grШ▀tenteils nur so Сu▀erlich angeschaut und nicht innig geistig seinem Wesen nach durchdringend beachtet wird: durch das kindliche und vСterliche VerhСltnis; Sohn, Сchter, wahrhafter Sohn wird aber das Kind nur dadurch erst, da▀ er das Wesen des Vaters in sich entwickelt, sich zum Bewu▀tsein und zur klaren Einsicht bringt, da▀ er die Gesinnungen, das Wesen und Streben des Vaters den Beweggrund alles seines Denkens und Handelns sein lС▀t und die Uebereinstimmung, Gleichheit im Handeln und Thun mit dem in seiner hohen WЧrde erkannten Vater fЧr seinen schШnsten Beruf, fЧr die Quelle des Friedens und der Freude seines Lebens achtet. So das reine, Сchte und hohe, aber wahrhaft menschliche VerhСltnis des Sohnes zum Vater, das VerhСltnis des wahren, Сchten Sohnes zum wahren, Сchten Vater. Das Wort, der Name Sohn setzt allemal ein Bewu▀tsein, da, wo es in seiner ganzen Bedeutung gebraucht wird, ein schon Bewu▀tgewordensein, ein Theilen der Gesinnungen und des Strebens des Vaters, eine vШllige, wesentliche, innerliche, geistige Uebereinstimmung des Soh- Seite 172 nes und Vaters voraus. NatЧrlich findet dieses VerhСltnis zunСchst bey dem Сltesten, erstgeborenen Sohne statt, sollte natЧrlich bey diesem zuerst stattfinden; wСhrenddem alle seine jЧngern BrЧder noch Kinder sind, ist er der einzige, der erstgeborne Sohn. Jesus ist Gottes eingeborner Sohn, er ist Gottes lieber Sohn, denn er ist unter allen Mensch und Erdgebornen, unter allen Himmelsgebornen der erste, der von seinem kindlichen VerhСltnisse zu Gott, von Gottes vСterlichem VerhСltnisse zu ihm in seiner Erkenntni▀ und Einsicht, in seinem Denken, Gesinnungen und Handeln gleich tief und gleich lebendig durchdrungen war; darum ist er Gottes Erstgeborner, der Erstgeborne aller GeschШpfe. Der oft wiederholte Ausspruch Jesu: "Glaubt an mich", "wЧrdet ihr an mich glauben", sagt darum: wЧrdet ihr ahnen, erkennen, einsehen, vernehmen, da▀ das HШchste, was der Mensch, als erschienenes GШttliches auf der Erde nur erkennen, einsehen und wahrnehmen kann: sein Hervorgegangensein aus Gott und so sein stetes Bedingtsein durch, sein AbhСngigsein von Gott, sich in mir, in meinem Leben, Denken, in meinen Gesinnungen gleich klar und gleich lebendig ausspricht; wЧrdet ihr so durch mich, durch mein Leben, mein Denken, meine Gesinnungen, mein Handeln, mein Thun und meine Rede zu der Ahnung, Erkenntni▀, Einsicht und Wahrnehmung kommen, da▀ jeder Mensch sich zu dieser Einsicht, zu diesem Bewu▀tsein, welches der Mensch nicht hШher, reiner und genЧgender als durch das VerhСltnis von Vater und Sohn bezeichnen kann, Seite 175 erheben und demselben gemС▀ leben soll: so wЧrdet ihr euch auch zum wahren Leben erheben, ihr wЧrdet so wahrhaft und ewig leben, wie Gott und ich selbst ewig leben; ihr wЧrdet so durch mich das wahrhaft ewige Leben empfangen; ich wЧrde euch das wahrhaft ewige Leben geben. Dieses anerkannt und zur Darstellung eines rein menschlichen Lebens angewandt ist christliche Religion. Christus und christliche Religion ist die ewige Ueberzeugung von der Wahrheit dessen, was Jesus von sich aussprach und ein dieser Ueberzeugung getreues, festes, ausdauerndes Handeln; ist die Ueberzeugung, da▀ die Wahrheit der von Jesu ausgesprochenen Erkenntni▀ jedem Menschen Чberall, wo er sich auch mit seinen geistigen suchenden, prЧfenden, forschenden, fragenden Augen hinwende, entgegentrete, da▀ diese eine Wahrheit, dieser eine Geist ihm Чberall entgegentrete, wohin er sich auch wende, und da▀, wenn des Menschen geistiges Auge diese eine gШttliche Wahrheit, diesen einen gШttlichen Geist Чberall in aller Mannigfaltigkeit schaue und erkenne, aus diesem Geiste ihm dann der Trost, der Beistand hervorgehen wЧrde, welchen er bey der Darstellung jener Wahrheit in einer Welt, wo die Ausbildung des innern, geistigen Auges noch so sehr gegen die Ausbildung des Сu▀ern, sinnlichen Auges, die Erkenntni▀ und die Ausbildung des innern Menschen noch so sehr gegen die Kenntnis und Ausbildung des Сu▀ern zurЧcktrete, da▀ er dann zu der hШchsten Erkenntni▀ nicht allein der Menschen, sondern aller Er- Seite 174 schaffenen, d. h. aus der Einheit als Einzelheit hervorgegangener Wesen sich erheben kШnne, zu der Erkenntni▀ der Wahrheit: da▀ Unendliches im Endlichen -- Ewiges im Zeitlichen -- Himmlisches im Irdischen -- Lebendiges im Todten -- GШttliches im Menschen sich darstelle. Christus und christliche Religion ist darum die klare, von jedem Truge ferne, in sich selbst fest und ewig gegrЧndete Einsicht und Ueberzeugung und ein mit dieser Ueberzeugung und Erkenntni▀ in vШlliger Uebereinstimmung und in reinem Einklange stehendes Leben und Handeln, da▀ das Kundthun und die Offenbarung des einigen, ewigen, lebendigen, in sich selbst klaren Seyns -- Gottes -- nothwendig eben als Offenbarung eine dreyfache sein mЧsse: da▀ sich Gott kundtue und offenbare in seiner Einheit, als SchШpfer, Erhalter, Regierer, als Vater aller Dinge; da▀ er sich kundtue und offenbare, kundgetan und geoffenbart habe in einem und durch ein sein ganzes Wesen in sich aufgenommen habendes Wesen, in einem einzigen Wesen hШchster Vollkommenheit und Vollendung, und darum seinem Sohne, seinem eingebornen und erstgebornen Sohne; da▀ er sich kundgetan und geoffenbaret habe und noch ununterbrochen kundtue und offenbare in aller Mannigfaltigkeit, in allem Erscheinenden, in allem Daseienden, in dem Wirkenden, in dem Leben, in dem Geiste aller Dinge, als dem nur einen Leben und Geiste, Gottes Geiste, und die▀ immer als der einige und lebendige Gott. Wie wir denn zwar menschlich, Seite 175 aber voll tiefer, geistiger Bedeutung mit erschШpfend geistiger Wahrheit sagen: der Geist des Friedens, der Ordnung und der Reinheit dieser Familie spricht sich in jedem einzelnen Dinge sowie in ihrem ganzen Hause aus; wie wir richtig und wahr ahnend sagen: der Geist des Vaters spricht sich in allen Kindern und in der ganzen Familie aus; wie wir mit hoher SchШpferwahrheit sagen: der Geist des KЧnstlers geht aus allen seinen Werken wie aus jedem einzelnen derselben hervor; ja wie wir voll richtigen Wahrheitssinnes und GefЧhles sagen: er spricht sich lebendig daraus aus. Sie, die Christus- und christliche Religion, fЧhrt die ewige Ueberzeugung mit sich, da▀ diese Erkenntni▀ es ist, welche nicht allein die Menschen, sondern alle erschaffenen, d. i. aus dem Sein der Einheit Gottes als daseiend, als Einzelne hervorgegangene Wesen zur Erkenntni▀ ihres Seins, zur ErfЧllung ihres Berufes, zur Erreichung ihrer Bestimmung fЧhrt und da▀ jedes Einzelwesen, wenn es seine Bestimmung erreichen will, nothwendig und unerlС▀lich seinem Wesen getreu sich nur auf und in dieser dreygeeinten Weise: in und als Einheit, in und als Einzelheit und in und als Mannigfaltigkeit, in ewig fortgehender Mannigfaltigkeit sich kund thun und offenbar machen mЧsse. Diese Wahrheit, die Wahrheit dieser Ueberzeugung ist der einzige Grund aller Einsicht und Erkenntni▀; diese Wahrheit, diese Ueberzeugung ist der einzige PrЧfstein alles Seite 176 Handelns; diese Wahrheit ist der Grund alles Religionsunterrichtes; durch diese Wahrheit, durch die Erkenntni▀, Einsicht und Anwendung derselben wird die Natur wahrhaft erkannt als das, was sie ist, als Schrift und Buch Gottes, als Offenbarung Gottes. Durch die Erkenntni▀ dieser Wahrheit bekommt, so wie das NatЧrliche, so auch das Menschliche, Sprache und alles Lehren und Lernen, alles Wissen und KШnnen erst seine wahre Bedeutung, sein wahres Leben. Durch diese Ueberzeugung wird das Leben nach allen Seiten und Richtungen hin, in allen seinen Erscheinungen erst zu einem wahrhaft in sich selbst geschlossenen Ganzen, zu einer Einheit in sich. Durch diese Erkenntni▀ und Ueberzeugung wird wahre Сchte Erziehung, Menschenerziehung, einzig erst wahrhaft mШglich. Mit der Erkenntni▀ dieser Wahrheit, mit der Einsicht in das Wesen derselben kommt Licht und Leben, und wenn es Noth ist, Trost, Beistand, Hilfe in alle Erscheinungen. durch sie bekommt das Leben selbst erst Bedeutung und Zweck. Darum befiehlt Jesus seinen JЧngern: "Gehet hin in alle Welt und lehret alle VШlker; reinigt sie und weihet sie ein zur Erkenntni▀ des Wesens Gottes, des Vaters, Jesu, des Sohnes Gottes, und des heiligen Gottesgeistes zu einem dieser Erkenntni▀ und Einsicht gemС▀en Leben und zu aller daraus nothwendig hervorgehenden Einsicht". De▀halb ist die Wahrheit der dreyfachen Kundthuung und Offen- Seite 177 barung des einigen Gottes der Grund und Eckstein, der allen Menschen unter allen Zonen genЧgenden, der von ihnen, wenn auch nur dunkel geahnten sich selbst, wenn auch unbewu▀t ersehnten Religion; denn sie fЧhrt den Menschen in Geist und Wahrheit, in Einsicht und Leben zu Gott und in Gott zurЧck. Jeder Mensch soll, als aus Gott hervorgegangen, durch Gott bestehend und in Gott lebend, zur Religion Jesu, zur christlichen Religion sich erheben. Darum soll die Schule ChristusReligion, christliche Religion unter allem zuerst lehren. darum soll sie in Christus, in christlicher Religion unter und vor allem zuerst unterrichten; Чberall und unter allen Zonen soll die Schule fЧr sie und in ihr unterrichten.
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Was die Religion sagt und ausspricht, das zeigt die Natur und stellt sie dar; was die Gottbetrachtung lehrt, besthСtigt die Natur; was aus der Betrachtung des Innern hervorgeht, thut die Betrachtung des ─u▀ern kund; was die Religion fordert, erfЧllt die Natur. Denn die Natur sowie alles Daseiende ist Kundtuung, Offenbarung Gottes; alles Daseiende hat in der Offenbarung Gottes seinen Grund. Alles Daseiende hat nur durch das in ihm ruhende Sein seinen Grund und sein Bestehen. Jedes Ding ist gШttlicher Natur, gШttlichen Wesens; jedes Ding ist de▀halb wieder beziehungsweise eine Einheit, wie Gott Seite 178 die Einheit an sich und durch sich ist, jedes Ding thut darum, weil es, wenn auch nur beziehungsweise, doch immer eine Einheit ist, auch sein Wesen nur in und durch eine dreygeeinte Weise, Darstellung und Offenbarung seiner selbst und so nur in und durch stetig fortgehende, also beziehungsweise allseitige Entwickelung kund. Diese Wahrheit ist der Grund aller Naturbetrachtung, Naturerkenntnis und Natureinsicht; ohne sie findet gar keine Сchte und wahre, fruchtbringende Naturforschung, Naturkenntnis statt; ohne sie ist gar keine wahre, zur Einsicht in das Wesen der Natur fЧhrende Naturbetrachtung mШglich. Nur dem Christen, nur dem Manne und Menschen mit christlichem Sinne, Leben und Streben ist es ausschlie▀end mШglich, zur wahren Einsicht und lebendigen Erkenntni▀ der Natur zu kommen; nur ein solcher Mann kann echter Naturforscher sein; nur in dem annСhernden Maa▀e ist es dem Menschen mШglich, zur wahren Erkenntni▀ der Natur zu kommen, als er bewu▀t oder unbewu▀t, dunkel oder klar auch Christ ist, d. h. durchdrungen ist von der Wahrheit der in allen Dingen wirkenden lebendigen und einen Gotteskraft, als er erfЧllt ist von dem einen und lebendigen Gottesgeist, der in allen Dingen ist und dem er selbst unterworfen, durch den die ganze Natur ihr Daseyn und Bestehen hat und durch den er imstande ist, diesen einen Geist in der kleinsten Erscheinung und in der Summe aller Naturerscheinungen in seinem Wesen und seiner Einheit zu schauen. Seite 179 Das VerhСltnis der Natur zu Gott kann von dem Menschen wahr und klar angeschaut und erkannt werden durch die Anschauung und das Klarmachen des inneren und innersten geistigen VerhСltnisses eines Сchten Menschenkunstwerkes zu seinem darstellenden, es dargestellt habenden KЧnstler; untergeordnet kann es angeschaut und erkannt werden bey jedem Menschenwerke in Beziehung auf den es dargestellt habenden, es hervorbringenden Menschen. -- Allem, was der Geist und das Leben schafft, hervorbringt und darstellt, mu▀ der Geist und das Leben sein Wesen einprСgen, einpflanzen, nothwendig zur Morgengabe mitgeben, dem mЧssen Geist und Leben ihr Siegel an allen Theilen des Dargestellten ausprСgen. Es kann schlechthin nichts erscheinen, nichts Sichtbares und Wahrnehmbares hervorkommen, welches nicht das Leben und den Geist, das Seyn, in sich trage, nicht den Ausdruck des Geistes und Lebens, des Seins an sich trage, durch das es hervorgekommen, dem es sein Daseyn verdanke; und die▀ gilt wie von dem Werke jedes Menschen -- vom hШchsten KЧnstler bis zum gemeinsten Handarbeiter, vom sichtbarsten bis zum geistigen und gesteigertsten Menschenwerke, von der bleibendsten bis zur schwindendsten MenschenthСtigkeit -- so von den Werken Gottes: der Natur, der SchШpfung, von allem Gewordenen. Aus dem Kunstwerke kШnnen die Denk und EmpfindungsvermШgen und Gesetze des Menschen Чberhaupt, so wie der Ausbildungsgrad derselben bey jedem einzelnen schaffenden Menschen von dem strengen, scharfen Blick erkannt werden; Seite 180 so kann der schaffende Gottesgeist aus seinen Werken entwickelt und eingesehen werden. Wir beachten jenes nicht genug bey Menschenwerken, bey Kunstwerken; darum fСllt es uns auch so schwer, es in Beziehung auf die Natur, Gottes Werk zu erkennen. Wir legen bey Betrachtung des Menschenkunstwerkes nicht genug das innerste geistige VerhСltnis des KЧnstlers zu demselben zugrunde, schauen ihre Entstehung zu mechanisch Сu▀erlich an, da▀ sie nСmlich, wenn es hohe Kunstwerke, nicht hohle Kunstmasken, Kunstlarven sein sollen, immer eine Darstellung des eigenthЧmlichsten, persШnlichsten, innern Lebens des KЧnstlers sind; doch darum bleibt uns eben der Сchte Geist des Kunstwerkes wie der Geist der Natur gleich fern, gleich fremd, gleich todt. Wie nun das Werk des Menschen, des KЧnstlers den Geist und Charakter, das Leben und Sein dieses Menschen in sich trСgt und, -- wie menschlich, aber erschШpfend und hШchst sinn- und bedeutungsvoll gesagt wird: -- athmet, ausathmet, und der es hervorbringende, es hervorgebracht habende Mensch doch das eine und ebendasselbe in sich ungeschwСchte und ungeteilte Wesen bleibt, ja jene Kraft sich noch sogar in sich und durch sich so erhШht: so bleibt auch der Geist und das Wesen Gottes -- ob gleich der Grund und die Quelle alles Daseienden, und obgleich alles Daseiende diesen einen Gottesgeist in sich trСgt, um sich verbreitet, ausathmet -- in sich das eine Wesen, der eine Geist, ungeschwСcht und ungetheilt. Wie in dem Kunst- und Menschenwerke Seite 181 kein materieller Theil des menschlichen Geistes, seines KЧnstlers, liegt und doch das Kunstwerk, das reine Kunstwerk den gesammten Geist seines KЧnstlers in sich trСgt, so da▀ dieser in demselben lebt, sich daraus ausspricht und es denselben wieder aushaucht, ja ihn sogar anderen wieder einhaucht, in denselben weckt, belebt, entwickelt, ausund fortbildet; wie so der Menschengeist sich zu dem von und durch ihn hervorgebrachten Werke verhСlt; wie sich der Mensch als Geist zu seinem Hervorgebrachten verhСlt: so verhСlt sich Gottes Geist, Gott zur Natur und allem Gewordenen; der Geist Gottes ruht in der Natur, lebt, wirkt in der Natur, spricht sich aus der Natur aus, teilt sich durch die Natur mit, bildet in der Natur und durch die Natur sich fort ; aber die Natur ist nicht der Leib Gottes. Der Geist des Kunstwerkes, der Geist, dem das Kunstwerk sein Daseyn verdankt, ist der eine und ebenderselbe ungeteilte Geist des KЧnstlers; aber er lebt und wirkt nun aus dem KЧnstler gleichsam hervor- und ausgegangen, als selbstСndiger und doch noch mit dem KЧnstler einiger Geist in dessen Kunstwerke fort; so lebt der Geist Gottes, hervorgegangen aus Gott, als selbstСndiger und doch mit Gott einiger Geist in der Natur, und wirkt in und durch dieselbe. Wie die Natur nicht Gottes Leib ist, so wohnt Gott selbst nicht in der Natur wie in einem Hause; aber Gottes Geist wohnt in der Natur, trСgt, schЧtzt, pflegt und entwickelt die Natur fort; denn wohnt nicht schon der Geist des KЧnstlers, doch nur eines Menschen Geist, in seinem Werke, trСgt, Seite 182 schЧtzt, pflegt und behЧtet dasselbe? -- Hat nicht der Geist des KЧnstlers einem Steinblock, einem leichtvergСnglichen StЧcke Leinwand, ja einem geflЧgelten und flЧchtigen, fast erzeugt werdenden schon vergehenden, verhallenden Worte und so allem, nachdem der KЧnstler Ton, Wort, Zeichen oder KШrperkЧnstler war, fast irdische Unsterblichkeit, dem von ihm dargestellten Kunstwerke die sorglichste, gewСhlteste Pflege, den zartsinnigsten Schutz, die hohe Achtung der hШchsten Menschengeister zur Mitgabe ins Leben mit gegeben? -- Welcher Mensch kШnnte nicht den hohen, mСchtigen Geist eines reinen Menschenkunstwerks, das gleich dem reinen Blicke des hilflosen Kindes Flehende und Gebietende eines hohen reinen Menschenkunstwerkes empfinden? Und doch ist es immer nur das Werk eines Menschengeistes; und dieser Geist schЧtzt es noch, pflegt es noch, nachdem Zeiten und RСume den KЧnstler lСngst und weit trennen. Mit einem Сchten Kunstwerke, welches der geistige KЧnstler von sich gibt, -- freylich, nicht mit dem mechanischen Machwerke, bey dem der Verfertiger wenig oder nichts dachte, -- geht es diesem KЧnstler gerade wie einem Vater, der seinen ihm lieben Sohn entlС▀t: er gibt ihm Segnendes, BehЧtendes, SchЧtzendes mit auf den Weg. Dem Сchten KЧnstler ist es keineswegs gleichgЧltig, wer sein Kunstwerk kauft, wie es einem guten Vater nicht gleichgЧltig ist, in wessen Gesellschaft sein Sohn kommt; aber doch zutrauens und vertrauensvoll lС▀t er seinen Sohn in die Welt; denn Seite 183 sein Geist und Streben und Sinn ruht auf und in ihm; sein Charakter lebt und webt ganz darin bis in die kleinsten, feinsten Theile, in jeder Linie, ja in jeder Art der VerknЧpfung derselben, und von diesem Geiste und Charakter, welchen der KЧnstler in sich seinem hohen Wesen und Streben nach kennt, hofft auch er, da▀ er sein Kunstwerk behЧten, es zu Menschen bringen werde, die den gestalteten Geist ins eigene Leben aufnehmen und in demselben wirksam sein lassen und fortbilden werden. Das Kunstwerk steht au▀er dem Menschen, kein materieller Theil, kein Lebens und Blutstropfen rollt von dem Menschen in jenem, und doch hegt, trСgt, pflegt und schЧtzt es der Mensch; er entfernt jetzt und sucht fЧr die Zukunft das kleinste Nachteilige von ihm zu entferneri; der Mensch ist und fЧhlt sich mit seinem Kunstwerke eins; wievielmehr sollte Gott nicht seine Werke, die Natur tragen, pflegen, und das kleinste Nachteilige von ihr entfernen; denn Gott ist Gott, und der Mensch nur Mensch. Dennoch bleibt auch der KЧnstler, sey er KЧnstler in welchem Fache er sei, immer selbstСndig und wandellos derselbe in sich, gehen auch alle seine Werke unter; so bleibt auch Gott wandellos derselbe, kШnnte auch die ganze Natur untergehen. Ja das Kunst-, das Menschenwerk kann wie das Natur, das Gotteswerk Сu▀erlich untergehen und der in demselben ausgedrЧckte, dargelegte, darin lebende, wirkende Geist besteht doch noch fort und entwickelt sich immer weiter; ja er gestaltet sich nun erst recht frey und offenbaret Seite 184 sich recht klar und lebendig. Die TrЧmmer einer untergegangenen Menschenkunstkraft, wСren sie nun das gewaltige Werk riesigkrСftiger Einzelnen, oder sind sie das kolossale Werk der kaum noch geahnet, viel weniger geglaubt werdenden Allgewalt innigster VerknЧpfung der Mehrheit fЧr einen Zweck, der allen gemein ist, den jeder der Wirkenden fЧr seinen Zweck, auf welcher Stufe der Einsicht die▀ auch immer sei, einsieht oder einsehen mu▀, -- jene TrЧmmer sprechen mahnend zu den folgenden schwСchern Geschlechtern, und das sich seines Wesens bewu▀t zu werden beginnende erhebt sich vertrauensvoll und ermutigt an jenen Zeugen geschwundener, keineswegs nur Сu▀erer Menschenkraft und MenschengrШ▀e. So zeugen die kolossalen Reste zertrЧmmerter Berge und Gebirge die GrШ▀e des Gottesgeistes, die GrШ▀e Gottes, und auch der Mensch hebt sich ermutigt an ihnen empor, gleichen Geist und gleiche Kraft in sich fЧhlend, wie an dem gewaltigen Fels sich das schwanke Efeu emporrankt und Kraft und Nahrung nicht allein zu seinem Fortbestehen, sondern auch zu seinem HШherranken daraus saugt. So Чberall fort- und durchgehend die ganz gleichen, lebendigen und tiefen, innern und geistigen Beziehungen vom Menschen zum Kunstwerk und von Gott zur Natur. ZerstШren Barbaren, rohe, gefЧhl- und sinnlose Menschen das Kunstwerk, ja nur die Spur eines da gewandelt, gewirkt und geschaffen habenden Menschengeistes, so trauert der edle, der menschlich fЧhlende Mensch, ja fast noch mehr als sey Seite 185 einem gewШhnlichen lebendigen Naturwesen sein Leben vernichtet. TrСgt aber auch nicht schon das Menschenwerk selbstСndige Fortbildung des in ihm liegenden Geistes und Gedankens mit sich? Der Charakterausdruck eines Kunstwerkes, kann er nicht auf ganze Geschlechter wirken, sie erheben oder auch sie entwЧrdigen? -- Und die▀ sind doch nur Menschenwerke, die die▀ bewirken; was kШnnen, werden und mЧssen nun Gotteswerke thun, was mu▀ die Natur, Gottes Werk, dem Menschen seyn!? -- Wir beeifern uns, den Geist, das Leben und Streben usw. von Menschenwerken kennenzulernen; wir studieren Menschenwerke und mit Recht: der unentwickeltere, reifende Mensch soll an der Entwickelung gereifterer Menschen emporwachsen; wievielmehr sollen wir nun aber Gottes Werk, die Natur, zu erkennen, die GegenstСnde der Natur ihrem Leben, ihrer Bedeutung und so Gottes Geist nach kennenzulernen uns bemЧhen. Und dazu sollten wir uns auch schon dadurch hingewiesen, schon dadurch aufgefordert fЧhlen, da▀ Сchte Menschenkunstwerke, Menschenwerke, aus denen sich der reine Geist des Menschen, der Geist Gottes, rein ausspricht, nicht fЧr jeden und in jedem VerhСltnisse leicht und in jedem Augenblicke sogleich zu haben sind, wСhrend der Mensch Чberall von reinen Gotteswerken, von Naturwerken, aus welchen sich der reine Geist Gottes rein ausspricht, sich umgeben findet. Ueberdies kШnnen wir zwar durch und im Menschengeiste auch Gottesgeist finden und erkennen; aber es ist schwer, in jedem einzelnen Falle das allgemein Menschliche von dem Seite 186 besonderen Menschlichen zu unterscheiden; schwer ist zu unterscheiden, welches von beyden hier das Uebergewicht hat und welches zu jeder Zeit das eigentlich Wirkende ist; doch hier bey den reinen Naturwerken ist das rein NatЧrliche bey weitem im Uebergewicht, das besondere Naturwesen tritt vor dem allgemeinen bey weitem zurЧck; und so tritt nun in der Natur nicht nur Gottes reiner Geist reiner und klarer als in dem Menschenleben hervor, sondern der Mensch schaut noch Чberdies in diesem in der Natur sich rein aussprechenden Gottesgeiste das Wesen, die WЧrde und Hoheit des Menschen, wie in einem klaren Spiegel in seiner ganzen Klarheit, Reinheit und UrsprЧnglichkeit. Allein keineswegs sieht der Mensch in der Natur nur im allgemeinen, wie schon frЧher angedeutet worden, sondern er sieht sogar darin wie in einer anschaulichen, aber lebendigen, nicht die Begriffe aussprechenden, sondern die Sache, das VerhСltnis rein selbst darstellenden Schrift, wie in einem Bilde, sein Streben, seine Bestimmung, seinen Beruf, die nothwendigen Bedingungen und nothwendigen Erscheinungen des gehinderten und des vollendeten Erreichens desselben, so da▀ der Mensch diesen stillen, in sich sichern, gewissen, au▀er sich klaren, unpersШnlichen Lehrern nachgehend, nicht nur das in jedem Augenblick des Lebens zu Tuende von ihnen sicher erkennen, sondern danach handelnd den an ihn ergehenden Forderungen gewi▀ genЧgen wird. Unter allen NaturgegenstСnden erscheinen in dieser Beziehung Seite 187 keine wahrer und klarer, vollstСndiger und doch einfacher, als, wegen ihrer stillen Sinnigkeit und der klaren Darlegung ihres innern Lebens, die GewСchse, die Pflanzen und besonders die BСume, so da▀ diese mit Recht NaturgegenstСnde zur Erkenntni▀ des Guten und BШsen genannt werden kШnnen, indem sie es wirklich sind, so wie sie auch schon gleich bey dem ersten Erscheinen des Bewu▀twerdens des Menschengeschlechtes so ergreifend wahr, so tief und bedeutungsvoll auch wirklich gedacht und genannt werden. Und nicht nur die Erscheinungen des einzelnen Menschenlebens lassen sich in der Baumwelt, in dem Leben eines Baumes anschauen, sondern, da die Beobachtung der Selbst und Einzelentwicklung und die Vergleichung mit der allgemeinen Entwickelung des Menschengeschlechtes jedem zeigt, da▀ in der Entwickelung des innern Lebens des einzelnen Menschen sich die geistige Entwickelungsgeschichte des Menschengeschlechts wiederholt ausspricht, und das gesammte Menschengeschlecht in seiner Gesammtheit als ein Mensch angeschaut, und in ihm die nothwendigen Entwickelungsstufen des Einzelmenschen nachgewiesen werden kann -- so lassen sich auch darin die Erscheinungen der Menschheitsentwicklung in ihrer Nothwendigkeit anschauen, was aber in der wahren SchСrfe, fern von jeder WillkЧr und Deutelei, noch kaum geahnet, noch weniger klar dargelegt ist; doch kШnnen die Gleichnisreden Jesu in ihrer Aus- und Fortbildung dahin fЧhren. Es kШnnte dieser nur berЧhrten Naturanschauung und Be- Seite 188 trachtung noch eine bey weitem grШ▀ere Anwendung gegeben werden, wenn es nicht wegen fast vШlliger Unbekanntheit des Gegenstandes unstatthaft wСre, und es besonders sich nicht auf eine Beachtung der Сu▀ern Naturerscheinungen und auf eine Selbstbeachtung der innern Lebensentwicklungen grЧndete, die sich bis jetzt nur noch selten findet. Suchen wir nach dem innern Grunde dieser hohen, sinnbildlichen Bedeutung der verschiedenen Einzelerscheinungen der Natur, besonders in den Entwickelungsstufen ihrer GegenstСnde und deren Erscheinungen, in Beziehung auf den Menschen, dessen Entwickelungsstufen und deren Erscheinungen, so finden wir klar, da▀ sie ganz einfach darin ihren festen und sichern Grund hat, da▀ Natur und Mensch in einem und ebendemselben ewigen, einigen Sein ihren Grund haben, und ihre Entwickelung nach ganz gleichem Gesetz und Gesetzen, nur in verschiedenen Steigerungsstufen Statt findet. So erklСren nun Natur- und Menschenbeobachtung in Vergleich und in Verbindung mit den Thatsachen und Erscheinungen der allgemeinen Entwickelung der Menschheit sich gegenseitig und fЧhren gegenseitig in die tiefere Erkenntni▀ des anderen ein; es kommt der Mensch durch die klare Einsicht in das bedingende und schaffende VerhСltnis des Menschengeistes zu seinem Сu▀ern Werke auch zur klaren Einsicht und Anschauung des VerhСltnisses des bedingenden, schaffenden Gottesgeistes, Gottes, zu seinem Werke, zur Natur, Seite 189 zu der Erkenntni▀ der Art und Weise des Hervorgehens des Endlichen aus dem Ewigen, des KШrperlichen aus dem Geistigen, der Natur aus Gott; denn auch schon der Mensch, obgleich in der Erscheinung ein endliches Wesen, braucht nicht immer zur Hervorbringung und au▀er sich Hinstellung seiner Werke Сu▀erer gestaltender Glieder: Arme, HСnde, sondern schon sein Wille, sein bestimmender Blick, sein hingehauchtes Wort bildet, schafft und gestaltet ; auch der Mensch, obgleich als Erscheinung endliches Wesen, kann ohne Materielles Material und Stoff zum Gestalten hervorbringen. Wer hierzu noch eines Beweises fЧr sich bedarf, gehe nur die gesammte Stufenfolge der Entwickelungen, der Bedingungen und Erscheinungen durch, vom unkШrperlichsten, innersten Gedanken bis zum gestaltetsten, materiellsten Worte, bis zur Schrift. Also selbst das Schwierigste, das Hervorgegangensein des ─u▀erlichen, KШrperlichen aus dem Innersten, Geistigsten kann der Mensch in seinem eigenen Denken als Wirkung und Folge des Hervortretens seines eigensten, innersten Denkens zu einem ─u▀erlichen, zu einem Сu▀ern Werke, und so nicht als Begriff, sondern als durch die reine Thatsache selbst einsehen und erkennen. Wie darum der Geist des KЧnstlers, der Menschengeist im Kunstwerke, im Menschenwerke, so der Geist Gottes in der Natur: wie das Leben und Weben des Kunstwerkes in sich, seinem Geiste nach und in Beziehung auf seinen SchШpfer, so das Leben und Weben der aus Gott gebornen Seite 190 Natur in sich, ihrem Geiste nach, als ein in Gott und durch Gott lebendes, Gottesgeist ausstrШmendes Gotteswerk, in Beziehung auf Gott, seinen SchШpfer und in innerer geistiger Beziehung zu dem Menschen. -- Wie in der Kunstwelt unsichtbarsichtbar des Menschen Geist erscheint und sich ausspricht, und sie so ein unsichtbarsichtbares Geistesreich ist; so erscheint in der Natur unsichtbarsichtbar Gottesgeist, und sie ist so das unsichtbarsichtbare Gottesreich. Die Ahnung, Anerkennung und das Einwirkenlassen des so dreyfachen Gottesreiches, des sichtbaren, des unsichtbaren und des unsichtbarsichtbaren auf unser Leben gibt uns einzig den Frieden, welchem wir in uns und au▀er uns nachjagen, dem wir vom ersten FЧhlen unseres Selbstes als eines eigenen an zu suchen und nachzujagen, selbst mit Verlust unseres eigenen Lebens, unserer Сu▀eren Habe, unserer Сu▀eren GlЧckseligkeit, wes Namens sie auch sei, getrieben werden. Darum soll schon de▀halb der Mensch besonders als Knabe innig mit der Natur vertraut gemacht werden, hierfЧr nun nicht ihren Einzelheiten, der Form ihrer Erscheinungen, sondern dem in ihr lebenden Gottesgeiste nach, wie er in und Чber der Natur lebt und schwebt. Die▀ fЧhlt auch tief und fordert der Knabe; de▀halb knЧpft wohl nichts Er- Seite 191 zieher und ZШglinge mit noch unverdorbenem Natursinn, Lehrer und solche SchЧler so innig fest, als das gemeinsam strebende sich BeschСftigen mit der Natur, den GegenstСnden der Natur. Die▀ sollten sowohl Eltern, als auch Lehrer an Schulen beachten, und darum letztere wenigstens jede Woche einmal mit jeder Abteilung ihrer Schule ins Freie gehen, nicht wie eine Herde Schafe sie hinaustreiben, noch wie eine Kompanie Soldaten sie hinausfЧhren, welches beydes man wohl sieht, sondern wie ein Vater unter seinen SШhnen, ein Bruder unter seinen BrЧdern mit ihnen gehen und ihnen das zur nСhern Anschauung und Einsicht bringen, was eben die Natur oder die Jahreszeit ihnen vorfЧhrt. Auf dem Dorfe und auf dem Lande lebende Schullehrer dЧrfen darauf nicht antworten: "Meine Schulkinder sind so den ganzen Tag im Freien, laufen im Freien herum"; ja sie laufen im Freien herum, aber sie leben nicht im Freien, sie leben nicht in und mit der Natur. Es geht nicht allein den Kindern und Knaben, ja es geht vielen Erwachsenen mit der Natur und ihrem Wesen, wie dem gemeinen Menschen mit der Luft! Er lebt darin und kennt sie kaum als etwas eigenes, noch weniger ihrer zur leiblichen Lebenserhaltung nШthigen Beschaffenheit nach; denn was in den gewШhnlichen Redensarten Luft genannt wird, sind entweder nur die LuftstrШme oder die WСrmegrade der Luft. Darum sehen, ahnen und empfinden auch jene immer im Freien umherlaufenden Kinder und Knaben nichts von den SchШnheiten der Natur und deren Wirkung auf das menschliche GemЧth; Seite 192 es geht ihnen wie den in einer sehr schШnen Gegend aufgewachsenen Bewohnern, welche auch von der SchШnheit und dem Geiste derselben nichts ahnen. Doch -- und die▀ ist das Wesentlichste -- wohl ahnet, findet und sieht der Knabe durch sein eigenes inneres Geistesauge in das Innere, in das Leben der umgebenden Natur; aber in und bey den Erwachsenen tritt ihm nicht Gleiches entgegen, wird jenes aufkeimende innere Leben, jener aufkeimende innere Samen gleich in seinem Entstehen eingedСmmt und unterdrЧckt. Der Knabe fordert von dem Erwachsenen BestСtigung seiner innern geistigen Wahrnehmungen, und mit Recht aus Ahnung dessen was der Aeltere sein soll, aus Achtung des Aelteren. Findet er dies aber nicht, so ist die Wirkung davon eine zweyfache: Nichtachtung des ─lteren und InsichzurЧcktreten der ursprЧnglich innern Empfindung und Wahrnehmung. Darum das Wichtige jenes Wandelns von Knaben und Erwachsenen im gemeinsamen Streben, das Leben und den Geist der Natur in sich aufzunehmen, in sich leben und wirken zu lassen; dann wЧrde auch das trСge, unnЧtze und unthСtige Herumlaufen so vieler Knaben bald ein Ende haben. Das QuСlende in der Behandlungsweise von Thieren und Insekten, welches wir in sehr gutmЧtiger, gutgemeinter Absicht besonders bey jungen Knaben finden (nicht das QuСlen als solches), hat in dem Streben des kleinen Knaben seinen Grund, sich das innere Leben des Thieres zur Einsicht zu bringen, sich den Geist desselben anzueignen. Aber Nicht- Seite 193 deutung, Nichtleitung, Mi▀deutung, Mi▀leitung dieses Triebes, Verkennung desselben kann spСter solche Knaben wohl zu wirklichen verhСrteten ThierquСlern machen. So das Wesen und die Wirkung der Natur in ihrer Ganzheit, so die Natur in ihrem Wesen und Wirken als Gesammtbild aus Gott und von Gott, als eine Gesammtrede Gottes, aussprechend, mitteilend und weckend den Geist Gottes in und durch Gesammtheit; so trat und tritt die Natur der innern Betrachtung entgegen. Doch anders stellt sie sich der gewШhnlichen Betrachtung im ─u▀ern dar; hier erscheint sie als eine Mannigfaltigkeit unter und in sich verschiedener und getrennter Einzelheiten ohne bestimmten, innern, lebendigen Zusammenhang, als Einzelheiten, von denen jede ihre eigenthЧmliche Form, jede ihren eigenthЧmlichen Entwickelungsgang, ihre eigenthЧmliche, in sich abgeschlossene Bestimmung und Zweck hat; ohne Ausdruck, da▀ alle diese Сu▀erlich geschiedenen und getrennten Einzelheiten organisch verknЧpfte Glieder eines gro▀en lebendigen Naturorganismus, eines gro▀en, innig geisteskrСftig zusammenhСngenden Naturganzen sind, ohne Ausdruck, da▀ die Natur ein solches Ganzes ist. Diese Сu▀ere, auf den Einzelheiten der Naturerscheinungen, auf den einzelnen NaturgegenstСnden als geschiedenen und getrennten, ruhende Naturanschauung gleicht der Anschauung eines gro▀en Baumes, eines jeden mehr und vielteiligen GewСchses von au▀en, wo jedes Blatt von dem andern streng getrennt und geschieden Seite 194 erscheint, wo darum auch vom Blatte zum Blatte, von einem Zweige, einem Aste zum andern, ja innerhalb der kleinen Blume vom Kelchblatt zum Kronenblatt und von diesem zum Staubfaden und Staubwege keine BrЧcke, kein inneres Band geht, sich aber wohl zuletzt wenn sinnig strebend, mit innerm Auge sehend fЧr die nСchsten Einzelheiten das nСchste gemeinsam VerknЧpfende gesucht und gefunden, und so von jeder gefundenen, gemeinsamen Einheit zur nСchst hШheren, und so zuletzt zu der hШchsten hinauf gestiegen wird, -- als Сu▀ere Erscheinung in dem tiefst verborgenen Herzpunkte und in dem darin wirkenden Gesetze zeigt. Jede Сu▀ere Betrachtung der Natur in ihrer Einzelheit gleicht der Сu▀ern Anschauung des gestirnten Himmels, die nur durch willkЧrlich gezogene Linien die vereinzelten Sterne zu gro▀en Haufen verbindet, deren innere VerknЧpfung aber das reinste, schСrfste und entwickeltste Geistesauge nur ahnen, nur in der Einigung kleinerer Weltenganzen zu immer grШ▀eren schauen kann. Bei und in dieser gewШhnlichen und nur Сu▀eren Naturbetrachtung erscheinen die Einzelheiten der geschiedenen und verschiedenen NaturgegenstСnde nicht sowohl als Erzeugni▀ eines Seins und Wesens, als vielmehr als Erzeugni▀ verschiedener wirkender KrСfte. Doch die▀ kann dem in sich einen und einigen Geist des Menschen nicht genЧgen, kann dessen in sich einigem Geiste und GemЧthe schon als Knabe nicht genЧgen. Darum sucht auch fЧr diese von und in der Сu▀ern Anschauung getrennte und geschiedene Mannigfaltigkeit und Einzelnheiten Seite 195 der Mensch schon frЧhe, noch als Knabe, Einheit und Einigung, sucht Einheit und Einigung in einer von einem innern, nothwendig sich entwickelnden Gesetze ausgehenden, die von der Сu▀ern Anschauung zusammengefa▀ten ungeordneten Haufen in sich scheidenden Trennung. Zufrieden wird er in seinem GemЧthe dann, wenn er sie ahnen kann, befriedigt aber in seinem Geiste erst spСter, wenn er sie findet. Aber diese Mannigfaltigkeit auch selbst fЧhrt ihn bey einem treuen Nachgehen derselben, wie die rЧcksteigende Betrachtung der Mannigfaltigkeiten und Einzelheiten eines GewСchses zur Erkenntni▀ eines nur geistig anzuschauenden, tiefliegenden Gesetzes, zur Erkenntni▀ auch der Сu▀ern Einheit der Naturmannigfaltigkeiten und Einzelheiten; denn bey aller EigentЧmlichkeit, Einzelheit und Getrenntheit der NaturgegenstСnde ist es immer das Wesen der Kraft, auf die das eigenthЧmliche Wesen und die eigenthЧmliche Erscheinung, Form und Gestalt jedes Dinges als letzten innern Grund, als verknЧpfende Einheit in der Erscheinung zurЧckkommt, von der alle Mannigfaltigkeit und Einzelheit aus- und hervorgeht, worauf sie beruht. Kraft ist aber ihrem Innern, ihrem Wesen nach nur einzig bedingt in dem Sein an sich, aus dem Sein durch das Wirken, als die Сu▀ere Erscheinung desselben, hervorgehend. Darum ist auch Kraft als erscheinend der letzte Grund von allem, von jeder Erscheinung in der Natur. Aus der Betrachtung des Wesens der Kraft, wie sie sich uns als eine gШttliche kennen gelehrt hat und wie sie sich uns auch in unserm eigenen Innern, Seite 196 GemЧthe und Leben bethСtigt, kann die Natur auch ihrer Form und ihren zahllosen Formen und Gestalten nach, in denen sie erscheint, angeschaut, erkannt und eingesehen werden, ihren lebendigen, innern Wechselbeziehungen und Steigerungen nach durchschaut und eingesehen, sowie ihrem Сu▀ern Verhalten und ihren Ableitungen nach erkannt werden. Sie, ihr Wesen zu betrachten treibt den Menschen die Sehnsucht, Hoffnung und Ahnung, durch ihre Erkenntni▀ auch die Сu▀ere Einheit der Natureinzelheiten, der verschiedenen Naturformen, Naturgestalten zu finden. Kraft an sich ist aber ein selbstthСtiges, allseitig gleichthСtiges Wirken, entweder von der Einheit an sich oder von einer beziehungsweisen, aber immer von einer Einheit aus, und es ist zugleich mit dem Wesen der Kraft nothwendig auch das Zugleich des Heraus und ZurЧckstrebens derselben, sowie beydes selbst gegeben und mitbedingt. Alle Einzelheit und Mannigfaltigkeit als solche zeigt jedoch au▀er der Kraft noch eine zweyte nothwendige Сu▀ere Bedingung der Form und Gestalt, den Stoff. Sie zeigt: alle irdische und Naturgestaltung und Form wird aus dem Чberall in sich, sich selbst ganz gleichen, nach allen Seiten bis ins Kleinste hin in ganz gleichen Zusammenhangs- und ZusammenhaltsverhСltnissen stehenden, also der Erscheinung nach bis ins Kleinste hin hШchst verschiebbaren Stoffe, durch die Чberall in demselben ganz gleichmС▀ig wohnende, Чberall Seite 197 in sich ganz selbstgleiche Kraft und durch und unter dem Сu▀ern Einflu▀ der Sonne, des Lichtes und der WСrme dem durchgehenden gro▀en Naturgesetze gemС▀, da▀ das Allgemeine das Besondere ins Daseyn ruft, geboren. Alle Einzelheit und Mannigfaltigkeit der irdischen und Naturgestalten, alle innere Anschauung der Natur zeigt, da▀ Stoff und Kraft ein in sich unzertrenntes Eins sind. Stoff (Materie) und die selbstthСtige, von einem Punkte aus allseitig gleichthСtige Kraft bedingen sich rein gegenseitig; keines ist ohne das andere und kann ohne das andere bestehen; ja eines kann streng genommen nicht einmal ohne das andere gedacht werden. Der Grund der bis ins Kleinste hin an sich und in sich leichten Verschiebbarkeit des Stoffes ist das ursprЧnglich kugelige Streben der inwohnenden Kraft; ist das ursprЧngliche Streben der Kraft, sich von einem Punkte aus selbstthСtig, allseitig gleichthСtig zu entwickeln, darzustellen. Entwickelt sich nun die Kraft und stellt sie sich nach allen Richtungen hin allseitig, frei und ungehindert dar, so ist die rСumliche Erscheinung, das kШrperliche Erzeugni▀ davon eine Kugel. Und so erscheint auch die kugelfШrmige oder im allgemeinen die kШrperliche rundliche Gestalt durchgehend in der Natur die allgemein erste, so wie die allgemein letzte Naturform: so die gro▀en WeltkШrper: Sonnen, Planeten, Monde; so das Wasser und alles FlЧssige; die Seite 198 Luft und alles GasfШrmige und der Staub (das Feste, Erdige in seiner feinsten pulverigen Gestalt), jedes in seiner Einzelerscheinung. Die Kugelgestalt erscheint bey aller Mannigfaltigkeit und bey der scheinbar unvereinigbarsten Verschiedenheit der irdischen und Naturformen als die Urgestalt, die Einheit aller irdischen und Naturgestalten und Formen; daher ist auch schon die rСumliche und kШrperliche Kugel keiner der andern Naturgestalten gleich und trСgt sie doch alle dem Wesen, der Bedingung und dem Gesetz nach in sich. Sie ist das Gestaltlose, Gestaltetste. Kein Punkt, keine Linie, keine Ebene, keine Seite tritt an ihr hervor, und doch ist sie allpunktig bis allseitig, trСgt alle Punkte, Linien usw. aller irdischen Gestalten und Formen nicht allein der Bedingung, sondern sogar der Wirklichkeit nach in sich. Darum haben alle und jede Gestaltung der nur wirkenden, lebenden und lebendigen NaturgegenstСnde in dem der Kugelgestalt zugrunde liegenden Gesetze, in dem Gesetze des Kugligen ihren ersten Grund, haben -- von der Betrachtung des Wesens der Kraft ausgehend und als Kraft und Krafterzeugnis betrachtet, in dem, in dem Wesen der Kraft als solcher nothwendig liegenden Streben: -- das kuglige Wesen der Kraft, das Wesen der Kugel auf jede nur mШgliche eigenthЧmliche Weise in allen und mШglichen eigenthЧmlichen Formen und Gestalten, VervielfСltigungen und VerknЧpfungen an und durch Stoff darzustellen -- ihren Grund. Denn Seite 199 in dem und mit dem selbstthСtig, allseitig gleichthСtigen (kugligen) Wirken der Kraft ist zugleich als Natur, als irdische Erscheinung und so gebunden an Stoff ein bis ins Kleinste hin innerliches, wogendes und wallendes, wСgendes und messendes Streben: GrШ▀e, verschiedene GrШ▀e der Wirkung der Kraft, verschiedene Spannung der Kraft nach verschiedenen Seiten und Richtungen hin, innerhalb der verschiedenen Seiten und Richtungen gegeben. Dieses mit der Kraft und sonach auch mit dem Stoffe ganz gleichzeitige und in dem Wesen derselben als Erscheinung nothwendig liegende verschiedene GrШ▀en und StСrkenverhСltnis der Wirkung der Kraft nach verschiedenen Seiten, dies bestimmte vorwaltende Wirken der Kraft nach bestimmten Richtungen hin, dies bestimmte eigenthЧmliche VerhСltnis in den verschiedenen Richtungen der Kraft unter sich und zueinander, diese verschiedene Spannung der Kraft nach verschiedenen Richtungen hin und die dadurch nothwendig und zugleich bedingte, verschiedenartige, gleichmС▀ige Trennung des Stoffes, mu▀ nun auch als Grundeigenschaft der Gesammtmasse des Stoffes in ganz gleichem Maa▀e in jedem und dem kleinsten Punkte derselben inwohnen. Dieses eigenthЧmliche VerhСltnis und innere Gesetz der wirkenden Kraft ist in jedem besondern Falle zunСchst der wesentliche Grund der bestimmten Form und Gestalt. In diesem verschiedenartigen Richtungs und GrШ▀enverhСltnis der Wirkung der KrСfte, in dieser verschiedenartigen Spannung und somit leichten Trennbarkeit des Stoffes, in diesen Spannungsebenen und Span- Seite 200 nungsrichtungen liegt das Grundgesetz aller Formen und Gestalten. In der klaren Anschauung desselben liegt die MШglichkeit, sie ihrem Wesen, VerhСltnisse und Zusammenhange nach zu erkennen. Da nun aber jedes Ding sich nur dann vollendet kund tut, wenn es sein Wesen in Einheit, Einzelheit und Mannigfaltigkeit und so in und auf die nothwendig dreigeeinte Weise darstellt, so thut sich eben auch das Wesen der Kraft nur in einer solchen dreygeeinten Darstellung seines Wesens durch und in Gestalt vollkommen und vollendet kund, worin die beyden andern Streben der Natur: an dem und durch das Allgemeine das Besondere und an dem und durch das Besondere das Allgemeine darzustellen und Innerliches Сu▀erlich, ─u▀erliches innerlich zu machen und fЧr beydes die Einheit, beydes in Einheit darzustellen, zugleich mitbedingt sind und als nothwendige Fortentwicklung daraus hervorgehen. In dieser dreygeeinten Darstellung des Wesens der Kraft in Einigung mit jenem allgemeinen Naturstreben, durch Stoff an und in Gestaltung hat jede einzelne Naturgestalt und so Mannigfaltigkeit derselben ihren Grund. Weiter wirkt aber eine und dieselbe Kraft in einem und ebendemselben Stoffe entweder vereinzelt in vielen Einzelerscheinungen, oder sie wirkt gemeinsam ungeteilt, oder sie wirkt innerhalb ihres Gestaltungsgesetzes wieder entweder vorwaltend nach dem einen oder dem andern darin liegenden Seite 201 AusdehnungsverhСltnisse der HШhe, LСnge, Breite, und bedingt so verschiedene Erscheinungen des Festgestalteten, Kristallinischen, die Erscheinung des Faserigen, Strahligen, KШrnigen, BlСttrigen, so wie die blСttchen und nadelfШrmigen usw. Bildungen der Gestalten; jenes hat darin seinen Grund, da▀ so viele einzelnc Punkte und Theile des Stoffes als nur mШglich innerhalb einer verhСltnismС▀ig gro▀en Masse ihre Gestaltungsgesetze darzustellen streben, sich aber gegenseitig durch ihre Masse selbst an der Ausbildung und Vollbildung ihrer Festgestalten hindern; das zweyte hat darin seinen Grund, da▀ sich das Gestaltungsgesetz wieder vorwaltend und Чberwiegend in einem oder mehreren allgemeinen AusdehnungsverhСltnissen darzustellen strebt. Die reine und vollendete Festgestalt, auch die GrШ▀enverhСltnisse ihrer innern Kraftrichtung Сu▀erlich an der Gestalt darstellend, entsteht, wenn die einzelnen, wenn alle die einzelnen Theile des Stoffes und alle einzelnen Punkte der wirkenden erschienenen oder erst erscheinenden Kraft sich dem hШheren Gesetz einer, den einzelnen zwar beengenden, fesselnden, aber das grШ▀ere, vollendet ausgebildete Erzeugni▀ gebenden, gemeinsamen Forderung und Gesammtdarstellung des Gestaltungsgesetzes unterwerfen. Das Festgestaltete, Kristallinische, ist die erste Erscheinung der irdischen Gestaltung. Durch das mit dem Wesen der Kraft zugleich gegebene Hervor und ZurЧckstreben und durch das Zugleich von Seite 202 beyden ist so ein Streben nach Uebergewicht irgend nach Seiten der Kraftrichtung und so gegenseitiges Hemmen, Spannen und Fesseln derselben bis ins Kleinste hin bedingt, somit auch die schСrfsten SpannungsverhСltnisse des Stoffes in allen Seiten und Richtungen und dadurch grШ▀ere oder geringere Trennbarkeit in diesen Spannungslinien und Spannungsebenen. Darum mЧssen die ersten Festgestalten nothwendig geradlinig begrenzt sein, ja es mu▀ sich in dem ersten Erscheinen des Festgestaltigen noch das Widerstreben zur gemeinsamen Unterordnung unter das bestimmte Gesetz einer bestimmten Festgestalt zur vollendeten Darstellung desselben zeigen ; auch werden so Festgestalten mit ungleich wirkenden Kraftrichtungen frЧher erscheinen als mit gleichen, und so wird die Сu▀ere Erscheinung der Kraft nicht eine allseitig gleichseitige Festgestalt sein, welche in dem Wesen der Kraft lСge, sondern an das Feste geknЧpft, vielmehr Gestalten nicht mit jener in dem Wesen der Kraft liegenden allseitigen GleichthСtigkeit. Die Entwickelung des Wesens der Kraft wird auch in der Erscheinung der Festgestaltung von dem Ungleichseitigen zum einfachst Gleichseitigen aufsteigen, so wie das Wesen der Kraft in sich zur Darstellung ihrer selbst au▀er sich von der Einheit und Allseitigkeit zur Einzelheit und Einseitigkeit herabsteigt. Schauen wir, suchen wir nun das letztere, die▀ in dem Wesen der Kraft liegende Herabsteigen von der Einheit zur Einzelheit zu erkennen und darzustellen, so werden wir die Natur auf dieser Stufe sowohl ihrem innern Streben, als ihrem Сu▀ern Er- Seite 203 scheinen nach und in alle ihrer Einzelheit und Einseitigkeit, aber auch in ihrer Einheit und Allseitigkeit schauen. In dem ganzen Naturgang der Entwickelung der Festgestalt, wie er aus den NaturgegenstСnden selbst hervorgeht, ist eine hШchst merkwЧrdige Uebereinstimmung mit der Entwickelung des menschlichen Geistes und menschlichen GemЧthes: auch der Mensch zeigt in der Сu▀ern Erscheinung, wie die Festgestalt, beym lebendigen in sich Tragen der Einheit zuerst mehr Einseitigkeit und Einzelheit, UnvollstСndigkeit, und erst spСter erringt er Gleichseitigkeit, Uebereinstimmung, Vollkommenheit, steigt zu dieser herauf. Diese Erscheinung des Gleichlaufenden in dem Entwickelungsgange der Natur und des Menschen ist so wie jede Erscheinung dieser Art fЧr Selbsterkenntnis fЧr Selbst und Anderererziehung hШchst wichtig; denn von ihm aus verbreitet sich auch Licht und Klarheit Чber die Menscheneritwicklung und Menschenerziehung und gibt darin Sicherheit und Festigkeit des Handelns in den einzelnen Forderungen derselben. Auch die Welt der Festgestalten ist wie die GemЧths- und Geisteswelt eine herrliche, lehrreiche Welt; was hier das innere Auge im Innern sieht, schaut dort das innere Auge im ─u▀eren. Alle Kraft, die sich in hШchster Allgemeinheit an und durch Gestaltung und ─u▀erung kund tut, wirkt von einer Mitte aus zugleich hervor und zurЧckstrebend, und so sich in sich und durch sich als Kraft selbst Grenze setzend, allseitig, Seite 204 gleichseitig oder strahlend, linear und dadurch nothwendig kuglig. Die nothwendige Erscheinung der in allseitiger, gleichseitiger Gestaltung Сu▀erlich ungehemmt sich kundtuenden Kraft aber ist: da▀ immer die Kraft nach zwey Seiten hin in gleicher Richtung wirkend hervortritt und da▀ innerhalb der Gesammtheit aller Kraftrichtungen immer je drey solcher, von der Mitte aus doppelscitiger Richtungen nach jeder Seite und Richtung hin unter und zueinander in ganz gleicher Zu und Abneigung und so auf und untereinander rechtwinklig stehen, so zueinander stehen, da▀ SelbstСndigkeit und AbhСngigkeit voneinander unter sich im hШchsten Gleichgewicht sind. Doch wegen des in der Kraft selbst liegenden Messenden werden innerhalb der Summe aller je drey rechtwinkligen Doppelrichtungen ausschlie▀end drey als Чberwiegend und vorherrschend und ganz unabhСrigig von allen Сndern hervortreten. Und auch die geistigste Betrachtung der Kraft mu▀ diesen Akt der Ausscheidung und Hervorhebung thun, weil er in dem Wesen der Kraft und dem Gesetze der menschlichen GeistesthСtigkeit gleich bedingt ist. Die Wirkung des Vorherrschens dieser dreymal zwey unter sich gleichgeltenden (rechtwinkligen), alle Чbrigen Richtungen ganz gleichmС▀ig unterordnenden und bestimmenden Richtungen kann nur eine geradlinig und geradflСchig begrenzte Festgestalt, kann nur eine solche Festgestalt sein, welche in allen ihren Erscheinungen und Theilen und ─u▀erungen das innere Wesen und Wirken der Kraft dem gro▀en Seite 205 Naturgesetze und eigentlichen Berufe und Bestimmung, dem eigentlichen Zwecke der Natur gemС▀ Сu▀erlich ja wieder auf vielfach eigenthЧmliche Weise kund tut: es kann nur ein WЧrfel, Сu▀erlichinnerlich bezeichnet, ein reiner SechsflСchner sein. Jede Ecke zeigt das im Innern ruhende Gleich geltende, Rechtwinklige der drey Doppelrichtungen, und so Сu▀erlich den Mittelpunkt des Ganzen und dies verachtfacht; alle vier Ecken gemeinsam zeigen die▀ Gesetz vervierfacht; ebenso zeigen die dreymal vier Kanten jede der im Innern ruhenden Doppelrichtungen vervierfacht; die sechs FlСchen zeigen in ihrer Mitte unsichtbarsichtbar die sechs Enden der drey Doppelrichtungen, und so auf gleiche Weise dadurch bedingt und bestimmt den unsichtbaren Mittelpunkt der ganzen Festgestalt u.s.w. u.s.w. In dieser Festgestalt nun, in dem WЧrfel, erscheint aber das Streben der Kraft nach kugliger Darstellung in hШchster Spannung: statt Allseitigkeit erscheint Einzelseitigkeit, statt Allpunktigkeit oder Alleckigkeit erscheint Einzeleckigkeit, statt Allinigkeit, Allkantigkeit erscheint Einzelkantigkeit, und diese wenigen Punkte, Linien, FlСchen halten alle Чbrigen unter sich untergeordnet und von sich abhСngig. Es tritt aber dadurch das schon an sich aus dem Wesen der Kraft klar einzusehende und daraus nothwendig abzuleitende Streben derselben klar und Сu▀erlich anschaulich entgegen, sich nicht allein als KШrperraum, sondern in jeder der mШglichsten, eigenthЧmlichsten Gestalt, also auch als Punkt und Seite 206 in Punkten, als Linie und in Linien, als FlСche und in FlСchen darzustellen; somit ist aber auch und dadurch nothwendig zugleich das Streben der Kraft gegeben, aus dem Punkte die Linie und FlСche zu entwickeln, den Punkt als Linie und FlСche darzustellen, die Linie als Punkt und FlСche darzustellen, die Linie gleichsam zum Punkte zusammenzuziehen und zur FlСche zu entfalten, und so die Ebene, FlСche zur Linie und zum Punkte zusammenzuziehen, oder als solche darzustellen. Dieses GeschСft, diese ThСtigkeit und dieses Wirken der Kraft tritt von nun an in jedem, auch dem kleinsten Schritte der Betrachtung der Festgestalt entgegen, so da▀ die Wirksamkeit der Kraft innerhalb des Kreises der Bildung der Festgestalten selbst nur darin zu bestehen scheint, und alle Festgestalten, wie sie nur auch immer sein mШgen, diesem ausschlie▀enden Streben ihr Daseyn nur einzig zu verdanken zu haben scheinen. Aber so soll, so mu▀ es auch sein ; es ist dies das erste allgemeine Hervortreten der gro▀en Naturgesetze und Naturstreben, jedes Ding als Einheit, Einzelheit und Mannigfaltigkeit darzustellen das -- Besonderste zu verallgemeinern und das Allgemeinste im Besondersten darzustellen -- und endlich: Innerliches Сu▀erlich, ─u▀erliches innerlich zu machen und beydes in Einklang und in Einigung darzustellen. Vergessen wir nun dabey nie, haben wir vielmehr dabey immer fest vor Augen, da▀ diesen gro▀en Gesetzen auch ganz der Mensch unterworfen ist, und da▀ fast alle seine Lebenserscheinungen, ja auch seine Schicksale usw. darin ihren Grund haben, so werden wir durch Seite 207 diese Betrachtungen zugleich die Natur und den Menschen erkennen und den Menschen zugleich der Natur und seinem Wesen getreu und gemС▀ entwickeln und erziehen lernen. Gehen wir nun ruhig Schritt vor Schritt von der Betrachtung des WЧrfels zur Betrachtung und Ableitung aller Чbrigen Festgestalten Чber: die Punkte, Ecken des WЧrfels werden streben, sich als FlСchen auszubilden und darzustellen, die FlСchen sich als Punkte darzustellen; besonders werden die durch das Herrschendsein der drey gleichgeltenden Doppelrichtungen zugleich geforderten und bedingten sechs unsichtbar im WЧrfel und unsichtbarsichtbar in jeder dessen Seiten ruhen.den, sechs Doppel-Mittelrichtungen Сu▀erlich sichtbar und so als Kanten hervorzutreten streben usw. Das Erzeugni▀ davon ist bey dem gleichen wЧrfligen Grundgesetz eine Festgestalt, welche so viel FlСchen oder Seiten hat, als der WЧrfel Punkte oder Ecken, welche so viel Punkte oder Ecken hat, als der WЧrfel Seiten, und ebensoviel Kanten als der WЧrfel, aber in den Mittelrichtungen derselben: das Erzeugni▀ ist ein reiner AchtflСchner. In dieser Festgestalt erscheint nun wieder mehreres Сu▀erlich entweder rein sichtbar oder unsichtbarsichtbar, was in dem Innern derselben unsichtbar ruht; doch die bey dem WЧrfel angegebenen Andeutungen mЧssen, es durch eigene Anschauung zu finden, genЧgen. Jede der dreymal zwey gleichgeltenden Grundrichtungen der Kraft treten in dem WЧrfel als dreymal Seite 208 zwey Seiten oder FlСchen, in dem AchtflСchner als dreymal zwey Ecken oder Punkte Сu▀erlich hervor ; es wird nun nothwendig noch eine Festgestalt geben mЧssen, in der sie als dreymal zwey Kanten oder Linien erscheinen; in dem WЧrfel erschienen die sechs Enden der drey unter sich gleichgeltenden Doppelrichtungen der Kraft als sechs Seiten oder FlСchen; in dem AchtflСchner erschienen sie als Ecken oder Punkte; es mu▀ nun nothwendig noch eine Festgestalt geben, in welcher sie als Kanten oder Linien erscheinen mЧssen, und die▀ ist der reine VierflСchner; sein Wesen ist durch seine Zusammenstellung und Vergleichung mit dem WЧrfel und AchtflСchner schon hinlСnglich bestimmt, und das Innere, welches er durch sein ─u▀eres ausspricht, ist nach Anleitung der Betrachtung des WЧrfels leicht aufzufinden. So sind aus der Betrachtung und Anschauung des nothwendigen Wirkens und der Erzeugni▀se der kuglig wirkenden, durch Gestaltung des Stoffes sich kundtuenden Kraft drey geradlinig und geradflСchig begrenzte KШrper hervorgegangen, wovon der WЧrfel der erste und gleichsam der mittlere, der Vier und AchtflСchner die zweyten und gleichsam in einer Beziehung die Seiten oder NebenkШrper sind. Ueberschauen wir nun
WЧrfel
AchtflСchner und VierflСchner
in ihrer natЧrlichen, aus der Ableitung nothwendig her- Seite 209 vorgehenden Stellung, so zeigt sich wieder in vШlliger Uebereinstimmung mit dem bisherigen Gange der Betrachtung und als nothwendige Folge der wiederkehrend ausgesprochenen Naturgesetze: Der WЧrfel ruht auf einer FlСche; der AchtflСchner auf einem Punkte und der VierflСchner auf einer Linie, und bey jeder der drey Festgestalten fСllt die Achse der Ausbildung derselben nothwendig in eine der drey unter sich gleichgeltenden Grundrichtungen und ganz mit ihr in Eins zusammen. Diese drey Festgestalten nun als vШllig in sich abgeschlossene, selbstСndige KШrper, und jeden den Ruhe und StЧtzpunkt in sich und durch sich suchend betrachtet, sich als KШrper sich selbst Чberlassen, zeigen: den WЧrfel immer gleichmС▀ig, dauernd ruhend auf einer seiner FlСchen, ihm nun GrundflСche, und die Achse bleibend mit einer seiner Grundrichtungen in eins zusammenfallend; der Acht und der VierflСchner dagegen werden fallen; dadurch wird bey jedem eine seiner Seiten ihm zur GrundflСche werden, und zugleich damit zeigen beyde Festgestalten eine'neue und ihnen zunСchst ganz eigene Eigenschaft; die Achse, Scheitel oder Mittellinie der Festgestalt fСllt nicht in eine der drei Grundrichtungen derselben, sondern vШllig gleichgeltend zwischen alle drei hindurch. Seite 210 Da nun das Wesen des Acht und des VierflСchners ganz in dem Wesen des WЧrfels ruht und mit demselben eins ist, und die Gestalt des Acht und des VierflСchners aus der Gestalt des WЧrfels hervorgeht, so mu▀ nothwendig auch die Eigenschaft, da▀ die Achse oder Scheitellinie gleichgeltend zwischen die drey unter sich gleichgeltenden Grundrichtungen fallen kШnne, schon in dem WЧrfel liegen, und sie tritt auch durch die Wirksamkeit des in der Natur herrschenden Gesetzes des Gleichgewichtes sogleich hervor; denn das Fallen des Acht und VierflСchners, da▀ die Achse oder Scheitellinie gleichgeltend zwischen die drey Grundrichtungen zu liegen kommt, wird bey dem WЧrfel ein solches Steigen desselben bedingen und nothwendig fordern. Der WЧrfel erscheint nun auf einer seiner Ecken ruhend, so da▀ die Scheitellinie oder die Achse nun von dieser Ecke durch den Mittelpunkt nach derselben gegenЧberstehenden Ecke lСuft, und so nun ebenfalls nicht mehr in eine der drey Grundrichtungen, sondern ebenfalls ganz gleichgeltend zwischen sie fСllt, und so'wie der WЧrfel durch das VerСndern seiner Achse in sich ein ganz anderes geworden, so stellt er auch Сu▀erlich dadurch eine ganz neue Erscheinung, eine ganz neue Gestalt dar; zwey und zwey Seiten, zwey und zwey oder vier ;und vier Kanten und Punkte erschienen immer als zusammengehШrig, alles schritt in den' geraden Zahlen der zwey oder vier fort; alles erscheint nun in drey und drey zusammengehШrig: drey und drey Seiten, drey und drey Kanten, drey und drey Ecken. Seite 211 Statt der Zwey erscheint nun die Drey, und eine ganz neue Reihe von Festgestalten erscheint dadurch in der Natur zugleich mitgegeben und mitbestimmt, deren Betrachtung und Entwickelung aber erst die Betrachtung und Entwickelung der Festgestalten mit drey unter sich ganz gleichgeltenden Grundrichtungen noch vorausgehen mu▀. Durch das Streben der Kraft, an sich und an den Festgestalten sich aussprechend: die Ecken zu Kanten oder Seiten auszubilden; durch das Streben, Kanten in Ecken zusammenzuziehen und zu Seiten auszubilden; durch das Streben, Seiten als Kanten und Ecken darzustellen; durch das Streben, innerlich verborgene und unsichtbare und Сu▀erlich unsichtbarsichtbare Richtungen, Punkte, Linien und Ebenen Сu▀erlich sichtbar zu machen und darzustellen; durch das Streben der Festgestalten, auf diese Weise das innere, allseitig gleichthСtige, gleichseitige kuglige Wesen der Kraft Сu▀erlich darzustellen, und so das Streben dieser Festgestalten an und durch sich, und sich so selbst zur Kugelgestalt wieder auszubilden: dadurch und so sind von dem WЧrfel, dem Acht und dem VierflСchner aus drey Reihen von Festgestalten bestimmt gegeben, die in verschiedenen Richtungen netzartig miteinander verbunden sind, die aber durch eine kleine Zahl von Hauptgliedern und eine noch Чbersehbare Menge von Zwischengliedern bald kugelСhnliche Gestalten wieder aus sich darstellen und darin Чbergehen. Bey der Bildung aller der in dem Bisherigen angedeuteten Festgestalten waren immer die drey unter sich gleich- Seite 212 geltenden Grundrichtungen auch als alle drey unter sich gleich wirksam und bestimmend. Durch das in und mit dem Wesen der Kraft zugleich gegebene Hervor- und ZurЧcktreten und die dadurch nothwendig nach in sich selbst ruhendem Gesetz bestimmten 5pannungsverhСltnisse der Kraft und so des mit ihr zugleich gegebenen Stoffes, ist zugleich in der weitern Fortbildung der Festgestalten das Eintreten einer Verschiedenheit der drey unter sich ganz gleichen, 'gleichgeltenden Grundrichtungen nothwendig bedingt. Diese so nothwendig gegebenen Ungleichheits oder VerschiedenheitsverhСltnisse der drei Grundrichtungen mЧssen sein: entweder die eine dritte, mit der Achse der Festgestalt in eins zusammenfallende Grundrichtung ist ungleich den beyden andern auf ihr gleichgeltend stehenden gleichen Richtungen, und entweder grШ▀er oder kleiner, als die beyden andern. In der Reihe der aus dem ersten VerhСltnisse hervorgehenden Festgestalten werden vierseitige SСulen und gestreckte AchtflСchner, und in der Reihe der aus dem zweyten VerhСltnisse hervorgehenden Festgestalten werden vierseitige Tafeln und gedrЧckte AchtflСchner die Hauptfestgestalten ausmachen. (Da hier nur von den nothwendigen innern GrundverhСltnissen der Kraft und deren Wirkung die Rede ist, so liegen dadurch nothwendig alle von Сu▀ern AusdehnungsverhСltnissen des Stoffes abhСngige Ausdehnungsverschiedenheiten der Festgestalten au▀er der Betrachtung und BerЧcksichti- Seite 213 gung). Die Ausbildung der eben bestimmten beyden Reihen der Festgestalten schreitet immer von vier zu vier und in dadurch bestimmten ZahlenverhСltnissen fort: Viergliedrige Festgestalten. So wie in dem vorigen nur eine der drey gleichgeltenden Richtungen immer ungleich ist gegen die beyden Чbrigen unter sich gleichen,so kШnnen und werden aber auch alle drey gleichgeltenden Richtungen unter sich ungleich sein. Die davon in ihrem Erscheinen und in ihrer Ausbildung abhСngigen Festgestalten werden zu ihren Hauptgestalten lСnglich vierseitige Tafel und AchtflСchner mit drey verschiedenen Durchschnittsebenen haben. Die Ausbildung der beyden Reihen schreitet hier in zwey und zwey und zwey und in den dadurch bedingten ZahlenverhСltnissen fort: Zwei und zweygliedrige Festgestalten. Die Ausbildung schreitet nun aber in gleichnamigen Gliedern gleichseitig, gleichgesetzig oder ungleichseitig fort; ersteres bedingt die oben bestimmten Reihen, letzteres Reihen von Festgestalten, die sich unter den Namen zwey und eingliedrig und ein und eingliedrig bestimmen lassen. Die weitere Ausbildung auch dieser Festgestalten geht nach dem in dem Wesen der Kraft liegenden Gesetze und Streben: der Entwickelung der Ecken zu Kanten und FlСchen und umgekehrt, und so in dem Bestreben, kugelСhnliche, kШr- Seite 214 perlich rundliche Gestalten, die innen liegenden Richtungen usw. Сu▀erlich darzustellen, fort. Alle aus diesen VerhСltnissen der drey unter sich gleichgeltenden Grundrichtungen hervorgehenden Festgestalten sind wegen der ganz eigenthЧmlichen Grundbestimmungen auch in ihrem Erscheinen und in ihrer Ausbildung hШchst eigenthЧmlich. So sind nun die Grundbedingungen zur Erkenntni▀, Anschauung und Ableitung aller Festgestalten mit drey unter sich gleichen Grundrichtungen sowohl ihrer Einzelerscheinung, als ihren gegenseitigen, netzartigen, verwandtschaftlichen VerhСltnissen nach gegeben. Diejenigen Festgestalten, deren Bildungsachse gleichgeltend zwischen die drey Grundrichtungen fСllt und deren Grundgestalt der schon erkannte, aber nun auf einer seiner Ecken ruhend erscheinende WЧrfel ist, fordern nun ihre weitere Betrachtung. Au▀er der schon -- gleich beym ersten Erscheinen des WЧrfels in derjenigen Lage, da▀ die Bildungsachse desselben nun von einer Ecke durch den Mittelpunkt in die andere Ecke fСllt und so die erstere Ecke in dem Scheitelpunkte und die andere Ecke in dem Fu▀punkte der Gestalt liegt -- erkannten und durch das ZusammengehШren der Glieder zu drey und drey bedingten EigentЧmlichkeiten, treten bey weiterer Betrachtung noch folgende eigenthЧmliche Ausbildungsgesetze und davon abhСngige eigenthЧmliche Eigenschaften entgegen. Seite 215 Zuerst tritt gleich Сu▀erlich, bey der nur Сu▀erlichen Betrachtung des WЧrfels in dieser Lage, das ganz EigentЧmliche entgegen, da▀ die sechs ihn begrenzenden FlСchen nun nicht mehr als sechs reine Gevierte, also mit ganz gleichen Querlinien, sondern als zwar ebenmС▀ige, aber als Vierecke mit Querlinien verschiedener LСnge, also als Rauten erscheinen, und was hier anfangs nur Сu▀erlich erscheint, tritt aber gleich bey dem nСchsten Schritt der Ausbildung und Fortentwicklung dieser Festgestaltenreihen Сu▀erlich aus innern Bedingungen hervorgehend ein; darum sind alle gleichsechsflСchig begrenzten Gestalten dieser Gestaltungsreihe immer durch sechs gleiche Rauten begrenzt; die Grundgestalt dieser Bildungsreihe ist daher der RautensechsflСchner, und die in dem RautensechsflСchner liegenden Grundbestimmungen und Grundgesetze sind die Grundbedingungen und Grundgesetze aller nun folgenden Ausbildungen. Gro▀, sehr, fast unabsehbar gro▀ ist die Menge der sich vom RautensechsflСchner aus entwickelnden Festgestalten; doch teilen sie sich gleich von ihrer Grundgestalt aus in mehrere Reihen, deren jede wieder eine in der Grundgestalt bedingte Hauptgestalt an ihrer Spitze hat. Die drey Fu▀ und drei Scheitelkanten bilden sich nach dem schon genannten wirkenden Gesetze unsichtbar im Innern oder unsichtbarsichtbar im ─u▀ern ruhender Richtungen zu FlСchen aus, bis sie sich gegenseitig in ihrer Ausbildung Grenze setzen, das Er- Seite 216 zeugni▀ ist eine, durch zweymal sechs in dem Fu▀ und Scheitelpunkte der Gestalt sich einende FlСchen, begrenzte Festgestalt mit in sich vШllig gleichen Scheitel und Fu▀kanten, ist der doppelspitze, gleichkantige ZwШlfflСchner. Die Seitenkanten bilden aus sich nach innen ruhenden Bestimmungen abneigende DoppelflСchen; das Erzeugni▀ davon ist eine, ebenfalls durch zweymal sechs in dem Fu▀ und Scheitelpunkte der Gestalt sich einende FlСchen begrenzte Festgestalt, aber nicht mit unter sich, sondern nur mit doppelt abwechselnd gleichen Scheitel und Fu▀kanten, ist der doppelspitze, drey und dreykantige ZwШlfflСchner. Von dem RautensechsflСchner aus oder von den bestimmten beyden doppelspitzen ZwШlfflСchnern aus sind durch Ausbildung der Seitenecken oder der Seitenkanten in FlСchen nach der Richtung der Achse und durch Ausbildung der Endecken in ebensolche FlСchen zwey neue Festgestalten bestimmt, es sind zwei SechsflСchner mit geraden EndflСchen, die sich aber ihrem innern Wesen und darum auch der Entstehung nach dadurch unterscheiden, da▀ die eine SСule den Seitenkanten und die andere den Seitenecken des GrundkШrpers angehШrt, und darum auch als sechsseitige geradendflСchige KantensСule und als sechsseitige geradendflСchige EckensСule unterschieden werden. Diesem hier angedeuteten innern Zusammenhange nach stehen die Grund und Hauptgestalten so zu einander: Seite 217
RautensechsflСchner
doppelspitzer doppelspitzer
gleichkantiger drey und dreykantiger
ZwШlfflСchner ZwШlfflСchner
sechsseitige sechsseitige
geradendflСchige geradendflСchige
EckensСule KantensСule
Nach den wiederkehrend ausgesprochenen, angewandten Naturgesetzen, nach den Gesetzen der sich darstellenden Kraft: Punkte als FlСchen und Kanten und umgekehrt auszubilden; nach diesen und andern nothwendigen Bedingungen entwickeln sich aus den vorstehend aus dem Wesen der Kraft abgeleiteten Grund und Hauptfestgestalten in fortschreitender strenger GesetzmС▀igkeit alle dadurch schon in sich gegebene und bestimmte drey- und dreygliedrige Festgestalten mit allen ihren dazwischen liegenden Uebergangs- und VerknЧpfungsgestalten fort bis zu immer mehr und mehr kugelfШrmigen Festgestalten. Und so ist mit den durch diese Bestimmungen zwar ganz nothwendig gegebenen, aber in ihren VerknЧpfungen zahllosen Mengen drei und dreygliedriger Festgestalten, in Verbindung mit den schon in den drei unter sich gleichgeltenden Grundrichtungen bedingter Festgestalten, alle und jede Einzelfestgestalt schon gegeben und bedingt, und so ist das Reich derselben ganz abgeschlossen; doch kШnnen und werden sich den allgemeinen Wirkungen der Kraft und anderen besondern eigenthЧmlichen Bedingungen Seite 218 nach weiter alle die durch die bisher erkannten Gesetze gegebenen, verschiedenen Einzelgestalten noch in verschiedenen AusdehnungsverhСltnissen, also mit Чberwiegender LСnge, Breite oder Dicke, jedoch immer einfach ausbilden. Denn die bisher aus dem Wesen der Kraft hervorgegangenen Festgestalten sind immer nur einzeln und einfach, doch durch das zwar mit dem Wesen der Kraft zugleich gegebene, aber eben dadurch immer hШhere Entwickelung derselben bedingende Streben: geradlinig begrenzte Festgestalten aus sich darzustellen, ist die Gesammtheit der ursprЧnglich nur allseitig, gleichthСtig, gleichseitig;zu wirken strebenden Kraft in sich in solche Spannung, und ganz besonders innere und Сu▀ere Entgegensetzung gekommen, da▀ es sogar in der Сu▀ern Erscheinung nun als erstes Streben der Kraft entgegentritt, diese Spannung, diese Entgegensetzung nun auf jede mШgliche Weise aufzuheben und auszugleichen. Die erste und einfachste Сu▀ere Erscheinung dieses Strebens innerhalb der Grenze der Darstellung der Festgestalten ist: Gestalten in rein entgegengesetzter Lage und Richtung aus sich zu gestalten und darzustellen; das Erzeugni▀ davon werden Gestalten sein, die zwey, drey, vier und auch mehr Einzelfestgestalten in entgegengesetzten und so ausgleichenden Richtungen und Lagen in einer Сu▀erlich einzigen Gesammtgestalt vereinigen und in dem letzteren Fall des nicht zu entwirrenden Einigungsgesetzes als gesetzlose ZusammenhСufungen erscheinen. Mit diesen letzteren Bildungen entsteht eine ganz neue Reihe zusammengesetzter und zusammengehСufter Gestalten, die als die Gestalten hШherer Bildungsstufen nachahmende Gestalten erscheinen: als traubig, knospig, kuglig. Durch diese letztgenannten ZusammenhСufungen besonders scheint jede Einzelfestgestalt wieder eine der in der Kraft ursprЧnglich wirkenden, allseitigen Richtungen Сu▀erlich und so sie gemeinsam das darzustellen, was dem Einzelnen unmШglich wurde: die ursprЧngliche Kugelgestalt. So erscheint auch auf und in dieser Stufe der Bildungen der Festgestaiten das Leben wie in einem Bilde uncd bey aller starrer Geschiedenheit ein innerer lebendiger Zusammenhang und besonders Gleich und Eingesetzigkeit, wie sie auf jeder folgenden Stufe der Naturentwicklung immer klarer entgegentritt. Alle diese Formen und Gestalten nun, welche als Сu▀ere Erscheinung vorwaltend nur der Stoffwelt, der Welt mit nur wirkender Kraft, angehШren, deren Сu▀ere Eins und gleichsam Сu▀erlich schaffende Einheit die Kugel ist, zeigen gemeinsam das hШchst EigentЧmliche: da▀ ihre Glieder nur Mehrfache der Zwei, gerad und davon abhСngiggliedrig, und Mehrfache der Drei, drey und dreygliedrig sind; dagegen die Wirksamkeit der Kraftrichtungen nach und in den Zahlengesetzen der FЧnf und Sieben und als gleichberechtigt mit denen der Zwei (Vier) und der Drei (Sechs), und alle dadurch bedingte Gestalten, ganz ausschlie▀t, indem die FЧnf und Sieben entweder nur ungeordnet und nicht rein, oder nur zufСllig und schwindend erscheint. Weiter erscheinen alle Festgestalten in sich ganz gleichstoffig, ohne eine nothwendig bedingte und bedingende, bleibende Mitte, sondern immer nur mit einer beziehungsweisen und darum mit Aufhebung der Beziehung auch aufgehobenen Mitte; darum erhШht sich bey gleichem und gleichbleibendem Stoffe (Materie) die Wirkung der Kraft nur durch Vermehrung der Masse, des Stoffes ; die wirkende Kraft erscheint darum auch als ein einfaches zwar gliedrig, aber nicht als eine ein Mehrfaches in sich schlie▀ende Einheit, nicht als gegliedert. So die Entwickelung und Darstellung der Kraft auf der Stufe des Erzeugens der starren Festgestalten, so die Entwickelungsstufe der Kraft innerhalb der Grenze dieser Gestalten: Doch das Wesen der Kraft als selbstthСtiges, allseitig gleichthСtiges Wesen fordert nothwendig au▀er dem, schon aus dem Wesen der Kraft Erkannten auch in der Erscheinung, in ihrer Сu▀ern Darstellung in Gestalt, nicht nur, was die starre Festgestalt gibt, eine beziehungsweise, wechselnde, mit Aufhebung der Сu▀ern Bedingung auch aufgehobene, sondern eine durch das Wesen und Wirken der Kraft nothwendig gegebene bestimmte Mitte, einen auch in der Gestalt wahrnehmbaren bleibenden Ausgangs und RЧckbeziehungspunkt aller KraftСu▀erungen und KraftthСtigkeiten und nicht allein Einigungspunkt, sondern auch TrСger und Bestimmungspunkt der Kraft. Einen solchen einen und einenden Punkt zeigt aber das Reich der starren Festgestalten nicht; die starre Festgestalt kann ihn auch nicht besitzen, da eines schlechthin das andere ausschlie▀t, so unerlС▀lich auch er in dem Wesen und in der zur Vollendung fЧhrenden Entwickelung und Ausbildung der Kraft bedingt ist. Aber auch der nach dem und durch das Gesetz der geradflСchig begrenzten Festgestalten bedingte, der darum und dadurch bis ins Kleinste hin in sich gespannte, festgestaltige, gliedrige Stoff macht die Darstellung einer jenem Punkte entsprechenden Gestalt unmШglich ; denn der Чberall in sich ganz gleichgliedrige Stoff schlie▀t als solcher das Vorherrschen eines einzigen oder mehrerer ThСtigkeitsbeziehungs, Kraftmittelpunkte schlechthin aus ; darum bedingt aber auch ebenso schlechthin das Eintreten eines Einigungs und Beziehungs, eines Mittelpunktes der Kraft eine vШllige Aufhebung des Gliedrigen und der Gliedrigkeit, des Festgestaltigen des Stoffes, der Festgestalt schlechthin. Ferner bedingt und fordert die Kraft als solche in ihrer Entwickelung und Ausbildung, indem sie sonst zu selbstСndiger Kraft sich gar nicht erheben kШnnte ein Mehrfaches, eine Mehrheit der KraftСu▀erungen und ThСtigkeiten unter der Bedingung der Einheit und heraus und hervorgegangen aus der Einheit. Dem Wesen der Kraft und dem mit ihr gegebenen Streben nach vollstСndiger Entwickelung und Darstellung desselben kann es darum nicht genЧgen, in sich nur gliedrig, d. i. verschiedenseitig in Wirkung zu sein ; ihr Grundstreben fordert Gegliedertheit in sich, fordert unter der Bedingung der Einheit, hervorgegangen aus und darum abhСngig von der Einheit, eine Gemeinsamkeit von KrСften, deren jede selbstthСtiges Wirken in sich trСgt, doch nur fЧr Gesammtdarstellung des durch die Einheit Bedingten. Die so in sich gegliederte Kraft fordert und bedingt aber auch so in sich gegliederten Stoff. In sich gegliedert ist aber nothwendig der Stoff, der an jeder Stelle, die ihm die aus der Krafteinheit hervorgehende und darin bedingte KraftthСtigkeit anweist, der Einzel und der Gesammtforderung der Kraft zu entsprechen imstande ist; gegliedert ist der Stoff, welcher sich der Forderung der gegliederten Kraft gleichwillig unterwirft, ob fЧr Darstellung des Allgemeinen oder Besonderen, des Innern oder ─u▀ern, oder fЧr welche Seite und Richtung der Kraft es immer sei. Gegliedertheit des Stoffes bedingt eine vШllig freie und ungehemmte, allseitige Bestimmbarkeit desselben; allein in sich gespannter, festgestaltiger, gliedriger Stoff schlie▀t die▀ aus; darum hebt in sich gegliederte Kraft das Gliedrige des Stoffes rein auf und steigert ihn zum Gegliederten. Nur durch ZurЧcksinken in vШllig ungliedrigen, in Чberall sich selbst ganz gleichen, also der Erscheinung nach in sich ganz zusammenhangslosen Zustand, nur durch einen Zustand hШchster AufgelШstheit und Zermalmtheit kann gliedriger Stoff zu einer hШhern Bildungs und Steigerungsstufe, zum gegliederten Stoff geschickt werden und Чbergehen. Auch hierin zeigt sich das Leben in seiner Erscheinung, zeigen sich die Forderungen und Bedingungen des hШchsten, geistigsten Lebens wie in einem Bilde, darum auf und in dieser Entwickelungsstufe der Natur, die Kenntnis und Einsicht in das Wesen der Natur zur und fЧr Selbst und Andrererziehung so hochwichtig. Mit dem Wesen der Kraft und als eins mit demselben tritt aber auch zugleich das Hervor und ZurЧckstreben derselben entgegen; denn eines ist ja mit und in dem andern und durch das andere schlechthin bedingt. Die Kraft nun aber als von einer Einheit, einer bestimmten wahrnehmbaren Einheit aus eine Mannigfaltigkeit aus sich entwickelnd und diese auf jene zurЧckbeziehend, bedingt dadurch nothwendig weiter ein abwechselndes Hervor und ZurЧckstreben der Kraft, und hebt dadurch, wie es das Starre, Festgestaltige des Stoffes rein aufhebt und vernichtet, so auch damit das Zugleich, gleichsam das Ineinander des Heraus und ZurЧckstrebens rein auf, bedingt dagegen, als von einer bestimmten, wahrnehmbaren Mitte ausgehend und darauf zurЧckbeziehend, ein augenblickliches Sichtrennen und ein augenblickliches Sichwiedereinen, und so Сu▀erlich also ein augenblicklich verschiedenes und getrenntes Hervor und ZurЧcktreten der Kraft, und als solches wahrnehmbar an und durch den Stoff: ein Wallen, Wogen, Schlagen der Kraft. In der Festgestalt ist das Hervor und ZurЧcktreten in jedem Augenblick eins, ist eine unteilbare Einheit, und darum erscheint die Festgestalt starr; das Trennen dieses Zugleich und das schwСchste Vorherrschendwerden der einen oder der anderen Kraftwirkung hebt auch sogleich den starren Zustand des Festgestaltigen und so das Festgestaltige selbst auf, und stellt es als erdig, flЧssig oder luftig dar. Da aber das grШ▀ere Frei und SelbstСndigwerden und doch das grШ▀te Zugleich des Heraus und ZurЧckstrebens die grШ▀te Ausbildung der Kraft bedingt, so wird die Kraft auf derjenigen Stufe ihre hШchste SelbstСndigkeit errungen haben, wo die SchlСge des Heraus und ZurЧcktretens am schnellsten wechseln. Dieses stetige Heraus und ZurЧcktreten hat aber seinen Grund in einem stetigen, und zwar sich bewegend stetigen Ausgleichen, also einem laufenden Ebenen, daher auch diese Stufe der von einer Einheit, einem bestimmt wahrnehmbaren Punkte aus und dahin wogenden Kraft hШchst bezeichnend leben (leben) genannt wird. Dieser Punkt als dieses selbstСndige, selbstthСtige Leben in sich tragend, es gleichsam aus sich aushauchend, zu und fЧr Сu▀erlich getrennte Mannigfaltigkeit aushauchend, hei▀t darum so bezeichnend Herz, Herzpunkt. Lebenspunkte bedingende Ausbildung, Herzpunkte bedingendes Leben ist die der nur wirkenden, in und fЧr Festgestalten wirkenden Kraft nСchste neue Stufe der Kraftentwicklung. In vШlliger Uebereinstimmung mit dem Wesen der Kraft und dessen Forderung werden mehrere Punkte der KraftthСtigkeit in einer Masse, Stoff sich zu Herzpunkten zu erheben streben, oder nur wenige, oder nur einer. Dieser Grund ist einer der nСchsten GrЧnde zur Trennung der Lebgestalt. So strebt die Kraft selbst, sich immer mehr und mehr wieder vom Stoffe unabhСngig und sich selbstСndig zu machen, so da▀ nun die grШ▀ere oder geringere Wirkung der Kraft, der grШ▀ere oder geringere Lebensausdruck nicht mehr von einer darum nothwendig kleineren oder grШ▀eren Masse des Stoffes abhСngt; die▀ ist eine durchgreifende Erscheinung aller Gestalten und Gestaltung, in welcher sich Leben ausspricht; diesem Grundgesetze nach teilen sich nun auch alle Lebgestalten sogleich von ihrem ersten Erscheinen aus in zwey Reihen, in eine Reihe, wo das Leben, die Erscheinung des Lebens dem Stoff untergeordnet ist, in eine zweyte, wo der Stoff der LebensthСtigkeit unterworfen ist. Jene Reihe der Gestalten hei▀t mit Recht lebend, sowie diese, das Leben in selbstthСtiger Bewegung in sich tragend, ebenso bezeichnend lebendig. So da▀ sich von dieser Seite der Betrachtung des Wesens der KraftСu▀erung aus alle NaturgegenstСnde so ordnen: Wirkende (Festgestaltige) Lebende Lebendige. Da das Leben immer wiederkehrende RЧckkehr der ThСtigkeit in die Kraftmitte, den Herzpunkt, bedingt und fordert, ja darin besteht, und sich in und durch diese RЧckkehr immer wieder neue Kraft des Сu▀eren Bestehens schШpft, so werden nothwendig alle Lebgestalten sich von innen heraus vergrШ▀ern, wachsen, wahrhaft wachsen. Dieser nothwendige und so wie hier und im Bisherigen angedeutete innere Zusammenhang des Wirkenden, Lebenden und Lebendigen geht auch noch von einer andern Seite der Betrachtung und dem allgemeinen Naturgesetze: da▀ das Allgemeine von dem Besonderen gefordert wird, da▀ aus dem Besonderen das Allgemeine hervorgeht, da▀ das Besondere das Allgemeine fordert und bedingt als unzweideutig hervor. Da nun die frЧher erkannten und entwickelten Eigenschaften der Kraft nothwendig in dem Wesen der Kraft liegen und als nothwendige Folge aus demselben hervorgehen, so mЧssen sie nothwendig auch mit dem Fortbestehen des Wesens der Kraft auch ihr Fortbestehen haben und sich so auch nothwendig in den folgenden Entwickelungs und Ausbildungsstufen der Kraft, wenn auch in verschiedener Form, VerknЧpfung und Steigerung und gesteigerter Gestalt, aber dem Wesen und der Sache nach mit Bestimmtheit aussprechen. Diese aus dem Wesen der Kraft nothwendig hervorgehende Forderung wird sich nun auch unerlС▀lich in jeder durch die.fortsteigenden Entwickelungsstufen derselben bedingten Form und Gestalt aussprechen, wird der innere Bestimmungsgrund der Form und Gestalt sein. Darum werden die Gestalten der beyden erkannten, bestimmten, nСchsten Entwickelungsstufen sogleich das EigentЧmliche zeigen, da▀, so wie in den Festgestalten das KreisfШrmige und Kreisende als nebensСchlich und gleichsam zufСllig erschien, es nun in den Lebgestalten als wesentlich erscheint, doch mit dem Unterschiede, da▀ in den lebenden Naturgestalten das Strahlende und das davon abhСngige FlСchige als Чberwiegend und vorherrschend, das Kreisende und Kuglige aber untergeordnet erscheint; bey den lebendigen Naturgestalten dagegen wird das Strahlende und das davon AbhСngige in der Bildungs und Gestaltungsform das Untergeordnete und das Kreisende und Rundliche, KugelfШrmige das Ueberwiegende sein. Wie nun die gegliederte Kraft einen gegliederten Stoff nothwendig fordert und bedingt, so fordern und bedingen beyde eine gegliederte Gestalt, und werden darum die lebenden Lebgestalten, die pflanzlichen Gestalten, die GewСchse, wo das Leben noch dem Stoffe unterworfen ist, in ihren Bildungen mehr strahlend und dem Gesetze des Festgestaltigen sich annСhernd sein, und die▀ gleichsam im gesteigerten, gegliederten Zustande und im Leben und mit Leben darstellen. Darum denn in so vielen Pflanzen noch der reine Ausdruck des Festgestaltigen, der Ausdruck und die Darstellung der Grundgesetze der Festgestalten, welches sich hier besonders durch die ZahlenverhСltnisse kund tut. Zahl bezeichnet ursprЧnglich, wie noch manche veraltete Wortverbindung bezeugt, so viel als das ─u▀erste, das Ende. De▀halb erscheinen nun auch die ZahlenverhСltnisse in der Pflanzenwelt so wichtig, weil sie gleichsam die Enden der Kraftrichtungen bezeichnen, welchen die Festgestalten und jedes kЧnftige gesteigerte Erscheinen derselben ihre eigenthЧmlichen Formen und Gestalten verdanken. Wie die gleichgliedrigen Festgestalten und die Festgestalten der unter sich gleichgeltenden Richtungen, die geradgliedrigen, einen ganz eigenthЧmlichen und in gewisser Hinsicht sehr einfachen Charakter, Lebensausdruck haben, so haben Сhnlichen Lebensausdruck die gleich und gerad(zwey und zwey) gliedrigen Pflanzen, und ganz besonders zeichnen sie sich, wie die▀ auch schon bey den Festgestalten der Fall war, im Gegensatz der drey und dreygegliederten GewСchse aus. Die zwey und zweygegliederten Pflanzen sprechen die▀ Gesetz sowohl durch den abwechselnden Stand der BlСtter, als durch die zwey und zweyflСchige Form der Stengel usw. klar und bestimmt aus. Mit dem EigentЧmlichen der jedesmaligen ZahlenverhСltnisse sprechen sich auch immer stehende eigenthЧmliche Eigenschaften aus; so knЧpfen sich fort und fort an jeden besonderen Zahlenausdruck und an dessen besonderes, wieder ganz eigenthЧmliches Erscheinen auch wieder ganz besondere innere Eigenschaften an, so strШmen z. B. die der Zwei und zwey angehШrigen Pflanzen fast durchgehend sehr starke gewЧrzige DЧfte aus usw. Keineswegs begnЧgen sich jedoch die Lebgestalten nur mit immer eigenthЧmlicherer Darstellung der ursprЧnglich gegebenen Richtungs und der davon unmittelbar abhСngigen ZahlenverhСltnisse, welche die Festgestalten bedingen ; sondern mit der zum Leben gesteigerten KraftthСtigkeit, welche in den aufgelШsten Сu▀erlichen SpannungsverhСltnissen seinen Grund hat, treten auch hШhere ThСtigkeiten in den GestaltungsverhСltnissen ein, und so tritt mit dem Leben und den Lebgestalten, sowohl bey Pflanzen als Thieren, sogleich frЧh das ZahlenverhСltnis der FЧnf, welches bey den Festgestalten nur hШchst untergeordnet, fast nur zufСllig und schwindend erscheint, hier ais herrschend und eingreifend wirksam hervor. Wie sich mit dem Eintreten des ZahlenverhСltnisses der FЧnf in allen NaturgegenstСnden, in welchen es hervortritt, eine ausgezeichnet eigenthЧmliche Wirksamkeit zeigt, so ist das Erscheinen der FЧnf und die Bedingungen ihres Erscheinens merkwЧrdig sinnbildlich und bedeutungsvoll. Die FЧnf tritt, soweit ihr Erscheinen im Pflanzenreiche verbreitet ist, selten rein, d. h. so auf, da▀ alle Einzelheiten der FЧnf dem Stande, der Form und Чberhaupt dem Werte nach unter sich ganz gleichgeltend sind; und ist ihr Сu▀erstes Erscheinen ja rein, so ist es wieder so wechselnd, da▀ sie sich nur in einigen wenigen Erscheinungen wirklich rein gleich bleibt. Die▀ beweist deutlich ihre Entstehung, die nur in entfesselter Wirksamkeit der Kraft ihren Grund hat, in dem nun zum Leben erhobenen Streben der Kraft, jedes VerhСltnis durch und aus sich darzustellen. Da die Darstellung der FЧnf und der ihr verwandten Sieben, als selbstСndig bestimmend und fortentwickelnd, von der nur wirkenden Kraft rein ausgeschlossen ist, und da jede folgende Entwickelung und Erscheinung der KraftthСtigkeit nur in der frЧhern, in der wirkenden, nur in der Kraft als wirkend bedingt ist: so kann ihr Entstehen nur in einer Trennung, Spaltung, oder in einer Zusammenziehung durch die rein wirkende Kraft bedingter Richtungs und daraus hervorgehender ZahlenverhСltnisse seinen Grund haben. Und so ist es: die FЧnf erscheint in der Pflanzenwelt entweder durch Trennung, Spaltung einer der Grundrichtungen des Vier, oder Zwei und zweygliedrigen, oder durch Zusammenziehung zweyer Grundrichtungen des Drei und dreygliedrigen. Fast alle Pflanzen, welche den Zahlenausdruck der FЧnf an sich tragen, beweisen dies. Pflanzen also, welche in ihren Blumen fast keinen Wechsel der FЧnf zeigen, sind darum als der reinen FЧnf angehШrig zu betrachten; Pflanzen, welche dem innern Gesetz der Zwei und zwei angehШren und in ihren Blumen die FЧnf darstellen, werden die FЧnf als zwei, zwey und eins zeigen, indem die FЧnf aus der Trennung einer der gleichgeltenden Richtungen hervorgegangen ist; darum werden zwey und zwey Glieder immer zusammengehШren und eines allein stehen, so werden diese durch alle Formen und VerknЧpfungen der Erscheinung hindurch der FЧnf angehШrige Blumenbildungen entwickeln; solche GewСchse erscheinen dann als Darstellungen des Gesetzes der Zwei und zwey, in die Zwei, zwey und eins Чbergehend usw. Ueberhaupt sind alle die Erscheinungen der FЧnf in Form und VerknЧpfungen die mannigfachsten, welche aus zwey und zwey unter sich gleichgeltenden Grundrichtungen hervorgegangen sind, wie alle Pflanzen mit abwechselndem Stand der BlСtter zeigen; das aufgehobene Gleichgewicht zwischen der Zwei und der Zwei kann nur schwierig wieder errungen werden. Anders der Gestalten und besonders Blumenausdruck der aus dem Gesetze der Drei und drey hervorgegangenen GewСchse. Nicht durch eine Trennung, sondern durch eine Zusammenziehung, Einigung zweyer Grundrichtungen zu einer ist hier die FЧnf entstanden, und diese gleichsam aus der Einigung und Zusammenziehung hervorgegangene Sicherheit und Ruhe spricht sich auch in dem einfachen Blumenausdruck aus; statt aller ein Beyspiel: die Rose usw. Die FЧnf erscheint darum in der Natur und auf der Stufe der Lebegestalten als die das Wesen der Zwei und der Drei einende Zahl; die FЧnf erscheint trennend und einend wie drey und zwey; darum ist sie auch, wie sie mit der Steigerung der nur wirkenden Kraft zur lebenden und lebendigen auftritt, auch wahrhaft die Zahl des trennenden und einenden Lebens, ist die Zahl der Vernunft auf der Stufe der Gestalten des Lebenden; sie ist die Zahl des unaufhШrlich innerlich Neues aus sich Erzeugenden, des sich immer in sich und durch sich selbst Steigernden; denn je hШher die Entwickelungs und Bildungsstufe bey den Lebegestalten ist, um so bleibender erscheint sie; auf der Stufe der Pflanzenbildungen zunСchst gehШrt die fast reine FЧnf denjenigen Pflanzen an, welche die grШ▀te Veredelung und Vermannigfachung in sich tragen, so die dem Gesetze der fast reinen FЧnf angehШrenden Obstarten, Kern und Steinobst, und die SЧdfrЧchte; sind nicht die erstern bis in das Zahllose zu veredeln und zu entwickeln? Zeigen nicht das ganz gleiche in der Blumenwelt die der aus drey und drey hervorgegangenen FЧnf angehШrigen Rosen; lassen sich ihre Spielarten nicht immer mehr und mehr vermehren? Bringt nicht jede Gegend fast eine neue Spielart von Kartoffeln hervor, und wie viel haben sich nicht deren schon seit den wenigen Jahren ihres Bekanntseins entwickelt? So sind es wieder diejenigen Pflanzen, welche durch ihre Blumen der fast reinen FЧnf angehШren, die sich am leichtesten in sich und durch sich selbst vervielfСltigen, steigern, fЧllen, so wieder die Rosen, Nelken, Aurikeln, Ranunkeln. So spricht sich Чberall, wo die Zahl FЧnf erscheint, unzweideutig ein hШherer Ausdruck des Lebens aus, des erhШheten, gesteigerten Lebens, welchem sie, durch Trennung oder Einigung des vom strengen Gesetz streng und starr Gegebenen, Bestimmten, ihr Daseyn, ihr Erscheinen verdankt. Nicht von den Сu▀ern Erscheinungen der Zahl, sondern von der tiefsten, innersten Bedingung, Einheit und Wesen derselben, in welchem alle Zahl und die Mannigfaltigkeit und VerhСltnisse derselben ihren nothwendigen Grund ha ben, ausgehend, drСngt sich noch folgendes zur Beachtung auf: wie die gerad- und gleichgliedrigen Festgestalten an und in sich nur einfach, wenig Mannigfaltigkeit der Kraft kundtuend, gleichsam wie Bildungen des GemЧthes erscheinen, so erscheinen dagegen besonders die drey und dreygliedrigen Festgestalten durch ihre fortgehende Сu▀ere Trennung in immer neuen Gestalten, in ihrer Mannigfaltigkeit, wie Bildungen des Verstandes und des Bewu▀twerdens; und so wie sich in den drey und dreigliedrigen Festgestalten die Bildungsachse von jeder der drey gleichgeltenden Grundrichtungen trennte und sich so selbstСndig gleichgeltend zu allen dreyen stellte, so geht die Entwickelung Сu▀erlich trennend und Сu▀erlich verknЧpfend fort bis in das fast Zahllose; de▀halb ist auch der drey- und dreygliedrigen Grundgestalt nichts zu fein, was sie nicht trennen kШnnte; selbst das Feinste, das Licht, mu▀ sich wie in dem Kalkspate und in einer drey und dreygliedrigen Kunstform, dem Prisma, seiner Сu▀erlich trennenden Kraft unterwerfen. Darum gleicht auch auf der Stufe der Festgestalten rСumlich der Akt des Fallens aus dem gleichgliedrigen, allseitig gleichthСtigen Fortbildungs und Fortentwicklungsgesetze in das Drei und dreygliedrige, dem Fallen oder, was der Wirkung nach hier gleich ist, dem Steigen des Geistigen des Menschen aus der reinen einstimmigen GemЧthsentwicklung in die immer Сu▀erlich nur trennende und zweyfelnde Verstandesbildung; denn das Drei und dreygliedrige fЧhrt auch erst in den Umfang der Сu▀ern Erkenntni▀ der Formen des Steigens der Festgestalten ein. In Beziehung auf das eigenthЧmliche Wesen und die eigenthЧmlichen Wirkungen der Kraft, als lebend und in sich eins, zeigt die Natur und die Pflanzenwelt noch folgende Erscheinungen: Durch die verschiedenen Steigerungsstufen einer und ebenderselben lebenden Kraft in einer lebenden Naturgestalt, in einer Pflanze, erscheint jedes Glied des Ganzen im Besitze der ganzen Kraft, nur in verschiedenen Steigerungsgraden, . daher auf der Stufe der Lebegestalten, der Pflanzen, so hСufig die MШglichkeit des Hervorrufens der ganzen Gestalt, der ganzen Pflanze, aus einem einzelnen Theile: einem Zweige, einer Knospe, einem Blatte, einem StЧckchen Wurzel; darum auch in der Pflanzenwelt die bestimmte und als pflanzliches Grundgesetz sich aussprechende Erscheinung, da▀ jede folgende Stufe der Entwickelung immer im hШheren Maa▀e das Wesen der in der Gestalt wirkenden Einheit kund tut, wie jede folgende Entwickelungsstufe eine Steigerung der vorhergehenden ist; so die BlumenblСtter gesteigerte PflanzenblСtter, die StaubfСden und Staubwege gesteigerte BlumenblСtter; jede folgende Bildung legt das Innere der Pflanze, das Wesen derselben, in zarteren HЧllen dar und zuletzt gleichsam nur in Hauch und Duft. Das so fast ganz Сu▀erlich, zum ─u▀erlichen gewordene Innere nimmt der Fruchtknoten wieder in sich auf und stellt es so wieder als Inneres dar. Bis zur BlЧthezeit sprechen die Pflanzen ein Hervorstreben, ein Aufsteigen aus, von der BlЧthezeit bis zur vollendeten Fruchtreife hШchstes ZurЧckziehen. Die Erscheinungen der Pflanzen zeigen darum nicht nur eine Mannigfaltigkeit, VervielfСltigung der Kraft, sondern auch eine Steigerung; aber darum auch bey schwindender Kraft in der Pflanzenwelt die so hСufige Erscheinung des ZurЧcksinkens einer spСtern Ausbildungs und Fortentwicklungsstufe in eine frЧhere, z. B. das ZurЧcksinken der Bildung der BlumenblСtter in die Bildung der KelchblСtter und das Ausbilden dieser zu vollkommnen PflanzenblСttern; das ZurЧcksinken der StaubfСden und Staubwege in BlumenblСtter, welche Erscheinungen so oft die Rosen, die Mohnen, Malven, Tulpen usw. zeigen. Und in voriger Beziehung gehШrt die kЧnstliche Steigerung des Blumenkelches zur Blumenkrone, wenn die Pflanze einen besonders guten Stand und Nahrung hat, hierher, wie z. B. bey den Gartenprimeln. So wie nun also in jedem selbstСndigen Pflanzenteile das Wesen der ganzen Pflanze nur auf eigenthЧmliche Weise ruht, das Grundstreben jedes Dinges und jeder Pflanze aber ist, sich in seiner EigentЧmlichkeit allseitig darzustellen: so erscheint nun dieses Streben, die Kugelform aus sich darzustellen, unter allen Pflanzenteilen bey den BlСttern am meisten gefesselt und gebunden; darum so hСufig, besonders auf ihnen, doch auch auf andern Pflanzenteilen, die Erscheinung, da▀ nach geschehener Verletzung, gleichsam eingetretener Entfesselung, die Pflanzenform, der Pflanzenteil das Kuglige aus und durch sich darzustellen strebt, welche Erscheinung besonders schШn das sogenannte Rosenmoos auf verletztem Rosenlaube zeigt. So legt sich an und durch die Pflanze, das GewСchs, das Wesen der zum Leben gesteigerten Kraft Сu▀erlich gleichsam ruhend dar. Darum erscheinen die Pflanzen und GewСchse in dieser Hinsicht gleichsam als die BlЧthen und Blumen der Natur; und wie bey den Pflanzen und GewСchsen von der BlЧthe und Befruchtungszeit aus das ganze Wesen der Pflanze wieder ins Innere, in die Einheit, zurЧckgeht, so tritt auf der nun folgenden Stufe der Naturgestaltung und Entwickelung, der Entwickelung und Steigerung der Kraft vom Leben zur Lebendigkeit, auch alles ─u▀ere und alle Mannigfaltigkeit wieder in einem Innern, in einer Einheit, gleichsam wieder in einem Kern, in einem Samen auf, wieder in rundlichen Gestalten; daher gleichen die ersten Thiere lebendig gewordenem Samen, so einfache, nur rundliche Gestalten sind sie. Und so durch das im gro▀en wiederkehrende Gesetz des Einzelnen erscheint und ist die Gesammtheit aller Erdgestalten, obgleich an sich nur ein kleiner Theil des gro▀en Naturganzen, doch in sich beziehungsweise wieder ein abgeschlossenes, selbstСndiges, gro▀es, gliedriges und gegliedertes Ganzes. Auch die Gestalten der zum Leben gesteigerten Kraft, die lebendigen Gestalten, die Thiere, sind in sich wieder ein gro▀es, gegliedertes Ganzes, gleichsam eine Leben in sich tragende Gestalt; die▀ thun die gro▀en, allgemein verbreiteten Naturgesetze kund, die sich auch in ihrer, durch ihre ganze Gesammtheit hindurchgehend wieder in Einzel- und eigenthЧmlicher Anwendung laut aussprechen. So drЧckt sich bey allen Thieren mit erhШhtem Lebensreiz das eben durch das eingetretene hШhere Leben nothwendig bedingte und eigentlich mit der irdischen Erscheinung des Lebens einige und davon unzertrennliche Gesetz der FЧnf, und die▀ so frЧhe aus, als diese Thiere selbst, als Чberhaupt Thiere erscheinen, welches die Ueberreste aus einer untergegangenen Vorwelt beweisen; so frЧhe mit dem Leben dieses einen gro▀en Getierganzen selbst tritt auch sogleich die FЧnf als Erscheinung auf, bleibt auch bey diesem gro▀en Getierganzen, obgleich wieder in verschiedenen Arten der Zusammenziehung und Spaltung, doch als Grundgesetz fest, und selbst auch noch bey dem Menschen, in welchem doch die Lebendigkeit zur vollendeten Geistigkeit gesteigert erscheint, ist die FЧnf die wesentliche Eigenschaft seiner gestaltenden, belebenden Hand, des Hauptgliedes des Menschen, des Hauptwerkzeuges zum Gebrauche seiner gestaltenden SchШpferkraft usw. Ein anderes gro▀es, allgemein verbreitetes Naturgesetz, welches sich besonders klar in der ganzen Thierwelt ausspricht und die eben bestimmte Gesammtheit von Thieren wieder als beziehungsweise in sich geschlossenes Ganzes darstellt, ist das Gesetz der Innerlichmachung des ─u▀eren und umgekehrt. So ruhen hier die ersten Thiere nur in einem fast steinernen Hause, dem TrСger des noch weichen KШrpers, und fast von ihm unabhСngig, nur Сu▀erlich das Thier umschlie▀end als etwas Fremdes, von dem Thiere Getrenntes, Geschiedenes; aber das Thier ist dennoch mit seinem Bestehen an den festen Ort seiner kalkigen HЧlle gebunden. SpСter erscheinen die Thiere losgerissen, selbstСndig, nicht mit ihrem Bestehen an einen Punkt, gleich einer Pflanze, gefesselt: sondern sie und ihre Сu▀ere, steinartige HЧlle sind aneinander festgewachsen; das den KШrper tragende Feste umschlie▀t denselben wie eine feste Rinde. Bei den folgenden Thierbildungen verwСchst und verschwindet Сu▀erlich die knorpligsteinige Decke immer mehr, sie senkt sich gleichsam in das Fleisch, und in dem Maa▀e sie Сu▀erlich schwindet, tritt sie bey den Fischen und Amphibien als Knorpelskelett ein, mit Ueberbleibseln von Schuppen auf dem KШrper. Dieses KnorpelgerЧst bildet sich bey den folgenden Thierbildungen immer mehr und mehr zu einem festen KnochengerЧst aus, und je mehr die▀ vollendet, um so mehr hЧllt die frЧher in Steinmasse gleichsam eingehЧllte Muskelmasse nun den steinartigen Knochen ein und erscheint jetzt umschlie▀end, wie frЧher umschlossen; was Сu▀erlich war, ist nun innerlich; was nur innerlich war, ist nun Сu▀erlich; vollkommenes Thier. Weiter spricht sich das gro▀e Naturgesetz, das Gesetz des Gleichgewichtes, besonders offen in der Thierwelt aus, d. i. das Gesetz, nach welchem sich in jeder lebenden und lebendigen Gestalt eine beziehungsweise bestimmte Gesammtheit von Kraft als inwohnend ausdrЧckt, und so auch fЧr jeden KШrper, ja fЧr jede Art seiner Theile wieder, eine beziehungsweise bestimmte Menge von Stoff bedingt, und da▀, wenn dieser Stoff vorwaltend nach einer Seite der KШrper und Gliederbildung hin verwandt wird, dann ganz in demselben Maa▀e die Ausbildung des KШrpers nach der andern Seite und anderen Gliedern hin zurЧcktritt, und sich so ein Theil oder ein Glied des KШrpers auf Kosten des anderen ausbildet. So bildet sich bey den Fischen der KШrper auf Kosten seiner Glieder aus. Besonders klar und eindringlich spricht sich die▀ Gesetz aus, wenn der Mensch in dem Ebenma▀e seiner Bildung als Vergleichspunkt festgesetzt wird, so als Beyspiel die Bildung des Armes und der Hand des Menschen verglichen mit dem FlЧgel des Vogels, wo sich das Чberwiegende und vorwaltende Ausbilden einzelner Glieder und Theile desselben auf Kosten der andern bestimmt und anschaulich ausspricht. So erscheint alle Mannigfalt.igkeit der Naturgestalten als bedingt durch eine, als das Erzeugni▀ einer Kraft durch alle Stufen ihrer Entfaltung und Ausbildung hindurch; ursprЧnglich ist und erscheint sie als Einheit, spricht sich klar und rein aus in dem vollendet selbstСndig gewordenen Einzelleben, thut sich aber als Сu▀ere Erscheinung erst allseitig und nach und in jeder Beziehung in aller Mannigfaltigkeit der Naturgestalten kund; denn die Kraft an sich fordert die MШglichkeit der Darstellung aller Mannigfaltigkeit, die als eine Gemeinsamkeit, als ein Lebganzes in ihr liegen; und so bestСtigt sich auch hier die so gro▀e als allgemeine Wahrheit, da▀ nur in einer dreygeeinten Darstellung: in Einheit, Einzelheit und Mannigfaltigkeit jedes sein Wesen vollkommen und vollendet ausspricht. So bestСtigt sich wiederholend das Entwickelungsgesetz des Festgestalteten vom Einzelseitigen zum Allseitigen, vom Unvollkommenen zum Vollkommenen, als der Entwickelungsgang zu und fЧr alle Naturvollkommenheit; so ist der Mensch das letzte und das vollkommenste aller Erdenwesen, die letzte und die vollkommenste aller irdischen Gestalten, in welcher nun alles KШrperliche in hШchstem Gleichgewichte und Ebenma▀e, und die ursprЧnglich und uranfСnglich im ewig Seienden ruhende und daraus hervorgegangene Kraft hier nun auf der Stufe des Lebens und als Geistigkeit erscheint, und so der Mensch selbst seine Kraft empfindet, fЧhlt, sie versteht, vernimmt, sich derselben bewu▀t werden kann und bewu▀t wird. Aber wie der Mensch als Сu▀erliche, kШrperliche Erscheinung sich im Gleichgewichte und Ebenma▀e der Gestalt zeigt, so wogen und wallen, ihn auf der Stufe der beginnenden Geistigkeit, ihn als geistiges Wesen betrachtet, in ihm Begierden, Neigungen, Leidenschaften; wie in der Welt der Festgestalten wirkende, in der Welt der GewСchse und Pflanzen lebende und in der Thierwelt lebendige KrСfte wСgeten und wogten, so hier geistige KrСfte. Und nun steht der Mensch fЧr die Reihe der Entwickelung der Geistigkeit wieder auf einer ersten, auf der ersten Stufe, auf welcher die Festgestalten fЧr die Entwickelung des Lebens stehen; darum ist wieder die Kenntnis der Gesetze des Wesens der Fest und so der Lebegestalten fЧr den Menschen, fЧr Selbst und Anderererziehung, so Чberaus wichtig; darum ist die Kenntnis ihres Wesens und ihrer Erscheinung lehrend, leitend, erhellend, trШstend usw. Und so soll darum dem Menschen, dem Knaben, dem SchЧler frЧhe die Natur in aller ihrer Mannigfaltigkeit als Einheit, als gro▀es, lebendiges, gleichsam nur einen Gedanken Gottes darstellendes Ganzes, als eine Lebensgestalt vorgefЧhrt werden. Wie die Natur in sich ein stetig, sich allseitig und in jedem Punkte aus sich selbst wieder entwickelndes Ganzes ist und als solches erscheint, so mu▀ sie auch frЧhe dem Menschen dargestellt werden. Ohne Einheit in der NaturthСtigkeit, ohne Einheit fЧr die Naturformen, ohne Erkenntni▀ und Anschauung dieser Einheit, und ohne Erkenntni▀ und Anschauung der Ableitung aller Mannigfaltigkeit aus dieser Einheit ist an gar keine Сchte Kenntnis der Naturmannigfaltigkeit, ist an gar keine Сchte Naturgeschichte und somit auch an gar keinen dem Menschen auch nur schon auf der Knabenstufe genЧgenden Unterricht zur Kunde der Naturmannigfaltigkeit, der bisher nur als Name daseienden Naturgeschichte zu denken. Diese Einheit ist es aber auch nur, was des Knaben GemЧth frЧhe sucht, was ihn, den Knaben, nur einzig befriedigt, sowie Чberhaupt nur den menschlichen Geist an sich. Gehe mit dem Сchtes Leben in sich tragenden, jungen Knaben in die Natur; fЧhre ihm Naturmannigfaltigkeiten vor: er wird sogleich dich nach der hШher liegenden, bedingenden, lebendigen Einheit fragen; indem die▀ niedergeschrieben wird, bestСtigen die▀ immer wiederkehrende Fragen kaum auf die SchЧlerstufc getretener, sich mit NaturgegenstСnden beschСftigender Knaben. Alles zerstЧckte und zerstЧckende Wesen der Naturbetrachtung, sehr verschieden von der zur Einheit und zur Gesammtheit fЧhrenden Betrachtung des Einzelnen, tШtet die NaturgegenstСnde und die Natur, wie den Menschen und den betrachtenden Menschengeist. Diese wenigen Andeutungen zur Anschauung der Natur als eines Ganzen mЧssen hier genЧgen; sie sollen auch den Vater, den Erzieher, den Lehrer nur dahin leiten, seinen SchЧler, ZШgling, Sohn zur Erkenntni▀ und Anschauung der Gleichgesetzigkeit der Natur in ihren verschiedenen Steigerungsstufen und der Einheit in aller Mannigfaltigkeit hinzufЧhren, dahin zu fЧhren, die Natur als ein Lebganzes anzuschauen; denn so wie hier der innere lebendige Zusammenhang der NaturthСtigkeit und der NaturgegenstСnde ganz im allgemeinen und nach einer Seite und Richtung hin angedeutet wurde, so mu▀ die Natur nach jeder Seite, Richtung und ThСtigkeit hin dem SchЧler als ein gliedriges und gegliedertes Ganzes vorgefЧhrt werden, da die KrСfte, die Stoffe, die TШne und Farben usw. wie die Formen und Gestalten ihre innere Einheit, ihren lebendigen innern Zusammenhang in und unter sich und mit dem Ganzen haben; auch sind ja alle in der Vollkommenheit ihrer Ausbildung von dem Einflusse einer gro▀en einenden Naturerscheinung, eines gro▀en bestimmenden Naturwesens, der Sonne, der Weckerin und Pflegerin alles irdischen Lebens, abhСngig; ja fast scheint es, als tСten die Erdgestalten nur das Wesen des Sonnenlichtes kund, o begierig wenden sich alle irdischen Gestalten zum Sonnenstrahl und saugen das Sonnenlicht ein, hangen am Sonnenlicht und Sonnenstrahle, wie das Kind an Auge und Lippen des liebend lehrenden Vaters, der entwickelndkrСftigenden Mutter, mit denen es gleichen Wesens ist; und wie Gegenwart und Abwesenheit reiner Elternliebe, gebildeten Elterngeistes auf die Entwickelung und Ausbildung der mit den Eltern eines Wesens seienden Kinder wirkt, so wirkt Gegenwart und Abwesenheit des Sonnenlichtes auf die Entwickelung und Ausbildung der irdischen Gestalten, gleichsam der Kinder der Sonne und der Erde. Ueberdies spricht es uns ja auch eine genauere Kenntnis des Sonnenstrahles und Sonnenlichtes aus, da▀ in ihm Richtungen wirksam sind gleich den Grundrichtungen aller irdischen Gestalten, und so mШchten wohl die Erdgestalten in ihrer Gesammtheit gleichsam Сu▀erlich, sichtbar und in Mannigfaltigkeit das Wesen des Sonnenlichtes darlegen, was an der Sonne sich als Einheit zeigt; und so fЧhrt sicher die Kenntnis des einen zur Kenntnis des anderen. So wandle Vater und Sohn, Erzieher und ZШgling, Lehrer und SchЧler, Eltern und Kind immer in einem gro▀en lebendigen Naturganzen. Vater, Lehrer, KinderfЧhrer, antworte nicht: Davon wei▀ ich selbst noch nichts; das kenne ich selbst noch nicht. Es ist auch hier keineswegs nur vom Mitteilen schon besessener Kenntnisse die Rede, sondern vom Hervorrufen neuer. Ihr sollt beobachten, zur Beobachtung fЧhren und euch und euerm Pfleglinge das Beobachtete zum Bewu▀tsein bringen. Es bedarf zur Erkenntni▀ des durchgreifend GesetzmС▀igen in der Natur, der Einheit derselben, keiner besonderen Kunstbenennungen, weder der NaturgegenstСnde noch deren Eigenschaften, sondern nur reine, bestimmte, sichere Auffassung und bestimmte Bezeichnung derselben nach dem Wesen der Sache und der Sprache. Es ist bey VorfЧhrung der NaturgegenstСnde und ihrer Bekanntmachung an den Knaben keineswegs von Mitteilung der Namen der GegenstСnde, noch von Mitteilung vorgefa▀ter Meinungen und Ansichten, sondern nur von reiner VorfЧhrung ihrer selbst und Erkennen ihrer sich selbst darlegenden und aussprechenden Eigenschaften, nur davon die Rede, da▀ der Knabe diesen Gegenstand als denjenigen bestimmten, in sich selbstСndigen Gegenstand betrachte, als den er sich durch sich selbst, durch seine Form usw. kundtut. Auch das Wissen des dem Naturgegenstand schon frЧher gegebenen oder als allgemein gЧltig anerkannten Namens ist gleichgЧltig; nur das klare Anschauen und deutliche Erkennen, richtige Bezeichnen der Eigenschaften, nicht allein der besonderen, auch der allgemeinen, das ist wichtig. Gib dem Naturgegenstande entweder den ganz Шrtlichen Namen, oder wei▀t du gar keinen, so gib dem Naturgegenstande den Namen, den der Augenblick ihm selbst gibt, oder was noch bey weitem besser ist, gib ihm einen umschreibenden, wenn auch etwas langen Namen, so lange, bis du irgendwoher den allgemein gЧltigen Namen bekommst; es wird auch bey diesem Streben gar nicht lange anstehen, so wird dir der allgemein gЧltige und verstСndliche Name bekannt werden, um dein Wissen mit dem allgemeinen Wissen in Einigung zu setzen, durch dasselbe zu lСutern, zu ergСnzen. Darum, Schullehrer auf dem Lande, sage nicht: Ich habe keine Kenntnis der NaturgegenstСnde, ich wei▀ sie nicht zu nennen. Bei weitem hШhere und grЧndlichere, Сu▀ere und innere Kenntnisse, lebendigere Kenntnisse des Einzelnen und des Mannigfaltigen, als gewШhnliche, fЧr dich zugСngliche und dir anzuschaffen mШgliche BЧcher dich lehren, kannst du dir durch treue Naturbeobachtung, seist du auch der einfachst gebildete Mann, erwerben. Ueberdies ruhen jene sogenannten hШheren Kenntnisse gewШhnlich auf Erscheinungen und Wahrnehmungen, die der einfachste Mann zu machen imstande ist, ja oft auf Beobachtungen, die dieser mit wenig oder gar keinem Aufwande schШner sieht, als das teuerste Experiment sie zeigt, wenn er nur Augen zum Sehen immer bey sich habe. Dazu soll er aber durch fortgehende Beobachtung sich selbst fЧhren; dazu soll er sich besonders durch die ihn umgebende Jugend und Knabenwelt fЧhren und leiten lassen. Vater, Mutter, sey nicht Сngstlich, sprich nicht: Ich wei▀ selbst nichts, wie soll ich meine Kinder lehren; wei▀t du nichts, das mag sein, ist aber noch nicht das grШ▀ere Uebel, wenn du nur etwas wissen willst; wei▀t du nichts, so mache es wie das Kind selbst, gehe zu Vater und Mutter, werde mit dem Kinde Kind, dem SchЧler SchЧler und lasse dich mit ihm lehren von der Mutter Natur und von dem Vater, dem Geiste Gottes in der Natur. Der Geist Gottes und die Natur selbst werden dich leiten und fЧhren, wenn du dich leiten und fЧhren lСssest; sage nicht: Ich habe nicht studiert, ich habe das nicht gelernt; wer lehrte es den ersteren, gehe wie dieser zur Quelle. Einer der Zwecke der Hochschule ist nun zwar, sehend zu machen, das innere Auge fЧr ─u▀eres und Inneres zu Шffnen; doch wЧrde es traurig fЧr das Menschengeschlecht sein, wenn nur die sehend wЧrden, sehend sein sollten, welche die Hochschule besuchten, oder welche, wie du sagst, studierten. Aber, wenn ihr Eltern frЧhe eure Knaben, wenn ihr KinderfЧhrer frЧhe eure SchЧler und ZШglinge sehend, denkend macht, so werden dann auch die Hochschulen wieder werden, was sie werden sollen und wollen: Schulen zur Erkenntni▀ der hШchsten, geistigen Wahrheiten, Schulen zur Darstellung derselben im eigenen Leben und Thun, Schulen der Weisheit. Von jedem Punkte, jedem Gegenstande der Natur und des Lebens aus geht ein Weg zu Gott; halte nur den Punkt fest und gehe den Weg sicher, lasse dir dabey die Ueberzeugung Festigkeit geben, da▀ die Natur nothwendig nicht nur einen Сu▀erlichen, allgemeinen, sondern einen bis ins Kleinste hin zu erkennenden, innern, lebendigen Grund haben mu▀, als hervorgegangen, bedingt und geschaffen von einem Sein, SchШpfer, Gott, hervorgegangen und bedingt nach dem in sich selbst ruhenden, nothwendigen Gesetz des Ewigen im Zeitigen, des Geistigen im KШrperlichen; es mu▀ darum nothwendig in dem Allgemeinen das Besondere und in dem Besondern das Allgemeine zu erkennen sein. Siehe, die Erscheinungen der Natur bilden eine schШnere Leiter zum Himmel und vom Himmel zur Erde, als Jakob sah, nicht eine einseitige, eine allseitige, nicht nach einer, nach allen Richtungen hin; nicht im Traume siehst du sie; sie ist bleibend, Чberall umgibt sie dich; sie ist schШn, Blumen umranken sie und Engel schauen mit ihren Kinderaugen daraus; sie ist fest, Festgestalten bildet sie und auf einer Kristallwelt ruht sie; der gottbegeisterte SСnger der Natur, David, singt ihr Wesen. Suchst du in dieser Mannigfaltigkeit einen festen Punkt, suchst du einen sichern Leiter: die Zahl ist ein solcher fester Punkt, der Weg, den sie leitet, ist Sicher; denn sie ist bedingt durch die Сu▀ere Erscheinung der inneren Kraftrichtungen selbst, so thut sie am unmittelbarsten mit dem, was von ihr abhСngig, das innerste Wesen der Kraft kund, nur bringe ein klares Knabenauge und einen einfachen Kindessinn und ein solches GemЧthe mit. Lasse dich selbst des Knaben Auge und des Knaben Sinn leiten; denn schon kannst du ja zu deinem Troste wissen: halbe Wahrheiten und falsche Vorstellungen duldet, ertrСgt ein einfacher, natЧrlicher Knabe nicht; gehe nur ihren Fragen still, sinnig und sinnend nach, sie werden dich und sie lehren; denn sie kommen ia aus dem noch kindlichen Menschengeist, und was ein Kind, ein Knabe, fragt; wird doch eine Mutter, ein Vater, ein Mann beantworten kШnnen! Du sagst: Kinder und Knaben fragen mehr, als Eltern und Mann beantworten kШnnen, und du hast recht; entweder stehst du an der Grenze des Irdischen und der Pforte des GШttlichen, und dann sprich es einfach aus, des Kindes und Knaben GemЧth und Geist wird sich beruhigt fЧhlen; oder du stehst an der Grenze nur deines Wissens und Erkennens; auf diesen Fall scheue dich nicht, es auszusprechen, nur hЧte dich zu sagen, als stСndet ihr in diesem Falle an der Grenze der menschlichen Einsicht Чberhaupt, die▀ zerdrЧckt und verkrЧppelt den menschlichen Geist, da es ihn doch nicht tШten kann. Frage in diesen FСllen dein Leben in dir, vergleiche es mit dem Leben au▀er dir und um dich, fЧhre deinen Pflegling zu dieser Vergleichung und du und er, ihr werdet, sobald eure Einsicht dazu gereift ist, die Beantwortung eurer Frage erhalten, ihr werdet klar, nicht dunkeln, verworrenen und verwirrenden Sinnes, sondern wie der menschliche Geist, die menschliche Vernunft es fordert, mit sicherem, zweifellosem, innerm Auge es schauen, was ihr suchet, werdet Gott so in seinen Werken klar schauen, da▀ euer irdisches Sehnen dadurch befriedigt wird, da▀ ihr Frieden und Freudigkeit, Trost und Beistand, den ihr zur Zeit der Noth bedЧrfet, in euerm Innern finden werdet. Einen festen Punkt und einen sichern Leiter zur Erkenntni▀ des innern Zusammenhangs aller Mannigfaltigkeit in der Natur sucht der Mensch; was kann einen unbezweifelbar sicherern und einenderen Anfangspunkt dafЧr geben, als was gleichsam alle Mannigfaltigkeit in sich tragend, alle Mannigfaltigkeit aus sich entwickelnd erscheint, was der sichtbare Ausdruck aller GesetzmС▀igkeit und des Gesetzes an sich ist die Mathematik , die wegen dieser gro▀en erschШpfenden Eigenschaft darum gleich vom Anfange an Erkenntni▀lehre, Wissenschaft des Erkennens an sich Mathematik , genannt wurde. Und diesen Rang, diesen Platz hat sie nicht nur durch Jahrtausende hindurch sich behauptet, sondern sie ist gerade da, zu der Zeit, als sie desselben beraubt werden sollte, mit einer aus dem Innern derselben hervorleuchtenden Glorie hervorgetreten, deren sie sich bis dahin noch gar nicht erfreute. Aber was ist es denn eigentlich, wodurch sich die Mathematik jenen hohen Rang nicht nur verschafft, sondern auch erhalten, ja sich denselben verjЧngt hat; was ist Mathematik ihrem Wesen, ihrer Entstehung, ihrer Wirkung nach? Sie ist als Erscheinung der Innen und der Au▀enwelt dem Menschen und der Natur gleich angehШrig; als hervorgehend aus dem reinen Geiste, aus den reinen Denkgesetzen desselben, ein sichtbarer Ausdruck derselben und des Denkens an sich, findet sie die dadurch nothwendig bedingten Erscheinungen, VerknЧpfungen, Formen und Gestalten au▀er sich, in der Au▀enwelt, schon vor, treten diese ihr, als von ihr und von dem menschlichen Geiste und Denken ganz unabhСngig, in der Au▀enwelt, in der Natur entgegen. Der Mensch findet so die Natur in der Mannigfaltigkeit ihrer Formen und Gestalten, die au▀er ihm und unabhСngig von ihm sich in der Au▀enwelt der Natur gestalteten, in seinem Innern, seinem Geiste, den Gesetzen seines Geistes und seines Denkens wieder; die Mathematik erscheint so als Mensch und Natur, Innen und Au▀enwelt, Denken und Wahrnehmen Einendes, Vermittelndes. Dieses gro▀e GeschСft, dauernd so lange als Innen und Au▀enwelt, als Bedingendes und Bedingtes bestehen wird; dieses einzig lohnende und dankbarste, seinen Lohn und Dank in sich selbst tragende GeschСft ist es, was seit Jahrtausenden, ja fast seit dem Bestehen des Menschengeschlechtes selbst, der Mathematik ihr Daseyn und ihre Anerkenntnis sicherte, ja wodurch sie eigentlich erst von dem Christen in ihre wahren Rechte eingesetzt, wahrhaft als das erkannt wurde, was sie ist; denn nur dem Christen, der den einen gШttlichen Geist, das Wirken, die Wirkungen des einen gШttlichen Geistes in allen Dingen erkennt, nur dem Christen war es darum mШglich und vorbehalten, sie in ihrem wahren Wesen zu wЧrdigen; denn nur der Christ kann die Einheit der von dem reinen Geiste erzeugten Formen mit den Formen, Gestalten und Erscheinungen in der Natur erklСren; nur der kann sich den Zweifel lШsen, ob die Mathematik aus den Naturerscheinungen abgezogen, oder die NaturgegenstСnde nach menschlichen Denkgesetzen geformt worden, und so Natur und Au▀enwelt selbst nur in den Gesetzen des menschlichen Denkens ihr Daseyn und Bestehen habe. Denn lebt und wirkt nicht im Menschen und in der Natur derselbe einige und ewige Gottesgeist; ist Mensch und Natur nicht hervorgegangen aus, bedingt durch einen und denselben einigen Gott? Mu▀ darum in beyden, im Geiste der Natur, in den Formen und KrСftegesetzen derselben, und in dem Geiste des Menschen und in den Gestaltungs und Denkgesetzen desselben nicht nothwendig Einheit und Uebereinstimmung, mu▀ in und zwischen beyden nicht Gleichgesetzigkeit in sich und unter sich sein? Darum ist es mШglich, die Natur, das Wesen der Natur aus ihren Formen und Gestalten und durch die Сu▀erlich gewordenen, gestalteten Gesetze des menschlichen Denkens, der Mathematik, zu erkennen, darum das Vermittelnde, Einende, Erkenntni▀ Erzeugende, durch sich selbst unmittelbar Erkenntni▀ Bedingende der Mathematik. Darum ist sie auch weder ein Totes, in sich Abgeschlossenes, noch eine bestimmte Mehrzahl, Summe Сu▀erlich aneinandergereihter, einzelner wie einzeln und zufСllig gefundener Formen und Wahrheiten; sondern sie ist ein lebendiges ununterbrochen sich neu wieder aus sich selbst gestaltendes, sich mit der Entwickelung des Denkens und des menschlichen Geistes in Hinsicht auf Einheit und Mannigfaltigkeit und Erkennen und Anschauen im einzelnsten fortentwickelndes Ganzes; denn sie ist der sichtbare Abdruck des Denkens im Menschen, ist der Ausdruck der GesetzmС▀igkeit des reinen Geistigen an sich, ist darum in dieser Beziehung ein Lebganzes in sich, ein Erzeugni▀ der Nothwendigkeit und Freyheit. Die Mathematik ist darum auch weder dem wirklichen Leben etwas Fremdes, noch aus demselben erst Abgezogenes; sie ist der Ausdruck des Lebens an sich, und darum ist ihr Wesen im Leben und durch sie das Leben erkennbar. Wie das Denken und die Denkgesetze selbst von der Einheit zur Mannigfaltigkeit, Allseitigkeit Чbergehen und sich bey allem scheinbaren Ausgehen von einer Mannigfaltigkeit (─u▀erem) doch immer auf eine im Fernen oder Dunkeln liegende Einheit (ursprЧnglich Inneres) zurЧckbeziehen, so geht auch die Mathematik nothwendig von der Einheit zur Mannigfaltigkeit, Allseitigkeit, Чber; und wenn sie auch Сu▀erlich und scheinbar von der Einzelheit und Mannigfaltigkeit ausgeht, so liegt doch allen ihren Betrachtungen usw. immer eine nothwendige innere Einheit zugrunde. Alle mathematischen Formen und Gestalten mЧssen darum als von den in der Kugel und dem Runde liegenden, bedingenden Gesetzen hervorgehend und bedingt angeschaut und darauf als zur Einheit zurЧckbezogen und betrachtet werden, die Kugel selbst aber als ein aus Einheit mit selbstthСtiger eigener Kraft Hervorgegangenes. Die mathematischen Formen und Figuren dЧrfen darum nicht betrachtet werden als nach Сu▀erlichen, willkЧrlichen Bestimmungen zusammengesetzt, sondern als nach nothwendigen, innern Bedingungen entstanden, als Erzeugni▀ einer selbstthСtigen und darum ursprЧnglich von einer Mitte aus allseitigen Kraft, und so nicht als unter und in sich getrennt, sondern als in ihrem nothwendigen innern Zusammenhang, und schon in dem ersten Unterricht, auch von der Einzelheit, der Mannigfaltigkeit ausgehend, mu▀ immer auf diese sich Чberall wie die Seele sich durchziehende bedingende Einheit zurЧckbezogen werden. Die Mathematik ist der Ausdruck des Raumbedingenden und so der Bedingungen und Eigenschaften des RСumlichen; wie ihr Grund Einheit ist, so ist sie Einheit in sich, und wie mit dem Raume zugleich Mannigfaltigkeit der Richtungen, Gestalt, Ausdehnung gegeben sind, so ist auch Zahl, Form und GrШ▀e eine in sich geschlossene, sich gegenseitig bedingende, eigentlich rein unzertrennliche Drei in Einheit. Da aber Zahl der Ausdruck der Mannigfaltigkeit an sich und eigentlich der Ausdruck des die Mannigfaltigkeit Bedingenden, also der Kraftrichtungen, und so keineswegs ein durch todtes Сu▀eres HinzufЧgen, sondern nach innern lebendigen Gesetzen, die ihren Grund im Wesen der Kraft haben, Entstandenes ist, GrШ▀e und Form aber nur durch Mannigfaltigkeit erklСrt werden kann, so ist die Zahl, die Kenntnis der Zahl das Wesentlichste und Erste zur Kenntnis des dreygeeinten Ganzen. Die Zahlenkunde ist daher die Grundlage der Formen und GrШ▀enkunde, der allgemeinen Raumkunde. Der Raum selbst ist aber keineswegs ein Totes, Ruhendes, Stehendes, sondern ein nur durch die stete Wirkung der im Sein an sich bedingten Kraft Bestehendes. Und so wie der Raum selbst dem Grunde und Grundgesetze alles Daseienden sein Daseyn verdankt, in demselben bedingt ist, so liegen die allgemeinen Gesetze des Raumes selbst jeder rСumlichen Einzelerscheinung und jedem unter rСumlicher Form Anzuschauenden, jedem sich im Raume und durch Raum Kundtuenden, also selbst den Denkgesetzen und ihrem Erkennen zugrunde. Die Mathematik mu▀ bey weitem mehr physikalisch und dynamisch, als Natur und Krafterzeugnis behandelt und beachtet werden; dann wird sie auch noch bey weitem belehrender und ersprie▀licher nicht allein zur Erkenntni▀ der Natur, und hier besonders auch des Chemischen (Stoffigen), sondern auch zur Erkenntni▀ der Wirkung und des Wesens des Geistigen, der Denk und Empfindungsgesetze des Menschen sein, als man jetzt schon ahnet; besonders fЧhrt dahin alles Krummlinige, Kuglige usw. der Mathematik. Menschenerziehung ohne Mathematik und wenigstens ohne grЧndliche Zahlenkunde an die sich dann die Kunde der Form und GrШ▀e als nothwendige Bedingung wohl notdЧrftig durch gelegentliche Aneignung anschlie▀t ist darum ein haltloses StЧck und Flickwerk und setzt der Bildung und der Entwickelung, zu welcher der Mensch und die Menschheit bestimmt und berufen ist, unЧbersteigbare Grenzen, die aber der Mensch dann, da er sich von seiner strebenden Natur und strebendem Geiste nicht lossagen kann, entweder zu ЧberschwСrmen, oder des fruchtlosen geistigen DrСngens und Strebens mЧde, sich in sich selbst, seine KrСfte zu lСhmen sucht; denn Menschengeist und Mathematik sind so unzertrennlich, als MenschengemЧt und Religion. Was ist nun aber Sprache, und in welchem VerhСltnisse steht sie, das Dritte von dem, was gleichsam die Angelpunkte des Knaben und Чberhaupt des Menschenlebens sind, zu den beyden andern. Ueberall, wo wahrer innerer Zusammenhang, wahre innere lebendige Wechselwirkung stattfindet und sich ausspricht, spricht sich auch sogleich unmittelbar ein VerhСltnis aus gleich dem in sich einen und einigen der Einheit, Einzelheit und Mannigfaltigkeit, so auch hier zwischen Religion, Natur und Sprache. In der Religion tritt vorwaltend die Forderung des GemЧthes, des sich auf die Einheit Beziehenden im Menschen auf und sucht ErfЧllung seiner Ahnungen; in der Naturbetrachtung und der ihre Erkenntni▀ vermittelnden Mathematik tritt vorwaltend die Forderung des Verstandes des sich auf die Einzelheit Beziehenden im Menschen auf und sucht Gewi▀heit; in der Sprache tritt vorwaltend die Forderung der Vernunft, des sich auf die Mannigfaltigkeit Beziehenden, alle Mannigfaltigkeit Einenden im Menschen auf und sucht Befriedigung. Religion, Leben im GemЧthe nach der Forderung des GemЧthes, Finden und FЧhlen des Einen in allem, Natur, Erkennen der Einzelheiten in der Natur an sich und in ihrem VerhСltnisse untereinander und zum Ganzen, Suchen nach der Forderung des Verstandes, und Sprache, Darstellung der Einheit aller Mannigfaltigkeit, des innern lebendigen Zusammenhangs aller Dinge, Streben nach der Forderung der Vernunft; diese drey sind darum ein unzertrennliches Ein, eine reine Eins, und die einseitige, abgerissene und zusammenhangslose Ausbildung des einen ohne das andere bewirkt nothwendig Einseitigkeit und somit zuletzt Vernichtung, wenigstens ZerstШrung des Einen menschlichen Wesens. Religion strebt das Sein kundzuthun und thut es kund; Natur strebt das Wesen der Kraft, den Grund des Wirkens derselben, und dieses Wirken selbst kundzuthun; Sprache strebt das Leben als solches und als ein Ganzes kundzuthun, zu offenbaren und offenbart es als solches. Religion, Natur (Mathematik ist gleichsam die Natur ihrer Anlage, ihren Gesetzen, Bedingungen nach, im Menschen; ist die Natur, wie sie ihren nothwendigen Bedingungen nach schlechthin im Geiste des Menschen liegt und liegen mu▀, ohne welches sonst auch die Natur gar nicht vom Menschen erkannt werden kШnnte, darum aber auch vom Menschen selbst vollstСndiger und einiger erkannt werden kann, als sie als Сu▀ere Erscheinung wirklich da ist) Religion, Natur (Mathematik) und Sprache haben alle drey in all ihren mannigfachen Beziehungen das eine gleiche GeschСft und Streben: Inneres, das Innerste an sich kundzuthun, zu offenbaren: Innerliches, das Innerste Сu▀erlich, ─u▀erliches innerlich zu machen und beydes: Innerstes und ─u▀erstes in ihrem natЧrlichen, ursprЧnglichen, nothwendigen Einklange und Zusammenhange zu zeigen. Was daher von einem dieser drey zu sagen ist, mu▀ nothwendig, nur in eigenthЧmlicherer Weise, auch von jedem der beyden andern zu sagen sein; was de▀halb in dem Bisherigen hier von Religion und Natur (mit Mathematik) gesagt wurde, mu▀, wenn es anders an sich, in sich vollendet wahr war und ist, nothwendig, nur in der durch das Einzelwesen der Sprache bedingten EigentЧmlichkeit, auch von dieser zu sagen sein, und so ist es. Darum begegnen wir aber auch im Leben zum grШ▀ten Trauern der einigen und ungetrennten Menschheit und als grШ▀tes Hindernis ihrer mШglichen Aus und Fortbildung, dem Wahne, da▀ Eines ohne das Andere in sich und durch sich selbst bestehen, sich in sich selbst fortbilden und zur Stufe der Vollendung in ihrer Ausbildung und Entwickelung sich erheben kШnne: die Sprache ohne Religion und Natur (Mathematik), die Religion ohne Sprache und Natur (Mathematik), die Naturkunde (Mathematik) ohne Sprachkunde und Religion. Aber so gewi▀ als es nothwendig war, da▀ Gott, da er sich vollendet und zweyfellos in der Gesammtheit seines Wesens kundthun und offenbaren wollte, sich darum auch in dreyeiniger Weise kundthun und offenbaren mu▀te; so gewi▀ ist auch Religion, Natur (Mathematik) und Sprache eine in sich ungetrennte Eins. Die vollendete Kunde von und die feste Sicherheit in dem einen bedingt und fordert nothwendig auch die vollendete Kunde des andern und im andern; das wahre Erkennen und Bewu▀tsein in dem einen und von dem einen bedingt und fordert nothwendig auch das wahre Erkennen in und von dem andern. Da nun der Mensch zum sichern, klaren Erkennen, Schauen und zum vollendeten Bewu▀twerden bestimmt ist, so fordert auch Menschenerziehung nothwendig die WЧrdigung und Erkenntni▀ der Religion, NСtur (Mathematik) und Sprache in ihrer innigen lebendigen Wechselbeziehung und Bedingung. Ohne die Erkenntni▀ und Anerkenntnis der innigen Einigung dieser drey verliert sich die Schule und wir uns selbst in das sich endlos aus sich selbst erzeugende Mannigfaltige, in das Bodenlose. So das Wesen der Sprache und ihr VerhСltnis zum Menschen und dessen Erziehung. Wie thut nun die Sprache an sich und durch sich die▀ ihr Wesen kund und bestСtigt sie es? Die selbstthСtige Darlegung und Darstellung des eigenen Innern am ─u▀ern und durch Сu▀erlich Gewordenes hei▀t im allgemeinen Sprache; die▀ bezeichnet auch das Wort sprechen, sprechen, gleichsam sich selbst brechen, sich in sich selbst gliedern, trennen, teilen, wie auch das Brechen einer Sache das Innere, Innerste dieser Sache kundtut. Wie das Aufbrechen der Knospe einer Blume das Innere und Innerste dieser Blume kundtut und offenbar macht, so tut der, welcher spricht, der Sprechende, sein Inneres selbstthСtig kund; so tut Sprache selbst das Innere am ─u▀ern kund und ist darum Darstellung, Darlegung des Innern am ─u▀ern. Das Innerste des Menschen aber ist ein stetig sich Bewegendes, Lebendiges, ist Leben, also mЧssen nothwendig auch die Eigenschaften und Erscheinungen des Lebens durch die menschliche Ton und Wortsprache sich kundthun. Darum mu▀ die vollkommene Menschensprache als eine stetige, mit dem Wesen und Innern des Menschen verknЧpfte Darstellung desselben sich am beweglichsten und durch leichteste Bewegung bis ins Kleinste hin kundthun und so nothwendig hШrbar sein. Die Sprache mu▀ gleichsam der Mensch in seiner Ganzheit selbst, nur, um sich allseitig und stetig kundzuthun, in hШchster Beweglichkeit sein. Der Mensch in seiner Ganzheit und als Naturerscheinung trСgt aber auch das Wesen der Natur ganz in sich, folglich thut sich in der Sprache, wie das Wesen des Menschen, so auch das Gesammtwesen der Natur kund. Die Sprache ist sonach Abbildung der gesammten Innen und Au▀enwelt des Menschen. Das Innere des Menschen ist aber wie das Innere der Natur, Gesetz, ist Nothwendigkeit, ist Geist, ist ewig, ist GШttliches, erscheinend am ─u▀ern und durch ─u▀eres; so mu▀ also auch die Sprache das Gesetz, die GesetzmС▀igkeit, in, an und durch sich selbst kundthun; es mu▀ die Sprache der Ausdruck nothwendiger GesetzmС▀igkeit sein; die Gesammtgesetze der Innen und Au▀enwelt im ganzen und einzelnen mЧssen sich darum in der Sprache darlegen, in ihr selbst als solche liegen, und so ist es. Die Sprache ist wie die Mathematik doppelseitiger Natur, zugleich der Innen- und Au▀enwelt angehШrig. Die Sprache als Selbsterzeugnis des Menschen geht so unmittelbar aus dem Menschengeiste hervor, ist Darstellung und Ausdruck des menschlichen Geistes, wie die Natur Darstellung und Ausdruck des Gottesgeistes ist. Die Uebereinstimmung der Sprache als Selbsterzeugnis und der Sprache als Naturnachahmung, welche die Frage veranla▀t, ob die Sprache ein reines Erzeugni▀ des Geistes oder ein nachahmendes der Natur sei, diese und eine andere Frage und Meinung hat darin ihren Grund: da▀ in allem ein und derselbe gШttliche Geist wohnt, in allem dieselben geistigen, gШttlichen Gesetze wirken, hat darin ihren Grund, da▀ Natur und Menschengeist an sich ein Geist, da▀ Natur und Mensch einen Grund und Quelle ihres Daseyns Gott haben. Und so wie demnach die Sprache Darstellung des Menschen und der Natur und somit des Geistes Gottes ist, so geht auch aus der Sprache Kenntnis der Natur und des Menschen und somit Offenbarung Gottes hervor. Ja die Sprache ist, von der Seite der Naturbetrachtung aus, sich selbst Darstellung der zum Leben gesteigerten Kraft; von Seiten des Menschen ist sie sich selbst Darstellung des sich bewu▀t werdenden Menschengeistes. Die Sprache ist darum nothwendig in dem Wesen des Menschen, als eines sich bewu▀t werdenden, zum Bewu▀tsein bestimmten Geistes, bedingt und eine unzertrennliche Eins mit demselben. Wegen der in dem Wesen der Sprache bedingten Doppelnatur, des Vermittelnden und VerknЧpfenden derselben, mЧssen ihr sowohl mathematische als auch physikalische Eigenschaften, Eigenschaften des Lebens und der Bewegung eigen sein. Darum drЧckt auch die Sprache nothwendig in ihren letzten Wortbestandteilen: in ihren TШnen, Lauten, SchlЧssen und den sie bezeichnenden Buchstaben, nicht nur die allgemeinen, die Grundbeziehungen und Grundeigenschaften der Natur, sondern auch die Wirkungen und ─u▀erungen des Geistigen aus. So unvollstСndig und mangelhaft nun auch immer das sein mag, was bis jetzt schon von und in der Сu▀ern Erfahrung dafЧr hervorgefШrdert und darum auch dafЧr bis jetzt noch aufzustellen ist, so geht doch daraus schon klar das innere Leben hervor, welches die Sprache bis in ihre feinsten Fasern hin in sich trСgt, und welches sie zu einem vollkommenen Lebganzen macht; und es lС▀t sich ohngeachtet dieser UnvollstСndig und Mangelhaftigkeit der Versuche und Thatsachen im einzelnen die innere Ueberzeugung dennoch gar nicht zurЧckdrСngen, vielmehr tritt ihr auf jedem Schritte innerhalb des Sprachganzen BestСtigendes entgegen: da▀ in jeder Sprache, fЧr uns aber zunСchst in unserer Muttersprache, sich in den Wortbestandteilen: TШnen, Lauten, SchlЧssen und deren Zeichen, den Buchstaben und ihren verschiedenen Vereinigungen, sehr klare, feste und bestimmte, von innerer Nothwendigkeit bedingte, mathematische, physikalische, physischpsychische (Natur und Geistes) Gesetze aussprechen; die Ueberzeugung, da▀ die Darstellung eines bestimmten Gegenstandes oder Begriffes durchs Wort, von einer bestimmten Seite angeschaut und erkannt, nothwendig diese bestimmten und nur ausschlie▀end diese und keine anderen Wortbestandteile (Buchstaben) fordert, so da▀ jedes Einzelwort so ein nothwendig bestimmtes Erzeugni▀ gewisser einzelner Wortbestandteile ist, wie jedes einzelne Stofferzeugnis, jedes chemische Produkt nur durch bestimmte Einzelstoffe oder, was gleich ist, durch bestimmte EinzelkrСfte bedingt ist. Anders ausgedrЧckt, die Wortbestandteile in ihren verschiedenen Einigungen stellen die GegenstСnde der Natur, die Gestalten des Geistes und deren VerhСltnisse, ihrem innersten Wesen und der persШnlichen oder landschaftlichen usw. Auffassung nach, abbildlich dar. Bei nur einiger gewonnenen Aufmerksamkeit auf die Чberall in der natЧrlichen wie geistigen, physischen wie psychischen Welt sich aussprechenden GesetzmС▀igkeit lС▀t sich diese GesetzmС▀igkeit in der einzelnen WШrterbildung unserer Sprache schlechterdings nicht zurЧckdrСngen; ja die innere GesetzmС▀igkeit und gleichsam Lebendigkeit der WШrterbildung zunСchst unserer deutschen Sprache ist fЧr den von dem innern Leben, der innern Einheit derselben lebendig Durchdrungenen zweyfellos, ob sich gleich im einzelnen, besonders durch die todte Schrift, noch wenig darЧber aussprechen lС▀t. Wohl kШnnte dies abhalten, fЧr diese GesetzmС▀igkeit, fЧr die Wahrheit und Anerkennung dieser SprachgesetzmС▀igkeit zu reden; allein er sieht sich hier in dem Fall des nicht tonkЧnstlerisch gebildeten Musikliebhabers: Чberall spricht sich in diesem in der gro▀en musikalischen AuffЧhrung, bey aller Freyheit, Nothwendigkeit und GesetzmС▀igkeit aus, ob er gleich selbst nur wenig von jenen Tongesetzen herausheben und darlegen, noch weniger nach jenen Tongesetzen selbst noch das geringste setzen kann; ja der ganz Ungebildete hШrt jene Musik, freut sich derselben, ohne selbst nur vom Gesetz etwas zu ahnen, und hШchstens das rohe Taktische ist es, was er festzuhalten imstande ist. Etwas ganz Gleiches und ─hnliches lС▀t sich von dem Eindrucke der Formen, Farben, von den Stoffen und den KrСften sagen: wir sehen uns von deren Mannigfaltigkeit und ihren verschiedenen Wirkungen auf uns und andere Menschen umgeben, ohne kaum ihre Einheit und GesetzmС▀igkeit in sich und unter sich zu ahnen, noch weniger sie einzusehen; sind diese Gesetze aber darum, weil sie nicht geahnet, nicht erkannt und noch weniger eingesehen werden, weniger da? so geht es uns auch mit unserer Muttersprache und deren feineren Gesetzen ihrer WШrterbildung. So geht es uns auch mit unserer Muttersprache: weil wir uns, vom ersten Augenblick unseres Selbstwissens, sie sprechend finden, so erscheint sie uns wie ein GetШn, hШchstens, in Beziehung auf ihre sichtbaren EinzelwШrter und WortstСmme, wie eine Sammlung bunter Steine und schШner Pflanzen, aus welchen man StrСu▀e winden und verschiedenartiges Geschmeide bilden kann; aber die WШrter in ihren UranfСngen, sogenannten StСmmen, erscheinen als sich nun einmal vorfindendes Material, wie es sich nun soeben vorfindet, ohne selbst einem hШheren Erzeugni▀grunde unterworfen zu sein. Doch wie aus GrundtШnen Tonganze, aus Grundstoffen Stoffganze und wie aus Grundrichtungen der KrСfte Gestalten hervorgehen, so gehen in der Sprache die WШrter als Abbilder von GegenstСnden, als Darstellungen von Begriffen so hervor, da▀ sie Grundbegriffe, Begriffsganze bilden. Die Bestandteile der WШrter (sichtbar die Buchstaben) sind darum keineswegs etwas Totes, durch deren willkЧrliche oder zufСllige Zusammenordnung WШrter entstehen; sondern sie bezeichnen ursprЧnglich und nothwendig mathematischphysikalischpsychische Grundbegriffe, also etwas Bedeutung in sich selbst Tragendes, nach nothwendig gesetzmС▀iger Zusammenordnung das Wort bildend, und zwar so: jeder Gegenstand, Sache, Eigenschaft, VerhСltnis usw. erscheint als ein Begriffsganzes, aber als das Erzeugni▀ gewisser Einzelgrundbegriffe, durch deren innige gegenseitige Durchdringung das Ganze, das Wort sich bildet. HШren wir z. B. nacheinander die WШrter: frisch, frech, froh, Frucht, frei, Freund, Frau, Freude, frЧh, frank ; so haben diese EinzelwШrter als einzelne Begriffsganze einen in allen durchgehenden Grundbegriff: es ist eine sich in Сu▀erer regsamen Mannigfaltigkeit kundtuende Geistigkeit, und die Sprache sucht dieses durch fr zu bezeichnen. HШren wir dagegen: flieh, Flamme, Flei▀, Floh, Flor, Flu▀, flau, flieht, Flut, Flucht, Fluch, flink; so haben zwar alle diese WШrter auch den Ausdruck einer Geistigkeit; aber keineswegs in der krСftigen, lebendigen, Сu▀ern Regsamkeit, wie sie sich in den vorher angefЧhrten WШrtern aussprach; sondern vielmehr wie die Begriffe jener WШrter alle krСftig ins Сu▀erliche Leben heraustreten: so bezeichnen die Begriffe dieser WШrter alle mehr ein innerliches Leben, eine innerliche, stetige ThСtigkeit, wie dort mehr eine Gesammtheit einzelner ThСtigkeiten. Dort war das Sprachgemeinsame fr, hier ist das Sprachgemeinsame fl; beyde haben die durch f bezeichnete Geistigkeit gemein; den Unterschied des sich dort mehr aussprechenden Сu▀eren, einzelnen Lebens mu▀ darum die Sprache mit r, so hier den Ausdruck des mehr innern, stetigen Lebens durch l bezeichnen. HШren wir ferner die WШrter: wund, und dagegen: Wand, Bund, und dagegen: Band, kund, und dagegen: kannt, rund, und dagegen: Rand, Fund, und dagegen: fand, Hund, und dagegen: Hand, Sund, und dagegen: Sand, Lunte, und dagegen: Land, Mund, und dagegen: Kante, bunt, und dagegen: Brand, Trunk, und dagegen: Trank, Lust, und dagegen: Last, Mut, und dagegen: matt; so drЧckt sich in den WШrtern der ersteren Reihe ein innerliches Wesen, in den WШrtern der zweyten Reihe aber durchweg eine ─u▀erlichkeit aus; da nun in beyden Reihen das durchgreifend Sprachverschiedene u und a ist, so mu▀ die Sprache durch u mehr das Innere, das Wesen, und durch a mehr das ─u▀ere bezeichnen. Daraus geht auch hervor, da▀ der Reim, die Einheit des Сu▀erlich Mannigfaltigen, einen tiefen, innern Grund hat. HШren wir weiter die WШrter: Knall, kochen, Kerbe, Krach, kund, Kahn, Kraft, Kind, Kette, Knicks, Knabe, Kitt, Knoten, Keil, Kummer, Kampf , Kante, Krebs , Kopf, Kern, Knecht, Kugel, Keim, Knopf, Knochen, Korn, Krampf, klettern, klammern, klimmen, kriechen, kehren. klatschen: so haben alle diese WШrter das Gemeinsame einer selbstthСtigen, gleichsam sich in sich selbst stСmmenden Kraft, welches Begriffsgemeinsame die Sprache durch den gemeinsamen Wortbestandteil k auszudrЧcken und zu bezeichnen bemЧht ist. So unvollstСndig und bey weitem hin noch unzulСnglich auch das ist und sein mag, was eine gelegentliche und oft lang unterbrochene Sprachbeobachtung bis jetzt noch als durchgehende Erscheinung und Gesetz erkannt hat, so stehe es doch hier, um wenigstens im allgemeinen die GesetzmС▀igkeit anzudeuten, welche zunСchst unsere Muttersprache auch von dieser Seite der Betrachtung zeigt. Zwar scheint es, als kШnne eine unvollstСndige Darlegung der Ergebnisse dieser Seite der Sprachbetrachtung der wahren WЧrdigung derselben schaden; doch ist diese Sprachansicht zu tief in dem Wesen der Sprache begrЧndet und zu wichtig zur Menschenentwicklung, zum Selbstbewu▀twerden und zur Erkenntni▀ der Au▀enwelt selbst, da▀ sie nur angedeutet und in einigem Zusammenhange gezeigt werden darf, um sich in sich selbst weiter aus und fortzubilden und zu bestСtigen. Auch wird sie selbst fЧr den Zweck der Erziehung und des Unterrichtes spСter noch allseitig begrЧndet durchgefЧhrt werden, indem von ihr aus nicht nur wahre WЧrdigung des Landschaftlichen, der Mundart und das innere VerhСltnis desselben unter sich und zur reinen Volkssprache, sondern besonders die Sprache in ihrem innigsten VerhСltnis zur Natur und zum Menschengeiste und in einer gewissen Beziehung die Gleichgesetzigkeit mit beyden erkannt werden kann. Zuerst mu▀ die Sprache nothwendig, als Abbild etwas rСumlich oder geistig Gestalteten und als Grundeigenschaft desselben, Inneres, ─u▀eres und Mittleres, Vermittelndes ausdrЧcken; und zwar drЧckt die Sprache im allgemeinen das Innere durch die TШne, das ─u▀ere durch die SchlЧsse und das Vermittelnde durch die Laute aus. Diese drey Grundbestandteile der Sprache verhalten sich nothwendig zueinander wie Einheit, Einzelheit und Mannigfaltigkeit. Da aber der Gegensatz von Innerem und ─u▀erem, so wie Чberhaupt alle GegensСtze nur beziehungsweise da sind, so zerfСllt das Innere selbst wieder in sich in ein Innerstes, Wesen, und in eine Form der Erscheinung. Von unserer Muttersprache, der deutschen, lС▀t sich im allgemeinen und schon nach einer, wenn auch nur oberflСchlichen Beachtung mit Sicherheit aussprechen: da▀ innerhalb des Gebietes der deutschen SprachtШne der Ton ~ den Begriff, Wesen, Inhalt bezeichne, z. B. gut, Mut, Brust, rund, Bund, Kunde; der Ton e das eigentliche Leben, z. B. leben, schweben, kennen, See, regen, eben; der Ton a bezeichnet den Begriff des RСumlichen, z. B. Wand, Band, Last, Ware, Maa▀, Gabe, Habe; der Ton i die Mitte, z. B. Mitte, Sitz, Sinn, in, Spitze, Ri▀; der Ton o das vШllig in sich Abgeschlossene, Vollendete, z. B. Ton, voll, Mond, Sonne, Wonne, Kopf; der Ton au die Сu▀erliche Mannigfaltigkeit, z. B. Tau, braun, Schaum, Baum, das alle Mannigfaltigkeit in sich aufnehmende Auge; der Ton eu die innere Mannigfaltigkeit des Lebens, die Mannigfaltigkeit der innern Bewegung, der innern ThСtigkeit, z. B. Leute, Reue, Scheu, Spreu, deuten; der Ton ei die in sich geschlossene Lebenseinheit, das Leben in Einheit der Erscheinung, z. B. das Ei, ein, Keim, sein, rein, Reim. Die Bedeutung der deutschen SprachtШne spricht sich bestimmt in den verschiedenen WШrtern eines Stammes aus, z. B. sprechen sprach Spruch gesprochen sprich; brechen brach Bruch gebrochen brich; werden ward wurde (Wurzel) geworden (Wort) wird. Die NebentШne, auch Umlaute genannt, С, Ш, Ч, bezeichnen immer eine grШ▀ere Belebung, Vergeistigung dessen, was der Grundton bezeichnet, z. B. Saft, die SСfte; Sohn, die SШhne; Holz, die HШlzer; das Gut, die GЧter; gut, die GЧte. Innerhalb des Gebietes der deutschen Sprachlaute bezeichnet r den Begriff des Сu▀ern und I den der innern Bewegung, z. B. renken, lenken; Ranken, langen, raufen, laufen; wirr, Wille; Werre, Welle; scharren, schallen. Der Laut m bezeichnet den Begriff des Сu▀eren Stoffes und z den der Wirklichkeit, z. B. Mahl, Mehl, Milch, Zaum, im, am, Raum, Reim; ein, in, rein, Sinn, Rinne. Der Laut s bezeichnet den Begriff des InsichselbstZurЧckkehrens, gleichsam das sich BerЧhren in seinen Enden, z B. sich, selbst, Seele, sei, Saum, Sinn. Der Laut ▀ bezeichnet den Begriff der BerЧhrung der Sache, der FlСche, dem Stoffe nach, z. B. Fa▀, Maa▀, Ha▀, Fra▀. Der Laut sch bezeichnet den Begriff der BerЧhrung innerhalb seiner Theile, z. B. mischen, die Masche, waschen, Schaum, Schein. Der Laut z bezeichnet den Begriff der Spaltung, Trennung z. B. zwey, Zank, Zange, Zaun, zeugen, Zug. Der Laut ch bezeichnet den Begriff des Hindurchdringens durch ein mehr ─u▀erliches und so des Hohlen, und der Laut g des mehr innerlichen Fortbewegens, z. B. Loch, durch, Fluch, Schlauch, Lauch, Fach; Weg, Regen, Sage, biegen, Flug, wagen. Der Laut h bezeichnet den Begriff des allgemein verbreiteten geistigen Lebens, z. B. Hauch, Herz, Huld, hin, her, Held. Der Laut f bezeichnet den Begriff des als Einzelerscheinung Сu▀erlich hervorstrШmenden, gestalteten, und der Laut w den des innerlich durchstrШmenden, durchdringenden, wirkenden Lebens, z. B. frisch, Falte, fein, Feind, Freund, feil; Wein, Wonne, Wille, WЧrde, Wert, Wort. Wie bey den Lauten immer zwey gleichartige einander so gegenЧberstehen, da▀ der eine sich mehr auf das Innere, der andere sich mehr auf das ─u▀ere derselben Begriffsbezeichnung bezieht, so findet ein ganz Gleiches auch bey den SchlЧssen statt: d und t, b und p, g und k stehen einander wie Inneres und ─u▀eres gegenЧber. d und t bezeichnen den Begriff des Daseyns, und darum des Festen, Begrenzten und Grenzenden, z. B. da, dort, tot, that, Dach, Feld, Wand, Wind, Tritt, Zeit. ~ und p bezeichnen den Begriff des Umschlie▀ens, des Zusammenfassens, z. B. Buch, Bach, Becher, Becken, Berg, Band, Leib, Baum, Platte, plump, packen. g und k bezeichnen den Begriff der selbstthСtigen Kraft, der SelbstthСtigkeit, g mehr innerlich, k mehr hervortretend, z. B. Gabe, gern, Gott, gut, Gatte, glimmen, Gnade, Glaube, gleich; Kampf, Kraft, Korn Kern, Keim, Keil, Knall, klimmen. Noch tritt eine wesentliche Erscheinung zunСchst in der deutschen Sprache entgegen, diese, da▀ die Wortbestandteile, welche gleichsam den Leib, den KШrper der WШrter ausmachen, die Laute und SchlЧsse, nach ihrer entgegengesetzten Stellung auch das Entgegengesetzte ihres Grundbegriffs bezeichnen z. B. n ei, ein, nein; ich, icht, nicht; jemand, niemand; r uh, uhr, ruh; k Knie Wink; dumm, Mut; Damm, matt; Grube, Burg; Ton, Nothe; faul, lauf; Leib, Beil; z er, erz, zer; zehr, Herz. Aus diesem hier Angedeuteten geht sowohl die hohe Wichtigkeit der Sprachreinheit hervor, als auch, da▀ sie nicht auf eine willkЧrliche, Сu▀erliche Weise zu erringen ist; auch geht daraus zugleich die wahre Bedeutung der Mundarten und die Wichtigkeit ihrer Betrachtung hervor. Da es hier nun keinesweges darum zu thun war und ist, diese Sprachgesetze in ein System zu bringen, sondern nur darum, da▀ der Knabe frЧhe auf diese Sprachgesetze aufmerksam gemacht werde, wo er dann durch seinen ungetrЧbten Sinn wohl bald mehr findet, als hier schon angedeutet worden, so mu▀ das Ausgesprochene genЧgen, um auf die mathematischen, physischen und psychischen Eigenschaften der Sprache, wodurch sie recht eigentlich ein Abbild der Innen und Au▀enwelt wird, aufmerksam zu machen. Diese Spracheigenschaften sind zwar zunСchst in unserer lebendigen Muttersprache in ihrem Leben anzuschauen und zu erkennen, doch gehШren sie keineswegs unserer deutschen Sprache nur allein an, sondern sie finden sich auch in dem dem Deutschen verwandten Griechischen und Lateinischen auf die jeder dieser Sprachen eigenthЧmliche Weise wieder; so da▀ sogar aus dieser Sprachansicht die Einsicht in ein inneres VerhСltnis dieser Sprachen selbst hervorgeht, das VerhСltnis, nach welchem sich Deutsch, Griechisch und Lateinisch zueinander verhalten wie Seele, Leib und KШrper. Ueberhaupt wЧrden wir selbst und besonders unsere Kinder zu einer bey weitem grЧndlicheren Spracheinsicht gelangen, wenn wir bey dem Sprachenlehren unsern Kindern die WШrter bey weitem mehr an die wirkliche Anschauung der Sache und des Gegenstandes selbst knЧpften; die Sprache wЧrde dann fЧr uns und so gleichsam auch in sich selbst nicht nur ein Laut, Ton und Wortganzes, sondern ein wirkliches Sach und Lebganzes sein und werden, und darum dann so auch mehr zur Sachanschauung und Erkenntni▀, und so zur Anschauung und Erkenntni▀ der Wesenheit jedes Dinges, und so des Wortes selbst wieder erheben ; unsere Sprache wЧrde so wieder eine wahrhafte Sprache des Lebens, d. h. aus dem Leben geboren und Leben erzeugend werden, da sie sonst, durch nur Сu▀ere Betrachtung, immer todter und todter zu werden droht. Unter dem Mehreren, welches au▀er dem bisher Gedachten das Wesen der Sprache noch zur Betrachtung darbietet, fordert das Bewegungsgesetz (der Rhythmus) derselben, welches sich in ihren einzelnen Wortgliedern sowohl als auch in ihren Wortverbindungen ausspricht, und welches sowohl der Sprache Geborensein aus dem Geiste als auch ihre Gleichgesetzigkeit mit dem Wesen der Natur beurkundet, hier noch ganz besonders seine Beachtung. Das Sprachbewegungsgesetz, der allgemeine Lebensausdruck der Sprache, ist ursprЧnglich so eins mit und so unzertrennlich von derselben, als das Leben selbst unzertrennlich von den durch die Sprache darzustellenden GegenstСnden selbst ist, da▀ alle ersten Sprachdarstellungen, als Darstellungen des innern und Сu▀ern lebendigen Lebens, nothwendig auch Darstellungen in gesetzmС▀iger Sprachbewegung, Darstellungen in Bewegungsganzen sein mu▀ten, und die▀ um so mehr, als dem Menschen in seiner Kindheit, in seiner Jugend, und so also auch dem ganzen Menschengeschlechte in seiner Kindheit und Jugend das innere Leben der GegenstСnde lebendiger und Сu▀erlich wahrnehmbarer hervortritt; darum soll auch noch jetzt die Sprachdarstellung in Bewegungsganzen, in gebundener Rede die erste der Jugend sein, wie sie zuerst der Jugend des Menschengeschlechtes angehШrte, und wie der Mensch Чberhaupt frЧher das Ganze in seiner Gebundenheit, besonders auch in seiner VerknЧpftheit mit dem Menschen, als das Einzelne und in seiner Einzelheit sieht und schaut; darum gehШrt von mehreren Seiten der Betrachtung her die Sprachdarstellung in gebundener Rede, die Sprachdarstellung, also selbst das Sprechen in Bewegungsreihen, in Bewegungsganzen nothwendig der Jugend an, und dadurch, da▀ sie die▀ verloren hat, ist sowohl ihr, als Чberhaupt dem ganzen Menschengeschlechte, eines der ersten, ursprЧnglichsten und natЧrlichsten Veredelungsmittel genommen worden. Wir mЧssen darum, wenn wir unsere Kinder zum wahren, hШheren, geistigen und inneren Leben wieder erheben wollen, eilen, jenes innere Leben der Sprache, der Naturanschauung und der Empfindung wieder in ihnen zu wekken. Und der Weg dazu ist so leicht, wir haben fast gar nichts zu thun, als das eigene Leben in dem Kinde, in der Jugend leben zu lassen und schЧtzend und pflegend zu entfernen, was es vernichten und tШten kШnne; aber statt dessen tШten wir durch unsere rauhen, todten, herzlosen Worte das aufkeimende Leben in dem Kinde, und scheuchen das sich aus der Natur loszuwinden strebende Leben in die starre Form zurЧck, so z. B. wenn wir sagen: "Komm, liebes Kind, sieh einmal das Veilchen, ist's nicht sehr schШn? brich's ab und setze es ins Wasser, nimm es aber ja in acht; es wСre sehr schade, wenn du es verlШrest". Wie ganz anders wЧrde der Eindruck und die Folgen dieses Schauens auf dasselbe KindesgemЧt sein, wenn wir zu dem Kinde sagten: Komm und schau, das blЧhende Veilchen: und dann des Kindes Empfindung Worte gСben durch: blЧhendes Veilchen, wie freu' ich mich dein. Wer glaubt, da▀ die▀ Kindern fremd sei, der hШre nur einfach und natЧrlich, still, achtsam und sinnig gefЧhrte Kinder, wie so sehr frЧh bey den einfachsten AusdrЧcken ihrer Empfindung und bey der Bezeichnung ihrer ersten Wahrnehmungen, wie sie da so natЧrlich, nichts wissend und nichts ahnend in Bewegungsganzen, wenn auch noch so leis andeutend sprechen. Freilich gibt,s solcher Kinder nicht viel, aber es gibt deren, und es wЧrde deren mehrere geben; doch wir wissen nicht, was wir in unsern Kindern totschlagen, lindestens ungeweckt und ungenСhrt in sich selbst verkЧmmern lassen. Und doch fordern wir am Ende, unsere Kinder, so empfindungsleer und gefЧhlshohl heraufgewachsen, sollen spСter Dichter und Natur verstehen; da soll nun die Abrichtungskunst wer mag es glauben, noch bis in diesem Augenblicke an gebildeter Eltern Kind und vor gebildeten Leuten ihr KunststЧckchen, Deklamieren genannt, machen. Doch seht das arme Kind, eitel oder zitternd, aufgeblasen oder verschСmt, und sagt, wer ist mehr zu bedauern: das Kind, sein Lehrer, das Gedicht und der Dichter oder die Anwesenden? Durch Religion, Natur und Sprache findet sich das einfach und natЧrlich entwickelte Kind, wie der so entwickelte Knabe und Mensch, in der Mitte alles Lebens, da▀ er die Menge der Thatsachen nicht einmal an sich, noch weniger dem orte und der Zeit nach fЧr sich und sein GedСchtnis festzuhalten imstande ist, und ihm so ein Begegnis mit dem anderen zu entschlЧpfen droht. Ein wohl noch bey weitem reicheres Leben entwickelt sich ihm in seinem Innern, ein so reiches Leben, da▀ die FЧlle und den Reichthum desselben sein Inneres nicht mehr zu fassen vermag und es darum davon ЧberstrШmt, so da▀ es ihm nun selbst in seiner und durch seine FЧlle als ein eigenes, selbstСndiges, bestimmtes, gleichsam zweytes Leben von au▀en wieder entgegentritt, und er sich so dessen als eines bestimmten bewu▀t werden kann und bewu▀t wird, und so soll es sein; denn nun treibt ihn der unwiderstehliche Drang und das unerlС▀lich zu erfЧllende BedЧrfnis, BlЧthen und FrЧchte des reichen, aber leicht schwindenden inneren Lebens, und das flЧchtige, vergСngliche Сu▀ere Leben der Gestalt, dem Orte und der Zeitfolge und anderen RЧcksichten nach fЧr sich oder andere der Vergessenheit zu entrei▀en, und sie so Сu▀erlich durch Zeichen festzuhalten. So entwickelt sich in jedem einzelnen wieder auf dem allgemeinen weltgeschichtlichen Wege und nach dem Gange der allgemeinen Entwickelung des menschlichen Geistes das Schreiben, die Schrift, wie sich ja Чberhaupt der einzelne Mensch immer wieder ganz nach denselben nur eigenthЧmlicheren Gesetzen entwickelt, nach welchen sich das ganze Menschengeschlecht ausgebildet, die Menschheit bisher entwickelt hat; und wir sehen zugleich, wie durch ein Чberwiegend reicheres Сu▀eres Leben die Bilder, durch ein Чberwiegend reicheres inneres Leben dagegen aber die Ideen- und Begriffs, die Buchstabenschrift nothwendig bedingt ist. Nur setzt beydes, die Bilder wie die Begriffsschrift, ein Чberschwenglich reiches Сu▀eres oder inneres Leben voraus; nur aus diesem und durch dieses wurde sie, die Schrift, erzeugt und geboren, und noch jetzt entwickelt sich in dem Kinde, in jedem einzelnen Menschen nur auf diese Weise das Сchte BedЧrfnis dazu, und so soll es sein. Darum fordert es auch von dieser Seite der Betrachtung die Sorgfalt der Eltern und Erzieher, das innere Leben ihrer Kinder und ZШglinge so reich als mШglich zu machen, nicht sowohl der Mannigfaltigkeit, als der innern Bedeutung und Lebendigkeit nach; denn ohne dies, und wenn sich die Schrift und das Schreibenlernen nicht an ein gewisses inneres BedЧrfnis anknЧpft, wird die Muttersprache, was sie jetzt schon fЧr so viele in so hohem Grade ist, ein ─u▀erliches, ein Totes, ein Fremdes; und doch, nur wenn wir auch im einzelnen wieder den gro▀en nothwendigen Weg der Menschheit betreten, kommt auch uns das frЧhere gro▀e und frische Leben der Menschheit in unseren und durch unsere Kinder wieder; die jetzt geschwСchten Geistesanlagen und KrСfte, das geschwСchte Durchschauungs und AhnungsvermШgen werden dann wieder in ihrer ganzen FЧlle und Kraft eintreten. Und warum sollten wir uns nicht allen Ernstes bemЧhen, diesen nothwendigen Weg wieder zu betreten, da ja der Knabe uns selbst wieder auf denselben hin und zurЧckzufЧhren sich bemЧhet? Denn seht, hier malt der Knabe auf sein Bild den Apfelbaum, auf welchem er ein Nest mit Jungen entdeckte und dort den Drachen, der so hoch in die Luft stieg; so sitzt vor mir der kleine, noch nicht sechsjСhrige Knabe, zeichnet und malt selbstthСtig in sein von ihm freithСtig schon frЧher der Erinnerung bestimmtes Buch viele der fremden Thiere, die er gestern in der Thierbude sah. Wer ist, umgeben von kleinen Knaben, nicht gebeten worden: "Gib mir Papier; ich will dem Vater, dem Bruder einen Brief schreiben", weil den Knaben sein inneres, diesen innig gern mitzuteilendes Leben treibt und drСngt; es ist nicht Nachahmung, niemand schrieb, nur wu▀te er, auf welche Weise er seine wirkliche Sehnsucht erfЧllen konnte, und die, obgleich alle ziemlich gleich sehenden Striche bezeichnen ihm fЧr sich die verschiedenen Worte, die er dabey zu der Person, an die er schrieb, wirklich aussprach, und das BedЧrfnis der Begriffs, der Buchstabenschrift tritt hier hervor, wie dort das der Bilderschrift. Ja es gibt wohl so sinnige und sinnende, still in sich selbst das Geistigste anzuschauen vermШgende Knaben dieses Alters, da▀ wohl mit diesen ganz auf die menschheitsgeschichtliche Weise das BedЧrfnis und gleichsam die Erfindung der Begriffs, der Buchstabenschrift zu entwickeln wСre, und wie sehr bekannt ist es, da▀ grШ▀ere Knaben sich selbst ihre eigenen Schriftzeichen bilden; doch auf eine Сhnliche Weise soll es immer geschehen, wie Чberhaupt schlechthin bey aller Lehre, bey allem Unterrichte immer an ein gewisses BedЧrfnis, BedЧrfen des Knaben angeknЧpft werden soll, und welches BedЧrfen und BedЧrfnis in einer gewissen Beziehung ganz unerlС▀lich vorher in dem Knaben entwickelt worden sein mu▀, ehe der Knabe mit Nutzen und Erfolg zu lehren, zu unterrichten ist. Hierin ist ein Hauptsitz einer gro▀en Menge der Unvollkommenheiten unserer Schulen, unseres Unterrichtswesens; wir lehren und unterrichten unsere Kinder ohne gewecktes BedЧrfnis dafЧr, ja sogar nachdem wir das, was in dem Kinde da war, vorher frЧher getШtet haben. Wie kann dann Unterricht und Schule gedeihen? So wie gewi▀ der unwiderstehliche Drang eines in irgendeiner Beziehung in sich ЧberstrШmenden Innern, und das Streben, diese FЧlle festzuhalten, der Grund des Schreibens, und dieses so die Frucht der sinnenden und sinnigen Selbstbeachtung des Menschen ist, so gewi▀ sind auch die Schriftzeichen, als Zeichen fЧr die einzelnen Wortbestandteile, nicht willkЧrlich und stehen gewi▀ mit der Begriffsbezeichnung und, was wohl einerlei sein mag, mit ihrer Bildungsweise in Verbindung. Wie wenig nun auch von den ersten Grundbeziehungen und den ersten Grundformen der Schriftzeichen noch Чbrig sein mag, wie verwischt sich auch diese Gesetze haben mШgen, aus denen sie wohl nach stillwaltenden aber nothwendigen Bedingungen hervorgegangen sind, so scheinen doch einige Чbriggebliebenen Grundformen der Schriftzeichen den innern Zusammenhang mit der Bedeutung der Wortbestandteile unbezweifelbar noch zu zeigen; so das in sich abgeschlossene o, als Zeichen des Wortbestandteiles fЧr den Begriff des vШllig in sich Abgeschlossenen. So das in sich zurЧckzulaufen sich bestrebende S, als das Zeichen fЧr den Wortbestandteil zur Bezeichnung des Begriffes des ZurЧckkehrens in sich. Ungesucht tritt in den ursprЧnglich phШnizischen und spСter rШmischen Schriftzeichen bey mehreren eine bestimmte Bezeichnung zwischen der Form des Zeichens und der Begriffsbezeichnung des Wortbestandteiles entgegen. Doch wenn auch wirklich jene ursprЧngliche, bestimmte Beziehung zwischen Zeichen und Wortbestandteil nicht mehr nachzuweisen wСre, so wСre doch fЧr den Zweck der Lehre und des Unterrichtes jeder Schimmer dafЧr festzuhalten, weil schlechterdings dem Menschen nichts in einer rein willkЧrlichen, nichts in einer VerknЧpfung vorgefЧhrt werden soll, von der aus nicht wenigstens noch die MШglichkeit zulСssig ist, einen innern, nothwendigen Grund dafЧr aufzufinden, darum auch der bisherige und jetzige Schreibunterricht so tot und so tШtend, so mechanisch. Da nun unsere sogenannte gotische Druckschrift durch gleichmС▀ig angebrachte Verzierungen aus der rШmischen hervorgegangen und aus dieser, wie jeder belehrt wird, welcher nur einige Dokumente frЧherer Jahrhunderte las, unsere gewШhnliche Schreibschrift, sogenannte Kurrentschrift, so ist es hШchst zweckmС▀ig, auch den ersten Schreibunterricht, eigentlich das erste Schreiben, auch an jene aus einfachen und einfach zusammengesetzten und darum leicht nachzubildenden und festzuhaltenden alten lateinischen VersalBuchstaben zu knЧpfen. Die FrЧchte wiedergekehrter Anwendung dieses Unterrichtsganges zeigen das ZweckmС▀ige und der Knabennatur Entsprechende desselben, welches spСter noch besonders seinen innern GrЧnden nach nachgewiesen werden wird. Hier stehe nun nur noch die Andeutung, da▀ so und auf diese Weise das Lesen und das Lesenlernen wieder in sein ursprЧngliches und natЧrliches VerhСltnis zu Mensch und SchЧler tritt; denn nothwendig ging das Lesen aus dem BedЧrfnis hervor, sich oder anderen das frЧher Niedergeschriebene wieder hШrbar zu machen, sich ins GedСchtnis zurЧckzurufen und sich zum klareren Bewu▀tsein zu bringen, das frЧher Niedergeschriebene gleichsam wieder zu erwecken. Durch den Akt des Schreibens und Lesens, dem eine lebendige Erkenntni▀ der Sprache in einer gewissen Ausdehnung nothwendig vorausgehen mu▀, erhebt sich der Mensch Чber jedes andere GeschШpf, welches er kennt, und nСhert sich der Erreichung seiner Bestimmung; durch die AusЧbung dieser Akte wird der Mensch erst Person. So macht das Bestreben, schreiben und lesen zu lernen, den Knaben, den ZШgling zum SchЧler, macht eigentlich selbst erst Schule mШglich. Der Besitz der Schrift gibt dem Menschen die MШglichkeit und die Bedingung des Bewu▀twerdens, des einstigen Bewu▀tseins; denn sie bedingt erst wahre Erkenntni▀, Selbsterkenntnis, weil sie dem Menschen mШglich macht, sich selbst, sein Wesen, es sich gleichsam vor sich hinstellend, zu betrachten; weil sie den Menschen als gegenwСrtig mit der Vergangenheit und Zukunft klar und sicher, mit dem NСchsten allseitig und mit dem Fernsten gewi▀ verknЧpft. Die Schrift gibt so dem Menschen die MШglichkeit, zur hШchsten, vollendetsten irdischen Vollkommenheit zu gelangen. Schreiben ist der erste Hauptakt des selbst- und freithСtigen Bewu▀twerdens. Da nun die Schrift, das Schreiben und Lesen etwas so Hochwichtiges fЧr den Menschen ist, so mu▀ der Mensch, der Knabe, auch stark und einsichtig genug sein, es mu▀ in ihm schon die MШglichkeit des Sichbewu▀twerdens geweckt sein, es mu▀ sich in ihm selbst schon das BedЧrfnis des Schreibens und Lesens, der Drang, ja die Nothwendigkeit, es zu kШnnen, klar und bestimmt aussprechen, ehe er selbst schreiben und lesen lerne. Der Knabe, welcher auf eine wahrhaft ersprie▀liche Weise schreiben und lesen lernen soll, mu▀ nothwendig vorher schon etwas sein, ehe er suche, sich etwas, was er noch nicht ist, bewu▀t zu werden; sonst wird alle seine Erkenntni▀ hohl, tot, leer, fremdartig, angeleimt, mechanisch sein; denn wo der Grund todtund mechanisch ist, wie soll sich daraus spСter LebensthСtigkeit und wahres Leben, der hohe und hШchste Preis alles Strebens, entwickeln, wie soll dann der Mensch wahrhaft seine Bestimmung: Leben erreichen? Wird das in dem Bisherigen Чber den Zweck und den Mittelpunkt, die letzten Beziehungspunkte alles menschlichen Strebens, Чber das, was frЧhe schon als Knabe des Menschen Leben bewegt und gleichsam die Angelpunkte des Knabenlebens ausmacht Ausgesprochene unter und in einem Gesichtspunkte zusammengefa▀t, so tritt daraus klar und unzweideutig entgegen, da▀ alles menschliche Streben ein dreyfaches ist, entweder ein Streben nach Ruhen und Leben in dem Innern; oder ein Streben nach Erkennen und Insichaufnehmen des Au/3eren, des Wesens des ─u▀eren; oder zuletzt ein Streben nach unmittelbarer Darstellung des Innern. Das erste ist vorwaltend das Streben der Religion, das zweyte das Streben der Naturbetrachtung und das dritte vorwaltend das Streben der Selbstdarstellung, der Selbstentwicklung und Selbstbetrachtung. Wird das in der letztern Beziehung bisher Ausgesprochene wieder zusammengefa▀t, so zeigt sich, da▀ sich die Mathematik mehr auf die Darstellung des ─u▀erlichen im Innern, auf die Darstellung der im Innern des Menschen ruhenden allgemeinen GesetzmС▀igkeit, und so gleichsam auf die Darstellung der Natur aus dem Menschen selbst bezieht; weshalb auch die Mathematik darum vermittelnd zwischen Natur und Mensch dasteht. Mathematik bezieht sich darum mehr auf das VerstСndnis und nimmt den Verstand in Anspruch; die Sprache bezieht sich mehr auf die Darstellung des wahrgenommenen und vernommenen Innern, bezieht sich vorwaltend auf die Vernunft und nimmt diese in Anspruch; nun aber fehlt nothwendig fЧr den Menschen zur vollstСndigen Darstellung seines Gesammtwesens noch eines; es ist die▀ die Darstellung des Lebens, des innern Lebens an sich, des unmittelbar Empfundenen, des GemЧthes; und dieses Dritte, die Darstellung des Innern des Menschen, des Menschen an sich, ist die Kunst. Alle menschlichen Begriffe au▀er einem sind Beziehungsbegriffe, finden nur beziehungsweise strenge Anwendung; oder, alle Begriffe stehen unter sich in Wechselbeziehung und sind nur in ihren Сu▀ersten Endpunkten nothwendig getrennt. Darum gibt es so auch in der Kunst wieder eine Seite, wo sie die Mathematik, den Verstand, sowie eine zweyte, wo sie die Sprachwelt, die Vernunft berЧhrt, wie eine andere Seite, wo sie, obgleich reine Darstellung des Innern, doch mit der Darstellung der Natur als Eines erscheint, sowie endlich noch eine Seite, wo sie mit der Religion zusammenfСllt. Doch alle diese Beziehungen kШnnen hier, wo von der Erziehung des Menschen Чberhaupt und dessen Erziehung wenigstens fЧr WЧrdigung der Kunst nur die Rede ist, nicht zur Betrachtung aufgenommen werden. Hier auf dieser Stufe wird die Kunst nur in ihrer letzten Einheit als reine Darstellung des Innern betrachtet und angeschaut. Da tritt nun sogleich entgegen, da▀ die Kunst, die Kunstdarstellungen dessen, was im Innern lebt, was eigentlich das Leben des Innern selbst ausmacht, verschieden erscheinen mЧsse durch das Material, den Stoff, an welchen sie als Darstellung des Innern geknЧpft erscheinen mЧssen. Dieser Stoff kann nun aber als Erderscheinung nur sein, entweder gleichsam nur die Bewegung an sich, aber als hШrbar; also das Erzeugni▀ im Entstehen schwindend, TШne. Oder der Stoff kann vorwaltend nur sichtbar sein, also das Erzeugni▀ nur Linien und FlСchenerscheinungen, wie die Farben. Oder der Stoff kann vorwaltend nur rСumlich, kШrperlich wahrnehmbar, Masse sein. Auch hier finden sich, da es nur, was schon wiederkehrend ausgesprochen worden ist, beziehungsweise strenge Begriffe gibt, wie in allen Dingen der Wirklichkeit, unzСhlige UebergСnge und VerknЧpfungen. Die Kunst, als Darstellung durch reine TШne, ist die Musik, und vorwaltend der Gesang; die Kunst, als Darstellung fЧr das Gesicht durch reine Farben, ist das Malen; die Kunst, als Darstellung im Raume durch Bilden und Gestalten der Masse, ist das Formen. Als vereinigender Mittelpunkt fЧr bey des letztere erscheint das Zeichnen, welches jedoch mit gleichem Rechte auch als reine Darstellung durch Linien betrachtet werden kann; wo dann das Zeichnen vorwaltend der Darstellung durch Linien, das Malen vorwaltend der Darstellung durch FlСchen, und das Formen vorwaltend der Darstellung durch KШrperraum angehШrig erscheint. Wegen der eben gedachten verknЧpfenden Eigenschaft des Zeichnens ist, wie wir schon frЧher auf der Kinderstufe des Menschen sahen, das Zeichnen, das Streben 2U zeichnen, eine so frЧhe Erscheinung in der Menschenentwicklung. Aber auch das Streben, durchs Formen, wie durch Farben, durchs Malen, Inneres darzustellen, spricht sich frЧhe in dem Menschen und schon auf seiner Kinderstufe, aber ganz besonders unzweideutig auf seiner beginnenden Knabenstufe aus. Hieraus geht nun klar und unbezweifelbar hervor, da▀ Kunstsinn, Kunst, ein allgemeines Eigentum, eine allgemeine Anlage in dem Menschen ist, und darum frЧhe wenigstens schon von dem Knabenalter an in dem Menschen gepflegt werden soll und mu▀. Der Mensch wird dadurch wenigstens geschickt werden, ist auch seine Geistes und Lebenskraft, seine ThСtigkeit nicht vorwaltend nach der Kunstseite hin gerichtet und wird er darum auch selbst kein KЧnstler werden, die Werke der Kunst zu verstehen und zu wЧrdigen, und er wird durch eine wahre Schulbildung gewi▀ dafЧr sichergestellt werden, sich unberufen, ohne wahren, inneren Kunstberuf, zum KЧnstler aufzuwerfen. Gesang, Zeichnen, Malen und Formen mЧssen darum nothwendig von einer allgemeinen, um und erfassenden Erziehung und Menschenbildung frЧhe berЧcksichtigt, frЧhe als wirkliche GegenstСnde der ernsten Schule behandelt und nicht einer zufСlligen gehalt und fruchtlosen spielerischen WillkЧr preisgegeben werden; weder in der Absicht, da▀ jeder SchЧler nur in irgendeiner Kunst KЧnstler, und noch bey weitem weniger in der Absicht, da▀ jeder SchЧler in allen KunstfСchern KЧnstler werde, was beydes sich in sich selbst vernichtet, ob man gleichwohl das erstere wohl von jedem Menschen in einer gewissen Beziehung sagen kШnnte; sondern in der bestimmten Absicht, da▀ jeder Mensch dahin erhoben werde, sich seinem Wesen getreu, vollkommen und allseitig zu entwickeln, da▀ er sich dahin erhebe, den Menschen in der Allseitig- und AllkrСftigkeit seines Wesens zu erkennen, besonders aber auch, wie schon ausgesprochen worden, da▀ jeder Mensch die Erzeugni▀se Сchter Kunst anzuschauen und zu wЧrdigen verstehe. Die Darstellung in gebundener Rede ist wieder, wie das Zeichnen es in einer anderen Beziehung war, ein verknЧpfendes Glied, von der Sprache ausgehend, aber, als Darstellung der Innenwelt, gleichsam als verdichtete Darstellung der geistigen Сtherischen Innenwelt, als ruhende Darstellung des reinen, ewig sich bewegenden und bewegten Lebens, der Kunst angehШrig. In allem, im Leben und in der Religion, so auch in der Kunst, ist der Darstellung letztes und hШchstes Ziel die klare Darstellung des reinen Menschen; die christliche Kunst ist dem Streben nach die hШchste, soll es wenigstens sein, sonst hШrt sie auf, Kunst und christliche Kunst zu sein; denn sie strebt in allem das ewig Bleibende, das GШttliche darzustellen, besonders an und durch den Menschen. Der Mensch ist des Menschen hШchster Gegenstand der Kunst. So nun die Gesammtheit dessen, was der Gegenstand, Zweck und Inhalt des Menschenlebens Чberhaupt ist, und was sich als solcher schon in dem Knabenleben auf seiner SchЧlerstufe ausspricht und kundtut. Wie nun das bisher Ausgesprochene sich bestrebte, den Gegenstand und Inhalt des gesammten Knabenstrebens, den Gegenstand und Inhalt der Schule und des Unterrichtes in seiner letzten Einheit und Grundbeziehung seinem Wesen nach darzulegen, so suchte das FrЧhere den Knaben in seinem frei und selbstthСtigen Gesammtleben in der Einheit seines inneren und Сu▀eren Lebens auf seiner SchЧlerstufe zu zeigen. Nun bleibt noch nachzuweisen, in welcher Folge und VerknЧpfung sich des Knaben, des Menschen Streben in und aus seinem Leben auf dieser seiner SchЧlerstufe entwickle; wie und durch welchen Unterricht, in welcher Ordnung und Form die Schule zur Erreichung jenes Strebens zu wirken und was sie dafЧr zu thun habe, da▀ durch sie des Menschen Streben Чberhaupt, besonders aber dessen Streben auf seiner Knaben und SchЧlerstufe befriedigt werde. In der Familie wСchst das Kind herauf, in der Familie wСchst das Kind zum Knaben und SchЧler empor; an die Familie mu▀ sich darum die Schule anknЧpfen. Einigung der Schule und des Lebens, Einigung des hСuslichen, des Familien und Unterrichtslebens, die▀ ist die erste und unzertrennlichste Forderung der vollendeten, uns zur Vollendung fЧhren sollenden Menschenentwicklung und Menschenbildung dieses Zeitraumes. Einigung des Familien und Schullebens ist die ganz unerlС▀liche Forderung der Menschenerziehung dieses Zeitraumes, wenn der Mensch endlich sich, wenn besonders wir Deutsche uns von der Last, der Leere und dem DrЧckenden der Сu▀erlich mitgeteilten Begriffs und Vorstellungs, und darum nur todten GedСchtniserkenntnis zum Leben, zur Lust und zur Frische der inneren Anschauungs und der Wesenheitserkenntnis der Sachen und Dinge, zu der Anschauung und Erkenntni▀ der Dinge erheben sollen und wollen, die sich aus sich und durch sich selbst wie ein gesunder, frischer Baum, wie eine lebensvolle, lebensfrohe und lebensbewu▀te Familie und Geschlecht fortentwickelt; wenn wir endlich aufhШren wollen, in Wort, Rede und Handlung mit Marken zu spielen. und im Leben in Masken einherzugehen. MШchten wir es doch endlich einmal zum Wohle unserer Kinder und zum Heile der kЧnftigen Geschlechter einsehen, da▀ wir eine zu gro▀e lastende Menge aufgebЧrdeter, angehefteter, fremdartiger und darum uns fremder Kenntnisse und Bildung besitzen, tШrichterweise sie noch tСglich immer mehr zu vermehren streben, und dagegen so hШchst wenige sich in uns, aus und durch uns entwickelte, unserem eigenen Innern entkeimte, in, mit und durch dasselbe emporgewachsene Kenntnisse besitzen. MШchten wir doch endlich aufhШren, uns mit fremdem Denken, fremdem Wissen, ja sogar fremden Empfindungen und GefЧhlen als solchen zu brЧsten; mШchten wir doch endlich in der Wirklichkeit aufhШren, den hШchsten Ruhm unserer Erziehung, unserer Lehre, unserer Schule und unseres Unterrichtes darein zu setzen, unsere Kinder, den Geist und das GemЧth unserer Kinder und SchЧler mit fremdem Wissen, Kennen und KШnnen herauszuputzen, und unser Ziel und das Beste unserer Kinder und SchЧler um so mehr erreicht und errungen glauben, als diese mit diesem fremden und angeleimten, ja wie die GrСber der Toten ЧbertЧnchten Wissen, Kennen und KШnnen prangen. Freilich und wohl ist die▀ eine alte Krankheit; denn wenn wir fragen und forschen, auf welchem Wege das deutsche Volk zu den ersten Fundamenten seiner jetzigen Kenntnisse gelangt ist, so sehen wir unbezweifelbar, da▀ jene ersten Fundamente, Elemente oder Prinzipien immer von au▀en aus der Ferne und Fremde kamen, ja ihm zum Theil mittel oder unmittelbar von au▀en aufgedrungen wurden; darum haben wir aber auch fЧr diese ersten UranfСnge nicht einmal ein allgemeingeltendes Wort in unserer Muttersprache. Das starke deutsche GemЧth, der starke deutsche Geist verarbeitete nun wohl das Fremde und eignete es sich an; aber die Folge davon und der Charakter der Erkenntni▀, als einer fremdartigen, blieb doch dauernd: Seit Jahrtausenden wohl tragen wir diese Fesseln; sollen wir aber darum nie beginnen, im eigenen GemЧthe einen Lebens, im eigenen Geiste einen Erkenntni▀baum aufkeimen zu lassen und ihn zu pflegen zur schШnen Entfaltung, da▀ er frisch und gesund blЧhe und reife FrЧchte bringe, die im Diesseits niedersinken und im Jenseits wieder aufkeimen. Wollen wir denn nie aufhШren, unsere Kinder, Knaben und SchЧler gleich MЧnzen zu prСgen und sie mit fremder Aufschrift und fremdem Bildnisse prangen zu sehen, statt sie als ein Gebilde aus dem von Gott dem Vater in sie gepflanzten Gesetz und Leben, mit dem Ausdruck des GШttlichen und als Bild Gottes unter uns wandeln zu sehen? FЧrchten wir, da▀ uns unsere Kinder beschСmen werden und wЧrden? Welches Geschlecht, welches Volk und welche Zeit wird gro▀ genug sein, sich selbst um seiner Kinder und der Darstellung der reinen Menschheit willen zu verleugnen? Ja zunСchst nur, welcher Vater, welche Familie wird von diesem Gedanken seine Seele erfЧllt und durch denselben seine Kraft vielfach vervielfСltigt und gesteigert fЧhlen? denn von dem stillen, verborgenen Heiligtume der Familie kann nur zunСchst das Wohl des Menschengeschlechtes uns wiederkommen. Mit der BegrЧndung jeder neuen Familie spricht der zum Wohle des Menschengeschlechtes ewig wirksame, himmlische Vater durch den Himmel, den er in dem GemЧthe der BegrЧndenden aufgeschlossen, zu den Menschen, ergeht an das Menschengeschlecht wiederkehrend und an jeden einzelnen Menschen der Ruf, die Menschheit in reiner Entwickelung, den Menschen in klarer Gestalt darzustellen. Und sattsam liegt es wohl auch am Tage, da▀ unser deutsches GemЧth, unser deutscher Geist die bisherige todte und nur angelernte und angeleimte Erkenntni▀ und Einsicht nicht mehr ertragen kШnne, da▀ eine nur Сu▀erlich abgeglСttete Bildung nicht mehr genЧge, nicht mehr genЧgen kШnne und dЧrfe, wenn wir anders, als selbstСndige, Gott wЧrdige Kinder bestehen wollen; darum bedЧrfen und suchen wir lebendig unserm GemЧthe und Geiste entkeimte, frisch und gesund entwickelte und in und an der Sonne und den Bedingungen des Lebens erstarkte und emporgewachsene Erkenntni▀se. Wollen wir nun den Born des Lebens, den Gott in dem Innern, in dem GemЧthe und Geiste des Menschen, jedes Menschen, den Gott in unserem GemЧthe und Geiste quellend gemacht hat, immer von neuem wieder mit Schutt bedecken? Wollen wir uns und unsern Kindern, unsern ZШglingen und SchЧlern die unaussprechliche Freude rauben, da▀ in ihrem Innern, in ihrem Geiste und GemЧthe, die Quelle ewigen Lebens flie▀e? Wollt ihr Eltern und deren Stellvertreter fortfahren, Erzieher und Lehrer eurer Kinder zu zwingen, da▀ sie die Quelle des Lebens in denselben nur mit Wust verdСmmen und mit GestrЧpp umzСunen? Ihr antwortet: Nur so ausgestattet gelten sie in der Welt; Kinder werden schnell und bald gro▀, wer soll sie dann ernСhren? was sollen sie essen? womit sollen sie sich kleiden? Ihr Toren! es soll euch darauf nicht geantwortet werden: "Trachtet am ersten usw."; denn das wЧrdet ihr in eurer Gott- und Selbstentfremdung doch nicht fassen und begreifen; aber wiederkehrend soll es auch ausgesprochen werden: handelt sich es denn etwa um ein dumpfes, hinbrЧtendes, kenntnis, werk und thatenloses Leben? Kenntnisse und Einsichten sollen das Menschengeschlecht erfreuen, Werk und Thatkraft soll es besitzen, die ihr, die wir jetzt nicht ahnen; denn wer hat der aus Gott gebornen Menschheit Grenze gemessen? Aber sie sollen als Entwickelungen aus jedem Einzelnen, gleichsam als neu geschaffene Selbsterzeugnisse, in Jugendfrische und Jugendkraft hervorwachsen. Nicht trСge, schlaff und trЧbsinnig wird und soll der Knabe sein kЧnftiges GeschСft, das ihm nun Beruf ist, treiben, nein! frШhlich und heiter, Gott, sich und der Natur vertrauend, sich des Segens und Gedeihens seines GeschСftes erfreuend, sich eines vielfachen Segens und Gedeihens seines GeschСftes erfreuend; denn Ruhe, Eintracht, MС▀igung und alle hohen bЧrgerlichen und menschlichen Tugenden werden in seinem Innern wie in seinem Hause wohnen, und er wird sich durch und in seinem Kreise, in der Wirksamkeit seines Kreises befriedigt fЧhlen: der hohe Preis, nach dem wir alle ringen. Er wird weder sagen: alles soll mein Knabe und Sohn einst treiben, nur nicht das GeschСft, welches ich habe, denn es ist das undankbarste von allen; noch wird er darauf bestehen, da▀ sein Sohn das GeschСft treibe und ergreife, welches er mit Gewinn und Vorteil treibt, weil es seiner ganzen EigentЧmlichkeit entspricht; er wird einsehen, da▀ jeder Mensch das kleinste GeschСft gro▀ betreiben kШnne, da▀ jedes GeschСft sich so veredeln lasse, da▀ es zu betreiben des Menschen nicht unwЧrdig sei; er wird erkennen und einsehen, da▀ die kleinste Kraft, mit Lust und Liebe zu einem Werke erhoben und recht angewandt, dem Menschen Brot, Kleidung, Obdach, ja auch Achtung verschaffe, und darum wegen der Zukunft seiner Kinder, deren Inneres zu entfalten ihm hШchste Sorge war, ohne Sorge sein. Als die einzelnen Richtungen dieses geeinten Schul und Familien, dieses Iebendigen Unterrichts und Erziehungslebens, gehen aus dem Entwickelungsgrade des Menschen dieser Stufe, aus den innern und Сu▀ern Forderungen des Knaben, als beginnenden SchЧler, nothwendig folgende hervor: Beleben, NСhren, StСrken und Ausbilden des religiШsen das MenschengemЧt mit Gott in Einigung erhaltenden und immer lebendiger mit Gott einenden Sinnes, des Sinnes, welcher die lebendige, nothwendige Einheit aller Dinge bey aller Verschiedenheit der Erscheinung ahnet und festhСlt, und welcher durch seine Lebendigkeit und KrСftigkeit den Knaben dieser Einheit gemС▀ lebend und handelnd macht. Diesem gemС▀ und zu diesem Zwecke: Aneignung religiШser AussprЧche, besonders Чber die Natur, den Menschen, deren beyder VerhСltnis zu Gott, namentlich fЧr Gebet; gleichsam als einen Spiegel, in welchem der Mensch, der Knabe seine ursprЧnglichen, gotteinigen GefЧhle, Empfindungen, Ahnungen und Bestrebungen wie in einem Bilde schaut und sie sich so zur Erkenntni▀ bringt und festhСlt. Achtung, Kenntnis und Ausbildung des KШrpers als TrСgers des Geistes und Mittels zur Darstellung seines Wesens, in geordneten, stufenweise zu einer solchen Ausbildung des KШrpers fЧhrenden Uebungen. Natur und Au▀enweltsbetrachtung und Beobachtung, anknЧpfend und ausgehend vom NСchsten und Nahen, die Kenntnis des nСchsten Umgebenden zuerst fordernd, ehe zu Entferntem und Fernem fortgeschritten wird. Aneignung kleiner dichterischer, Natur und Leben erfassender Darstellungen; besonders Aneignung kleiner Dichtungen, welche den GegenstСnden der zunСchst umgebenden Natur Leben, den Erscheinungen und Begegnissen des eigenen hСuslichen Lebens Bedeutung geben, sie in ihrer reinen und tiefen Bedeutung wie in einem verklСrenden Spiegel zeigen, und dies besonders zum Singen und durch Gesang. Sprach und RedeЧbungen, von der Natur und Au▀enweltsbetrachtung ausgehend und an sie anknЧpfend und zur Innenweltsbetrachtung Чbergehend, aber immer nur die Sprache und Rede, als hШrbares Darstellungsmittel, scharf und streng im Auge habend. Uebungen zu und fЧr Сu▀erliche rСumliche, kШrperliche Darstellungen nach Regel und Gesetz vom Einfachen zum Zusammengesetzten fortschreitend. Hierher gehШren Darstellungen durch schon mehr oder minder im allgemeinen gebildeten Stoff: Bauen, Чberhaupt Handarbeiten fЧr Gestaltung: Papier, Papp, Holzarbeiten usw., sowie zuletzt besonders Formen aus ungeformtem, aber formbarem, besonders weichem Stoffe. Uebungen zur Darstellung durch Linien auf einer FlСche in und durch stete, Сu▀erlich ausgedrЧckte, sichtbare Beziehung auf die durch die Mittel und Brustlinie des Menschen gegebene senkrechte und waagerechte Richtung, das Anschauungs und Auffassungsmittel aller Сu▀ern Gestalten, welche, neben- und Чbereinander mehrmalen wiederholt, Netz bildend erscheint; also Zeichnen im Netz nach Сu▀erem, nothwendigem Gesetz. Auffassen der Farben in ihrer Verschiedenheit und Gleichartigkeit und Darstellung derselben in schon gebildeten FlСchenrСumen mit vorwaltender Beachtung schon gebildeter Formen: Ausmalen von Bildern in Umrissen, oder mit vorwaltender Beachtung der Farben und ihrer VerhСltnisse: Malen im Netz, in Gevierten. Spielen, das ist freithСtige Darstellungen und Uebungen jeder Art. ErzСhlen von Geschichten und Sagen, von Fabeln und MСrchen, anknЧpfend an die Tages, Zeiten und Lebensbegebnisse usw. Alles die▀ nun teilend mit und zwischen dem hСuslichen und Schulleben, zwischen dem Familienleben und dem allgemein menschlichen; alles teilend zwischen den Schul und hСuslichen GeschСften; denn Knaben dieses Alters sollen schon zu bestimmten kleinen hСuslichen GeschСften angehalten, ja sie kШnnen sogar wСhrend derselben besonders bey Handwerkern und Landbebauern wirklich unterrichtet werden, wie das auch wohl von manchem einfachen, aber von einem regen und krСftigen Natursinn geleiteten Vater ausgefЧhrt und dargestellt worden ist. Besonders sollen Knaben etwas vorgerЧckteren Alters von Eltern und Erziehern oft in die Lage gebracht werden, etwas auf eigene Hand und mit eigenem Urteile auszufЧhren und GeschСfte allein zu besorgen, z. B. Bestellungen, damit ihnen SelbstprЧfungen und Festigkeit des Handelns kommen. Namentlich ist es fЧr Knaben dieses vorgerЧckteren Alters sehr wichtig, tСglich wenigstens eine oder zwey Stunden einem Сu▀ern GeschСfte, einem GeschСfte fЧr Сu▀eres Erzeugni▀, mit ganzer und fester Bestimmtheit hingegeben zu sein. Es wЧrden hieraus Wirkungen von der grШ▀ten Wichtigkeit fЧr das Leben hervorgehen; sowie es gewi▀ einer der grШ▀ten Nachteile unserer jetzt bestehenden Schuleinrichtungen, besonders der sogenannten lateinischen und gelehrten Schulen ist, da▀ der in sie getretene Knabe allem hСuslichen GeschСfte, allem GeschСfte fЧr Hervorbringung eines Сu▀ern Erzeugni▀ses ganz entnommen ist. Man antworte nicht: Der Knabe mu▀ in diesem Zeitraume, soll er es zu einem bestimmten Grade und Fertigkeit seiner Erkenntni▀ bringen, alle seine Kraft auf den Punkt der Worterlernung, der Belehrung durchs Wort, der geistigen Ausbildung richten; mitnichten die Сchte Erfahrung lehrt das Gegenteil, geistiges BeschСftigtsein und dazwischentretende Сu▀ere, mehr kШrperliche BeschСftigung, ThСtigkeit fЧr Сu▀eres hervorzubringendes Werk und Erzeugni▀ stСrkt nicht allein den KШrper, sondern ganz Чberwiegend auch den Geist, die verschiedenen Richtungen der GeistesthСtigkeiten, so da▀ der Geist nach einem solchen erfrischenden Arbeitsbad (besser vermag ich es nicht zu bezeichnen) mit neuer Kraft und neuem Leben an sein Geistesthun geht. Betrachten wir nun die vorhin angefЧhrten GegenstСnde des einigen Familien und Schullebens, so ordnen sie sich selbst nach den Gesammtforderungen des Knaben in GegenstСnde des mehr ruhigen, stillen, inneren Lebens, des mehr aufnehmenden, innenwirkenden und des mehr heraustretenden, sich Сu▀erlich gestaltenden Lebens zusammen, darum sind sie auch das BedЧrfnis des Menschen Чberhaupt erschШpfend. Weiter sehen wir durch sie alle Sinne, alle inneren und Сu▀eren Anlagen und KrСfte des Menschen entwickelt, geЧbt und ausgebildet und so die Forderung der menschlichen und LebensverhСltnisse erfЧllt. Endlich sehen wir, wie sich die Forderungen aller dieser GegenstСnde, so zahlreich und umfassend sie erscheinen, doch alle durch ein einfach geordnetes Familien und Unterrichts, durch ein geeintes Schul und hСusliches Leben leicht erfЧllen lassen, also darum nothwendig den Forderungen des Menschen auf dieser Stufe genЧgen und sie befriedigen. Denn: Schauen wir die▀ nun im einzelnen an: Leben und Ausbilden des religiШsen Sinnes Wenn Kind und Eltern in Einigung des Lebens und GemЧthes heraufgewachsen sind, so wird dies sich gewi▀ auch durch die ganze Knabenzeit und noch lСnger hin, wenn nicht neue hemmende und stШrende Ursachen trennend dazwischen treten, nicht nur unverkЧrzt erhalten, sondern es wird sich diese Einigung mit dem fortschreitenden Knabenalter um so mehr befestigen und beleben. Es ist hier nicht die Rede von jener dumpfen und unbestimmten GefЧhlseinigung, welche gleichsam aus zwey Leibern einen macht, wie sich das wohl zwischen Eltern und Kind findet, sondern von jener lebendigen GemЧths und klaren Geisteseinigung, welcher das Leben in seinen Wirkungen und Erscheinungen als ein Ganzes vorliegt. Diese lebendige GemЧths und klare Geisteseinigung, nicht etwa hШchstens nur Сu▀erliche Lebensgemeinsamkeit, ist der unerschЧtterliche Boden und Grund Сchter ReligiositСt. Dieser Geisteseinigung zwischen Eltern, Kind und Knaben ist das innere Leben, die reine Darstellung des innern, geistigen Lebens des Menschen ein Gemeinsames. Was den Eltern, dem Vater und der Mutter durch die hindernden Einwirkungen des Lebens nicht mШglich ward und nicht mehr mШglich ist, in sich und durch sich selbst darzustellen, suchen sie nun in und durch ihr Kind, ihren Sohn, zu erreichen: Darstellung der reinen Menschheit in, an und durch sich. Die klaren und sichern Erfahrungen der Entwickelung, Aus und Fortbildung seines innersten Lebens, die der Vater zwar teuer, oft schmerzlich und nur mit schwindender Kraft erkaufte, aber nun darum nicht mehr im eigenen Leben anwenden kann, teilt er seinem Sohne mit, und der Sohn Чbt diese Erfahrungen und wendet sie obgleich seiner Сu▀ern Selbsterfahrung fremd, aber sich in seinem Innern bewСhrend und besthСtigend mit der noch ungetrЧbten. und ungeschwСchten Jugendkraft und Jugendfrische an. Tot und wirkungslos sind aber alle Mitteilungen von Eltern zu Kind und Sohn, wo das Leben von frЧhe an nicht ein stetig ununterbrochenes Ganzes war; denn scheinbar zwey verschiedene Welten, die Erfahrungen zweyer scheinbar verschiedenen Welten, stehen einander gegenЧber mit verschiedenen Forderungen und verschiedenen KrСften, fЧr welche das ausgleichend Vermittelnde fehlt. Aber welche FrЧchte dagegen aus jener Geisteseinigung zwischen Eltern und Kind, zwischen Vater und Sohn, welche nur die Ausbildung und Darstellung des HШchsten und Reinsten, des klaren Menschenwesens, zum gemeinsamen Grund und Ziel hat, hervorgehen, kann nur der ahnen und ermessen, welcher herzustellen sie versucht hat. Aus der eine solche Geisteseinigung nothwendig bedingenden Beachtung des eigenen und gemeinsamen Lebens nach seinem innern Grunde und Ziele, besonders aber nach seinem innern und nothwendigen lebendigen Zusammenhange, gehen nun fЧr das GemЧth und die innere Wahrnehmung des Menschen schon auf der Knabenstufe die unzweideutigsten Beweise und Ueberzeugungen hervor, da▀ Gott, um menschlich zu reden wie wir Чberhaupt Чber GШttliches nie anders, fЧr uns wenigstens nicht begreiflicher und wirksamer reden kШnnen , da▀ Gott noch ununterbrochen die Menschheit in und zu ihrer Entwickelung, Ausbildung und Darstellung mit seiner vСterlichen Obhut und Sorgfalt leitet, und so auch jeden Einzelnen, jedes Einzelwesen, als ein wesentliches Glied des Ganzen, in allen seinen Lebensbegegnissen mit vСterlich liebendem Schutze und Beistande begleitet: denn wie kШnnte der Mensch die Erkenntni▀: da▀ die Begegnisse des Lebens, in ihren GrЧnden, in ihrem Wesen und Bedeutung wahrhaft erkannt und demgemС▀ angewandt, immer zum Besten des Einzelnen und des Ganzen sind anders und erfassender bezeichnen?! Diese Wahrheit nun im eigenen und Fremdleben, im einzelnen und Gesammtleben, im Menschen- und Naturleben, im Erfahrungs und Offenbarungsleben bestСtigt, so die Einigung und Einheit der Schrift, GemЧths und Naturoffenbarung zu finden, und sich so als Glied eines, vor den Augen und dem inneren Sinne des Knaben von dem kleinen elterlichen und hСuslichen Kreise aus sich immer weiter und grШ▀er entwickelnden Ganzen und Gesammtheit zu erkennen, dessen gemeinsames Streben, unter den sprechendsten Beweisen gШttlicher Leitung, Beistandes und Segens, die Darstellung des Geistigen im und am Leiblichen, des GШttlichen im, am und durchs Menschliche ist; dieses Erkennen und jenes Finden mu▀ nothwendig den Sinn des Knaben immer mehr und mehr klСren und reinigen, die Kraft erhШhen und steigern, den Mut und die Ausdauer dafЧr befestigen. Das Leben einer solchen Familie, eines solchen Knaben, wird nothwendig ein im Handeln und in Thaten, in steten Erzeugni▀sen sich aussprechendes Gebet Jesu, ein Leben des Gebetes Jesu sein; ein Gott vertrauendes, Gott und Menschen liebendes, freithСtig, kindlich Gott gehorsames, immer in diesem Sinne thatenreiches und wirksames Leben Jesu wird sich in ihm wieder aussprechen, und to werden ihm die Lehren und Forderungen Jesu im eigenen und durchs eigene eben verstСndlich und so in demselben anzuwenden, demselben nachzuleben mШglich sein. Nur ein auf einer solchen elterlichen und kindlichen Geisteseinigung ruhender kЧnftiger Religionsunterricht hat felsenfesten Grund, ist fruchtar, ist segensreich; und nur in dem Maa▀e ist er fruchtbar und segensreich, als dem Knaben durch glЧckliche LebensverhСltnisse frЧhe ein lebendiger Sinn, ein klares Auge fЧr inneres geistiges Leben erwachte. Man fЧrchte nicht, da▀ irgendein Gegenstand des innern geistigen Lebens fЧr des Knaben innern geistigen Sinn zu hoch und zu unverstСndlich sey dem Wesen nach; nur werde ihm einfach die Thatsache hingegeben und ausgesprochen, und seine innere Kraft wird leicht den innern Sinn davon in den ihm zugСnglichen Anschauungs und Vorstellungsweisen finden. Wir trauen dem frЧheren Knabensinne und KnabengemЧte jetzt zu wenig religiШse, sowie Чberhaupt zu wenig Geisteskraft zu; darum zeigt sich dann und ist des spСtern Knaben Leben und GemЧth so leer, in Beziehung auf geistige und rein menschliche, sittliche und religiШse Wahrnehmungen so erfahrungslos, und darum so verknШchert und tot, da▀ gar wenige und nur schwache FСden zum AnknЧpfen und zur Belebung eines, zur Belehrung Чber ein Сcht religiШses Leben sich in ihm finden, und doch wird nun in dem folgenden Alter in dieser Beziehung vom Knaben und JЧnglinge so viel gefordert. Kinder und Knaben werden frЧhe fЧr eine Menge ─u▀erliches geweckt und Чber eine Menge ─u▀erliches belehrt, welches sie nicht verstehen kШnnen, eben weil es ihnen ein Fremdes, ein ─u▀erliches ist, und bleiben in Beziehung auf vieles Innere ungeweckt, Чber so vieles, fast alles Innere unbelehrt, was sie doch verstehen, durch sich und in sich verstehen kШnnen; so werden Kinder frЧhe in das fremde Сu▀ere Leben eingefЧhrt und werden dagegen dem innern Leben entfremdet; dadurch wird ihr inneres Leben so hohl und vertrocknet. Soll der Mensch viele, besonders auch religiШse Wahrheiten verstehen, so mu▀ man machen, da▀ er viel in sich erlebe, d. h. da▀ er die auch vielleicht an sich kleinen Begegnisse seines GemЧths und religiШsen Lebens, seines geistigen Entwickelungsganges und dessen Bedingungen sich bewu▀t werde: Von der Ahnung und Erkenntni▀ Gottes als Vaters in seinem eigenen Leben mu▀ der Mensch emporsteigen zur Ahnung und Erkenntni▀ Gottes als Vaters aller Menschen und Wesen; sonst ist der kЧnftige Religionsunterricht in demselben umgekehrten Maa▀e leer und fruchtlos. Viele, sehr viele religiШse Mi▀griffe und Mi▀deutungen, viele After und Halbwahrheiten wЧrden und werden sich durch so eine frЧhe Beachtung, wenigstens durch nur ungehemmtes und ungestШrtes Hingegebensein der Entwickelung des innern geistigen Lebens in Uebereinstimmung und Beziehung auf das Сu▀ere Leben durch sich selbst verlieren, sowie die mi▀verstandene Hervorhebung gewisser AussprЧche der bestimmten Religionslehre, welche in dem und auf das Leben des Menschen in dieser einstigen Darstellung gerade das Gegenteil von dem wirken, was sie wirken sollen ; so z. B. der in dem Religionsunterrichte, in der Religionslehre im allgemeinen zum hШchsten Nachteile fЧr das Leben, fЧr das GlЧck, fЧr die Zufriedenheit und den stets krСftig strebenden Sinn des Menschen so Чberwiegend hervorgehobene Satz: wer gut ist, dem wird es gut gehen; oder, wer gut ist, der wird glЧcklich sein. Dem einfachen, an Сu▀eren Erfahrungen noch armen, nur sein Leben besonders als ein ungeteiltes Ganzes noch fЧhlenden und findenden Knaben, dem ist inneres und Сu▀eres Gut, inneres und Сu▀eres GlЧck, inneres und Сu▀eres Leben noch ein Ungeteiltes, noch weniger ein in sich und unter sich selbst Verschiedenes, Entgegengesetztes ; und so wird, ohne Zweifel, ohne Ahnung, da▀ es auch anders sein kШnne, das innere, klare, reine GemЧthsleben auch nothwendig so als ein Сu▀eres gesetzt, so werden die innern FrЧchte des Gutseins auch Сu▀erlich gefordert und erwartet. Inneres und ─u▀eres, Unendliches und Endliches sind aber zwey Welten, deren Erscheinungen Сu▀erlich, der Form nach verglichen, ewig verschieden sind und verschieden sein mЧssen; darum mu▀ nothwendig jener so allgemein ausgesprochene Satz, wenn nicht sehr frЧhe den innern Frieden, die innere Kraft des Knaben und Menschen stШren und schwСchen, doch ihn mit ganz falschen Erwartungen vom Leben erfЧllen, ihn zu ganz falschem Beurteilen, Verstehen und Gebrauchen seiner Lebensbegegnisse, zu ganz falschen Mi▀griffen im Leben fЧhren. Die bestimmte Religionslehre sollte vielmehr frЧhe den Satz aufstellen, dem Knaben und Menschen im eigenen und Gesammtleben nachweisen, und in aller Entwickelung, in der Natur und der Menschheit anschaulich machen: da▀ derjenige, welcher wahrhaft mit Ernst und Anstrengung und Aufopferung das Gute, die reine Darstellung der Menschheit will, nothwendig in Сu▀eren Druck, in Сu▀eren Schmerz und Noth, in Сu▀ere Sorge und Kummer, nothwendig in Сu▀eren Mangel und Plage und DЧrftigkeit kommen und leben mЧsse; denn die Forderung jenes Strebens ist ja eben, da▀ das Innere, das Geistige, das wahre Leben sich frei und offenbar machen, sich kundthun und sich darstellen soll; wenn nun die▀ erreicht werden und geschehen soll, so mu▀ nothwendig und unvermeidbar das Zweite eintreten. Lasset, um die▀ lebendig zu erkennen und einzusehen, den Knaben die Forderungen und Bedingungen, die Erscheinungen der Entwickelung eines Baumes in Vergleich mit den nothwendigen Forderungen und Bedingungen, den Erscheinungen der geistigen Entwickelung eines Menschen anschauen: jede errungene, an ihrer Stelle noch so schШne und zweckmС▀ige Stufe der Entwickelung mu▀ schwinden und untergehen, mu▀ schlechthin vernichtet werden, wenn eine hШhere Stufe der Entwickelung und Ausbildung eintreten soll: die schЧtzende, wСrmende KnospenhЧlle mu▀ abfallen, wenn der junge Zweig, die duftende BlЧthe sich entfalten soll, obgleich der zarte Zweig, die zarte BlЧthe dadurch nun dem oft noch so rauhen FrЧhlingswetter ausgesetzt wird und ist; die duftende BlЧthe mu▀ abfallen, um einer zuerst unansehnlichen und sauren, herben Frucht Platz zu machen; die kШstliche, rotwangige, Menschen erquickende Frucht mu▀ sinken und faulen, damit in Jugendfrische junge Pflanzen und BСume entkeimen. So gleichen die Psalmen und die Lieder vieler KСmpfer zur Erringung der Menschenhoheit, der Darstellung der reinen Menschheit, den FrЧchten an ihrem, den FrЧchten an Davids Lebensbaume, welche schlechterdings nur dadurch erscheinen konnten, da▀ viele der frЧheren, ihnen lieben und teuern Lebensentwicklungen untergingen, um spСteren, hШheren, edleren Platz zu machen. Und gleichen die AussprЧche jener Psalme, Lieder usw. nicht Kernen, die, wieder ausgesСet in den fruchtbaren Boden des MenschengemЧtes, schattige BСume voll duftender BlЧthen und stСrkender, ewiger, unsterblicher FrЧchte tragen? Also Entsagung, Entbehrung, Sinkenlassung des ─u▀eren, um das Innere zu gewinnen, dies ist die Bedingung zur Erreichung der hШchsten Entwickelung. Damit stimmt der von einer anderen Seite der Betrachtung kommende Ausspruch: "Je lieber das Kind, je schСrfer die Rute". oder: "Welche der Herr lieb hat, die zЧchtigt er", ganz Чberein; und keinem nicht schon sich selbst ganz entfremdeten KnabengemЧte wird diese Wahrheit unzugСnglich sein; und der so gefЧhrte, sich seines redlichen Strebens bewu▀te Mensch wird nun nicht wie ein widerspenstiges Kind bey den widrigen Begegnissen auf seinem Lebenswege murrend klagen: Aber warum geht es mir so traurig, so trЧbe, so unglЧcklich, ich habe ja nichts BШses getan, bin mir wenigstens nichts BШses bewu▀t, und dem anderen, von dem man es doch augenscheinlich wei▀, da▀ er bШse und schlecht ist, da▀ er wenigstens nach nur Сu▀erlichen Ansichten und Einsichten, nach vergСnglichen und unhaltbaren GrЧnden handelt, geht es doch so gut; er wird sich vielmehr sagen: eben weil du ernst und fest nur nach dem HШchsten und Besten, nur nach dem an sich, nach dem bleibend Guten strebst, mu▀ alles nur beziehungsweise, nur erscheinende Gute sinken, damit immer hШhere und vollkommenere Entwickelung und zuletzt ewig bleibende FrЧchte hervorkommen kШnnen. Nicht minder nachteilig und zur Erreichung des mit dem Menschen ihm zugleich gegebenen Zieles hШchst hinderlich ist das in der Religionslehre und dem Religionsunterrichte oft so Чberwiegende Hervorheben der Belohnung guter Thaten und Handlungen erst im Jenseits, wenn sie hier im Diesseits unbelohnt zu bleiben scheinen. Auf noch rohe GemЧther, welchen der Sinnengenu▀ hШher steht, wirkt es nicht, Knaben und Menschen mit nur natЧrlich gutem Sinn bedЧrfen es nicht; denn wenn unser Wandel rein ist, unsere Handlungen recht und unsere Thaten gut sind, so bedarf es nicht erst noch eines Lohnes im Jenseit,s, wenn auch im Diesseits alles mangelt, welchem der sinnliche Mensch einen Wert beylegt. Es zeugt von einer geringen Erkenntni▀ des Wesens und einer geringen Achtung der WЧrde des Menschen, wenn erst das Reizmittel der Belohnung im Jenseits hervorgehoben werden mu▀, um den Menschen zu einem seinem Wesen, seinem Berufe und seiner Bestimmung wЧrdigen Handeln zu erheben; der Mensch kann wenn man ihm nur frЧhe mШglich macht, Сchter Mensch zu sein und soll darum dahin gefЧhrt werden, in jedem Augenblick seine WЧrde und sein Wesen zu empfinden; und das GefЧhl, das Bewu▀tsein, seiner WЧrde seinem Wesen gemС▀ und getreu gelebt und gewirkt zu haben, mu▀ ihm in jedem Augenblick der hШchste Lohn seines Handelns sein, ohne eines andern Сu▀erlichen zu bedЧrfen, noch weniger ihn zu fordern; oder bedarf und fordert das gute Kind, der gute Knabe, in dem Augenblicke, da er in sich das Bewu▀tsein hat, als ein seines Vaters wЧrdiges Kind, im Geiste und nach dem Willen desselben gehandelt zu haben, noch etwas anderes als die Freude dieses Bewu▀tseins; denkt ein einfach natЧrliches, gut handelndes Kind nun noch au▀er diesem Bewu▀tsein auch den Gedanken des Lohnes, der ihm fЧr sein Handeln werden kШnne, sey er auch nur Lob? Soll der Mensch gegen Gott nicht so rein und vortrefflich handeln, als der irdische Sohn gegen seinen irdischen Vater? Und sagt Jesus nicht selbst: Das ist meine Speise, das Bewu▀tsein ist mir Leben erhaltend, Leben erhШhend, Leben erfreuend, da▀ ich meines Vaters Willen tue; und preist er die Armen wegen der erhШhten Wirksamkeit der SeelenkrСfte und eines damit Чbereinstimmenden Wandels nicht schon jetzt selig, wie es wahrhaft ist? Wie entwЧrdigen, erniedrigen wir die Menschennatur, die wir erheben sollten, wie schwСchen wir sie, die wir stСrken sollten, wenn wir ihr eine Lockspeise vorhalten, um tЧchtig zu handeln, hinge sie auch im Jenseits, wenn wir ein Сu▀eres Reizmittel, sey es auch das geistigste, anwenden, um besseres Leben hervorzurufen, und die innere, frei und selbstthСtige Kraft unentwickelt lassen, die zu und fЧr Darstellung der reinen Menschheit in jedem Menschen ruht. Aber wie ganz anders ist alles, wenn frЧhe der Mensch, besonders als Knabe schon auf die RЧckwirkungen seines Handelns, nicht auf seine Сu▀erlich angenehmere oder unangenehmere Lage, sondern auf sein Inneres, seinen geistes und gemЧtsfrei thСtigern oder gefesseltern, klarern oder trЧbern, zufriedenern oder unzufriedenern Zustand aufmerksam gemacht wird; die Erfahrungen, welche daraus hervorgehen, werden nothwendig immer mehr und mehr den innern Sinn des Menschen wecken; dann kommt wahre Sinnigkeit, der hШchste Knaben und Jugendschatz, ins Leben. Der kЧnftige Religionsunterricht er und beleuchte jene Erfahrungen, bringe sie zum Bewu▀tsein, eine und einige sie, ziehe daraus die in sich und durch sich selbst hervorgehenden und so in sich selbst ruhenden, sich in und durch sich selbst bestСtigenden Wahrh.eiten, zeige die Anwendung derselben, das Nachleben nach denselben in verschiedenen Steigerungsstufen Чberall, wo Kraft, Leben und Geist wirkt, und stelle sie mit den von erleuchteten, vom Geiste Gottes getriebenen Menschen erkannten und ausgesprochenen Wahrheiten zusammen; so wird Сchte ReligiositСt das ewige Erbteil dieses Menschen sein und endlich nach und nach das Erbteil des ganzen Menschengeschlechtes werden, und alles Hohe, welches die Menschheit schon zeigte, welches sich in ihr und durch sie aussprach, wird sich auch in ihm wiederkehrend aussprechen; und so kommt zum Heile des Einzelnen und des Ganzen die religiШse Bildung des Einzelnen dann immer mehr und mehr mit dem Entwickelungsgange des ReligiШsen in der Menschheit in Uebereinstimmung, wodurch von und durch sich selbst jeder Trug und Zweifel, jede WillkЧr schwindet, und uns nur das selige und beseligende Bewu▀tsein bleibt: "In Gott leben, weben und sind wir". Aneignung religiШser AussprЧche Es ist gewi▀, religiШse GefЧhle, Empfindungen und Gedanken entquellen und entkeimen dem menschlichen GemЧthe und Geiste schon darum, weil der Mensch Mensch ist, und so auch dem in Geisteseinigung mit den Eltern emporgewachsenen, sich nicht entfremdet gewordenen Knaben. Nun werden sich aber diese Empfindungen und GefЧhle dem Menschen und in dem GemЧthe des Menschen und Knaben in ihrem Beginne nur als eine Wirkung, eine Wahrnehmung, eine FЧlle kundthun, ohne Wort und ohne Gestalt, Чberhaupt ohne den Ausdruck dessen, was sie sind, nur als ein Leben ErhШhendes und GemЧth ErfЧllendes. da ist es nun hШchst wohlthСtig, stСrkend und erhebend fЧr den Menschen, fЧr das GemЧth des Knaben, fЧr jene Empfindungen und GefЧhle Worte, gleichsam Sprache zu bekommen, damit sie nicht in sich selbst verdumpfen und gestalt- und sprachlos in sich selbst versinken, sich in sich selbst erdrЧcken und vernichten. Man fЧrchte hier nicht, da▀ mit fremden Worten den Kindern und Knaben ein fremdes GefЧhl aufgedrЧckt und eingeimpft werde; das ReligiШse hat das EigentЧmliche der reinen Luft, des klaren Sonnenlichtes und des hellen Wassers: jedes irdische Wesen haucht es ein, und in jedem bildet es sich in anderer Form, Gestalt und Farbe, in jedem erzeugt es anderen Lebensausdruck. Nimm einen einfachen, jedem Kinde und Knaben durch und in seinem eigenen Leben verstСndlichen religiШsen Ausspruch, lasse ihn sechs, zwШlf und mehreren Knaben aneignen, und er wird dir an dem Lebensbaume eines jeden wieder als ein diesem eigenthЧmlich zugehШriger Lebensscho▀ entgegensprossen. Aber freylich ein Leben mЧssen die Worte in dem Knaben treffen ; an das Kind mu▀ nicht die Forderung ergehen, den Worten erst Leben, Gestalt und Bedeutung 2U geben; sondern die Worte mЧssen dem in dem GemЧthe des Knaben sich schon vorfindenden Leben und Gestalten Sprache geben und diese durch jene so Bedeutung erhalten. So bittet ein kaum sechsjСhriger Knabe jeden Abend eines der ihn zu Bett bringenden beyden Pflegeeltern: ,,Lerne mir ein Gebetchen"; und ruhig schlСft er dann es gesprochen habend ein. Einmal war an einem Tage eine Handlung vorgefallen, die ihn nicht ganz klar in seinem Innern zeigte. Das Gebetchen am Abend begann allgemein, krСftig und laut sprach er wie gewШhnlich nach; nur eine leise Wendung deutete auf den Vorfall des Tages hin, und mit einemmale war Stimme und Wort kaum zum Vernehmen leise; aber gewi▀ um so lauter sprach das Innere. Gestern sagte er zum ersten Male beym Bettgehen zu mir: "Bete das Gebetchen mit mir", mir ein Zeichen, da▀ irgendeines sein mЧsse, was seinem Leben besonders nahegelegen habe; ich wСhlte das, was ich glaubte, und er schlief ruhig ein. KЧrzlich kam derselbe Knabe zu mir und brachte ein Bild, welches er soeben gefunden hatte; er freute sich darЧber, denn es war bunt bemalt. In dernselben Augenblicke, da er es mir zeigen wollte, kam ein ungefСhr um 1 1/2 Jahr Сlterer, sehr lebhafter und inneres Leben wenig zu beachten scheinender Knabe dazu. "Das ist doch grausam", sagte er, in das Bild geblickt habend: es war nСmlich ein Bild, Handlungen der TЧrken gegen die Griechen, besonders gegen griechische MЧtter und Kinder darstellend; es wurde ausgesprochen, wie sehr sie nun, nicht allein sich eines ungekrСnkten, sondern sogar gepflegt werdenden Lebens sich erfreuend, Ursache hСtten, immer Gott dafЧr zu danken. ,,Nicht wahr", fiel schnell der lebhaftere Knabe ein, "wie wir in den Morgen und Abendstunden thun?" Obgleich noch nie ein besonderes erklСrendes Wort de▀halb zu ihm gesprochen worden war. Gewi▀ ist es bey jЧngeren Knaben weder nШthig noch zweckmС▀ig, mit dem Aneignen solcher dem innern Leben Worte, Sprache und Bedeutung gebenden AussprЧche zu oft zu wechseln. Achtung, Kenntnis und Ausbildung des KШrpers Nur das achtet der Mensch, was er nicht allein seinem Werte, seiner Bedeutung, seinem Gebrauche nach kennt, sondern was er besonders auch anwenden und gebrauchen kann, von dem er wei▀, da▀ von dessen guten Eigenschaften und darum Erhaltung derselben die Erreichung des von ihm angestrebten Werkes und Zieles abhСngt. Man glaube nun gar nicht, da▀ der Mensch, besonders als Knabe, seinen KШrper kenne, weil er ihm so nahe ist, noch weniger auch seine Glieder schon dadurch gebrauchen kШnne, weil sie eins mit seinem KШrper sind. ,,Stelle dich doch nicht so linkisch!" hШren wir Шfter Knaben besonders aus StСnden zurufen, wo allseitige KШrperthСtigkeit im Kindes und frЧhen Knabenalter nicht zur Tagesordnung gehШrt. Wir sehen, da▀ Menschen, bey denen Geistes und KШrperbildung nicht gleichen Schritt und sich gleichsam gegenseitig bedingend ging, zu gewissen Zeiten und unter gewissen UmstСnden gar nicht wissen, was sie mit ihrem KШrper, ihren Gliedern anfangen sollen. Ja, wie manchem erscheint nicht sogar sein eigener KШrper als eine Last, wie mancher fЧhlt nicht die Glieder seines KШrpers sich selbst als eine solche. Nun kann wohl eine gelegentliche Ausbildung des KШrpers bey hСuslicher ThСtigkeit zur KШrpergewandtheit schon vieles helfen, da sie aber fast in allen StСnden nur sehr untergeordnet, in den meisten aber immer nur einseitig in Anspruch nehmend ist, und der Mensch sich Чberdies aber nicht allein seiner KrСfte, sondern auch der Mittel zum Gebrauche derselben bewu▀t werden soll: so kann dahin nur eine allseitig gleiche Ausbildung des KШrpers und der Theile des KШrpers, als Mittel und Ausdruck der Geistesbildung, fЧhren; die▀ spricht sich schon bey dem einfachsten Unterrichte aus, wo KШrper und Gliedergebrauch, KШrper und Gliederhaltung wesentlich ist, z. B. beym Schreiben, Zeichnen, Erlernung musikalischer Instrumente usw. Hat der SchЧler hier keine wahre allseitige Ausbildung und solchen Gebrauch seines KШrpers und seiner Glieder vorher erhalten, und ist diese zum bleibenden Eigentume nicht eingeЧbt worden, so kann nur den Lehrer und SchЧler gleich ertШtende Abrichtung, Dressur, zu einem kСrglichen Ziele fЧhren, und das immer ertШnende: "Sitze gerad", "halte den Arm recht!" scheucht alles Leben und Gedeihen aus dem Unterrichte. Gewandter, krСftiger KШrper in allen Lagen und zu allen GeschСften des Lebens und Berufes, wЧrdevolle Haltung und ein solcher Anstand des KШrpers ist aber nur eine Wirkung allseitiger Ausbildung des KШrpers, als TrСger des Geistes. Ja gewi▀, selbst eine gro▀e Menge sogenannter Ungezogen, Roheiten und UnanstСndigkeiten wЧrden besonders in dem Knabenalter schwinden, und wir wЧrden nicht so oft zu sagen haben und sagen hШren: "Betrage dich nicht so ungezogen", "sei nicht so roh in deinen ─u▀erungen", "stehe anstСndig"; wenn wir unsern Knaben gesetzmС▀ige, von dem Einfachen zum Zusammengesetzten fortschreitende, den Menschen allseitig in Anspruch nehmende, allseitig ihn ausbildende KШrperЧbungen KШrperЧbungen in Uebereinstimmung mit der Geistesausbildung, sich auf diese beziehend und durch diese bedingt gСben. Der Wille als solcher beherrscht noch nicht in jedem Augenblicke den KШrper; der KШrper mu▀ darum befСhigt sein, in jedem Augenblicke dem Geiste, wie dieser es fordert, zu gehorchen, wie die▀ der Spieler eines musikalischen Instrumentes deutlich zeigt. Darum ohne eine solche Bildung des KШrpers keine zur Vollkommenheit und zur vollendeten Ausbildung des Menschen fЧhrende Erziehung. De▀halb mu▀ auch der KШrper in dieser Hinsicht wie der Geist eine wahre Schule doch nicht alleinstehend durchlaufen, und streng durchgefЧhrte, vom Einfachen zum Zusammengesetzten fortschreitende, auf das Geistige im Menschen bezogene KШrperЧbungen sollten billig ein Gegenstand jeder Schule sein; denn sie fЧhren zur wahren Zucht. Zucht ist, den Knaben auf die ihm anschaulich gewordene und von ihm empfundene WЧrde des Menschen, auf die daraus flie▀ende hШchste Achtung seines Wesens streng und mit Festigkeit in allem seinem Thun zurЧckzufЧhren, d. i. sie in allem seinem Thun hervorleuchten und sich aussprechen zu lassen. Die▀ ist das Bestimmte (Positive) der Erziehung in diesem Alter und je lebendiger und deutlicher dem Knaben und SchЧler die Ahnung und Wahrnehmung von dem Wesen und der WЧrde des Menschen geworden, je klarer, einfacher, verstСndlicher und nothwendiger die aus dem Gesammtwesen des Menschen hervorgehenden Forderungen sich ihm aussprechen.: um so ernster und fester mu▀ der Erzieher auf der ErfЧllung jener Forderungen bestehen, ja er darf, wenn es nШthig sein sollte, das Herabsteigen von der Ermahnung selbst bis zur Strafe, zur Strenge um des Wohls des ZШglings willen nicht scheuen. Die SchЧler, die Knabenzeit ist das Alter der Zucht. Nur Geistes und KШrperbildung im Einklange, in Uebereinstimmung macht wahre Zucht mШglich. Ueberdies fordert auch der KШrper, oder, was man ebensogut sagen kann, der Geist nach einer angestrengten GeistesthСtigkeit, einer strenggeordneten, anstrengenden KШrperthСtigkeit, und diese so geordnete strenge KШrperthСtigkeit wirkt wieder stСrkend auf den Geist zurЧck, nur also, wo KШrper und GeistesthСtigkeit in geordneter lebendiger Wechselverbindung stehen, ist wahrhaftes Leben. Aber noch eine andere wichtige Seite haben die KШrperЧbungen, es ist die, da▀ sie den Menschen, Knaben spСter zu einer lebendigen Erkenntni▀ von dem innern Baue seines KШrpers einfЧhren; denn der Knabe fЧhlt hier besonders lebendig alle Glieder seines KШrpers im innern wechselseitig thСtigen Zusammenhange; diese Wahrnehmungen, geknЧpft an nur einigerma▀en gute zeichnerische Darstellungen des innern Baues des Menschen, mЧssen nothwendig jene obenerwСhnte lebendige Erkenntni▀ des und Einsicht in den Bau des menschlichen KШrpers und davon abhСngige Beachtung und Pflege mehrseitig zunСchst herbeyfЧhren, wenigstens eine lebendige Theilnahme daran veranlassen. Natur und Au▀enweltsbetrachtung Was frЧher, in dem Kindeszeitraume, in dieser Beziehung einzeln und alleinstehend geschah und so in und unter sich ohne besondern Zusammenhang war geschieht jetzt geordnet und mШglichst in innerem nothwendigen Zusammenhange, dem Entwickelungsgange des Menschen auf dieser Stufe selbst angemessen, und sich so bald wieder verzweigend, teilend, wie immer das Besondere und Einzelne aus dem Allgemeinen und Ganzen hervorgeht. Die Erkenntni▀ jedes Dinges, des Wesens, der Bestimmung und der Eigenschaften desselben geht Чberall am bestimmtesten und klarsten aus den Шrtlichen Beziehungen und gegenstСndlichen VerhСltnissen, in welchen die Sachen selbst stehen, hervor, spricht sich am lautesten und reinsten daraus aus. Daher fЧhrt es nothwendig fЧr die Knaben und SchЧler die klarste Einsicht in das Wesen der GegenstСnde, der Natur und der Au▀enwelt Чberhaupt herbey, wenn die Dinge in dem ihnen natЧrlichen Zusammenhange, in welchem sie sich eben befinden, demselben vorgefЧhrt und von demselben erkannt werden. Weiter sind nun auch natЧrlich die Beziehungen und VerhСltnisse der GegenstСnde und deren Bedeutung da dem Knaben am deutlichsten und klarsten, wo er sich von ihnen und ihren Wirkungen am eindringlichsten und bestСndigsten umgeben sieht, wo vielleicht der Grund ihres Daseyns in ihm selbst liegt, wenigstens von ihm ausgeht und sich auf ihn beziehet. Dieses sind die GegenstСnde der nСchsten und nahen Umgebung, die GegenstСnde der Stube, des Hauses, Gartens, GehШftes, Dorfes (Stadt), Wiese, Feld, Wald, Flur. Von der Stube, der nСchsten Umgebung, gehen daher diese geordneten und ordnenden Natur und Au▀enweltsBetrachtungen aus, gehen vom NСheren, Bekannteren zum Ferneren, Unbekannteren Чber und treten nun wegen dieses Ordnens, Zusammenfassens und Theilens als wirklicher Schulgegenstand auf. Der Lehrgang selbst ist folgender: der Unterricht beginnt wieder mit dem schon frЧher als nothwendig erkannten Hindeuten und Hinweisen auf den Gegenstand selbst. Also z. B. auf den Tisch deutend: ,,Was ist das?" Auf den Stuhl deutend: "Was ist das?" usw. Nun die zusammenfassende Frage: "Was siehst du oder seht ihr hier in der Stube?" "den Tisch, den Stuhl, die Bank, das Fenster, die TЧr, den Blumentopf, das GemСlde usw." Der Lehrer schreibt sich die GegenstСnde, welche ein einzelner oder mehrere nennen, auf eine Schiefertafel auf und spricht sie dann zusammen, gemeinsam mit den SchЧlern durch. Weiter fragt der Lehrer: "Stehen Tisch und Stuhl in demselben VerhСltnisse, in derselben Beziehung zur Stube wie Fenster und TЧr?" "Ja!" "Nein!" "Warum ja? warum nein?" "Was sind nun Fenster und TЧr in Beziehung auf die Stube?" "Theile der Stube!" "Nenne mir alles, was du als Theile der Stube erkennst!" "Die WСnde, die Decke, den Fu▀boden usw. Alles die▀ sind Theile der Stube." "Wie die TЧr, das Fenster usw. ein Theil der Stube ist, ist so die Stube selbst wieder ein Theil irgendeines grШ▀eren Ganzen?" "Ja! des Hauses." "Welches sind sonst noch die Theile des Hauses?" "Der Hausflur, die Kammern, die KЧche, die Treppe usw." Nachdem der SchЧler alle Theile des Hauses genannt hat, sprechen Lehrer und SchЧler wie immer gemeinsam: "Der Hausflur, Stube, Kammer, KЧche, Treppe, Boden, Keller usw. sind Theile des Hauses." Das gemeinsame Durchsprechen aller SchЧler zugleich und nach dem Vorsprechen ist als Uebung des Auffassens, des Bezeichnens und der Sprachfertigkeit hШchst wichtig. "Haben alle HСuser ganz dieselben Theile, welche dieses Haus hat?" "Nein!" "Welche Theile hat dieses Haus, die andere HСuser nicht haben?" "Welche Theile und RСume haben andere HСuser, die dieses Haus nicht hat?" "Wodurch werden die wesentlichsten Theile und RСume eines Hauses bestimmt und bedingt?" "Durch den Gebrauch und die Bestimmung des Hauses oder GebСudes." "Welches sind die wesentlichsten Theile, die jedes Wohnhaus nothwendig haben muB, wenn es bey uns und von uns ein vollstСndiges Wohnhaus genannt werden soll?" "Au▀er den GegenstСnden, die Theile dieser Stube sind, nanntest du mir vorhin noch andere, die nicht Theile der Stube sind, die du aber doch in der Stube siehst, sich doch in derselben befinden; nenne mir nochmals mehrere derselben." "StЧhle, Tische, BlumentШpfe, GemСlde, Kupferstiche, BЧcher usw." "Stehen StЧhle, Tische, BСnke in demselben VerhСltnisse zur Stube, in welchem GemСlde, BЧcher, BlumentШpfe 2u ihr stehen?" "Nein!" "Warum nein?" "Was sind nun BСnke, Tische usw. in Beziehung auf die Stube, auf die Wohnstube?" "Sie sind nothwendig zur Stube, zur Wohnstube gehШrig." "Alle diejenigen GegenstСnde, welche nothwendig zu einer Stube gehШren, nennt man StubengerСte." "Nenne mir alle GegenstСnde, welche du als StubengerСt siehst und die du als solches kennst." "Hat jeder der anderen RСume des Hauses auch seine bestimmten, ihm zugehШrigen GegenstСnde?" "Ja! Die KЧche, die Kammer usw." "Welche GegenstСnde gehШren in die KЧche, in die Kammer usw.?" "Diese GegenstСnde nennt man KuchengerСte usw." "Gibt es in einem Hause aber auch solche GerСte, welche nicht allein und ausschlie▀end einem einzelnen Raume oder Zimmer angehШren?" "Ja! dies, dies." "Solche Sachen, sowie Чberhaupt alles GerСt, welches in ein Haus gehШrt, hei▀t HausgerСt." "Nennt mir alle Sachen und Dinge, die euch als HausgerСt bekannt sind." "Das Haus hat seine bestimmten Theile: Zimmer, RСume; ist das Haus selbst aber wieder ein Theil irgendeines grШ▀eren Ganzen?" "Ja! des GehШftes." "Welche GegenstСnde gehШren zum GehШfte, sind die Theile des GehШftes?" "Der Hof, der Garten, das Wohnhaus, das Wirtschaftshaus, die Scheuer, die StСlle usw." "Was fЧr GegenstСnde sind in und auf dem Hofe und gehШren zu demselben?" "Die beweglichen GegenstСnde, welche zu und auf den Hof gehШren, nennt man HofgerСte." "Was gehШrt in den Garten und zur Bearbeitung des Gartens?" "Alle die beweglichen GegenstСnde, welche in den Garten und zur Bearbeitung des Gartens gehШren, hei▀en GartengerСte" usw. "Alles GerСt, welches zum Hof, zum Garten, zum Stall, zur Scheuer usw. gehШrt, nennt man WirtschaftsgerСte." "So wie das Haus, der Hof ein Theil des GehШftes ist, so ist das GehШft ein Theil irgendeines grШ▀eren Ganzen?" "Ja! des Dorfes." "Was siehst und bemerkst du in dem Dorfe, was gehШrt zum Dorfe (Orte) ; was macht in seiner Gesammtheit Сu▀erlich das Dorf (den Ort) aus?" "HСuser, Scheuern, GСrten ; GehШfte ; Kirche, SchulgebСude, Pfarrwohnung usw. Gemeindeplatz, Gemeindehaus, Schmiede, Brunnen usw." "Was haben die HСuser des Dorfes in Beziehung auf ihre Bewohner Gemeinsames, oder mehrere derselben Besonderes?" "Es sind entweder Bauern oder Handwerks oder TaglШhnerhСuser." "Was ist das EigentЧmliche und Besondere der BauernhСuser?" "Was ist das Wesentliche und Nothwendige eines Handwerkshauses?" "Die Werkstatt." "Was gehШrt in die Werkstatt und zur Werkstatt?" "Das Handwerkszeug." "Was gehШrt in das Gemeindehaus?" "Was gehШrt in das SchulgebСude?" usw. "Was gehШrt zur Kirche und in die Kirche?" "Was ist au▀er dem Dorfe und umgibt das Dorf?" "Die Flur oder Feldmark." "Was ist das Dorf in Beziehung zur Flur oder Feldmark?" "Der Mittel oder der Beziehungspunkt." "Was fЧr oder welche GegenstСnde siehst du oder seht ihr in der Flur, in der Feldmark ?" "Felder, Wiesen, Wege, Steige, FlЧsse, GrСben, BrЧcken, Stege, Anger Grenzsteine, Marktannen usw." "Ist die Flur oder Feldmark wieder ein Theil eines grШ▀eren Ganzen, wie der Hof ein Theil des GehШftes ist?" "Ja! der Umgegend, der Landschaft." "Was sahst und siehst du in der Umgegend, Landschaft?" "Berge, TСler, HШhen, Schluchten, Wege, Stege, Landstra▀en, FlЧsse, BСche, DШrfer, MЧhlen, StСdte, Burgen, Teiche, KanСle, WСlder usw." Von diesem Punkte aus entwickelt sich nun die ErdoberflСchen, die Erdkunde (Geographie) als ein selbstСndiger Unterrichtsgegenstand. Die Au▀enweltsbetrachtung hat das ganz EigentЧmliche und darum freylich in ihr nothwendig Bedingte, da▀ von ihr aus alle Richtungen der Gegenstands- und Sachkenntnisse sich zweygartig an bestimmten nothwendigen Stellen entwickeln, wie die Augen und Zweige an den ─sten. Dieses wird bey der Beachtung eines natur und vernunftgesetzlichen Unterrichts und Lehrganges immer wiederkehrend sich aussprechen. Ueberhaupt ist die Stelle fЧr das Ein und Hervortreten jedes neuen selbstСndigen Unterrichtsgegenstandes so fest nothwendig und willkЧrlos bestimmt, wie die Verzweigung ebenmС▀ig gegliederter Pflanzen. Freilich ist die Andeutung dafЧr, wie das Hervorsprossenwollen eines neuen Auges, oft sehr leise und sich oft nur in einer solchen ruhigen Geistesund GemЧthsstimmung des Lehrers kundtuend, in der er sich stillachtend den Forderungen und Bedingungen des Lehr- und Unterrichtsgegenstandes ganz hingibt und er in demselben oder vielmehr derselbe so ganz in ihm lebt, da▀ sich die Forderungen und das Wesen desselben unmittelbar in seinem GemЧthe und Geiste aussprechen, er dieselben gleichsam unmittelbar in sich wahrnimmt; ist aber der Augenblick des Hervorsprossenwollens des neuen Zweiges irgendeines Unterrichtsgegenstandes unbeachtet vorЧber gelassen, so ist jedes spСtere oder frЧhere, jedes sonach willkЧrliche EinfЧhren und Aufnehmen des doch als nothwendig erkannten Unterrichts und Lehrgegenstandes immer ein todtes, und ob sich gleich gegen die Nothwendigkeit des Unterrichts und Lehrgegenstandes gar nichts sagen lС▀t, so erscheint er doch als ein angeleimter, todter und wirkt nur als ein solcher fort. Jeder mit Сchter Liebe und Treue nach einem wahrhaft natur und vernunftgesetzlichen: lebendigen Unterricht strebende Lehrer wird die▀ gewi▀ oft und schmerzlich empfunden haben, wenn er in einer Чber, regel und gewohnheitsklugen, oder in einer trЧben oder abgestumpften Zeit jenen Augenblick des Hervorsprossens Чbersehen hat; abmЧhen wird er sich ohne Erfolg, ein Gliedermann wird der Zusammenhang seines Unterrichts, sein Unterrichtsgang sein und ein Klapperwerk, leer und tot. Darum ist gewi▀ dies Beachten des Augenblicks, der Stelle und des Ortes, an und in welcher ein neuer Unterrichtsgegenstand als eine neue Verzweigung auf und eintritt, das Wichtigste zu einem lebendigen, lebengebenden und lebenweckenden Unterrichte. Das Wesen eines natur und vernunftgesetzlichen, lebenweckenden und entwickelnden Unterrichts besteht grШ▀tenteils nur in der Auffindung und Festhaltung dieses Punktes; denn ist es wahrhaft gefunden, so entwickelt sich der Unterrichts und Lehrgegenstand nach seinem in ihm ruhenden lebendigen Gesetze, wie jedes andere Lebganze, selbstСndig fort und lehrt so in recht eigentlichem Sinne selbst den Lehrer. Darum mu▀ alle Achtsamkeit des Lehrers dahin gerichtet sein, diese Spro▀ und Augenpunkte der Unterrichtsverzweigung sich nie entschlЧpfen zu lassen. Das VersСumnis dieser Forderung und deren Folgen wird die Unterrichtsweise und den nicht naturgesetzlichen Lehrgang zeichnen, der in sich selbst zerfСllt. Wir kehren nach dieser Einschaltung zum Lehrgang der Au▀enweltAuffassung selbst zurЧck. "In der Flur und Umgegend, in der Landschaft, bemerkst du BСume, TЧrme, Pelsen, Quellen, Mauern, WСlder, DШrfer usw.; Чberschaue diese und alle die anderen GegenstСnde deines Gesichtskreises noch einmal und siehe, ob jeder dieser GegenstСnde der einzige seiner Art ist, oder ob sich mehrere als gleichartige zusammenordnen und aneinanderfЧgen?" "Es ordnen und fЧgen sich mehrere GegenstСnde als gleichartig zusammen." "Nennt mir immer mehrere GegenstСnde, die ihr als sich immer gleichartig zusammenordnend erkennt." "Wenn ihr die mehreren GegenstСnde eurer Umgegend und eures Gesichtskreises, welche sich immer gleichartig zusammenordnen, weiter unter und miteinander vergleicht, zeigt sich an ihnen eine Grund und Hauptverschiedenheit?" "Ja! einige GegenstСnde verdanken ihr Daseyn nur der Natur, entstehen nur durch die Natur und in der Natur; andere GegenstСnde verdanken ihr Daseyn nur den Menschen, entstehen nur durch die Menschen, werden von den Menschen gemacht." "Die ersteren GegenstСnde werden Naturwerke, NaturgegenstСnde genannt, die zweyten Menschenwerke." "Sucht mehrere Naturwerke auf, die ihr in der Umgegend, in euerm Gesichtskreise wi▀t und kennt." "BСume, Felder, Wiesen, Gras, BСche, GrСben usw." "Sucht ebenso mehrere Menschenwerke eures Gesichtskreises, die ihr wi▀t und kennt, auf." "Mauern, ZСune, Hecken, Wege, Lauben, Weinberge usw." "KШnnen wohl Felder und Wiesen reine Naturwerke genannt werden?" "Ja!" "Nein !" "Warum Ja?" Warum Nein?" "KШnnen wohl Lauben, Hecken, Weinberge usw. reine Menschenwerke genannt werden?" "Nein!" "Warum Nein?" "Gut! solche GegenstСnde, wie Lauben, Weinberge, Felder, Wiesen, veredelte ObstbСume, Brunnen usw. werden Naturmenschenwerke genannt." "Sucht mehrere Naturmenschenwerke in eurer Umgegend auf." (Gemeinsames Durchsprechen von Lehrer und SchЧlern wie immer.) "Sucht mehrere NaturgegenstСnde eures Gesichtskreises, eurer Umgegend auf, betrachtet sie genauer, vergleicht sie unter und miteinander und seht, ob und welche weitere trennende oder einende Grund und Hauptverschiedenheiten ihr unter ihnen wahrnehmt, z. B. der Baum, der Fels, der Stein, der Flu▀, der Vogel, die Eiche, der Hirsch, die Tanne, der Donner, der Blitz, die Luft." "Sie zeigen unter sich trennende und einende Verschiedenheiten." "Gut, welche?" "Hirsch, KСfer, Kuh, Vogel, Schnecken sind Thiere." "Fichte, Eiche, Moos, Gras sind GewСchse, Pflanzen." "Luft, Wasser, Stein, Fels sind Irden (Mineralien)." "Regen, Donner, Blitz sind Naturerscheinungen." "Sucht in dem euch umgebenden Gesammtraume alle euch bekannten Thiere auf ." "Ferner ebenso die GewСchse." "Weiter die Irden." "Endlich die Naturerscheinungen." Nun Betrachtung der Thiere auf dem Raume und Orte, in welchem sie leben. "Erzeugen sie sich, leben, befinden und ernСhren sie sich an Orten einerlei oder verschiedener Art?" "An Orten verschiedener Art; sie leben entweder im Haus, Hof, GehШft oder im Freien, und dann in der Flur, auf dem Felde oder im Walde; auf dem Lande oder im Wasser; in der Luft oder in und an andern Stoflen." "Thiere, welche in dem Hause leben, zum Hause gehШren, sich vorwaltend zu den Menschen und deren Wohnungen halten, hei▀en Haustiere." "Thiere, welche vorzugsweise auf dem Felde leben, hei▀en Feldtiere." "Thiere, welche vorzugsweise in dem Walde wohnen und leben, hei▀en Waldtiere." "So Landtiere, Wassertiere, Beidlebende (Amphibien), Lufttiere usw." Wie in allen diesen Beziehungen die Thiere betrachtet wurden auf dem Orte in welchem sie vorwaltend leben, ebenso werden nun auch von dem Lehrer die Pflanzen und GewСchse vorgefЧhrt als HausgewСchse, GewСchs und Treibhauspflanzen, als Stuben, Garten, Feld, Wiesen, Wald, Wasser, Sumpf und SchmarotzergewСchse. Nach Сhnlichen RЧcksichten werden die Irden (Mineralien) vorgefЧhrt; doch werden diese in dieser Beziehung weniger RЧcksichten zur Betrachtung darbieten. Auf Сhnliche Weise und nach Сhnlichen RЧcksichten werden die Naturerscheinungen als Erd, Luft, Wasser und Feuererscheinungen vorgefЧhrt. "In welchen Beziehungen und nach welchen RЧcksichten wurden die NaturgegenstСnde bisher betrachtet?" "In Beziehung auf den Raum und Ort, in welchem sie sich erzeugen, leben und wohnen." "Durch den Ort, in welchem die NaturgegenstСnde sich befinden und leben, kommen sie dem Menschen entweder nСher oder ferner; zeigt sich nun wohl in der Lebensweise und dem Betragen, den ─u▀erungen und Eigenschaften der NaturgegenstСnde eine Verschiedenheit, je nachdem sie den Menschen nСher oder ferner sind?" "Ja !" "Nein!" "Warum ja?" "Warum nein?" "Die NaturgegenstСnde, welche dem Menschen nСher, seinem Einflusse ausgesetzter sind, sind schwСchlicher, emphndlicher, pflegebedЧrftiger, bildsamer usw., sie sind Чberhaupt mehr zahm; die von dem Menschen entfernteren, seinem Einflusse weniger ausgesetzten NaturgegenstСnde, sind mehr roh, sind wild ." "Nennt mir in dem euch umgebenden Raume die euch bekannten zahmen Thiere." "Nennt mir in dem euch umgebenden Raume die euch bekannten wilden Thiere." Die zahmen Thiere kШnnen auch noch in Beziehung auf ihren Nutzen und Gebrauch betrachtet werden, und hier als Nutz, Schutz, Lust, Last, Zugtiere usw. Auch die wilden Thiere kШnnen nach der bezЧglichen RЧcksicht als nЧt~lic/~e und schСdliche Thiere betrachtet werden. Auf gleiche Weise werden die Pflanzen und GewСchse betrachtet. "Die zahmen GewСchse werden auch KulturgewСchse genannt." usw. Auch von den Irden lС▀t sich etwas ─hnliches sagen, z. B. WaldstrШme und Brunnenwasser, Felsboden und Ackererde usw. "So wie ihr in dem Bisherigen die NaturgegenstСnde des euch bekannten, euch umgebenden Raumes in Beziehung auf den Ort betrachtetet, in welchem sie sich erzeugen und leben, kШnnen sie nun ebenso auch wohl noch nach einer anderen Сhnlichen RЧcksicht betrachtet werden?" "Ja! in Beziehung auf die Zeit, z. B. Winter und SommerfrЧchte, FrЧhlings, Sommer und Herbstblumen." Auch in dieser Beziehung werden Thiere und Pflanzen und Naturerscheinungen betrachtet, z. B. im Winter: Nordlicht; im Sommer: HШhenrauch; Nebel im FrЧhlinge und Herbste; im Winter: Schnee, Eis, Reif. So ist fЧr uns die Schwalbe ein Sommervogel; die Lerche und Bachstelze ein FrЧhlingstier; die Schneegans ein Wintertier. So gibt es Tag, DСmmerungs und Nachtschmetterlinge. So Mai, Junius, JuliuskСfer. So MСrzblЧmchen, MaiblЧmchen, FrЧhlingswei▀ (SchneeglШckchen). Aber auch in Beziehung auf Ort und Zeit zugleich kШnnen die Thiere, besonders die VШgel, betrachtet werden als ZugvШgel und StrichvШgel. Ganz besonders wichtig ist die Betrachtung der Thiere nach ihrer Lebensweise, hier: z. B. fleischfressende, rei▀ende Thiere; Gras oder KШrner fressende Thiere usw. Hier schlie▀t sich nun sogleich die besondere Kenntnis des Naturgegenstandes, die Naturbeschreibung und spСter die Naturgeschichte, welche es mit Anschauen und Auffinden der mehr innern, besondern gliedbaulichen Eigenschaften zu thun hat, als ein neuer und selbstСndiger Lehrgegenstand, so wie frЧher bey der Betrachtung der von Wirkungen der KrСfte usw. abhСngigen Naturerscheinungen die Naturlehre, an. Auch die Betrachtung der Irden (Mineralien) weist nothwendig auf die Naturlehre (Physik) hin. Der Uebergang von der allgemeinen Naturbetrachtung, als Au▀enweltsbetrachtung, zur Naturkunde, Naturbeschreibung und Naturgeschichte, macht die Betrachtung der dem Menschen durch ihr Leben und ihren Nutzen oder Schaden am nСchsten stehenden Thiere; und hier die Unterscheidung der lebendig gebСrenden, der SСugetiere, und der Eier legenden und brЧtenden und der nur Eier legenden, deren AusbrЧtung aber der Natur Чberlassenden Thiere usw. Die Naturkunde und Naturbeschreibung hat es spСter zunСchst mit Auffassung und Aufsuchung der unterscheidenden: trennenden und einenden Сu▀ern Eigenschaften der NaturgegenstСnde, deren Bedingungen und Ursachen, deren Wirkungen und Folgen zu thun, und besonders mit der Auffindung und Erkenntni▀ der daraus hervorgehenden natЧrlichen Zusammenordnung und nothwendigen ZusammengehШrigkeit der Naturdinge: mit der Auffassung der Сu▀eren Eigenschaften, durch welche sich das innere Wesen des Dinges Сu▀erlich am unzweideutigsten und eigenthЧmlichsten ausspricht. Durch das Hinaufsteigen vom Besonderen, Einzelnen, zum Allgemeinen und Allgemeinsten und durch das Wiederherabsteigen vom Allgemeinen zum Besonderen und Besondersten, durch dieses gleichsam Wogende des Unterrichtes und Lehrganges, besonders der Au▀enweltsbetrachtung, entspricht derselbe nicht allein mШglichst dem Leben selbst, sondern es wird auch so mШglich, die Kenntnis jedes Gegenstandes fЧr jede Stufe der geistigen Entwickelung und Fassungskraft des SchЧlers zu erschШpfen. So wie in dem Bisherigen die NaturgegenstСnde nach allen ihren Сu▀eren leicht in die Augen fallenden Beziehungen: in Hinsicht auf Ort, Zeit, Lebensweise und LebensСu▀erungen usw. betrachtet und aufgefa▀t und diese Beziehungen erschШpft wurden, auf ganz Сhnliche Weise werden die Menschenwerke Сu▀erlich betrachtet. "Sucht Menschenwerke auf, die ihr in dem euch umgebenden Raume, der Landschaft, dem Gesichtskreise wi▀t und kennt, und seht, ob und welche Verschiedenheiten sie zeigen." "Das Haus, das Dorf, die Kunststra▀e, die BrЧcke, die Stadt, die Mauer, der Pflug, der Grenzstein, der Wagen, der Wegweiser usw." "Gut! Welche Verschiedenheiten zeigen sie2" "Sie sind verschieden ihrer Entstehung und ihrem Stoffe, ihrem Gebrauche und Zwecke, ihrer Bestimmung nach." "Sucht Menschenwerke auf, die ihrem Gebrauche und Zwecke, ihrer Bestimmung nach verschieden sind." "Welche Verschiedenheit zeigen sie in dieser Hinsicht?" "Sie dienen dem Menschen zur Wohnung oder zum Nutzen und Schutz oder als Werkzeug und GerСt, um dadurch oder damit etwas zu machen, oder zur Bequemlichkeit und Erleichterung besonders des Verkehrs unter den Menschen oder zum VergnЧgen, oder es sind reine Erzeugni▀se der menschlichen Kraft und des menschlichen Geistes." "Welche Menschenwerke sind es, die dem Menschen Wohnung und Aufenthalt geben?" "HСuser, DШrfer, StСdte." "Was hat und zeigt eine Stadt vorwaltend EigentЧmliches?" "Ringmauern, Tore, Stra▀en, Gassen, MarktplСtze, Rathaus, KauflСden, WerkstСtten, Чberhaupt sehr verschiedenartige GebСude." "Wodurch sind die GebСude einer Stadt ganz besonders verschieden?" "Durch ihren Gebrauch, ihre Bestimmung." "Welche Verschiedenheit zeigen die GebСude einer Stadt ihrer Bestimmung nach?" "Es sind WohngebСude, GewerkshСuser, Шffentliche GebСude, Lust und PrachtgebСude." "Welches sind die verschiedenen Arten der GewerbshСuser?" "WerkstСtten, Manufaktur und FabrikgebСude, KauflСden, VorratshСuser (Magazine) usw." "Welche verschiedenen WerkstСtten gibt es in der Stadt?" "Tischler, Schmiede, SchneiderwerkstСtten, Sattler, GЧrtler, Schuhmacher, WagnerwerkstСtten, BСcker, Klempner, WeberwerkstСtten usw." "Was zeigt jede Werkstatt EigentЧmliches?" "Das Werk oder Handwerkzeug." "Welches Werkzeug gehШrt in die Tischlerwerkstatt?" "Welches Werkzeug gehШrt in die Schmiede?" usw. bey jeder Werkstatt. . "Was ist die Bestimmung und der Zweck der WerkstСtten?" "Etwas hervorzubringen, zu schaffen, zu gestalten." "Was wird in der Tischlerwerkstatt hervorgebracht?" "Was wird in der Schmiede gemacht und hervorgebracht?" usw. in jeder Werkstatt. Ebenso bey den verschiedenen Manufaktur und FabrikgebСuden ; erstlich was enthalten sie an GerСtschaften und Arbeitszeug, zweytens was wird in ihnen hervorgebracht? "So mit den VorratshСusern: wozu dienen, was enthalten sie?" "Sind die KauflСden auch unter sich verschieden?" "Wodurch sind die KauflСden unter sich wesentlich verschieden?" "Durch das, was sie enthalten." "Welche Verschiedenheit zeigen die KauflСden in Beziehung auf das, was sie cnthalten?" "Sie enthalten entweder Natur und Kunsterzeugnisse, Stoffe, die vorwaltend nach dem Gewichte verkauft und besonders zu den Nahrungsmitteln der Menschen verwandt werden; oder sie enthalten Kunsterzeugnisse, welche vorwaltend nach dem LСngenma▀e verkauft werden; oder sie enthalten allerlei Einzelheiten, Kleinigkeiten und GerСtschaften entweder des Nutzens und BedЧrfnisses oder der VerschШnerung und des Putzes usw., welche ihrem eigenthЧmlichen Einzelwerte und der Zahl nach verkauft werden usw." "Die ersteren werden Materialhandlungen, die zweyten Schnitzwarenhandlungen genannt; die dritten kШnnen dem Inhalte nach wieder sehr verschieden sein: Eisenhandlungen, Spielwarenhandlungen, Putzhandlungen usw." "Was enthСlt eine Materialhandlung wesentlich?" "Welche wesentliche Verschiedenheit zeigen alle diese Waren in Beziehung auf den ort ihres Erzeugtwerdens?" "Sie sind entweder inlСndisch oder auslСndisch." "Nenne mir inlСndische Materialwaren." "Nenne mir auslСndische Materialwaren." Ebenso wird das Wesentlichste und EigentЧmlichste jedes Ladens hervorgehoben und angefЧhrt. Auch die Шffentlichen GebСude werden ihrer Bestimmung, ihrem Gebrauche nach unterschieden und zusammengeordnet, als GebСude des Unterrichts, der Belehrung, der Gottesverehrung, der Pflege und MildthСtigkeit, des Unterhaltes, der Ordnung und des Schutzes, des VergnЧgens, des Andenkens usw. So wird auch der durch ihre Bestimmung gegebene Inhalt der Шffentlichen GebСude durchgefЧhrt, z. B. der GebСude des Unterrichtes: der BЧchereien usw. Nun steigt die Betrachtung vom Werke zum Werkmeister, vom Erzeugni▀ zum Verfertiger; von der Wirkung steigt die Betrachtung zum Grunde und zur Ursache, also bey den Menschenwerken zum Menschen empor (wie von der Naturbetrachtung zu ihrem SchШpfer, Gott). "Wie hei▀en die, welche in der Tischlerwerkstatt arbeiten und die daraus hervorgehenden Sachen verfertigen?" "Tischler" usw. "Wie werden alle diejenigen, welche in WerkstСtten arbeiten, grШ▀tenteils genannt? " "Handwerker." "Werden auch die ArbeitsrСume anderer Erzeuger Сu▀erer Werke WerkstСtten genannt, ohne da▀ jene darum Handwerker sind?" "Ja! der Bildhauer usw." "Gibt es auch Handwerker, welche keine besonderen ArbeitsrСume, keine besonderen WerkstСtten haben?" "Ja! die Maurer, die Zimmerleute, die TЧncher." "Wie hei▀en diejenigen, welche in Manufakturen und Fabriken arbeiten und fЧr die Erzeugni▀se derselben wesentlich thСtig sind?" "Manufakturisten und Fabrikanten." "Nennt mir alle Arten der Handwerker, die ihr kenntl" (Ebenso alle Arten der Manufakturisten und Fabrikanten.) "Ordnen sich die verschiedenen Handwerke ebenso die Manufakturen und Pabriken nach in ihnen selbst liegenden Bestimmungen wieder als zusammengehШrig unter sich nСher aneinander?" "Ja!" "Nach welchen RЧcksichten und Bestimmungen ordnen sich die Handwerker unter sich aneinander?" "Nach dem Stoffe, welchen sie bearbeiten und somit nach der Art der Arbeit selbst, z. B. Holzarbeiter usw." "Lassen sich auch die verschiedenen Сu▀eren Erzeugni▀se der menschlichen ThСtigkeit nach besonderen in ihnen selbst liegenden Bestimmungen und RЧcksichten betrachtend zusammenordnen und trennen?" "Ja, entweder dem Stoffe oder der Entstehung oder dem Gebrauche ihrer Bestimmung nach." "Wie kШnnen die verschiedenen Сu▀eren Erzeugni▀se der Menschen ihren verschiedenen Stoflen nach betrachtet werden?" "Als Erzeugni▀se aus dem Stein, Pflanzen und Thierreiche. Der Stoff vorwaltend und ausschlie▀end steinern und irden oder ausschlie▀end und wesentlich hШlzern und pflanzlich oder metallen oder gleich wesentlich Stein (irden) und Holz (pflanzlich) oder Stein und Metall oder Holz und Metall oder Holz und Stein oder endlich besonders Thiere oder gemischte und unbestimmbare Stoffe." "Wie kШnnen die verschiedenen Сu▀ern Erzeugni▀se der menschlichen ThСtigkeit ihrem Gebrauche nach unterschieden und zusammengeordnet werden?" "Als Schutzwerke, Nutzwerke, Lustwerke, Kunstwerke, Denk und Prachtwerke." "Als Schutzwerke kШnnen betrachtet werden die Wohnungen, die Kleider, die Wehren, Waffen; und alle kШnnen wieder nach besonderen RЧcksichten unterschieden werden, so z. B. die Waffen als Schie▀, Stech und Hauwaffen." "So die Nutzwerke als Werke zur Erhaltung der gesellschaftlichen Ordnung und des gesellschaftlichen bЧrgerlichen Verkehrs, z. B. BrЧcken, Kunststra▀en, Marksteine, Wegweiser usw., als Werke zur Hervorbringung: Werkzeuge, Dienzeuge, GerСte." "Die Werkzeuge kШnnen wieder betrachtet und zusammengestellt werden als Trennwerkzeuge Bohr und Stechwerkzeuge Sto▀ und Schlagwerkzeuge als Rei▀ und GlСttwerkzeuge und Druck und Pre▀werkzeuge." "Sucht Trennwerkzeuge auf." "Die Axt, der Keil, der Mei▀el, das Schnittmesser usw." "Sie kШnnen wieder betrachtet werden als Schneid und Hauwerkzeuge, als SСge, Spalt und Brechwerkzeuge." "Nenne fЧr jedes einige Beyspiele." "Sucht Sto▀ und Schlagwerkzeuge auf." "Hammer, Ramme, Stampfe, SchlСgel usw." "Nennt mir Bohr und Stechwerkzeuge." "Nagelbohrer, Sprenkelbohrer, Windebohrer, Hohlbohrer, Pfrieme, Pfahleisen, Nadel usw." "Nennt mir Rei▀ und GlСttwerkzeuge, die ihr kennt." "Die Raspel, die Feile, der GlСttzahn, der Pflug, die Egge, der Wetzstein, der Hobel, das Falzbein." "Sucht Druck und Pre▀werkzeuge auf." (Wie immer wird die Gesammtheit des gemeinsam Aufgefundenen auch vom Lehrer und von den SchЧlern gemeinsam durchgesprochen.) Ebenso bey Dienzeugen. "Was ist der Unterschied zwischen Dien und Werkzeugen?" Die GerСte sind wohl grШ▀tenteils schon im FrЧheren betrachtet worden. Auf Сhnliche Weise werden die Lust, die Denk und Pracht und besonders die Kunstwerke betrachtet. Wie frЧher der Inhalt der Шffentlichen GebСude vorgefЧhrt wurde, so nun ihre Bestimmung, ihr Gebrauch. "Wozu ist das Rathaus, das Amtshaus, das SchutzgebСude, und was geschieht in denselben?" "Wozu sind die Schulen? Die Kirchen?" "Wie hei▀en die Menschen, welche im Rathause, im Amtshause usw., in der Schulc, in der Kirche als solcher thСtig und wirksam sind?" "Amtleute usw." ,,Ratsleute usw." ,,Schullehrer usw." "Geistliche usw." "Was ist das GeschСft der Amtsleute usw.?" "Was ist das GeschСft der Ratsleute usw.?" Ebenso bey den Schullehrern und Geistlichen. "Zeigt alles die▀ nur die Stadt allein?" "Was macht nun wohl eine Stadt zur Stadt?" "Gibt es StСdte verschiedener Art?" "Ja! LandstСdte, AmtsstСdte, HauptstСdte, ResidenzstСdte, See, Handels, Berg, HochschulenstСdte!" "Was ist das EigentЧmliche und Wesentliche jeder dieser StСdte? usw. und so ihrer Bewohner?" "Gibt es noch ThСtigkeiten, BeschСftigungen und Wirksamkeiten der Menschen, welche bisher noch nicht genannt wurden?" "Ja! viele." "Welche ?" "Handarbeiter, ohne gerade Handwerker zu sein, TaglШhner; JСger, Fischer, GСrtner, Ackerbebauer, ViehzЧchter usw." "Findet unter den verschiedenen ThСtigkeiten und BeschСftigungen der Menschen eine gewisse ─hnlichkeit und Gleichheit statt oder nicht?" "Ja! es finden bestimmte zusammenordnende ─hnlichkeiten und Gleichheiten statt." "Welche?" "Haben alle die verschiedenen ThСtigkeiten der Menschen Zwecke oder k eine? " "Sind die verschiedenen Zwecke der menschlichen ThСtigkeit von einer oder verschiedener Art?" "Was ist wohl der letzte Zweck aller menschlichen ThСtigkeit, alles menschlichen Wirkens und Schaffens?" "Da der letzte Zweck aller menschlichen ThСtigkeit, alles menschlichen Wirkens nur einer ist, leben und lebten so auch alle Menschen, welche BeschСftigung und welches Wirken sie auch haben mШgen, in einem und ebendemselben VerhСltnisse?" "Ja! in der Familie, in dem FamilienverhСltnisse." "Da alle Menschen ohne Ausnahme in FamilienverhСltnissen leben und lebten; da aber auch aller Menschen Streben hШchster und letzter Zweck: reinste Darstellung und klarstes Bewu▀twerden des von Gott dem Menschen gegebenen Wesens ist, wo sollen und werden also auch die Menschen zur Erreichung dieses letzten Zweckes ihrer ThСtigkeit und Strebens am gewissesten und sichersten vorgebildet und zur Erreichung jenes Zweckes entwickelt werden mЧssen?" "In der Familie." "Welches sind die Сu▀eren Bedingungen einer Familie, und welches sind die wesentlichen Glieder jeder Familie?" "Vater, Mutter, Kind und auch die Dienenden." "Wie mu▀ eine Familie also beschaffen sein, wenn in ihr und durch sie der Mensch fЧr den hШchsten und letzten Zweck des Lebens entwickelt und vorgebildet werden, wenn der Mensch in ihr und durch sie den hШchsten und letzten Zweck des Lebens erreichen soll?" "Sie mЧssen diesen letzten Zweck und die zur Erreichung desselben fЧhrenden Mittel erkennen, sich Чber den Weg und die Mittel zur Erreichung desselben verstehen und sich dafЧr gegenseitig durch ihre KrСfte, FСhigkeiten, Einsichten und Mittel nach den Forderungen und Bestimmungen des hШchsten Zweckes, und nur diesen im Auge habend, unterstЧtzen, usw." "Wenn auch eine einzige Familie allen diesen Forderungen entsprСche, wЧrde sie dadurch imstande sein, den hШchsten und letzten Zweck des Menschenstrebens durch sich allein zu erreichen?" "Nein!" "Warum nicht?" "Weil eine einzige Familie unmШglich alle KrСfte, FСhigkeiten, Mittel dazu in sich vereinigen kann." "Wie wird also des Menschen und der Menschen letzter Zweck leichter und sicherer erreicht werden?" "Wenn sich einige und mehrere, den hШchsten Zweck des Menschenlebens und Strebens erkennende, sich Чber die Mittel zur Erreichung desselben verstehende und sich gegenseitig durch ihre KrСfte, Kenntnisse und Mittel fШrderlich unterstЧtzende Familien fЧr jenen hШchsten Zweck vereinen." "Nur das Menschengeschlecht als ein Ganzes, als eine Einheit, kann den hШchsten und letzten Zweck alles menschlichen Strebens: Darstellung der reinen Menschheit, erreichen." reinen Menschheit, erreichen." So ist der SchЧler nach einem gro▀en Kreis und SchlСngellaufe zurЧckgekehrt zu der Haus und Familienstube, von welcher er beym Anfang der Au▀enwelts und Naturbetrachtung ausging, zurЧckgekehrt zu dem Mittelpunkte alles irdischmenschlichen Treibens und Strebens; doch mit andern Augen und Sinnen, obgleich die GegenstСnde der Au▀enwelt grШ▀tenteils nur Сu▀erlich vorgefЧhrt und angeschaut wurden; er hat den Menschen in seinen verschiedenen Beziehungen zu den Dingen der Au▀enwelt, er hat sich selbst gefunden. Dieser Unterrichtsgegenstand wurde als der erste besonders de▀halb so ausgefЧhrt, andeutend durchgefЧhrt, um zu zeigen, wie jeder Unterricht von dem Menschen, dem SchЧler, seinen nСchsten Umgebungen, ausgehen, sich auf den Menschen zurЧckbeziehen und zu demselben zurЧckfЧhren, zurЧckkehren mЧsse . Da▀ die zuletzt angedeuteten Antworten in der angegebenen VollstСndigkeit und dem angegebenen Zusammenhange von den SchЧlern, auch den seit dem Verlaufe des Unterrichtes an Alter vorgerЧckteren SchЧlern weder gegeben werden sollen noch kШnnen, braucht fЧr den nur etwas selbst Denkenden kaum ausgesprochen zu werden; aber entwickelt sollen in dem SchЧler die Einsichten, die sie enthalten, werden; und diese auf seiner noch untergeordneten Stufe des Urteils in sich aufnehmen zu kШnnen, dafЧr ist er gewi▀ entwickelt genug. Ebensowenig braucht fЧr Denkende ausgesprochen zu werden, da▀, da der Unterricht sich ganz an die оrtlichkeit des Knaben und SchЧlers knЧpfen soll und mu▀, de▀halb bey der besondern Anwendung alles ausgeschlossen bleibt, was au▀er dem Lebekreise des SchЧlers und Knaben ist; es sollte blo▀ angedeutet werden, wie diese Au▀enwelts und Naturbetrachtung nach einem in ihr selbst liegenden Gesetze und Lehrgange in Einheit und UngestЧcktheit alles umfa▀t, was die Natur und Au▀enwelt dem Beachtenden vorfЧhrt; doch werden sich einige Сhnliche Beziehungen, wie z. B. fЧr den Handel oder die hШhern geistigen ThСtigkeiten der Menschen, fЧr alle angedeuteten VerhСltnisse und Wirksamkeiten des Menschen finden, und je seltner und zurЧcktretender sie sich finden, umsomehr ist es nШthig, sie aufzufassen und festzuhalten, um hШhere und fernere Entwickelungen daran anzuknЧpfen; denn wer sieht nicht, was sich bey dem jetzt immer allgemeiner werdenden, wenigstens Сu▀erlichen Bildungsgrade selbst dem Leben des in grШ▀ter Abgeschiedenheit lebenden Land und Talbewohners zur Beachtung und Beurteilung aufdrСngt, indem nicht allein die Ueberschauung, sondern auch die Durchschauung und Beherrschung der hШhern Lebens und NaturverhСltnisse immer mehr und mehr das wird, was sie werden soll, eine Aufgabe zur LШsung fЧr das ganze Menschengeschlecht. Auch wurde es nicht fЧr nШthig geachtet, fЧr Denkende und nur Denkende sollen lehren und unterrichten die Spro▀- und Augenpunkte fЧr jeden neuen Unterrichtszweig anzugeben z. B. fЧr die sogenannte Naturlehre (Physik) bey den Naturerscheinungen, dem auffallenden Hervortreten innerlich wirkender KrСfte; fЧr die Chemie ebenfalls bey gewissen Naturerscheinungen der Umwandlung der Stoffe entweder durch Einwirkung allgemeiner NaturthСtigkeiten: des Lichtes, der WСrme, so z. B. bey der FСrbung, dem starken wЧrzigen Geruch gewisser BlСtter im Herbste, der FСulnis usw., oder durch Einwirken der Stoffe auf Stoffe. So den Spro▀ und Augenpunkt fЧr die Gewerbskunde (Technologie) bey der Betrachtung der menschlichen Gewerbe usw. Es ist Чberhaupt gut, wenn der Lehrende die▀ alles selbst in sich findet; es ist dann die Erkenntni▀ lebendiger, und der Unterricht gewinnt an wahrem Anteile. Und warum sollte nicht jeder Denkende den rechten Weg in sich zu finden imstande sein; wenn er sich nur treu und willig und ohne KlЧgelei, Zweifelsucht oder EigendЧnkel von dem Geiste selbst leiten lС▀t; denn in allen Menschen und in allen Wesen wirkt ja nur der eine ihnen allen gegebene Gottesgeist, und so wird auch der schon lange und viel Gelehrthabende, auch wenn er das Einfachste lehrt und wieder lehrt, lehrend lernen; wenigstens geht es dem Schreiber dieses noch bis jetzt immer so, wo kСme denn auch sonst dem Lehrer die Kraft und der Mut zur Lehre, der denselben doch leider zu oft durch die willkЧrlich von der Einsichtslosigkeit und dem Vorurteil in den Weg gelegten Hindernisse und Schwierigkeiten verlС▀t. Darum werde gleich in Beziehung auf den SchЧler hier dem Einwurf noch begegnet: wie soll der Knabe, besonders des hier vorschwebenden Alters von sechs bis acht Jahren und etwas darЧber, schon die hier vorgefЧhrte Einzelkenntnis besitzen? besitzt solche ja der Erwachsene kaum. Besitzen soll er sie auch noch nicht; allein sie soll ihm im Fortgange des Unterrichtes nach und nach kommen, und sie kommt ihm gewi▀, wiederkehrende Durchlaufung dieses Сu▀erlich von den SchЧlern grШ▀tenteils selbstgeschaffenen Lehrganges hat es gezeigt; auch wird in dem Knaben eine solche Beachtung der GegenstСnde der Natur und der Au▀enwelt angeregt, da▀ kaum etwas von nur einiger Wichtigkeit seiner Aufmerksamkeit entgeht, und er so gewi▀ die Belege zu dem, worauf eine frЧhere Lehrstunde aufmerksam machte, nachtrСglich liefert. So lernt der Mensch frЧhe, was seine Bestimmung fordert: beachten und denken. Ueberdies wei▀ aber auch der Knabe, der Mensch mehr, als er sich bewu▀t ist. Nun lie▀e sich noch sagen, da▀ ein solcher Unterricht den Knaben zu frЧh aus seinen natЧrlich engen Grenzen herausfЧhrte, da▀ er durch die Mannigfaltigkeit, die er in sich aufnСhme, eitel auf Wissen wЧrde. Mannigfaltigkeit der Kenntnis im nothwendigen, lebendigen Zusammenhange macht nie eitel; denn sie macht den Menschen nachdenkend und zeigt ihm, da▀ er im ganzen nur noch wenig wei▀; jenes erhebt den Menschen zum Menschen, dieses gibt ihm seinen schШnsten Schmuck: Bescheidenheit. Doch wie wСre es mШglich, allen den EinwЧrfen und Abern zu begegnen, die gemacht worden sind und die noch gemacht werden kШnnen. Darum Чberlassen wir den Umfang, das Wesen und die Wirkung dieses Unterrichtsgegenstandes, dieses Lehrganges der Betrachtung eines jeden; denn viel, sehr viel lie▀e sich Чber dessen Wichtigkeit noch sagen; recht erkannt und recht aufgefa▀t kann er in der untergeordnetsten Schule angewandt und ausgefЧhrt werden, und er wird sich rechtfertigen; denn er setzt den Menschen frЧhe auf eine einfache lebendige Weise in den Mittelpunkt und innern Zusammenhang alles dessen, was sich dem Menschen Сu▀erlich zur Erkenntni▀ darbietet, ja zur Betrachtung aufdringt, und fЧhrt ihn so zum Nachdenken, zur Erkenntni▀ und Einsicht des Wesens, des letzten Grundes, wie des letzten Zweckes und Zieles aller Dinge; dieses und ein dem ganz gemС▀es Gebrauchen und Anwenden ist ja auch das letzte Ziel alles Unterrichtes, mit so verschiedenen Namen es auch immer benannt werden mag. Aneignung kleiner dichterischer, Natur und Leben erfassender Darstellungen, besonders zum Singen und fЧr den Gesang Die Natur und das Leben spricht in seinen Erscheinungen frЧhe, sehr frЧhe zum Menschen; allein sie spricht leise, so leise, da▀ der noch unentwickelte Sinn des Knaben, das noch ungeЧbte Ohr des Menschen auf dieser Stufe der Entwickelung die Sprache und TШne des Lebens und der Natur noch schwierig vernimmt, sie zwar wohl vernimmt und empfindet, sie sich aber noch nicht zu deuten, in seine Sprache Чberzutragen, in seiner Sprache auszudrЧcken versteht; und doch, bald nach dem ersten Empfinden, FЧhlen und Wissen des Selbstes als eines von der Au▀enwelt geschiedenen, regt sich auch schon in dem Menschen die Sehnsucht, das Leben, die Sprache der Au▀enwelt, besonders der Natur, zu verstehen, und die Ahnung, er werde das Leben, welches von au▀en Чberall entgegentritt, einmal in sich aufnehmen und zu dem seinen machen. Die Jahres, wie die Tageszeiten usw. kommen und gehen. Der FrЧhling mit seinem Keimen und Treiben und Sprossen und BlЧhen erfЧllt den Menschen, und schon als Knaben, mit Lust und Leben, und reger lСuft das Blut, und lauter schlСgt das Herz; der Herbst mit seinen fallenden farbigen und bunten BlСttern und deren wЧrzigem Dufte erfЧllt den Menschen, und schon als Knaben, mit Sehnsucht und Ahnung; und der starre, aber klare stetige und bestСndige Winter weckt Mut und Kraft, und die▀ GefЧhl von Mut und Kraft, Ausdauer und Entsagung macht frei und froh des Knaben Herz, des Knaben Sinn; darum jubelt er kaum so den ersten FrЧhlingsblumen und FrЧhlingsvШgeln, wie den ersten Schneeflocken entgegen, die seinem Mute und seiner Kraft eine glatte, schnell zu durchfliegende Bahn zum fernen Ziele versprechen. Alles dieses sind Vorahnungen des kЧnftigen, sind Hieroglyphen des stillen, noch schlummernden inneren Lebens, sind, recht erkannt und gewЧrdiget und verstanden, Engel, die den Menschen in und durch das Leben fЧhren; darum sollen sie fЧr den Menschen nicht verlorengehen, nicht in leeren Dunst und Nebel zerflie▀en. Und was hat unser Leben, wenn unsere Kindheit und Jugend arm und leer war, arm und leer an frischen, lebendigen Gestalten und lebenerhШhenden, sehnenden und hoffenden, ahnenden und glaubenden Empfindungen und GefЧhlen, arm und leer an dem Empfundenhaben und Bewu▀twerden unseres edleren Selbstes? Gestehen wir es uns nur: ist unsere Kindheit und Jugend, die Sehnsucht und das Hoffen, die Ahnung und der Glaube unserer Kindheit und Jugend, besonders unserer Knabenzeit nicht die unerschШpfliche Quelle, aus welcher wir im spСtern Leben und fЧr dasselbe Kraft, Mut und Ausdauer schШpfen? Ist nicht: die Himmel erzСhlen die Ehre Gottes usw. und: wohl dem, der den Herrn fЧrchtet usw. bey allen Abirrungen der Grundgedanke in dem Leben des SСngers Gottes und der Natur? Und wenn es sich auch in dem frЧhesten Leben desselben fЧr uns nicht mit Worten ausspricht, so geht doch aus seinem spСtern hervor, da▀ es schon in der frЧhesten Zeit desselben in ihm wirkte, wohnte und ihn bewegte; und ging nicht das Erste aus der Beachtung der Natur, und das Zweite aus der des Lebens hervor? War nicht ebenso der Grundgedanke im Leben des Weltheilandes: sehet an die Lilien auf dem Felde und die VШgel unter dem Himmel; Gott erhСlt sie: wievielmehr sollte er nicht die Menschen, seine Kinder, in allen Begegnissen des Lebens erhalten; und: ich mu▀ sein in dem, das meines Vaters ist? Und ist beydes nicht in dem sinnvollen Aufnehmen der Natur und des Lebens begrЧndet? Aber nicht allein Natur und Leben spricht zu dem Menschen, sondern auch der Mensch mШchte gern aussprechen die Ahnungen und Empfindungen, die dadurch in ihm geweckt werden, fЧr die er aber nicht Worte finden kann; und diese sollen ihm nun nach der Forderung seiner GemЧthsentwicklung, der Entwickelung seines innern Sinnes, gegeben werden. Auch das VerhСltnis des Menschen zum Menschen ist weder ein so Сu▀erliches, wie einige wСhnen, noch ein so leicht in seiner Innerlichkeit mitteilbares, wie andere glauben; wohl ist es tiefen Sinnes und hoher Bedeutung voll; allein die leisen AnklСnge desselben mЧssen frЧhe in dem Knaben gepflegt werden, aber mehr mittelbar, gleichsam im Spiegel, als unmittelbar durch vernЧnftelndes, forderndes Wort; das unmittelbar Fordernde fesselt, hemmt, tШtet; es richtet das Kind ab und macht es zur Marionette; das mittelbar Anregende z. B. im Spiegel des Liedchens, ohne moralisierende Nutzanwendung, gibt dem GemЧthe und Willen des Knaben die innere Freyheit, welche fЧr dessen Entwickelung und Erstarkung so nothwendig ist; nur mu▀ hier wieder das Сu▀ere und innere Leben des Knaben dies ist freylich die erste und unerlС▀liche Forderung damit in Uebereinstimmung stehen. Um so seltener und zurЧckgetretener die▀ nun im Leben sein mag, um so mehr soll es da, wo nur mШglich, gepflegt werden; und sogar der Unterricht, der sonst kaum das Leben berЧhrende, die Schule, sonst vom Leben getrennt, soll es pflegen. Treten wir in eine Lehr und Schulstube, wo in diesem Augenblicke ein Unterricht in diesem Sinne und Geiste beginnt. Mehr als zwШlf muntere Knaben von sechs bis neun Jahren sind versammelt und wissen, da▀ auch ihnen heute die Freude werden soll, unter bestimmter Leitung ihres Lehrers etwas zu singen. Die geordneten Knaben erwarten den Anfang des Unterrichtes, der Stunde, wie sie es nennen. Der Lehrer war zufСllig nachmittags abwesend gewesen; es ist Abend. Er tritt zu ihnen und singt ihnen wiederholt entgegen: Die▀ ihnen zugesungen werdende Guten Abend! liegt und tritt ihrem inneren Leben unerwartet so nahe, da▀ es sie mit Lust, Freude und Lachen erfЧllt. Nun sagt der Lehrer: Bekomme ich keinen Gegengru▀? und singt ihnen nochmals zu: Die meisten entgegnen sprechend: Guten Abend; einige: SchШnen Dank; wenige sagen mehr singend: Guten Abend! Zu diesen wendet sich nun besonders der Lehrer und sagt: Singt mir auch den guten Abend entgegen. Leise singt: der eine: der zweite scherzend: ein dritter usw. Andere, zu denen sich der Lehrer wendet, singen mit den gleichen oder ganz Сhnlichen TШnen wie der Lehrer Guten Abend. "Guten Abend hat mir*** (der erstere) zugesungen, singt mir es nun gemeinsam entgegen." Sie singen es. "Guten Abend hat mir*** (der zweyte) gesungen, singt auch die▀ mir gemeinsam." Sie singen wieder. Der Lehrer fСhrt nun gleichsam erzСhlend fort: ёIst es wahr?" fragt er . . . ,,Nun, so wollen wir es gemeinsam singen. (Lehrer und SchЧler wiederholen das Vorige gemeinsam.) Der Lehrer fСhrt erzСhlend fort: "Ist das auch wahr?" "Nun, so wollen wir es auch gemeinsam singen.' Nun singen sie das Ganze gemeinsam. Nun derjenige allein, welcher die Wahrheit des Gesagten am meisten in sich empfindet und wieder auszudrЧcken vermag. Die durch EindrЧcke der Jahreszeit geweckten Empfindungen festhaltend und sie durch Schilderung der Naturerscheinungen ausdrЧckend, geht der Unterricht durch Gesang und Gegengesang fort. Ohr und Stimme soll zugleich durch diesen Unterricht entwickelt, die Empfindung, durch Wort und TШne ausgedrЧckt, soll klar werden; die Сu▀eren UmstСnde sind heute Сhnlich den gestrigen, darum beginnt auch heute der Unterricht und fСhrt fort wie gestern. So mehrmals dasselbe gesungen habend, sagt munter der eine der Knaben: Bekommen wir nicht auch bald ein Liedchen vom Sonnenschein? Diese Frage drЧckt natЧrlich zugleich den innern Wunsch des Knaben aus, da▀ nach schon lange anhaltendem Regen, Nebel und Wind, es wieder heiteres und klares Wetter werden mШchte; der Lehrer nimmt diese Empfindung des Knaben auf und singt ihm zu: und freudig singen es die Knaben nach und gemeinsam. Es ist dieser Anfang des Unterrichtes hier mitgeteilt worden, weil er keineswegs der gЧnstigste ist. Rauhe, unfreundliche Herbsttage, na▀kalter Abend, keine Aufforderung zum Hervortreten des inneren Lebens. Der Morgen, der FrЧhling, ein Spaziergang an demselben, ein Ruhen an einem Abhange usw. wЧrde geschickter gewesen sein, das innere Leben zu erregen; doch werden nun gewi▀ die dadurch um so erwartungsvolleren Knaben um so frШhlicher den ersten klaren, die Flur in weichem wolligem Schneegewande zeigenden Tag und einen klaren, heiteren, stern und mondhellen Abend begrЧ▀en, und um so lebendiger und inniger fЧhlend werden sie im kommenden FrЧhling singen: Seht den Himmel wie heiter, Laub und Blumen und KrСuter SchmЧcken Felder und Hain. Oder: Willkommen im GrЧnen, Der Himmel ist blau Und blumig die Au, Der Lenz ist erschienen. ZweckmС▀ige Sammlungen von Liedern und Liedchen und kleinen dichterischen Darstellungen, aus welchen ein in seinem Gegenstande lebender, von demselben erfЧllter und durchdrungener Lehrer schШpfen kann, gibt es genug; sie sind hinlСnglich bekannt und werden es noch mehr dem, welcher ihre Bekanntschaft sucht. Sind ihre Darstellung und Zeichnung, besonders der Einzelempfindungen und EinzeleindrЧcke, nicht einfach und kurz genug, so kann ein nur etwas aufmerksamer und sinnvoller Lehrer leicht die augenblicklichen Empfindungen und GefЧhle der Knaben, wie die EindrЧcke der Natur in lebendige und zeichnende Worte Чbertragen. Auch an das eigene Leben des Kindes und Knaben erfassenden Darstellungen fehlt es nicht, z. B. Wir Kinder, wir hЧpfen so munter, So munter wie Hirschchen im Wald ; Doch lernen wir wacker mitunter, Denn Knaben die werden auch alt. So auch das Einzelleben eines oder einiger, z. B. Liebe TСubchen, meine Freude, Kommt und fre▀t aus meiner Hand. Die Thierwelt in allgemeiner hШherer Beziehung, z. B. Willst ein feines Liedchen hШren? HШre nur die Biene an, Wie sie wacker singen kann: Flei▀ und Kunst liebt jedermann. Besonders das VerhСltnis des Menschen zum Menschen, z. B. Wenn ich ein VШglein wСr! Und auch zwey FlЧgel hСtt', FlШg' ich zu dir. Mutter o! Mutter mein! Bleib nicht mehr fern. Oder: In trauter, muntrer BrЧder Und holder Schwestern Reihn Sing, ich vergnЧgte Lieder Und lerne friedsam sein. Oder: Wie fein und lieblich Wenn unter BrЧdern, Wenn unter Schwestern Die Eintracht wohnt; Wenn Hand in Hand Durchs schШne Land Des Lebens alle gehn ; Dann wird es noch einmal so schШn. Wo wir sie wandeln sehn. Sich auf das innere Leben des Kindes und Knaben beziehend, z. B. Des Kindes Engel. Es geht durch alle Lande ein Engel still umher, Kein Auge kann ihn sehen ; doch alles siehet er. Der Himmel ist sein Vaterland, Vom lieben Gott ist er gesandt. Er geht von Haus zu Hause; und wo ein gutes Kind Bei Vater oder Mutter im KСmmerlein sich find't, Da wohnt er gern und bleibet da, Und ist dem Kindlein immer nah. Und: O Tage sЧ▀er Freude, Nie weicht von mir zurЧck! Im bunten Jugendkleide Empfind' ich sЧ▀es GlЧck. Da schlaf ich ohne Sorgen Beim Licht des Mondes ein, Und mit dem jungen Morgen Erwach, ich, mich zu freun. Aber vergessen darf man bey diesem Unterrichte, wenn man ihn, da er Darstellung des eigenen Lebens des Kindes ist, Unterricht nennen will, nicht, da▀ er von dem eigenen Leben des SchЧlers aus, und aus demselben wie eine Knospe, ein Spro▀ hervorgehen mЧsse. Die Empfindung, das innere Leben mu▀ nothwendig vorausgehen, ehe dem Knaben Worte und Ton gegeben werden darf; und die▀ ist besonders die trennende Verschiedenheit dieses Unterrichtsganges von dem, welcher Kinder und Knaben nur von au▀en kleine Gedichtchen und Liedchen anlernt, die darum auch weder Leben erweckend noch Leben erfassend und darstellend sind. Ueberhaupt gilt auch hier alles, was frЧher Чber Aneignung religiШser AussprЧche, besonders im Anfange ausgesprochen wurde. SprachЧbungen von der Natur und Au▀enweltsbetrachtung ausgehend Die Natur und Au▀enweltsbetrachtung hat die GegenstСnde, Sachen und Dinge, rein als solche, ihrem Gesammteindrucke nach, und nach ihren ganz allgemeinen besonders Шrtlichen Beziehungen allein im Auge; die Betrachtung der Sprache als Darstellungsmittel ist dabey untergeordnet; denn der Mensch betrachtet fЧr sich allein die GegenstСnde und nimmt ihr Wesen in sich auf, ohne zu sprechen; allein beym Unterricht mu▀ hier die Sprache als Hilfsmittel hinzukommen, um einen Beweis, so gut als mШglich, zu haben, da▀ der SchЧler auch die Sache wirklich angeschaut, betrachtet und aufgefa▀t habe. Die SprachЧbungen gehen nun zwar auch von den GegenstСnden selbst aus, fassen sie aber nach ihren ─u▀erungen und nach den davon abhСngenden EindrЧcken auf den Menschen, auf die Sinne des Menschen auf, und haben vorwaltend die dadurch in und bey dem Menschen bedingte und geforderte Bezeichnung durch die Sprache im Auge. Die Natur und Au▀enweltsbetrachtung hat es mit den GegenstСnden selbst, diese, die SprachЧbungen, vorwaltend mit Abbildung derselben in ihren einzelnen Erscheinungen und EindrЧcken durch und am hШrbaren Stoffe der Sprache, und besonders mit Aneignung und Uebung dieser Sprache als Abbildungs und Darstellungsmittel, aber noch in inniger Einigung mit dem Gegenstande selbst, zu thun. Die Natur und Au▀enweltsbetrachtung fragt: Was ist, die SprachЧbung fragt und Чbt: wie bezeichnet das, was ist, die Sprache. Wie die Natur und Au▀enweltsbetrachtung nur den Gegenstand rein an sich betrachtet, so betrachtet die SprachЧbung seine Wirkung auf den Menschen und auf die Sinne des Menschen, und, wie wir diese EindrЧcke, diese Wahrnehmungen richtig und entsprechend durch die Sprache bezeichnen. Hierdurch wird nun sogleich noch eine dritte Betrachtung bedingt: die Betrachtung der Sprache rein an sich und ohne alle ZurЧckbeziehung auf den bezeichneten Gegenstand, nur als Erzeugni▀ des Menschen und des Gebrauchs seiner Sprachwerkzeuge. Diese Uebungen sind die SprechЧbungen, welche sich also wieder unmittelbar an die SprachЧbungen anschlie▀en und daraus hervorgehen. Die vollstСndige Vorbildung zu einer grЧndlichen Sprachkenntnis und Sprachgebrauch fordert also zunСchst ein Dreifaches: einmal die Betrachtung der sinnlichen GegenstСnde der Sprache allein: Au▀enweltsbetrachtung; dann die Betrachtung der Sprache und GegenstСnde geeinigt, von der Au▀enwelt zur Innenwelt Чbergehend: SprachЧbungen; endlich Betrachtung der Sprache allein, ohne RЧcksicht auf die GegenstСnde, blo▀ als Stoff: SprechЧbungen. Der Lehrgang der Au▀enweltsbetrachtung wurde im vorigen angedeutet. Der Lehrgang der SprachЧbungen ist folgender: er geht, wie ausgesprochen, von der sinnlichen Anschauung der Au▀enwelt aus und steigt zur inneren Anschauung empor. Der Lehrer beginnt: "Wir sind in einer Stube, mehrere Dinge sind um uns her; nenne mir einige dieser uns umgebenden GegenstСnde." "Der Spiegel, der Schrank, der Ofen usw." "KШnnten noch mehrere GegenstСnde um uns her in der Stube sein?" "Ja!" "KШnnten so viele GegenstСnde und Dinge in die Stube hereingebracht werden, als jemand wollte und Lust hat?" "Nein!" "Warum nicht?" "Weil dann nicht Raum und Platz genug da sein wЧrde." "Warum wЧrde zu so viel Dingen, als man Lust hСtte hereinzubringen, nicht Raum und Platz genug in der Stube sein?" "Weil jedes Ding seinen eigenen Platz und Raum, seine eigene Stelle einnimmt!" "Beweise und zeige mir die▀ durch irgend etwas." "Da, wo meine Hand ist, kann nicht auch meine Schiefertafel sein; oder da, wo ich bin und schreibe, kann nicht auch zugleich mein Nachbar sein, und ich nicht zugleich mit ihm an und in seiner Stelle; oder da, wo der Of en steht, kann nicht auch zugleich der Schrank stehen." "Was hei▀t also nun: Jedes Ding nimmt seinen eigenen Raum und eigenen Platz, seine eigene Stelle ein?" "An der Stelle, wo es ist, an seiner, des Dinges Stelle kann nichts anderes sein und wirken, thСtig sein." "Wie, auf welche Weise und wodurch nimmst du die Wirksamkeit und ThСtigkeiten der Dinge, der GegenstСnde in ihrem Raume wahr?" "Durch meine HСnde, Augen, Ohren usw." (Wir nehmen eigentlich die Dinge und GegenstСnde au▀er uns nur dadurch wahr, da▀ wir das Wesen der Dinge au▀er uns gleichsam in uns aufnehmen, uns innerlich machen, d.h. in uns selbst aufnehmen und empfinden;) daher nennen wir die Werkzeuge, durch welche die▀ geschieht: Augen, Ohren, HСnde usw., und die ThСtigkeiten: HШren, Sehen usw. die Sinne. "Wir wahrnehmen also und wir erkennen die GegenstСnde au▀er uns durch die Sinne." Fragend: "Wodurch wahrnehmen und erkennen wir" usw. "Nennt mir die Sinne, wodurch wir wahrnehmen und erkennen, dal3 der Gegenstand etwas wirke und tue." "LС▀t sich von jedem Gegenstande und Dinge sagen, da▀ er etwas wirke und tue?" "Ja!" "Nein!" "Warum Ja?" "Warum Nein?" "Nennt mir von jedem der uns umgebenden GegenstСnde etwas, das er tue und wodurch er euch bemerkbar wird und ist." "Das Tintenfa▀ steht; die Feder liegt; der Spiegel hСngt; das Gewand liegt; der Stock lehnt; die Sonne scheint; der SchЧler sitzt; der Kanarienvogel singt; die Uhr geht; der Knabe spricht; das Federmesser schneidet; der Zirkel sticht; der Stiefel drЧckt." "Werden alle diese GegenstСnde auf die gleiche Weise und durch dieselben Sinne wahrgenommen?" "Nein, manche sehe ich; manche fЧhle ich usw." "Manche dieser GegenstСnde nehmen wir also in ihrem Wirken und Thun vorwaltend durch das Gesicht, manche vorwaltend durch das GefЧhl, besonders das Getast wahr." "Kann ich die ThСtigkeiten und das Wirken mancher Dinge nur fЧhlen und tasten, ohne sie zu sehen?" "Ja!" "Nenne mir GegenstСnde und deren ThСtigkeiten, welche vorwaltend durch das GefЧhl, Getast, wahrgenommen werden kШnnen, ohne sie auch noch durch irgendeine andere ThСtigkeit und Wirksamkeit zu erkennen." "Das Tintenfa▀ steht; die Schiefertafel liegt; der Stock lehnt; das Gewand liegt." "Kann ich diese GegenstСnde in diesen ihren ThСtigkeiten auch noch durch einen andern Sinn als das GefЧhl und Getast wahrnehmen?" "Ja, durch das Gesicht, durch die Augen." Sucht unter den euch bekannten GegenstСnden die auf, welche wirklich stehen. "Das Haus steht; der Pfahl steht; der Schrank steht usw." (Erst wird gemeinsam durchgesprochen, wie vorsteht, dann zusammenfassend: das Haus, der Pfahl, der Schrank steht; alle diese GegenstСnde stehen.) "Sucht GegenstСnde auf, von welchen man sagt, sie stehen." "Das Wasser steht; die Sonne steht; die MЧhle steht; der Zeiger steht; das Blut steht; der Puls steht." "Nennt mir unter den euch bekannten GegenstСnden die, welche liegen, lehnen, hСngen, stecken, sitzen usw." "Nennt mir GegenstСnde, von welchen man sagt, sie liegen, lehnen, hСngen, stecken, sitzen usw." "Haben die eben genannten ThСtigkeiten und Wirksamkeiten der GegenstСnde etwas Gemeinsames, Einendes?" "Was zeigen sie Gemeinsames?" "Innerliche ThСtigkeit ohne Сu▀erliche Bewegung oder bey Сu▀erer Ruhe." "KШnnt ihr in euch und Чberhaupt an dem Menschen wohl auch innerliche ThСtigkeiten bey Сu▀erlicher Ruhe oder ohne Сu▀erliche Bewegung bemerken?" "Ja! der Mensch ruht; der Mensch schlСft; der Mensch wacht; er trСumt; er sinnt; der Mensch denkt; er fЧhlt usw." "Nennt mir GegenstСnde, welche wirklich ruhen, schlafen, wachen usw." So GegenstСnde mit Сu▀erlicher, und zwar zugleich fortschreitender Bewegung, z. B. gehen, laufen, rennen, flie▀en, fliegen, schreiten, tanzen, hЧpfen, springen, schwimmen, reiten, rollen, fahren, gleiten, fallen, sinken usw. So GegenstСnde mit Сu▀erlich sichtbarer Bewegung ohne Fortschreitung: wallen, wogen, sieden, atmen, drehen, blЧhen, reifen. Weiter GegenstСnde mit Сu▀erlicher fortschreitender Bewegung, mitteilend, z. B. ziehen, fahren, heben, tragen, sto▀en. GegenstСnde mit trennender ThСtigkeit, z. B. schneiden, stechen, bohren, brechen, hobeln, sСgen, rei▀en, spalten usw. GegenstСnde mit verknЧpfender ThСtigkeit. z. B. flechten, binden, stricken, nСhen, stopfen, weben usw. GegenstСnde mit bildender ThСtigkeit, z. B. bilden, malen, zeichnen, schreiben, schmieden usw. GegenstСnde mit nur sichtbarer ThСtigkeit, z. B. glСnzen, scheinen, schimmern, leuchten, dunkeln usw. GegenstСnde mit nur fЧhlbarer ThСtigkeit, z. B. wСrmen, kСlten, schmerzen, freuen usw. GegenstСnde mit nur hШrbarer ThСtigkeit, z. B. singen, pfeifen, flШten, sprechen, reden, lachen, jauchzen, weinen, heulen, winseln, Сchzen, stШhnen, rШcheln, klingen, rauschen, knarren, klappern usw. Allgemeine NaturthСtigkeiten, z. B. stЧrmen, wehen, regnen, hageln, schneien, donnern, frieren usw. GegenstСnde mit besonders innerlicher GeistesthСtigkeit: lieben, hassen, loben. GegenstСnde mit zurЧckbeziehender ThСtigkeit, z. B. sich schneiden, sich waschen, sich kСmmen, sich ankleiden, sich freuen, sich scheuen, sich fЧrchten, sich achten usw. "Welche der genannten ThСtigkeiten sind vorwaltend, welche sind ausschlie▀end dem Menschen eigen?" "Was haben alle die ThСtigkeiten, welche vorwaltend und welche ausschlie▀end dem Menschen eigen sind, EigentЧmliches?" "Das Tintenfa▀ steht; der Spiegel hСngt; die Feder liegt: woran und wodurch werden diese und wurden die im Bisherigen betrachteten GegenstСnde im Raume als daseiend erkannt?" "Durch die Art ihrer ThСtigkeit, durch ihr Wirken." "Vor dir steht das Tintenfa▀; wird es dir noch durch irgendeinen andern Eindruck auf deine Sinne bemerkbar als durch irgendeine ─u▀erung seiner ThСtigkeit, irgendeine Art seines Wirkens?" "Ja, es ist rund ; es ist bleiern." "Vor dir liegt die Feder; wird sie dir noch durch irgendeinen andern Eindruck bemerkbar als durch eine ─u▀erung ihrer ThСtigkeit?" "Ja, sie ist lang; sie ist schwarz." "Sucht mir GegenstСnde auf, die euch durch Сhnliche EindrЧcke bemerkbar werden, wie soeben das Tintenfa▀ und die Feder, und bezeichnet die EindrЧcke zugleich." "Der Bleistift ist lang; der Griffel ist kurz; der Stuhl ist braun; der Ofen ist gro▀; das TШpfchen ist klein; die Schiefertafel ist dick; das Lineal ist hШlzern; der Tisch ist rund." "Der Tisch ist rund; sucht mir noch GegenstСnde auf, welche rund sind." "Das Tintenfa▀ ist rund; der Bleistift ist rund; der Kreis ist rund; die Kugel ist rund ; die Scheibe ist rund ; das Loch ist rund." (Auf zweyfache Weise, einzeln und zusammenfassend durchzusprechen, wie immer.) "Sucht GegenstСnde und Sachen auf, von welchen man sagt, sie sind rund." Eine Zahl ist rund, eine Forderung ist rund; eine Antwort ist rund usw. "Sind der Bleistift, die Scheibe, die Kugel, alle auf gleiche Weise rund?" "Sucht GegenstСnde auf, die kreisrund sind; weiter, was ist kugelrund, was ist :0alzenrund, was ist eirund, was ist lСnglichrund, was ist lСnglich geradlinig, dreyeckig, viereckig, vieleckig, hohl, spitzig, schШn, hС▀lich?" "Wie kШnnen alle genannten GegenstandseindrЧcke zusammenfassend bezeichnetwerden?" "Als EindrЧcke der Form und Gestalt." Ebenso: breit, schmal; dick, dЧnn; lang, kurz; hoch, niedrig; klein, gro▀ usw., als EindrЧcke der GrШ▀e. Ebenso: einfach, zweyfach, dreyfach, einteilig, zweyteilig, dreyteilig usw. als EindrЧcke der Zahl. Weiter: eben, glatt, rauh; hШckerig, bucklig, schuppig, kШrnig, sandig, splittrig als OberflСcheneindrЧcke. Ebenso: hШlzern, steinern, silbern; hanfen, flСchsen, golden, usw. als EindrЧcke des Stoffes. Weiter: hart, weich, sprШde; fest, flЧssig, luftig, erdig; dehnbar, prСgbar usw. EindrЧcke des Zustandes, des Zusammenhanges. Weiter: rot, grЧn; gelb, blau; veilchenblau, rotgelb; farbig, bunt; wei▀, schwarz, grau, scheckig; glСnzend, schimmernd usw.; als EindrЧcke des Lichts und der Farhe. Ebenso: faul, stinkend, moderig, wЧrzig, als EindrЧcke der AusdЧnstung usw . So: schШn, hС▀lich, anstСndig, sittsam; lustig, mЧrrisch, freudig; duldsam, sparsam, aufmerksam; gelehrig, gesprСchig, geduldig; herzlich, kindlich, freundlich; scherzhaft, herzhaft, schalkhaft usw., als EindrЧcke des Betragens, der Stimmung und der Neigung. Schon die Au▀enweltsbetrachtung zeigte mit Bestimmtheit die Augen und Spro▀punkte zur Entwickelung fЧr das Auf und Eintreten der Naturlehre, Physik und Chemie, als einstigen selbstСndigen Unterrichtsgegenstandes; die SprachЧbung, als von der Au▀enwelts, besonders Naturbetrachtung ausgehend, kommt bey der Auffassung und Anschauung der ThСtigkeiten und des Wirkens, der ─u▀erungen und der EindrЧcke der GegenstСnde und der richtigen und erfassenden Bezeichnung derselben durch die Sprache um so bestimmter und zweyfelloser auf sie zurЧck, als die Aufsuchung und Auffassung der Bedingungen und Ursachen jener aus den Wirkungen der KrСfte und Stoffe der Dinge hervorgehenden, auf das Wesen derselben sich beziehenden ThСtigkeiten und EindrЧcke wesenerschШpfend behandelt und ganz entsprechend durch die Sprache bezeichnet sind. Die physikalische und chemische Seite der Naturbetrachtung, die ja fЧr jeden Menschen so wichtig ist, findet in dem SchЧler spСter um so grШ▀ere und eindringlichere Theilnahme und wurzelt gewi▀ um so tiefer in ihm, als wesenerschШpfend dieser Unterricht war. Es mЧssen de▀halb, wegen der im gewШhnlichen Leben viel zu geringen Beachtung und Ausbildung dieser Seiten der Au▀enweltsbetrachtung und der Sprache, dieselben in dem Unterricht als fЧr Naturlehre, Physik und Chemie vorbereitend ganz besonders berЧcksichtigt werden ; sonst schwebt der kЧnftige Unterricht in diesen Zweigen menschlicher Kenntnisse in der Luft, ist wenigstens an dem Baume der menschlichen Erkenntni▀ kein lebendig hervorgespro▀ter Ast und Zweig, hШchstens ein aufgepfropfter, wie die▀ bey dem VerhСltnis mehrerer besonders naturwissenschaftlicher Erkenntni▀ und LehrgegenstСnde zu dem Mensdhen so hСufig der Fall ist, und wie gewi▀ viele, denen Auge und Sinn im Knabenalter nicht dafЧr geweckt war und die sich doch spСter mit diesen Naturwissenschaften beschСftigten, wenn sie gegen sich aufrichtig sein wollen, in sich werden nachweisen kШnnen. Wegen der Wichtigkeit des hier Angedeuteten, auf welches die Sache selbst allen Ernstes wiederkehrend hin und zurЧckweiset indem der Mensch, der Knabe, nicht allein dadurch in den Mittelpunkt der ihn umgebenden Au▀enwelt gesetzt wird, indem er die GegenstСnde derselben in den mannigfachsten Beziehungen unter sich und zu dem Menschen, zu sich, erkennt und dadurch nicht allein sich selbst wahrhaft findet, sondern ganz besonders auch seine innere Geistes, Worts und BegriffsBildung mit der Natur und Gegenstandswelt in Uebereinstimmung und Ausgleichung kommt , de▀halb wird dieser Unterrichtsgegenstand so Чberwiegend in das Einzelne gehend behandelt; auch die Zahlen, Formen und GrШ▀enkunde, in ihrer Gesammtheit die Raumkunde, spro▀t sehr bestimmt aus ihm hervor, und es liegen die Augen oder Knospenpunkte dafЧr im Vorhergehenden klar vor. Denn Zahlen, Formen und GrШ▀enkunde mu▀ nothwendig, soll sie spСter als Zahlen, Formenund GrШ▀en, als allgemeine Raumlehre lebendig, wirksam und fruchtbringend ins Leben eingreifen, auf dasselbe zurЧckwirken, von der Beachtung und Betrachtung der Raumerscheinungen und VerhСltnisse der umgebenden Wirklichkeit ausgehen. Wir fahren in dem Lehrgange selbst fort. "Ihr sagtet frЧher: Der Baum ist blСtterig; der Strauch ist dornig, das Glas ist rissig; das Tuch ist lШcherig; kШnnt ihr mir diesen Eindruck des Baumes, Strauches, Tuches auch noch anders durch die Sprache bezeichnen?" "Der Baum hat BlСtter; der Strauch hat Dornen; das Glas hat Risse.' das Glas hat Risse.' "Sucht mir noch GegenstСnde auf, wo ─hnliches stattfindet und wo einer gleichsam den andern hat." "Sucht mir noch GegenstСnde auf, wo ─hnliches stattfindet und wo einer gleichsam den andern hat." "Der Mensch hat HСnde, die HСnde haben Finger; die Finger haben Glieder, die Fingerspitzen haben NСgel; der Fisch hat Schuppen; die Gans hat Federn ; der Igel hat Stacheln ; der Baum hat BlСtter." "Sucht alles auf, was Haut hat, alles, was Schuppen hat, was Federn hat, was Stacheln, was BlСtter hat usw." "Der Baum hat BlСtter; das Buch hat BlСtter; die Blume hat BlСtter usw." usw. Nun zur Anschauung und Auffassung der GegenstСnde in rСumlichen Beziehungen: "Der Baum hat BlСtter; wo hat er BlСtter?" "An den ─sten, an den Zweigen." "Die Blumen haben BlСtter; wo haben sie BlСtter?" "An dem Kelche, auf dem Kelche, in dem Kelche." "Sucht GegenstСnde auf, welche an einem andern sind." "Die Ohren sind an dem Kopfe usw." "Sucht GegenstСnde auf, welche an einem andern ruhend thСtig sind." "Die Tafel hСngt an der Wand; der SchЧler sitzt an dem Tische; der SchlЧssel steckt an der TЧre." Ebenso werden die GegenstСnde in RЧcksicht der anderen rСumlichen Beziehungen betrachtet und bezeichnet, und zwar zuerst in ruhender ThСtigkeit, z. B. Das Buch steht in dem Schrank, die Musikalien liegen auf dem Klavier, der Vogel fliegt Чber dem Hause, die Katze lauert unter dem Tische, die Kugel steckt zwischen dem Holze, der SchЧler sitzt neben dem Lehrer, usw . FЧr alles werden nun von den SchЧlern soviel als nur mШglich Anschauungen aufgesucht. Nun werden GegenstСnde aufgesucht, welche in rСumlicher fortschreitender ThСtigkeit zueinander stehen, z. B. Der Knabe schaut an die Tafel, der Lehrer kommt in die Schule, der Vogel fliegt auf die Sprosse, der Sperling kriecht unter das Dach, das SlСdchen tritt neben die Mutter, usw . Endlich beydes vergleichend: Oer Rock hСngt an der Wand, der Rock wird an die Wand gehСngt, das Buch liegt in dem Schranke, das Buch wird in den Schrank gelegt. Wie bisher die GegenstСnde in bestimmten rСumlichen Beziehungen zueinander erkannt und angeschaut wurden, so nun Anschauung, Auffassung und Bezeichnung derselben in unbestimmten allgemeinen rСumlichen Beziehungen, als: oben, unten, hЧhen, drЧben, innen, au▀en, diesseits, jenseits; hin, her; hinauf und herauf, hinah und herab usw. Die weitere DurchfЧhrung dieses Unterrichtsgegenstandes mu▀ hier abgebrochen werden, da sie den fЧr die Andeutungen des Lehrganges hier bestimmten Raum zu weit Чberschreiten wЧrde; es sey nur noch gesagt, da▀ dieser Lehrgang nach einem in ihm selbst liegenden Gesetze alle von der Sprache zu bezeichnenden VerhСltnisse und Beziehungen von den einfachen zu den zusammengesetzteren fortschreitend umfa▀t, zuletzt mit einer zusammenfassenden, beschreibenden, erzСhlenden usw. Darstellung wirklicher Au▀enweltserscheinungen schlie▀t. Uebungen zu und fЧr Сu▀erliche, kШrperlich rСumliche Darstellungen nach Regel und Gesetz, vom Einfachen zum Zusammengesetzten fortschreitend Nicht nur durch das, was der Mensch frЧhe, auch schon als Knabe, von au▀en empfСngt und von au▀en in sich aufnimmt, entwickelt und bildet sich der Mensch aus und der Erreichung seiner Bestimmung und seines Berufes entgegen, sondern, und soll gewogen und abgemessen werden, Чberwiegend mehr durch das, was er entfaltet und aus sich darstellt, wie auch die Bezeichnungen Entwickelung und Ausbildung selbst sagen. Auch lehrt die Erfahrung und Geschichte, da▀ die fЧr Сchtes Menschenwohl am wahrhaftesten und eindringlichsten fШrderlich gewesenen Menschen es bey weitem mehr durch das geworden sind, was sie aus sich dargestellt, als durch das, was sie in sich aufgenommen haben ; denn wie jeder wei▀, da▀ wir, Сcht und wahrhaft lehrend, an Erkenntni▀ und Einsicht vorwСrts schreiten, so wei▀ auch jeder, und die Natur schon lehrt es jeden, da▀ der Gebrauch der Kraft die Kraft nicht allein weckt, sondern sie ganz besonders auch erhШht und steigert; und wie schon das Aufnehmen und Auffassen der Sache im Leben und Handeln selbst bey weitem mehr entfaltend, ausbildend und stСrkend ist als das blo▀e Aufnehmen und Empfangen im Worte und Begriffe, so ist auch das Gestalten an und durch Stoff im Leben, im Handeln und Thun, geknЧpft an Denken, Gedanken und Wort, fЧr die Entwickelung und Ausbildung des Menschen bey weitem hШher, als die Darstellung (obgleich Dar stellung) durch Begriffe und durch Wort ohne Gestaltung: und so schlie▀t sich dieser Unterrichtsgegenstand mit Nothwendigkeit an die soeben behandelten der Au▀enweltsbetrachtung und SprachЧbung an. Das Leben und Treiben des Knaben hat eigentlich nur den Zweck einer Au▀ersichdarstellung seines Selbstes; ja sein Leben besteht eigentlich nur in einer Au▀ersichdarstellung seines Innern, seiner Kraft, besonders am Stoffe und durch Stoff. In dem von ihm Gestalteten sieht er nicht Сu▀ere Gestalten, die in ihn eindringen wollen und sollen, sondern er sieht darin seinen Geist, die Gesetze und ThСtigkeiten seines Geistes, die sich ihm aussprechen, aussprechen wollen und sollen; denn die Bestimmung besonders der Lehre und des Unterrichtes ist: mehr und immer mehr aus dem Menschen heraus, als in ihn hineinzuhringen, weil das, was in den Menschen hinein kann, wir schon wissen und schon ein Eigentum der Menschheit ist, und weil es auch jeder, schon darum, weil er Mensch ist, nothwendig nach den Gesetzen der Menschheit wieder aus sich entfalten und entwickeln wird; aber was noch aus der Menschheit heraus, was das Wesen der Menschheit noch entwickeln will und soll, das wissen wir noch nicht, ist noch nicht ein Eigentum des Menschengeschlechtes, und dennoch ist ja das Menschenwesen, wie Gottes Geist, ein ewig aus sich En,tfaltendes. So einleuchtend die▀ uns nun auch aus der Beobachtung des Lebens, des eigenen und Fremdlebens, sein kШnnte und sollte, wenn wir nur aufrichtig gegen uns und klar in Anschauung und Auffassung der Ursachen dessen wСren, was wir sind; so sind wir, und selbst die Besseren und Besten unter uns, doch schon so von Сu▀erlich angenommenen Vorurteilen und Meinungen ЧbertЧncht, wie die Pflanze am kalkigen, umsteinenden Quell, da▀ wir nur mit grШ▀ter MЧhe und Selbstzwang dem Besseren, und auch dann doch nur noch in sehr kleinem Maa▀e GehШr geben. Denn la▀t uns wenigstens uns das gestehen, da▀ wenn wir die wir uns doch gewi▀ zu den Einsichtigeren und das Bessere, ja Beste unserer Kinder Wollenden zСhlen wenn wir von Entwickelung und von Ausbildung unserer Kinder sprechen, wir eigentlich von Einwicklung und Ausbildung reden, ja nicht einmal von einer Bildung reden sollten, was mit Entwickelung des Geistigen im Menschen, des Wollens und Willens zusammenhСngt, sondern von einem PrСgen und Formen, wie sehr wir auch alle stolz glauben, Чber diese geisttШtende Ansicht lСngst hinweg zu sein; und bange, innig bange mu▀ es darum denen werden, welchen wir, da wir es selbst aus GrЧnden nicht kШnnen, unsere Kinder, unsere SШhne zum Erziehen Чbergeben; was sollen sie thun? Jesus, den wir doch alle aus einer Ueberzeugung, welche ganz eines mit unserm innersten Wesen ist, als unser grШ▀tes Vorbild erkennen, spricht: "Lasset die Kinder zu mir kommen und wohnet ihnen nicht; denn ihnen ist das Himmelreich!" und hei▀t die▀ nicht: wehret ihnen nicht, denn noch wirkt wenigstens am unzerstЧcktesten in ihnen das von ihrem himmlischen Vater ihnen gegebene Leben, und noch ist ihnen eine freie Entfaltung desselben vergШnnt; und erkennen wir darin nicht, wie in allen AussprЧchen Jesu, Gottes Stimme? Wem sollen die Erzieher nun GehШr geben? Gott oder uns Menschen? Und kШnnten sie es, wen sollten sie tСuschen? Gott oder Menschen? Gott kШnnen sie nicht tСuschen, und Menschen sollen sie nicht tСuschen; darum sollen sie Gott mehr gehorchen, als uns Menschen, und sollen es aussprechen, da▀ sie nur Gott mehr als den Menschen gehorchen wollen, und sollen es thun; darum sollen sie lieber gar nicht erziehen, als schlecht und verziehen; denn Gott gab den Сchten Erziehern ihren Beruf, nicht Menschen mit Vorurteilen; denn nur in der allseitigen, natur und vernunftgesetzlichen Entwickelung des Menschen und der Geisteskraft des Menschen liegt dessen und der Menschheit Wohl, und jeder andere Entwickelungsgang des Menschengeschlechtes wirkt hemmend auf die Entwickelung der Menschheit. Allein gerade in dieser Beziehung, in Beziehung auf vernunft und naturgesetzliche, allseitige Entwickelung und Darstellung unserer selbst am Сu▀eren sichtbaren Werke, durch Сu▀eres Schaffen und Thun, ist unsere hСusliche und Familienerziehung am gehalt und zusammenhangslosesten und zufСlligsten: darum verdient ganz vor allen sie der Beschulung, d. h. eines natur und vernunftgemС▀en Anfangspunktes und einer solchen Fortschreitung. Die Darstellung des Geistigen im Menschen au▀er sich, an und durch Stoff mu▀ nun damit beginnen, da▀ er das kШrperlich RСumliche vergeistige, da▀ er dem kШrperlich RСumlichen Leben und geistige Beziehung und Bedeutung gebe. Dieser Entwickelungsgang spricht sich auch ganz in dem des Menschengeschlechtes selbst aus: das kШrperlich RСumliche, an welches sich die Darstellung des Geistigen im Menschen entwickelnd und fortbildend knЧpfen soll, mu▀ aber nothwendig im ─u▀erlichen schon die Gesetze und Bedingungen innerer Entwickelung an sich tragen und gleichsam fordernd aussprechen: die▀ ist das Rechtwinklige, WЧrflige, das Balken und BacksteinfШrmige. Die Bildungen, welche dieses Material bedingt, sind entweder Сu▀erlich anhСufende, bauende, oder Innerliches entwickelnde, gestaltende, bildende. Das Bauende, AnhСufende ist auch beym Kinde, wie bey der Entwickelung des Menschengeschlechtes und wie bey dem Festgestalteten in der Natur das Erstere. Die Wichtigkeit des Senkrechten, Waagrechten und Rechtwinkligen: dies ist die erste Erfahrung, die der au▀er sich KШrperliches bauend darstellende Knabe macht; das Gleichgewichtige und EbenmС▀ige folgt; so steigt es von der einfachsten Mauer ohne und mit Verband zum Zusammengesetzteren und bis zur Erfindung jedes durch den ihm gegebenen Stoff mШglichen Bauwerkes hinauf. Das tafel und getСfelartige Zusammen, eigentlich das nur Aneinander und NebeneinanderfЧgen in einer Ebene hat bey weitem weniger Reiz fЧr die Knaben, als das Auf und UebereinanderfЧgen: ein klarer Beweis des sich schon in dem Knaben aussprechenden allseitigen Strebens des Menschengeistes, sich kundtuend in seinen ThСtigkeiten. Das lineare ZusammenfЧgen scheint ein noch SpСteres zu sein. So ist also der Entwickelungs, der Bildungsgang des Menschen ein immer mehr die KШrperlichkeit abstreifender, sie vergeistigender: an die Stelle wirklicher Linien-StСbchenverknЧpfungen tritt das Zeichnen; an die Stelle des FlСchlichen das Malen, die Farbe; an die Stelle des kШrperlich AnhСufenden das kШrperlich Entwickelnde aus wЧrfligen Grundformen: das eigentliche Formen, Bilden und Gestalten. Ungeachtet dieses, jedem leicht in die Augen fallenden, lebendig sich Fortentwickelnden, von dem Сu▀erlich KШrperlichen zum Inneren, Geistigen, stetig Fortschreitenden des von Gott und Natur immer bezeichneten allgemeinen Bildungsganges des Menschen kШnnen wir dennoch fragen: Was sollen diese Uebungen meinen Kindern und SШhnen nЧtzen? Und dennoch stСnden wir alle nicht auf dem Standpunkte der Gesammtbildung, auf welchem wir uns finden, wenn nicht die stillwaltende Vorsehung uns eben diesen Weg gefЧhrt hСtte, entweder ohne unser Wissen, oder aber so, da▀ wir selbst ausdauerten bey allem Wirken und Streben der Menschen dagegen. Und der Mensch soll ja die Werke der Menschheit wenigstens in sich wiederholen, da▀ sie ihm nicht Massen, nicht leer und todtsind, da▀ sein Urteil Чber sie nicht ein Сu▀erliches, geistloses sei, ebenso wie er die Wege der Menschheit in sich durchlaufen soll, da▀ er sie und sich verstehen lerne; dennoch kШnnen wir bey der hier besprochen werdenden KnabenthСtigkeit, die vom Geist und Gesetz fЧr bewu▀tes Ziel bestimmt ist, aussprechen: die▀ braucht der Mensch, die▀ braucht mein Sohn nicht. Die▀ nun wohl eben nicht; es kann sein, es kann auch nicht sein, ich wei▀ es nicht; aber das wei▀ ich, da▀ er, der Sohn, Thatkraft, ThСtigkeit, Urteil, Ausdauer, Ueberlegung usw. braucht und gewi▀ braucht; und die▀ alles lernt er, und weit mehr gewinnt er; denn UnthСtigkeit, Langeweile, Nichtwissen, was man thun soll, im besten Falle HinbrЧten: die▀ sind die furchtbarsten aller Kinder und Knabengifte, das Gegenteil ein Universalmittel geistiger und leiblicher Gesundheit, hСuslichen und bЧrgerlichen Wohles. Der Lehrgang selbst bestimmt sich hier, wie eigentlich Чberall, wo der wahre Anfangspunkt gefunden, in den Gegenstand des Unterrichtes eingedrungen und der Zweck erfa▀t ist, durch sich selbst. Das Material zu bauenden Darstellungen ist zum Beginne am besten eine Menge von HolzklШtzern, deren StirnflСche immer 1 Quadratzoll ist und deren LСnge von 1 bis 12 Zoll zollweise zunimmt. Werden nun von jeder LСnge zwШlf StЧck genommen, so bilden immer zweyerlei LСngen, z. B. 1 und 11, 2 und 10 usw. eine Tafel von 1 Quadratfu▀ GrundflСche und 1 Zoll Dicke, so da▀ also alle KlШtzer mit einigen grШ▀eren StЧcken zusammengenommen eine Schicht mehr als 1/2 WЧrfelfu▀ betragen; sie werden am besten in einem Kasten aufbewahrt, dessen innerer Raum genau die ebengenannte GrШ▀e hat. Ein solcher Baukasten hat auch sonst noch beym Unterricht seinen mehrseitigen Gebrauch, welcher sich zugleich mit der fortschreitenden Entwickelung des Knaben mitentwickelt. Das folgende Material sind KlШtzer in verjЧngtem VerhСltnisse der Baubacksteine, so da▀ 8 StЧck einen verjЧngten WЧrfelfu▀ ausmachen, also 2 LСngenzolle zu 1 wirklichen LСngenfu▀ angenommen sind. So wie bey den vorhin bestimmten BauklШtzern von jeder Art und LСnge gleich viel sind, so sind hier im Gegenteil von den eigentlich backsteinartigen die bey weitem Чberwiegende Menge, und wenigstens 500 StЧck, die anderen von doppelter bis sechsfacher LСnge immer verhСltnismС▀ig weniger, so auch von 1/2facher LСnge. Auf gleiche Weise werden auch die KlШtzer unterschieden als ein, zwey, dreylange usw. Das Erstere ist nun, da▀ die Knaben das Baumaterial seiner GrШ▀e nach unterscheiden, benennen und zusammenordnen lernen, und immer mu▀ es wСhrend des Baues streng gesondert und der GrШ▀e nach geordnet bleiben. Das Zweite ist, da▀ das, was geschehen und hervorgebracht worden ist, jedesmal an das genau bezeichnende Wort geknЧpft und laut gesprochen wird, z. B. "Ich habe eine Чbergreifend verbundene, senkrechte Mauer mit lotrechten Enden einer TЧr und zwey ebenmС▀ig verteilten FensterШffnungen gebaut." Von einer Mauer geht es zu einem einfachen, rechtwinklig vierseitigen GebСude nur mit einer TЧr; dann erweitert es sich in GrШ▀e, Zahl der TЧren und Fenster, zuletzt mit ZwischenwСnden und zimmerartigen Abteilungen von einem einstockigen zu einem zweystockigen GebСude usw. ─hnlich sind die getСfelartigen ZusammenfЧgungen, doch in manchen Beziehungen mehrfacher. Die Bildungen aus linienartigen StСbchen von wenigstens 1/2 bis 5 Zoll LСnge lassen eine noch grШ▀ere Verschiedenartigkeit der Anwendung zu fЧr Schreiben, fЧr Zeichnen, fЧr Bauen. Das Gestalten aus: Papier und Pappe hat jedes seinen eigenthЧmlichen Gestaltungskreis und Fortschreitungsgang. Noch bildender und entwickelnder, aber auch nur fЧr schon mit einem bestimmten Grade geistiger Kraft AusgerЧstete, ist das Formen aus bildsamer weicher Masse, und zwar nach den durch die wЧrfelige Gestalt selbst gegebenen Gesetzen; doch gehШrt dies wie das freie Bilden und Gestalten aus derselben Masse mehr dem folgenden spСteren Knabenalter an. Zeichnen im Netze nach Сu▀erlich nothwendigem Gesetze Die Scheitel und Brustlinie des Menschen, das Senkrechte und Waagrechte ist, so wenig wir uns auch die▀ bewu▀t werden und noch weniger uns davon Rechenschaft geben, das Vermittelnde zur Anschauung und Auffassung jeder Form. Wir beziehen, wenn wir Formen auffassen, alles darauf und ziehen, sey es auch noch so unbewu▀t, denkend diese Richtungen au▀er uns, besonders in der Gesichtsebene; auch wiederholt unsere Seh- und Denkkraft diesen Akt, und geschieht dies, so entsteht daraus ein Netz, welches in unser Bewu▀tsein tritt, je strenger und schСrfer wir uns von den Formen des Angeschauten Rechenschaft geben. Weil nun aber in der Form und dem von ihr und durch sie Bedingten die innere geistige Wirksamkeit sich mehrseitig kundtut und die Erkenntni▀ dieser innern geistigen Wirksamkeit zur Bestimmung des Menschen gehШrt, indem er dadurch sich selbst, sein VerhСltnis zu dem ihn Umgebenden, und so das Sein und Wesen an sich erkennt, so gehШrt auch die Entwickelung nicht allein zur Auffassung, sondern auch besonders fЧr Darstellung der Form ganz wesentlich zur Erziehung des Menschen, ist ein ganz wesentlicher Theil der Menschenerziehung, des Unterrichtes; und weil mit dem Bewu▀twerden der rechtwinkligen Beziehungen das Bewu▀twerden der Form steigt, so ist das Сu▀erliche Darstellen des Rechtwinkligen ein in der Natur des Menschen und des Unterrichtsgegenstandes selbst begrЧndetes Entwickelungsmittel zur Formen und Gestaltenauffassung und Darstellung fЧr den zu erziehenden Menschen. Wiederholt sich nun das Senkrechte und Waagrechte in beyden Richtungen unter sich gleichmС▀ig, so ist das Erzeugni▀ davon ein lauter gleich gro▀e GeviertrСume (gleiche Quadrate) bildendes Netz. Durch das Geviert aber, als Vermittlungsform, wird die Darstellung in der Gesichtsebene sowie besonders die vergrШ▀erte und verkleinerte Darstellung Чberwiegend am leichtesten mШglich, was den Gebrauch des Geviertes, wenn es nШthig wСre, noch mehr rechtfertigen wЧrde. Der Gebrauch des Dreiecks, als Anschauungs und Darstellungsmittel, geht, wie der Fortgang des Unterrichts zeigt, aus dem Geviertigen und rechtwinklig Zwei und zweyseitigen hervor. Bei dem Gebrauche des Geviertes wird die GrШ▀e der Neigung durch das me▀bare VerhСltnis gleichsam der StЧtzen derselben bestimmt; bey dem Gebrauche des Dreiecks aber unmittelbar durch das me▀bare VerhСltnis zu der rechten Neigung. Wie beydes seine Anwendung findet, so soll auch beydes in dem Unterrichte geЧbt werden; doch . Ietzteres erst spСter auf einer hШheren Stufe der Kraftentwicklung. Das leichte Darstellen und ebenso leichte Vernichten der aufgefa▀ten und dargestellten Form ist ein zweytes nothwendiges Erfordernis dieses Unterrichts. Die▀ gewСhrt am schШnsten die Schiefertafel und ein solcher Stift. Also eine mit einem eingeritzten rechtwinkligen, lauter gleiche Gevierte bildenden Netze Чberzogene Schiefertafel ist das erste Erfordernis dieses Unterrichtes. Aber auch die GrШ▀e der Gevierte oder die Entfernung der unter sich streng gleichlaufenden Linien ist, wie der Verfolg des Unterrichts zeigt, keineswegs gleichgЧltig; denn sind die Entfernungen zu klein, so werden alle durch sie bestimmten Darstellungen zu kleinlich; sind sie zu gro▀, so sind sie fЧr die Ueberschauungskraft des SchЧlers dieser Stufe zu gro▀ und zu gedehnt; am besten ist die Entfernung eines Viertelzolls. Auf dieser Schiefer, dieser Netztafel den SchЧler fЧr die scharfe Darstellung, und so auch Auffassung der wesentlichsten GrundverhСltnisse der Form und der durch sie bedingten GrШ▀enverhСltnisse zu Чben: dieses ist das erste GeschСft dieses Unterrichts. Der Lehrgang selbst knЧpft sich an die frЧheren kШrperlichen Anschauungen an; denn dort lernte der Knabe, wie namentlich bey dem eben behandelten Unterrichte fЧr kШrperlich rСumliche Darstellungen, einfache, zweyfache, dreyfache usw. LСngen kennen. So hСngt denn auch dieser Unterricht, wie die Anwendung noch besonders zeigen wird, mit dem letztbetrachteten und dem frЧheren zusammen, demgemС▀, wie schon ausgesprochen worden, da▀ in dem Unterrichte nirgends eine LЧcke sein, nirgends in dem Unterrichte etwas abgerissen und allein dastehen, sondern alles wie das Leben selbst ein lebendig in sich durch Ursache und Wirkung geeintes, in sich zusammenhСngendes Ganzes sein soll Der Lehrgang selbst ist dieser: Der Lehrer zieht in eine eingeritzte Seite eines der Netzgevierte eine senkrechte Linie von der ganzen LСnge der Seite und spricht, indem er die Linie zieht: "Ich ziehe eine senkrechte Linie." Na:hdem er die Linie gezogen hat, fragt er den SchЧler: "Was habe ich getan?" Der SchЧler antwortet die vorher vom Lehrer gesprochenen Worte: "eine senkrechte Linie gezogen." "Nun ziehe auch lСngs der Tafel hin lauter senkrechte Linien von einfacher LСnge." Ist die▀ geschehen und sind die Linien zur Zufriedenheit des Lehrers gezogen, so fragt derselbe weiter den SchЧler: "Was hast du getan?" "Ich habe mehrere senkrechte Linien gezogen", antwortet der SchЧler. Beginnen mehrere SchЧler zugleich diesen Unterricht, was sehr gut angeht, so antworten sСmtliche SchЧler, nachdem die Arbeit eines jeden nachgesehen ist, auf die gemeinsame Frage: ,,Was habt ihr getan?" "Wir haben usw." Diese Fragen und Antworten sind wegen ihres vielseitigen und angedeuteten Nutzens ein Stehendes auch bey diesem Unterrichtsgegenstande; denn der Mensch soll ja das Dargestellte zum Worte und Gedanken und die Gedanken, das Wort, zur Darstellung erheben; denn wesentlich dadurch wird er ja eben Mensch. Der Lehrer zieht nun, im Unterrichte fortfahrend, eine senkrechte Linie von der LСnge von zwey Geviertseiten und spricht: "Ich ziehe eine senkrechte Linie." Und fragt wieder: "Was habe ich getan?" "Eine senkrechte Linie gezogen." "Ist diese senkrechte Linie mit der vorigen gleich?' "Nein! sie ist noch einmal oder zweimal so gro▀ als die vorigen Linien." "Wie werden wir diese senkrechten Linien wohl im Vergleich mit den vorigen ihrer GrШ▀e nach nennen kШnnen und zur Unterscheidung nennen mЧssen?" "Senkrechte Linien von zweyfacher LСnge." "Wie werden wir nun die vorhin gezogenen senkrechten Linien in Beziehung auf die soeben gezogene ihrer GrШ▀e nach nennen mЧssen?" "Senkrechte Linien von einfacher LСnge." "Ziehe eine Reihe senkrechter Linien von zweyfacher LСnge." Nachdem es geschehen, fragt der Lehrer wie vorhin: "Was hast du oder ihr getan?" Und die SchЧler antworten: "Wir haben usw " Ebenso zieht der Lehrer senkrechte Linien von drey, vier bis fЧnffacher LСnge und lС▀t immer das Geschehene von den SchЧlern nachthun und durchs Wort bezeichnen. Da▀ die Linien von den SchЧlern selbst in den Netzlinien hingezogen werden, dies entwickelt und stСrkt mehrseitig die Hand, Auffassungs und Darstellungskraft des SchЧlers und macht sie mit steigender KrСftigkeit frei. Da zur Auffassung und Festhaltung jedes Dinges das Vergleichen mit dem Ungleichartigeren wichtiger ist als mit dem Gleichartigen, so werden nun alle bis jetzt gezogenen senkrechten Linien in ihrer verschiedenen LСnge nebeneinander gestellt. Der Lehrer thut dies, indem er spricht: "Ich ziehe eine senkrechte Linie von einfacher LСnge, von zweyfacher, dreyfacher, vierfacher und fЧnffacher LСnge." "Was habe ich getan?" Die SchЧler antworten wie immer. Der Lehrer macht die fЧnf senkrechten Linien verschiedener LСnge noch einmal, indem er nun zusammenfassend spricht: "Ich ziehe senkrechte Linien von einfacher bis fЧnffacher LСnge nebeneinander." Frage und Antwort wie immer. "Ziehe nun auch senkrechte Linien von einfacher bis fЧnffacher LСnge." "Hast du es getan?" Was hast du getan?" Nur bis zu einer fЧnffachen Verschiedenheit steigt der Unterricht hier herauf, weil bis FЧnf schon alle spСteren Zahlenverschiedenheiten gegeben, wenigstens angedeutet sind ; eigentlich sind sie schon bis zur Drei angedeutet, indem darin gerade und ungerade, Grund, Geviert und WЧrfelzahlen liegen; doch treten diese VerhСltnisse in der Zahlenreihe bis fЧnf fast alle wiederholt auf und werden so fЧr diesen darstellenden Zweck hinlСnglich klar, da Чberdies die Sechs nur wieder ein Zweifaches der Drei und ein Dreifaches der Zwei ist, die Sieben aber in dieser Beziehung gleichwertig mit der FЧnf ist: de▀halb diese und alle folgenden Сhnlichen darstellenden Uebungen nur bis zur FЧnf herauf. Bei dieser vergleichenden Nebeneinanderstellung kШnnen nun noch von dem Lehrer nach BedЧrfnis des SchЧlers mehrere kleine Verschiedenheiten in der Darstellungsweise angewandt werden, wenn besonders die SchЧler in der Auffassung und Darstellung noch schwach sind; es kШnnen sich nСmlich die fЧnf Linien, wie die▀ auch anfangs sein mu▀, nur nach unten verlСngern, also ihre oberen Enden in einer waagerechten Linie liegen; oder sie kШnnen sich nach oben verlСngern, so da▀ also ihre untern Enden in einer waagrechten Linie liegen; oder sie kШnnen, wie sie hier immer zunehmend gezogen worden, nun auch in beyden FСllen wieder abnehmend, also von fЧnf bis einfacher LСnge gezogen werden. Diese VerСnderungen sind im Anfange, besonders wo eine Sache unter mehreren Formen zu Чben ist, um den SchЧler nicht zu langweilen, mit vielem Nutzen anzuwenden, doch bleibt ihr Gebrauch billig dem prЧfenden Lehrer Чberlassen. Ganz wie hier die senkrechten Linien durchgefЧhrt wurden, werden nun auch die waagrechten Linien durchgefЧhrt. Bisher waren die Linien nur unverbunden, und es wurden immer nur gleichartige Linien der Lage nach, also senkrechte mit senkrechten und waagrechte mit waagrechten Linien verglichen. Das nun folgende Wichtigere ist, senkrechte mit waagrechten Linien vergleichend darzustellen und umgekehrt. Um diese Vergleichung am anschaulichsten und eindringlichsten zu machen, mЧssen beyde Linienarten miteinander in einem Punkte verbunden werden Der Lehrer zeichnet und spricht: "Eine senkrechte und eine waagrechte Linie, beyde gleich lang, jede von einfacher LСnge, verbinde ich in einem Punkte." "Was habe ich getan?" "Tut dasselbe." "Was habt ihr getan?" "Tut dasselbe auf einer ganzen LСngenreihe eurer Tafel hin." Der Lehrer fСhrt darstellend fort: "Eine senkrechte und eine waagrechte Linie, beyde gleich lang, jede von zweyfacher LСnge, verbinde ich in einem Punkte" usw., jede von dreyfacher, von vier bis fЧnffacher LСnge. Die SchЧler thun dasselbe und bezeichnen jederzeit das Getane durchs Wort. Auch hier mu▀ wieder die Vergleichung stattfinden. darum zeichnet der Lehrer und spricht: "Ich verbinde immer eine senkrechte und eine waagrechte Linie, beyde immer gleich lang, jede von ein, zwey, drey, vier und fЧnffacher LСnge, in einem Punkte und ziehe sie ineinander." Die SchЧler sprechen und thun wie immer dasselbe. Wie vorhin bey der Vergleichung der senk und waagrechten Linien von verschiedener LСnge, kann auch hier das vergleichende Ineinanderzeichnen nach vier verschiedenen Richtungen hin geschehen, nСmlich so:~, so ~, soЌund so ~; immer aber sind die zwey verbundenen Linien von fЧnffacher LСnge der klarsten Vergleichung wegen die einschlie▀enden, wie Nebenstehendes zeigt: t: In diesem letzteren wurden immer senkrechte und waagrechte Linien von gleicher LСnge miteinander verglichen ; ebenso mЧssen nun auch senkrechte und waagrechte Linien verschiedener LСnge miteinander verglichen werden, und zwar: Erstens, wo die waagrechte Linie zweymal so lang als die senkrechte ist. Der Lehrer zeichnet und spricht: "Ich verbinde eine senk und eine waagrechte Linie in einem Punkte, die waagrechte Linie zweymal so lang als die senkrechte, die senkrechte Linie von einfacher LСnge, also die waagrechte von? zweimal einfacher LСnge." (Von zweyfacher statt zweymal einfacher zu sagen, ist wegen der Fortentwicklung des Unterrichtes nicht zweckmС▀ig.) Das Erzeugni▀ ist: | Die SchЧler sprechen nach, zeichnen dasselbe und bezeichnen das Dargestellte durchs Wort, wie immer. Nun werden immer senkrechte und waagrechte Linien miteinander verbunden, wo die waagrechte zweymal so lang als die senkrechte ist, die senkrechte aber von zzseifacher, die waagrechte also von zweymal zz0eifacher; oder die senkrechte von dreyfacher, also die waagrechte von zweymal dreyfacher; oder die senkrechte von vierfacher, also die waagrechte von zweymal vierfacher: zuletzt die senkrechte von fЧnffacher, also die waagrechte von zweymal fЧnffacher LСnge. Endlich werden alle einzelnen Darstellungen zur Vergleichung wieder ineinander gezeichnet, wie vorhin. Zweitens, die waagrechte Linie dreymal so lang als die senkrechte. Wie im vorigen die waagrechte Linie immer zweymal so lang als die senkrechte gezogen wurde, so wird nun die waagrechte Linie dreymal so lang als die senkrechte gezogen; ist also die senkrechte Linie von einfacher LСnge, so ist die waagrechte von dreymal einfacher ; ist die senkrechte Linie von zweyfacher LСnge, so ist die waagrechte von dreymal zweyfacher LСnge usw., die waagrechte Linie nach der Bestimmung der senkrechten von dreimal dreyfacher, dreymal vierfacher und dreymal fЧnffacher LСnge. Zuletzt werden wieder alle Erzeugni▀se ineinander gezogen, und zwar, wie sich aus dem Zwecke der Vergleichung von selbst ergibt, hier die senkrechten Linien immer drey Geviertsseiten voneinander entfernt, wie bey zweyfacher LСnge der waagrechten Linien zwey Geviertsseiten, und bey vier und fЧnffacher LСnge der waagrechten Linien immer vier und fЧnf Geviertsseiten, wie die folgenden Uebungen fordern. Ueber fЧnffache LСnge der waagrechten Linien im Vergleich zur senkrechten wird, wie schon ausgesprochen, nicht hinausgegangen. Auch kШnnen zur Erreichung grШ▀erer Fertigkeiten, besonders in der Auffassung der VerhСltnisse, diese Uebungen so durchgefЧhrt werden, da▀, wie im Vorstehenden die waagrechte Linie mit der senkrechten verglichen wurde, nun die senkrechte mit der waagrechten verglichen wird: hier wird nun zuerst die waagrechte und dann erst die senkrechte Linie, umgekehrt wie vorhin, gezogen, und dieser umgekehrten Entstehungsweise angemessen ist auch der Wortausdruck, die senkrechte Linie wird nun hier als ein Theil der waagrechten angeschaut, wie vorhin die waagrechte als ein Mehrfaches der senkrechten. Diese Verschiedenheit ist hier keineswegs der Zahl halber, welche hier ganz au▀erhalb der Beachtung liegt, sondern nur der Entstehungsweise wegen wichtig, welche bey zeichnenden Darstellungen wesentlich ist. In dem Vorstehenden ist die waagrechte Linie immer ein Mehrfaches der senkrechten, oder die waagrechte Linie grШ▀er als die senkrechte; nun mu▀ aber auch die senkrechte grШ▀er als die waagrechte Linie gezogen oder die waagrechte Linie als ein Theil der senkrechten dargestellt werden. Der Lehrer stellt zeichnend dar und spricht: ,,Ich verbinde eine senkrechte und eine waagrechte Linie in einem Punkte, die waagrechte Linie halb so lang als die senkrechte, die senkrechte Linie von zweymal einfacher LСnge, also die waagrechte von? einfacher LСnge." Das Erzeugni▀ ist Nun die senkrechte Linie von zweymal zweyfacher, also die waagrechte von zweifacher LСnge; die senkrechte Linie von zweymal dreyfacher, also die waagrechte Linie von dreyfacher LСnge; die senkrechte Linie von zweymal vierfacher, also die waagrechte Linie von vierfacher LСnge; die senkrechte Linie von zweymal fЧnffacher, also die waagrechte Linie von fЧnffacher LСnge. Wie im Vorstehenden die waagrechte Linie immer von einem Halb der senkrechten Linie gezogen wurde, so wird sie nun von einer DrittellСnge der senkrechten gezogen, wo dann die senkrechte Linie von dreymal ein, dreymal zwei, drey, vier und fЧnffacher LСnge ist. Ebenso, wo die waagrechte Linie ein Viertel, ein FЧnftel der senkrechten Linie gezogen wird. Will man den zeichnenden SchЧler die senkrechte Linie lieber als ein Mehrfaches der waagrechten anschauen lassen, so ist auch die Entstehung des Erzeugni▀ses umgekehrt, die waagrechte Linie das Maa▀, wie vorhin die senkrechte, und die senkrechte Linie nun die Gemessene, wie vorhin die waagrechte. Zu der Entwickelung der Hand und des Auges sind diese Umkehrungen zuzeiten wichtig. Diese Uebungen bewirken nСmlich in dem ZШglinge ein Mehrfaches: Anschauung und Auffassung der Form, Entwickelung des Auges und der Hand fЧr Darstellung, und Entwickelung und Befestigung der Darstellung eines und ebendesselben Erzeugni▀ses auf verschiedene Weise: vШllige Einheit und Fertigkeit des Auges und der Hand in der Auffassung und Darstellung jeder Form. Die bisherigen Erzeugni▀se der SchЧlerthСtigkeit auf dieser Stufe des Unterrichtes waren rechte Winkel, deren Schenkel entweder gleich, und zwar jeder von einfacher bis fЧnffacher LСnge, oder deren Schenkel ungleich waren und entweder der waagrechte bey jedesmal einfacher bis fЧnffacher LСnge des senkrechten Schenkels, das Zwei, Drei, Vier und FЧnffache desselben; oder der senkrechte Schenkel, bey jedesmal einfacher bis fЧnffacher LСnge des waagrechten, das Zwei bis FЧnffache desselben. Diese Erzeugni▀se in entgegengesetzter raumeinschlie▀ender Lage miteinander verbunden, gibt Rechtecke, und zwar zunСchst Gevierte, zu deren Darstellung und Zeichnung nun der Unterricht fortschreitet. Der Lehrer stellt dar und spricht: "Ich zeichne ein Geviert, jede Seite von einfacher LСnge." Nachsprechen, Darstellen und durchs Wort bezeichnen, wie immer. Nun steigt das Darstellen vom Zeichnen von Gevierten jede Seite von zweyfacher LСnge bis zu Gevierten jede Seite von fЧnffacher LСnge hinauf. Zuletzt wieder vergleichende Darstellung und Zeichnen derselben ineinander. Nun Zeichnen und Darstellen von LСngenvierecken, und zwar zuerst immer zweymal so lang als breit, die Breite von einfacher bis fЧnffacher, also die LСnge von zweymal einfacher bis zweymal fЧnffacher LСnge. Weiter: LСngenvierecke drey, vier und fЧnfmal so lang als breit, die Breite in jedem einzelnen Falle wieder von ein- bis fЧnffacher LСnge. Wie die LСngenvierecke durchgefЧhrt wurden, ganz so werden auch die HШhenvierecke durchgefЧhrt. Nun vergleichende VerknЧpfung der LСngen und HШhenvierecke in jedem GrШ▀enverhСltnisse. Diese VerknЧpfung kann nach der Entwickelungsstufe des SchЧlers erweitert oder zusammengezogen werden, wie das auch bey all den frЧheren und spСteren Uebungen der Fall ist. Nahmen die bisherigen Uebungen Чberwiegend nur das Auge, so nehmen die nun folgenden Auge und Hand zugleich in Anspruch, so wie die spСteren Чberwiegend die Hand allein. Die nun folgende Reihe der Uebungen stellt nach der eben dargelegten Folge die Gevierte und Rechtecke: und hier wieder die LСngen und HШhenvierecke dar; aber zugleich mit Hineinzeichnung der Querlinien (Diagonalen) und entweder der rechten oder der linken oder auch beyder zugleich. Der Zweck dieser Uebung ist: die Neigung jeder Linie scharf aufzufassen und mit Bestimmtheit darzustellen. Die scharfe Auffassung und bestimmte Darstellung der LСngen und der Neigungen der Linien, wie sie entweder wirklich sind oder wie sie auf der Gesichtsebene erscheinen, in welcher ja die grШ▀te Сu▀ere Kraft genЧgender zeichnerischer Darstellungen liegt, wird nun noch durch folgende Uebungen zu entwickeln gesucht. Sind nСmlich die vorigen Uebungen durch alle Gevierte und Rechtecke: LСngen und HШhenvierecke, durchgefЧhrt, so werden auch sie wieder zur Vergleichung zusammengestellt, und zwar so, da▀ eine Ecke aller zu vergleichenden Rechtecke in einem einzigen Punkte zusammen und immer zwey Seiten der zu vergleichenden Rechtecke ineinanderfallen; von dem allen Rechtecken gemeinsamen Eckpunkte aus werden nun die vergleichenden Querlinien gezogen. Aus dem Zeichnen und vergleichenden Anschauen dieser Querlinien, verglichen unter sich und mit den Rechtecken, in welchen sie gezogen wo.den gehen nun die allgemeinen Wahrnehmungen hervor: da▀ die schiefen Linien sСmtlich au▀er einer sich entweder mehr dem Waagrechten oder dem Senkrechten nСhern ; da▀ sich die schiefen Linien um so mehr einer der rechten Linien nСhern, je Шfter die eine kleine Seite der Rechtecke in der andern enthalten ist, oder da▀ die schiefen Linien um so weniger schief sind, je kleiner die eine Seite des Rechteckes im Vergleich der zweyten ist; da▀ also die Schiefe der Linien von dem VerhСltnisse der beyden rechten Linien, die gleichsam die StЧtzen der schiefen sind, abhСngt; die kleinere rechte Linie oder StЧtze der schiefen ist in dem vorliegenden Falle entweder 1/2 oder 1/3 oder 1/4 oder 1/5 der grШ▀eren rechten Linie oder der grШ▀eren StЧtze. Durch diese erkannten VerhСltnisse nun wird auch die Neigung oder die Schiefe der schiefen Linien als halbschiefe, drittelschiefe, viertel und fЧnftelschiefe Linien bestimmt. Noch werden die schiefen Linien, die sich mehr der waagrechten Linie nСhern, als liegende, und die sich mehr der senkrechten nСhern, als stehende unterschieden. Die Mittellinie zwischen den beyden rechten Linien, die sich zu keiner derselben neigt, oder deren StЧtzen sich ganz gleich sind, hei▀t ganzschiefe Linie. Wie zur Auffassung dieser Neigungen der Linien die scharfe und schnelle Auffassung und fertige Darstellung der LСngen und BreitenverhСltnisse der Rechtecke so unumgСnglich nШthig war, so ist wieder die scharfe und schnelle Auffassung und sichere Darstellung der Neigungen oder Schiefen und der LСngen der schiefen Linien fЧr den zeichnenden Gebrauch so hШchst wichtig. Darum werden nun die schiefen Linien auch ohne vorhergezogene begrenzende Vierecke durchgefЧhrt, und zwar, was sich durch sich selbst erklСrt, jede Art der schiefen Linien wieder als schiefe Linien von einfacher LСnge (wenn nСmlich die kleinere Seite des Rechteckes die GrШ▀e einer Geviertsseite des Netzes hat), als schiefe Linie von zweyfacher LСnge (wenn die kleinere Seite des Rechteckes die GrШ▀e von zwey Geviertsseiten hat) usw., als schiefe Linien bis zu fЧnffacher LСnge (wo die kЧrzere Seite des messenden Rechteckes, oder die kЧrzere StЧtze die GrШ▀e von fЧnf Geviertsseiten des Netzes hat). Am Ende jeder Reihenfolge werden nun wieder die schiefen Linien von ein bis fЧnffacher LСnge vergleichend nebeneinander gezogen, wie gleich anfangs bey den rechten Linien. Das Zeichnen und Darstellen der ganzschiefen Linien beginnt die Reihenfolgen dieser Uebungen; also: indem der Lehrer zeichnet und darstellt: "Eine ganzschiefe Linie von einfacher LСnge." "Was habe ich getan?" "Tut dasselbe." "Bezeichnet es durchs Wort." Ebenso mit ganzschiefen Linien von zwey- bis fЧnffacher LСnge. Nun ganzschiefe Linien von ein bis fЧnffacher LСnge nebeneinander, und zwar entweder rechtsschief, d. h. nach der rechten Seite gezogen, oder linksschief, d. h. nach der linken Seite gezogen, und zwar in beyden FСllen wieder von oder zu dem Zeichner gezogen. Die Achtsamkeit auf das verschiedene Entstehen einer und derselben schiefen Linie, zunСchst ob sie zu dem Zeichner oder von dem Zeichner gezogen worden, sowie die Uebung desselben kann hier schon vorbildend aufgenommen werden, wenn sie gleich spСter erst in ihrer ganzen Beachtung und AusfЧhrung eintritt. Ganz so werden die halbschiefen, die drittel, viertel und fЧnftelschiefen, sowohl die liegenden als die stehenden durchgefЧhrt. Wie in dem Vorstehenden nur schiefe Linien von immer gleicher Lage und Neigung, besonders aber nur ihrer GrШ▀e und LСnge nach, unter sich verglichen wurden, so werden nun schiefe Linien verschiedener Neigung unter sich verglichen, und zwar zuerst nur liegende, und hier zunСchst wieder alle von einfacher, dann alle von zwey bis fЧnffacher LСnge; dann stehende, und auch hier anfangs von einfacher LСnge und fortschreitend bis zu fЧnffacher LСnge. Weiter werden nun stehende und liegende schiefe Linien zugleich miteinander, mit den rechten und der ganzschiefen Linie verglichen, und zwar hier wieder zuerst nach einer, dann nach zwey, zuletzt nach vier Seiten hin, jede Linie zuletzt von fЧnffacher LСnge. Das Erzeugni▀ davon ist zuletzt: strahlenfШrmig von der Mitte auslaufende schiefe Linien in allen bisher geЧbten Schiefen und Neigungsgraden, jede von fЧnffacher LСnge. Wie hier alle schiefen Linien strahlend von einer Mitte auslaufend gezogen wurden, so mЧssen sie nun noch zur ErschШpfung des Ganzen um eine Mitte zueinanderlaufend gezogen werden. Durch die Gesammtheit des Bisherigen ist nun der SchЧler in den Stand gesetzt, jede rechte und schiefe Linie von jeder geЧbten Neigung und Lage zuund auseinanderlaufend im Netz mit Fertigkeit zu ziehen, und somit sind diese VorЧbungen, in welchen der SchЧler nach bestimmtem Сu▀erem Gesetz Linien zog, und so Auffassung und Darstellung der Linien in lebendiger Einigung in sich entwickelte, geendet. Auch bezeichnen die beyden letzteren Erzeugni▀se, das Strahlende und Umfassende, welche sich von jedem der frЧheren durch die Zusammenfassung und Insichdarstellung aller frЧheren Uebungen unterscheiden, durch sich selbst das Ende derselben. Den SchЧlern selbst tritt dieses abschlie▀ende Zusammenfassen der Darstellung vor Augen, und der Lehrer knЧpft daran seine Frage an: "Machen diese von dir gezeichneten Darstellungen einen andern Eindruck auf dich als die frЧheren?" "Ja!" "Worin besteht derselbe wohl?" Alle SchЧler werden in ihren Antworten, auf welche Weise es auch sei, immer darauf zurЧckkommen und darin zusammentreffen, da▀ sich in beyden Darstellungen alle Linien allseitig zu und auf eine Mitte beziehen, und da▀ diese bedingende Mitte entgegengesetzt gleich geneigte Linien unter sich von verschiedener aber entgegengesetzt gleicher LСnge einigt, da▀ also diese Linien ein in sich abgeschlossenes Ganzes darstellen. Der Lehrer gibt diesem Ganzen nun den Namen Figur. Einige der SchЧler werden auch geradezu sagen, da▀ die zuletzt von und zu einer Mitte oder um eine Mitte gezogenen Linien im Gegensatz der frЧheren eine Figur darstellen. Der Lehrer entwickelt nun den SchЧlern die Eigenschaften, das Wesen eines Ganzen, einer Figur, als das, wo sich unter sich beziehungsweise entgegengesetzt gleiche Glieder, hier Linien, von einer sichtbaren (wie beym Strahlenden) oder von einer unsichtbaren Mitte aus (wie beym Umfassenden) zu einer Einheit, also nothwendig unter sich in EbenmС▀igkeit verbunden. Dieser Begriff eines Ganzen, hier einer Figur, wird mehrseitig in und an den letzteren beyden Erzeugnissen angeschaut und nachgewiesen und, zu vШlliger inneren und Wortklarheit, mehrmals durchgesprochen. Von diesem Punkte aus nun tritt eine ganz neue Stufe des zeichnenden Unterrichtes ein, welcher zugleich eine neue Stufe der SchЧlerentwicklung bezeichnet: die der freithСtigen Darstellung von Linienganzen aus jeder einzelnen Gattung frЧher geЧbter Linien, oder aus mehreren verknЧpft, von den in dem Netze liegenden Bestimmungen bedingt es tritt das Erfinden von Figuren ein. Erfinden wird jede freithСtige Darstellung des Inneren am ─u▀eren und durch Au▀eres genannt, welche nach zwar Сu▀erlich gegebenen Bedingungen geschieht, die aber mit von dem SchЧler leicht selbst zu erkennender Nothwendigkeit aus dem Inneren hervorgehen. Die VorfЧhrung des Lehrganges fЧr das Figurenerfinden bleibt der Darstellung der nСchsten SchЧlerstufe vorbehalten, sowie Чberhaupt die Darlegung des vielseitig entwickelnd eingreifenden Wesens dieses Unterrichtsganges fЧr zeichnende Darstellung auf die wahre Bildung des Menschen erst dem Ende der Darlegung des gesammten Zeichenunterrichtes vorbehalten bleiben mu▀. Die Wirkung und das Wesen dieses Unterrichtsganges kann, wie Чberhaupt bey allem Unterrichte, welcher KrСfte und Lebenweckung und DarstellungsGewandtheit und Sicherheit mit Einsicht bezweckt, nur der wahrhaft beurteilen, welcher ihn nicht allein bey und mit andern, sondern ganz besonders auch an sich anwandte. Zu dieser Sichselbstaneignung des Unterrichtsganges, wenigstens im allerwesentlichsten zur Selbstentwicklung und zur Entwickelung Anderer, werden auch diese Andeutungen hinlСnglich sein, besonders fЧr den, welcher demselben von Stufe zu Stufe selbst ausfЧhrend und darstellend folgt und so das stillwaltende einfache Gesetz desselben in sich findet. Die Anwendung dieses Unterrichtes wЧrde eine der grШ▀ten LЧcken unserer Land und Stadtschulen ausfЧllen, so da▀ er darum in keiner fehlen sollte, was jedem PrЧfenden und Einsichtigen sehr klar entgegentritt, indem dieser Unterricht die Sinne, durch diese die Denkkraft, und so den SchЧler geistig, und durch die Handfertigkeit denselben Сu▀erlich, kШrperlich gleichmС▀ig thСtig in Anspruch nimmt, und so die hШchst schСdliche Langeweile und UnbeschСftigtheit und die daraus entstehenden Nachteile von dem Theile der SchЧler entfernt, welchem der Lehrer eben jetzt seine Aufmerksamkeit nicht schenken kann; die▀ als wesentlich fЧr die Schule; aber noch Чberdies gleichsam als Zugabe fЧr das Leben die Entwickelung des Auges fЧr Erkennung der Form und des EbenmС▀igen, und die Bildung der Hand fЧr Darstellung derselben. Und wo gСbe es denn ein VerhСltnis und eine Wirksamkeit des Menschen im Leben, welche die Anwendung davon nicht als wesentlich forderte? Auch sind ja die gro▀en Nachteile des Mangels an Entwickelung fЧr Auffassung und Darstellung der Form und des EbenmС▀igen bey unserm BЧrger, besonders Handwerker, wie beym Landmanne schon vielseitig und eindringlich genug gerЧgt worden. Auffassen der Farben in ihrer Verschiedenheit und Gleichartigkeit, besonders durcb Darstellung derselben in schon gebildeten FlСchenrСumen, mit vorwaltender Beachtung schon gebildeter Formen: Ausmalen von Bildern in Umrissen; spСter, mit vorwaltender Beachtung der Farben: Malen im Netz Da▀ es Kindern, besonders dem beginnenden Knaben BedЧrfnis ist, Чber Farben und FarbenverhСltnisse klar zu werden, sie sich zum Bewu▀tsein und zur Einsicht zu bringen, sich zu diesem Ende besonders mit fСrbenden Stoffen, mit Farben, zu beschСftigen, wird jeder zugestehen, dem das Leben der Knaben, in welchem Stande es auch sei, nicht ganz fremd ist; er wird zugeben, da▀ das Leben und Schaffen mit Farben ganz in das und zu dem frЧheren Knabenalter gehШrt, wenn auch bey den verschiedenen Einzelnen in verschiedenem Grade. Kann es auch anders sein? Schon der allgemeine Grund aller Regsamkeit im Kinde, nur zunСchst seine KrСfte und Anlagen, seine FСhigkeiten, das hei▀t, die Gesammtheit des Lebens, welches es in sich verspЧrt, in jeder nur mШglichen Einzelheit und Form zu entwickeln, jede zu Чben und zu gebrauchen, fordert dazu auf. Hierzu kommt aber noch der zweyte, fЧr die innere geistige Entwickelung an sich, ohne eine bestimmte Richtung derselben nachweisen zu kШnnen, gewi▀ wichtigere Grund: werden nicht alle Farben, sey es mehr oder minder, durch den Einflu▀ der Чberall verbreiteten LichtthСtigkeit bestimmt? Also Farbe und Licht im innigsten Zusammenhange; und ist nicht wieder Farbe und Licht mit LebensthСtigkeit, LebenserhШhung und LebensverСnderung in innigster VerknЧpfung? Also Licht und Leben, sey es zunСchst auch nur irdisches Licht, zeigt es nicht zum himmlischen hin, in welchem es nur sein Daseyn und Bestreben hat? usw. Diese vom Knaben bemerkt oder nicht bemerkt geahnte hohe Bedeutung der Farbe (wie nach einer anderen Seite der Betrachtung hin auch der Form in der Natur), gleichsam als eine Gestaltung und VerkШrperung des irdischen, des SonnenLichtes, als sichtbare Darlegung dessen Wesens ; diese Ahnung nun, so durch die Farben (durch das Eindringen in das und durch das Aneignen des Wesens der Farben), in das Wesen des irdischen, des SonnenLichtes einzudringen, dieses gleichsam dadurch einzusaugen mag nun wohl die eigentlichste, innerste, dem Knaben selbst nicht bewu▀te Triebfeder des SichsogernbeschСftigens mit den Farben in dem Knabenalter sein; ja es darf dieses mit Bestimmtheit als Knabenerfahrung ausgesprochen werden. Wir sagen nun zwar wohl: Farben sind bunt, es ist das Bunte, was die Kinder und Knaben anzieht und ihnen Freude macht. Gut! aber was ist denn das Bunte? Sind es nicht die Wirkungen eines Grundes (des Lichtes) in verschiedenen Erscheinungen (Farben) ? Ist es nicht die Wirkung einer Wesenheit (Licht) in verschiedenen Gestalten (Farben) ? Das Bunte als ─u▀erliches ist es schlechterdings nicht, was die Knaben anzieht und ihnen Freude macht; sonst wЧrde das Bunte als ─u▀erliches das Kind und den Knaben, wenn es dasselbe besitzt, befriedigen; aber das tut es nicht, sowie es die Menge, die Masse Чberhaupt nirgends tut; sondern der Ausdruck, das Finden des inneren Zusammenhanges, die Kraft, es zu vergeistigen; sonst wЧrde sich das Kind, der Knabe, beruhigt fЧhlen, wenn er von der Masse und Menge umgeben ist, und wir wЧrden nicht so oft zu dem unzufriedenen Knaben sagen hШren: "Nun sage mir nur, was du noch willst, du hast das und das und das und bist noch nicht ruhig?" Lebenseinheit, Lebensausdruck, Lebenszusammenhang, Чberhaupt Leben sucht das Kind und der Knabe; darum reizt das Kind das Bunte, um in der Mannigfaltigkeit die Einheit, den innern Zusammenhang zu erkennen ; daher liebt es die Farben in ihren Zusammenstellungen, Einigungen, um dadurch zur Erkenntni▀ einer innern Einheit zu kommen. Aber ohngeachtet der hohen Bedeutung dieses Triebes in dem Knabenalter des Menschen, wie kommen wir ihm entgegen? Dem hШchsten Zufalle geben wir dessen Entwickelung, die Entwickelung zur Auffassung und zum Gebrauche der Farben preis. Nun geben wir wohl dem Knaben, wie so manche andere Sachen, auch Farben und Pinsel, wie man den Thieren zufСllig und auch aus Gutmeinen Futter hingibt; aber sie werfen auch sie wie ihr anderes Spielzeug herum, wie jene das nicht aneigenbare Futter; was sollen sie auch damit? Sie selbst verstehen nicht, ihm Leben und Einigung zu geben, und wir, wir verhelfen ihnen nicht dazu. So ganz in sich getrennt, verschieden nun auch Form und Farbe sein mШgen, so sind sie doch dem jungen Knaben ein ebenso Ungeteiltes, Ungetrenntes, wie Leib, wie KШrper und Leben; ja die Auffassung der Farben scheint dem Knaben wie vielleicht dem Menschen Чberhaupt durch die Form zu kommen, sowie umgekehrt die Formen durch die Farben mehr hervor und nСhertreten. Also die Auffassung der Farben mu▀ sich zuerst an die Auffassung der Form, sowie die Auffassung der Form an die der Farbe knЧpfen; Farbe und Form anfangs eine ungeteilte Einheit. Da nun Form und Farbe dem Knaben zuerst noch als ein ungeteiltes Ganzes erscheinen, sich aber gegenseitig heben, zur Erkenntni▀ und Einsicht bringen, so ist bey den Bestrebungen, den Farbensinn durch Unterricht und Lehre in dem Menschen durch Anschauung und Selbstdarstellung auszubilden, ein Dreifaches zu beobachten: einmal, da▀ die Formen einfach und bestimmt sind, dem ganz genЧgend, was sie bezeichnen und darstellen sollen; dann, da▀ die Farben mШglichst rein und entschieden klar sind, und den Farben, die es sein sollen, denen des Gegenstandes, besonders des Naturgegenstandes mШglichst annСhernd entsprechen; endlich, da▀ die Farben mШglichst in ihren VerhСltnissen zueinander, wie sie die Natur wirklich zeigt, in ihren sich entgegengesetzt bedingten, gleichsam trennenden, oder in ihren zusammenflie▀enden Einigungen aufgefa▀t werden. Wie die Farben selbst ihrem Eindrucke nach mШglichst bestimmt aufgefa▀t werden mЧssen, so mЧssen sie auch gleichmС▀ig immer mШglichst bestimmt an das Wort geknЧpft, durch das Wort bezeichnet werden ; einmal die reine Farbe an sich, als: rot, grun usw., dann ihrer innern StСrke nach dunkel, hoch, hell usw.; dann die einzelnen Farben ihren Arten oder Mischungen nach; hier findet eine doppelte Verschiedenheit statt, einmal Vergleichung der Farben mit GegenstСnden, d. i. Bestimmung und Benennung der Farbenarten durch die GegenstСnde, an welchen sie sich am hСufigsten finden, z. B. rosenrot, schwefelgelb, himmelblau; oder durch Vergleichung der Farben unter sich: blaurot, grЧngelb; oder annСhernd; grЧnlichgelb, blСulichrot. Ueberhaupt mЧssen alle Farbenbestimmungen zuerst von solchen NaturgegenstСnden ausgehen, welchen diese Farben vorwaltend und in der grШ▀ten UnverСnderlichkeit eigen sind; sind sie fest, so kШnnen diese Bestimmungen auch auf die Farben anderer GegenstСnde Чbergetragen werden. Die Farbenbenennungen, welche von GegenstСnden hergenommen werden, mЧssen mШglichst oft an den GegenstСnden selbst angeschaut werden, z. B. veilchenblau. Bei dem ersten Unterrichte gehe man in wenig verschiedene Bestimmungen ein; nur sehe man darauf, da▀ diese Bestimmungen scharf festgehalten und immer mit Bestimmtheit wiedergegeben werden. Ebenso gebe man beym Gebrauche der fСrbenden Stoffe dem Knaben mit einem Male nur wenige, aber mШglichst bestimmte Farben. Die Zwischenfarben lasse man spСter, soweit es angeht, ■    ■    ■   ■   ■   ■   ■   ■   ■   ■   ■   ■   ■   ■   ■   ■   ■   !"#$%&'()*+,-./0123456789:;<=>?@ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ[■   ]■   ■   `■   ■   ■   d■   ■                                                                                                           or Windows 95@@@ј?¤fе╗@PП ш╣╗gЩAH+л¤ЯА▒р>■  ■ Н═Ню.ЊЌ+,щ«0░HP`hp xђ ѕСprivat<KФ DAS HAUPTWERKл¤ЯА▒р>■  л¤ЯА▒р>■   хл¤ЯА▒р>■   хл¤ЯА▒р>■  хл¤ЯА▒р>■  л¤ЯА▒р>■  LУ Ѓе УУл¤ЯА▒р>■  л¤ЯА▒р>■                                                                                                                                  ■        ■   -  !"#$%&'()*+,-./0123456789:;<=>?@ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ[\]^■   `abcdefZ§   ijklmnopqrstuvwxyz{|}~ђ     -  !"#$%&'()*+,-./0123456789:;<=>?@ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWл■   ┼■   §   §   §   §   §   abcdefghijklmnoYrstuvwxyz{|}~ђЂѓЃёЁєЄѕЅіІїЇјЈљЉњЊћЋќЌўЎџЏюЮъЪаАбБцЦдДеЕфФгГ«»░▒▓│┤хХиИ╣║╗╝йЙ┐└┴┬├─┼кК╚╔╩╦╠═╬¤лЛмМнНоОп┘┌█UeПя▀ЯрРсСтТуУжЖвВьЬ№­ыЫзЗшШэЭщЩчЧ§■                          - ! 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Zu jener Zeit beherbergte die Keilhauer Anstalt mehr als 50 ZШglinge. Trotz materieller Schwierigkeiten hatte sie sich zu einer im ThЧringer Land bekannten BildungsstСtte entwickelt. Nun, da die grШ▀ten Hemmnisse Чberwunden schienen, kЧndigten sich neue, tiefere NШte an. Die Verfolgung aller fortschrittlichen Bestrebungen, die nach den Karlsbader BeschlЧssen von 1819 immer stСrker um sich griff, erўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўўDocumentSummaryInformationЈљ8            ЋќЌўЎ ЯаObjectPoolДеЕфФгГ«»░        @cвц­╣╗@cвц­╣╗Й┐└_906820942К╚╔╩╦╠═╬¤л        &скК9Ш═ЉД└іР{@cвц­╣╗6ы┬з╣╗я▀Я_906821098уУжЖвВьЬ№­ !скК9Ш═ЉД└іР{`хч­╣╗6ы┬з╣╗■ fa▀te auch Keilhau (I, 14). Aber noch konnte die Erziehergemeinschaft die Mittel aufbringen, die zur VerШffentlichung der jЧngsten Schrift FrШbels erforderlich waren. Sie ging 1826 in Druck und erschien im gleichen Jahr unter dem ausfЧhrlichen Titel "Die Menschenerziehung, die Erziehungs-,Unterrichts- und Lehrkunst, angestrebt in der allgemeinen deutschen Erziehungsanstalt zu Keilhau; dargestellt von dem Stifter, BegrЧnder und Vorsteher derselben, Friedrich Wilhelm August FrШbel. Erster Band. Bis zum begonnUeЦhWЯ$e║│Ў] ─▒­д­дШШШШШ4­ мЧ­ ­ ­ ­  ▓­ ┼\ 1▓ ѓ4 4 4 4 4 4 4 UeS яS яS яS 8T ▓╚T ▓zU Ш\ XN] KўU -Ш4 Z[4 4 4 4 ўU ъS ШШ4 ▓ ЂѓЃёЁєЄѕЅіІїЇјЈљЉњЊћЋќЌўЎџЏюЮъЪаАбБцЦдДеЕфФгГ«»░▒▓│┤хХи■   ╣║╗╝йЙ┐└■   ├    ╚                Л                            мМнНоОп`                                                                                                                                                            OleёЁєЄѕЅіІїЇјЈљ             ЋќЌўЎаPICцЦдДеЕфФгГ«»░      хХиИ╣L└META─┼кК╚╔╩╦╠═╬¤л             НоОп┘WЗЯContentsТуУжЖвВьЬ№­            шШэЭщКСЂѓЃёЁєЄѕЅіІїЇјЈљЉњЊћЋќЌўЎџЏюЮъЪаАбБцЦдДеЕфФгГ«»░▒▓│┤хХи■   ╣║╗╝йЙ┐└■       ─    ┼к§       ╦§   ╠╬§   ¤┘м    МнНоОп`┌█UeПя▀ЯрРсСтТуУжЖвВьЬ№­ыЫзЗшШэЭЩ§   чЧ§■ ObjInfo          Ole$%&'()*+,-./0             56789@PICDEFGHIJKLMNOP     UVWXYL`METAdefghijklmnop             uvwxyВљђContentsєЄѕЅіІїЇјЈљ            ЋќЌўЎgФаObjInfoдДеЕфФгГ«»░    хХиИ╣└Ole─┼кК╚╔╩╦╠═╬¤л             НоОп┘ЯPICСтТуУжЖвВьЬ№­     шШэЭщLMETA                  mп Contents&'()*+,-./0            56789ЧКЯ@ObjInfoFGHIJKLMNOP    UVWXY`Oledefghijklmnop             uvwxy- ђPICёЁєЄѕЅіІїЇјЈљ -     ЋќЌўЎLаMETAцЦдДеЕфФгГ«»░             хХиИ╣`└ContentsкК╚╔╩╦╠═╬¤л            НоОп┘{ЯObjInfoТуУжЖвВьЬ№­    шШэЭщOle                  ^ PIC$%&'()*+,-./0  $    56789\L@METADEFGHIJKLMNOP             UVWXY Я`Contentsfghijklmnop            uvwxy┐њђObjInfo     "#     Ole$%&'()*+,-./0             56789a@PICDEFGHIJKLMNOP %)    UVWXY_L`METAdefghijklmnop             uvwxyИxђъS ъS ъS 4 jQШ4 Ш4 UeS @f─З╣╗4ШlаЭ2ШШШШ4 UeS ъS >ъS DAS HAUPTWERK DAS HAUPTWERK "DIE MENSCHENERZIEHUNG" Vorbemerkung Im Jahre 1825, etwa zwey Jahre nach Herausgabe der "Fortgesetzten Nachricht von der allgemeinen deutschen Erziehungsanstalt in Keilhau", der letzten seiner sechs bis dahin verШffentlichten Kleinen Keilhauer Schriften zur PСdagogik (I, 232), begann FrШbel mit der Arbeit an der "Menschenerziehung". Zu jener Zeit beherbergte die Keilhauer Anstalt mehr als 50 ZШglinge. Trotz materieller Schwierigkeiten hatte sie sich zu einer im ThЧringer Land bekannten BildungsstСtte entwickelt. Nun, da die grШ▀ten Hemmnisse Чberwunden schienen, kЧndigten sich neue, tiefere NШte an. 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Hає                                                      Р                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 Ч                                                      Я                                                      В                                                                                                             ы                                                                                                             з                                                                                                                                                                    В                                                      Р                                                      В                                                                                                             ы                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     ­                                                                                                             Я                                                      Я                                                      Я                                                                                                                                                                                                                                                                                  с                                                                                                                                                                                                                           Ч                                                                                                                                                                    Я                                                      Я                                                                                                                                                                                                                                                                                  Ч                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         р                                                      ■                                                      Я                                                      Я                                                                                                                                                                    Я                                                      Я                                                                                                             р                                                                                                                                                                    Ч                                                                                                                                                                                                                           Я                                                                                                             Я                                                                                                              1■│fjfЖZb('а=7Corel PHOTO-PAINT 6.0 Hає Hає                                                                         ┐          ┐        ┐  §    БDа?§Ј■O ■(_ЅЪE_    ═Vє§▀■О ■Г_Ф_W    ¤Wа§▀■O ■)_Е_%    ь/┐  ▀ o  ▀ ┐=    ├ ¤  Ъ     ┐  ┐     у                                                          э  ■                ж  ■      з       Ьщ  ■-     ■ ы     ШЬщ  ■-     ■ ­    └Яг■Ъ   ■ З     ТЬч  ■  ■?■ э ы   ТЬз  ■-   ■- ■ э ­   ШЬ  ■Я- ■Ъ  ■¤■ ­ Ш  ШЬ ■■ ■?■ ■ ­ э  Ш№ ■?■ ■- ■ ■ ­ э э Ш№  - №  ▀■ ■▀ ■   ­  Ш№  ▀■ ■▀ ■   ­э Ш№   ■- ■  ■   ­ э Ш№ Я№ ■- ■- ■-   ■     ЭШ№ ■-  ?■-   ■     ЭШ№ ■  ■-   ■     ЭШ№ ђЯD     ■       Ы                                                            1&■а%S%СCK('а;|1Corel PHOTO-PAINT 6.0de▓dObjekt 9¤ъLuОxxoBД??ъ└6u Hає Hає                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           ■                             з       у               ■                             з       у               ■?                             ы       у     ч          ?      ■ Чз¤                  ­     §у    ч­      зТзйЪ ■fsу ЧxюыК             сЅРr0к-    ЭТ   ­└     Я└`Ј ­1Ѓ Э1`Ј      Я      ├ђ└s0к- 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Hає                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­1■,cjcZb('а=ФCorel PHOTO-PAINT 6.0 Hає Hає                                                                 низ-с┘[ЧJЪсВ-   K▀оЗ▀рх Т┼ЏЩ╩Ъчaх  ЭJЪунижѕу╚█ЩJЪзСm  ЩJ у эт  К▀╗ч{ ├№П  Ч █  з                                                    -                    _ ч ▀ч      №  ┐§ g┘- §ђ┴ ■{ ▀Щ ■   № у┐§ g┘Ъ■; ▀Щ ■?  ┐№ с┐§ g┘┐└«┘§■[ ▀Щ§■ } ┐№Ъ№╝- ├g┘Ч■; ▀ЩЭ■ } ┐№Ј№╣Ј├g▀Чx├§~Џ┐Uezч~?П ┐№исИ¤чg▀§■ч┐Uezч■?§ЧЈ№┐с╝-чg▀§└╦Ч^Й▀ЩЭ §ЧЈ»Є ┐ьчg▀ЧЙ▀ЩЧэ § №Є ┐ь g▀Ч▀  ч ▀Щ      »  ┐№ g                                        1N■а{0ks('аc;Corel PHOTO-PAINT 6.0db+dObjekt 70~tыГw*ug*utыГu?Э}└6u Hає Hає                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                                                                     ­                  э                 №                    з           ­           }   уЪ рыёx■-   └Кa    ђ-  рык8-    ђ~cЈЄ A    - - ┴­к8   <c   ђК­<0ј├   ­      ­?ѕсј   ђ- └рїp┐  Є A   ■- ─Як0?-   ■? a   Ѓ┴­ыју   ­      Ярє   ╠сјз  ■?ј#ј<у   ■ Јкc╬q?┐  ЧsюG|├   - ┴ыўщјg    ­      Јуу1   ?К╬сїэ?┐ ■`╬sј<у    к- кc╬s- Ъ  Э┴їg<у   сЪсыў9јcу   ­      су- 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Hає                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    В$В$В$В$В$h<a№Ё█фК¤│З1Ж;■,c3<<('а ;л¤ЯА▒р>■  х─■   ДеЕфФгГ«»Хкfчyz                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           щ-/ ,  c,C 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                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             кккh/&шD╗cЂѓ1&■/fщъжъ- 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Aber noch konnte die Erziehergemeinschaft die Mittel aufbringen, die zur VerШffentlichung der jЧngsten Schrift FrШbels erforderlich waren. Sie ging 1826 in Druck und erschien im gleichen Jahr unter dem ausfЧhrlichen Titel "Die Menschenerziehung, die Erziehungs-,Unterrichts- und Lehrkunst, angestrebt in der allgemeinen deutschen Erziehungsanstalt zu Keilhau; dargestellt von dem Stifter, BegrЧnder und Vorsteher derselben, Friedrich Wilhelm August FrШbel. Erster Band. Bis zum begonnenen Knabenalter." Mit der "Menschenerziehung" legte FrШbel seine erste gro▀e Schrift vor, die heute allgemein als sein Hauptwerk bezeichnet wird. Da er, wie schon der Titel aussagt, eine mehrbСndige Ausgabe geplant hatte, bemЧhte er sich im ersten Band, die entscheidenden Ideen und wesentlichen Begriffe seines pСdagogischen Systems umfassend darzulegen. Daraus resultiert die besondere Stellung, die die "Menschenerziehung" im Gesammtschaffen FrШbels einnimmt. Sie wurde zum Ausgangspunkt fЧr die weitere Ausaenen Knabenalter." Mit der "Menschenerziehung" legte FrШbel seine erste gro▀e Schrift vor, die heute allgemein als sein Hauptwerk bezeichnet wird. Da er, wie schon der Titel aussagt, eine mehrbСndige Ausgabe geplant hatte, bemЧhte er sich im ersten Band, die entscheidenden Ideen und wesentlichen Begriffe seines pСdagogischen Systems umfassend darzulegen. Daraus resultiert die besondere Stellung, die die "Menschenerziehung" im Gesammtschaffen FrШbels einnimmt. Sie wurde zum Ausgangspunkt fЧr die weitere Ausarbeitung seiner PСdagogik, der "entwickelnderziehenden Menschenbildung". Da▀ er nach einigen Jahren die eigentlich vorgesehene Richtung des Weiterdenkens, die Erziehung im mittleren und spСten Schulalter, verlie▀ und sich nahezu ausschlie▀lich der vorschulischen Erziehung zuwandte, Сndert nichts an dem begrЧndenden Charakter dieser Schrift. Die gro▀e Bedeutung der "Menschenerziehung" fЧr das VerstСndnis der pСdagogischen Anschauungen FrШbels wСre Veranlassung genug gewesen, sie in die vorliegende dreybСndige Auswahl seiner Schriften aufzunehmen und, wie das hier erstmals in der Geschichte der DDR geschieht, ungekЧrzt wiederzugeben. Es galt jedoch auch zu berЧcksichtigen, da▀ die "Menschenerziehung" zu den wertvollsten Zeugnissen klassischen bЧrgerlichen pСdagogischen Denkens gehШrt. Sie fЧgt sich in die Reihe jener Werke ein, in denen die progressiven bЧrgerlichen PСdagogen der damaligen Zeit ihre Auffassungen systematisch darstellten. Ferner war zu bedenken, da▀ diese Schrift dazu beizutragen vermag, dem heutigen Leser die Vielfalt und den Reichthum der Quellen unserer sozialistischen PСdagogik bewu▀tzumachen. FrШbel vertrat die Ansicht, mit der "Menschenerziehung" ein Werk von allgemeiner GЧltigkeit geschaffen zu haben. Sein 1825 in der Zeitschrift "Die erziehenden Familien" abgedruckter Artikel, der das "Erziehungsbuch" ankЧndigen und dessen Zweck, Grundlage, Inhalt und Form erlСutern sollte, gibt darЧber Aufschlu▀. FrШbel bekannte dort, da▀ er seine "rein entwickelnde Erziehungs und Unterrichtsweise als                   -  !"#$%&'()*+,-./0123456789:;<=>?@ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ[\]^_`abcdefghijklmnopqrstuvwxyz{|}~ђrbeitung seiner PСdagogik, der "entwickelnderziehenden Menschenbildung". Da▀ er nach einigen Jahren die eigentlich vorgesehene Richtung des Weiterdenkens, die Erziehung im mittleren und spСten Schulalter, verlie▀ und sich nahezu ausschlie▀lich der vorschulischen Erziehung zuwandte, Сndert nichts an dem begrЧndenden Charakter dieser Schrift. Die gro▀e Bedeutung der "Menschenerziehung" fЧr das VerstСndnis der pСdagogischen Anschauungen FrШbels wСre Veranlassung genug gewesen, sie in die vorliegende dreybСndђћэћ^Ћ└Ћ№ЋpќОќчќpЌ+ўдџ█џrЮјЮФЮкЮ═ЮСЮщЮ ъ&ъўаэаА=А^АЂА┤А┼АнАшА+бNбfбЃбцб▀бЩбБ*БBБYБ`Б|БўБ┤Б■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В-     -  !"#$%&'()*+,-./0123456789:;<=>?@ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWл■   ┼■   §       §   §   §   abcdefghijklmno╔Yrstuvwxyz{|}~ђ┤Б═БнБвБцц-ц@цTцlцљцЕцвц■ц/ЦaЦЂЦбЦнЦд(дHдNдdдђдўд│д╬дЖдД!ДѕЕфDфa▓┤\┤хЂхФхВхЫх_ХgХvХгХ■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В-гХ- иnиЪи▓И╣Ѓ╣║(║Ѓ╗Н╗ ╝n╝й╝═╝ж╝\й\Й║ЙжЙі┐В┐Ы┐╗└┴Ј┴╣┴┬@┬м┬ ├u├Я├@─д─── ┼Џ┼ кSкЖк4К░К'╚ю╚╔■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В-Ђ ѓ Ѓ ё Ё є Є ѕ Ѕ і І ї Ї ј Ј љ Љ њ Њ ћ Ћ ќ Ќ ў Ў џ Џ ю Ю ъ Ъ а А б Б ц Ц д Д е Е ф Ф г Г « » ░ ▒ ▓ │ ┤ х Х и И ╣ ║ ╗ ╝ й Й ┐ └ ┴ ┬ ├ ─ ┼ к К ╚ ╔ ╩ ╦ ╠ ═ ╬ ¤ л Л м М н Н о О п ┘ ┌ █ ■   §                                                                                                                                               ╔`╔┼╔╩В╩O╦ъ╦H╠ф╠ ═¤═╬с╬e¤і¤*лРл*Л»Л■ЛGмЈм┌м║Мн4нЮнНmН╦НIо№о<О?пtСЮСyтйт5ТЌТ\у╔уУУЃУњУ■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В-њУ▓УТУжLжoж▓жлжыжЖфЖ╔Ж­Жв4вYвЃв┘вEВdВёВдВ╦В­ВШВьЂьўьЭ­ёы╩ k,wЃ- П- Љ   ["љ"f(t,Ќ0=3$5■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■2е%В■е%В■е%В■е%В■ е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■ е%В■ е%В■е%В■е%В-aus Hauptfarben hervorgehen und den SchЧler selbst herstellen. Die in Farbe darzustellenden, zu malenden FlСchen mЧssen besonders anfangs nicht zu klein sein, und am besten auf Naturanschauungen zurЧckweisen; sowie Чberhaupt der Unterricht wie immer an die den SchЧler zunСchst umgebenden GegenstСnde anknЧpfen und von denselben ausgehen mu▀, z. B. BlСtter, gro▀e Blumen, SchmetterlingsflЧgel, auch wohl VШgel; vierfЧ▀ige Thiere und Fische haben zu unbestimmte Farben; doch wird das Suchen und Streben, besonders ige Auswahl seiner Schriften aufzunehmen und, wie das hier erstmals in der Geschichte der DDR geschieht, ungekЧrzt wiederzugeben. Es galt jedoch auch zu berЧcksichtigen, da▀ die "Menschenerziehung" zu den wertvollsten Zeugnissen klassischen bЧrgerlichen pСdagogischen Denkens gehШrt. Sie fЧgt sich in die Reihe jener Werke ein, in denen die progressiven bЧrgerlichen PСdagogen der damaligen Zeit ihre Auffassungen systematisch darstellten. Ferner war zu bedenken, da▀ diese Schrift dazu beizutragen vermag, dem hNaturgegenstСnde in ihren eigenthЧmlichen Farben darzustellen, die SchЧler um so mehr auf die Farben der NaturgegenstСnde in der Wirklichkeit selbst aufmerksam machen, worauf man sie durch ihre eigenen Fragen: ,,Wie soll ich den Stamm dieses Baumes, diese Blume usw. malen?" selbst hinfЧhren kann. Je selbstСndiger nun die Auffassung der Farbe und von dem Gegenstande unabhСngiger wird, um so mehr stelle man die Farbe um ihrer selbst willen - јАЌцЃ.Ц╚AдnДnеіЕnфФ  EINBETTEN \KzLў─џ─Я─Р─}═ё═ј═ћ═Е═▓═║═К═Л═О═║│█│Ue│П│у│д­└­┴­┬­├­─­┼­к­К­╚­м­В­ь­Ь­№­­­ы­з­ш­Ш­э­Э­щ­ыыы- ы ы!ы"ы#ы$ы%ы/ыIыJыKыLыMыNыOыPыQыRы\ыvыwыxыyы§ЩЩЩЩЩЩЩЭзЭвтззяпззЛ╦зз─Йззи▒ uDО  6K uDО  6vK uD╬■ 6K uD╬■ 6vK uDS■ 6K uDS■ 6vK uDЖ§ 6K uDЖ§ 6vK uDN§ 6KuDN§ 6avKuDuVЂccF67DEX Y jk¤л~Ыз■ [- \- ]"^"($)$''B(C(L*M*[/\/4252к5К52939о;О;x?y?§е%В§е%Вче%Вче%Вче%Вч е%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вч е%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вч е%Вче%Вче%Вче%Вч е%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%Вче%В-y?ёBЁB▓F│FpIqIZK[KаKТK&LTLzL{LЁPєPъPЪP5Q6QgQ╝QЭQ:R;RqTrTљUЉU4W X┼X1YУYSZЩ\ч\^^╝_й_┬`├`bb■е%В■е%В■ е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%Вчче%че%че%че%■■ е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В-blbmbg gmm╬m¤m§q■q­vыvЧzЄ}ѕ}ЂЂиѓИѓ2Ё3Ё░Є▒ЄGјHјiњjњ┘ќ┌ќ№Џ­Џ▒Ъ▓Ъ1б2б.Б╦Ц╠ЦBДCД4е5е%Ф&ФМг■е%В■е%В■ е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■ е%В■е%В■ е%В■е%В■ е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■ е%В■е%В■ е%В■е%В■ е%В■е%В■ е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В-Мгнг,│хх├║─║X├Y├еКЕК ЛЛYоZо^▀_▀tсuс┴С┬СdуeуCУDУјьЈь¤шлш╠═"#тТCDab- - G'H'%*z,­/■е%В■е%В■е%В■е%В■ е%В■е%В■е%В■е%В■ е%В■е%В■е%В■е%В■ е%В■е%В■е%В■е%В■ е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■ е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■ е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■!е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В-­/ы/ќ9г;Г;Ь<№<>>Y@Z@┤BхB║C╗CћGЋG╬I¤I%M&MЪOаO Q QчTЧThXiXЙc┐crfsfЇjЦrдrзvЗvN~O~>ѓ?ѓ}ёгЄРІсІ■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■ е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■ е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■ е%В■е%В■е%В■ е%В■е%В■е%В■е%В■ е%В■е%В■е%В■е%В■ е%В■е%В-$5ў5л6§7г8с89b9з9:а:╔:;ё;'<=>Ј>Ц>к>і?Д?Ь?@¤B`F¤FђHI/IWIћI┤JK╩KчKlMRNЏN!PєP╗R■RW%ZA[■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■ е%В■е%В■е%В-A[`\м]7_│`b dмd0epeJfgцghi▒i6kРnPobpУpќqѓsNwчwЄxхx:yo{ы{▓}_ђЦЂЃ}ЃЃЃ\ѕЛіОј}ЊюћйдN»?░)│■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■ е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■ е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■е%В■ е%В■е%В■ е%В■ е%В■е%В■)е%В■е%В■е%В■е%В-)│╣│║│┼­к­ы­Ы­з­э­"ы#ыNыOыPы{ы}ыеыЕыфыФыгыГы«ы»ы░ы▒ы▓ы│ы┤ыхыХыЫDЫPЫQЫVЫ■е%В■е%Вш8╠■е%ВЬЗL■■■е%ВЬеd■тd╚■■Ь,ў■е%ВЬгИ■■D\■D\■D\■DВ■DВ■DВ■DВ■DВрр■е%В■е%В■е%В■е%Впе ■е%В■е%В■е%ВаЂ1Ї%а▒V1Ї% 1Ї%аЂ61Ї%#K"@ы "StandardPa0@0 Ueberschrift 2 ­< UЂVЂ]c&A@Ы А&Absatz-StandardschriftartCorelPhotoPaint.Image.6 \s   EINBETTEN CorelPhotoPaint.Image.6 \s   EINBETTEN CorelPhotoPaint.Image.6 \s   EINBETTEN CorelPhotoPaint.Image.6 \s   EINBETTEN CorelPhotoPaint.Image.6 \s  -  EINBETTEN CorelPhotoPaint.Image.6 \s  - јАЌцЃ.Ц╚AдnДnеіЕnфФ %јљЉАЌцЃ.Ц╚AдnДnеіЕnфФ 6  7  8  9  ... 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