Gnosis
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Autor: Winfried Müller
Stand: 2006-03-01
- Kurztext
- Bibliographie
- Weblinks
Kurztext
Gnosis (griech., Erkenntnis) wurde schon seit den Vorsokratikern für
göttliche Erkenntnis gebraucht. In der hellenistischen Welt war
wurde der Begriff für die Gotteserkenntnis in der polytheistischen
Religion gebraucht.
Im Christentum
bezeichnet es die dualistische
Bewegung, die im 2. Jahrhundert nach Christus dazu führte, dass sich die
frühkatholische Kirche in der Auseinandersetzung mit dem Montanismus bilden konnte.
In der christlichen Gnosis des 2. Jahrhunderts flossen religiöse
Vorstellungen der polytheistischen Religion in das Christentum ein. Da das
dem christlichen Monotheismus
grundsätzlich widersprach, führte das zu einer grundsätzlichen
Infragestellung der christlichen Theologie. Die frühe Christenheit musste
herausstellen, was sie grundsätzlich vom hellenistischen Polytheismus
unterschied.
Die Antworten auf diese Fragen waren:
- Zusammenschluss der nebeneinander existierenden örtlichen Gemeinden zu
einer größeren Kirche (= frühkatholische Kirche).
- Formulierung einer Glaubensregel, die eindeutig festlegte, was
christlich ist und was nicht.
- Schaffung eines Kanons verbindlicher biblischer Schriften als Grundlage
der Glaubensregel.
- Schaffung eines monarchischen Episkopates, in dem ein Bischof
organisatiorische und lehrmäßige Vollmacht über den Weg der Kirche hatte.
Diese Anworten führten zur Abgrenzung der frühen Kirche von der
hellenistischen Welt und profilierten eine neue Religion, die in der Lage
war, Jahrtausende zu leben.
Bibliographie
Bestand
der Deutschen Bibliothek zum Thema Gnosis
Weblinks
- Wikipedia
- Gnostizismus mit
vielen Weblinks und Quellenverweisen
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