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Ivancic versteht den Geist des Menschen medizinisch und will demzufolge dessen Erkrankungen auch mit Medikamenten behandeln. Für ihn sind diese Medikamente Chiffren geistlicher Interaktion, denn ihm geht es hauptsächlich darum, durch seelsorgerliche Interaktion den Glauben des Kranken zu festigen oder überhaupt erst zu erwecken.
Der Gebrauch medizinischen Vokabulars für seelsorgerliche Interaktion stellt sich aber wegen der hieraus folgenden Begriffsverwirrung durchaus problematisch dar. Da medizinisches Vokabular eben ausschließlich für somatische und psychische Erkrankungen im Sprachgebrauch verwendet wird, ist davor zu warnen, dieses Vokabular für theologische Interaktion zu verwenden. Ivancic verlässt durch diese Begriffsverwirrung das Terrain seriöser wissenschaftlicher Arbeit und öffnet einer laienhaften Patchwork-Medizin Tor und Tür. Es besteht durchaus die Gefahr, dass der Ansatz Ivancics von esoterischen Nachahmern aufgegriffen und vermarktet wird, indem dem Kranken und Leidenden schnelle und unkomplizierte Heilung versprochen wird.
Ivancic entwickelte Schulungsprogramme, in denen geistliche Traumata wie
Ängste, Bedrückung, Sinnlosigkeit Aggressivität usw. geheilt werden sollen.
Diese Schulungen werden in besonderen Zentren geistlicher Hilfe
durchgeführt, die Kursleiter haben eine spezielle theologische Schulung
erhalten.
Bibliographie