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Gurdjieff-Bewegung

Die Gurdjieff-Bewegung wurde etwa 1912 in Moskau gegründet. Ihr Gründer war Georgii Ivanovich Gurdjiev (zwischen 1866 and 1877 in Alexandropol, Sowjet-Armenien, dem heutigen Gyumri geboren, gestorben 1949).

Während seiner Jugend bereiste er Asien, Tibet und Ägypten, um den Sinn des Lebens zu finden. Er kam mit verschiedenen spirituellen Schulen in Kontakt, wobei ihn eine, genannt Das Werk besonders begeisterte. Das Das Werk wäre nach der Überlieferung vor tausenden von Jahren bis auf unsere Tage immer vom Lehrer auf den Schüler mündlich weitergesagt worden. 1913 ließ er sich dann in Moskau und St. Petersburg nieder, wo er Das Werk zu lehren begann.

Sein bedeutendster Schüler war Piotr Demianovich Ouspensky, ein zur damaligen Zeit wohlbekannter Mathematiker, Autor und Journalist. Dieser brachte Gurdjievs Werk in eine Form, die westlichem Denken entsprach.

Gurdjiev wurde durch die Wirren der Oktoberrevolution 1917 erst nach Georgien, später nach London und Paris verschlagen. Er lehrte, daß der Mensch durch die moderne Erziehung verbogen worden sein. Er müsse an sich selbst arbeiten, um sich wieder zu sich selbst zu finden. Dabei käme der Selbsterkenntnis, die der Beginn der Veränderung des Selbstes sei, eine zentrale Bedeutung zu. Eine Übung, die er seinen Anhängern immer wieder aufgab, ist, zu sagen: "Ich bin". Dies sollten sie jede Stunde einmal tun. Seine Anhänger glauben, durch diese Übungen und das Lesen seiner Schriften zu einer tieferen Selbsterkenntnis zu kommen.

In der Fachwelt wird weltweit mit etwa 5000 Anhängern gerechnet. Eine religiöse Organisationsform gibt es nicht, das Gedankengut wird durch Vereine weitergesagt und publiziert.

Links

Gurdjieff. = New Religious Movements by Jeffrey K. Hadden
http://cti.itc.virginia.edu/~jkh8x/soc257/nrms/gurdjieff.html