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Karma
Aus dem Sanskrit stammender Begriff, der im Hinduismus seinen Ursprung hat.
Er bezeichnet das Gesetz von der Vergeltung der Tat. Nach hinduistischer
Vorstellung ist die Geschichte der Menschheit eine Geschichte
fortwährendem Sterben und Wiedergeborenwerden. Dieser Prozeß wird
als Kreis verstanden, man spricht deshalb auch vom "Rad der Wiedergeburt",
dem Samsara. In welcher Weise nun der einzelne Mensch wiedergeboren wird,
hängt von den Taten im diesseitigen Leben ab: Lebt er als guter Mensch,
so wird er als höheres Wesen wiedergeboren werden. Das Ergebnis eines
Menschenlebens wird als Karma bezeichnet. Auf diese Weise wurde im
Hinduismus die Ungleichheit der Menschen (es gab ja Hungerleider und reiche
Brahmanen) erklärt. Ein reicher Brahmane zu sein, war demnach das
Ergebnis einer Reihe von Wiedergeburten. Wobei jedes einzelne Leben mit sehr
guten Taten abgeschlossen wurde. Im 19. Jahrhundert entdeckte das Abendland
diese Vorstellung für sich.
So fußt die Theosophie der Helene Blavatsky
auf dieser Vorstellung. Der Begriff des Karma ist heute von der Esoterik
voll in Anspruch genommen.